Online-Werbung für Franchise-Unternehmen: Unsere Tipps & Tricks

Veröffentlicht am

letztes Update: 11/05/2019

online werbung

Mit Trick & Track hat das nun weiter nichts zu tun, obwohl: Pfiffig sind sie ja, die beiden Kerlchen, das muss man ihnen lassen. Doch seinerzeit war der elektronische Spielraum, auch im Franchising nicht so weit fortgeschritten wie heute. Werbung für sich zu machen bedarf nach wie vor eines geschickten Händchens; wenn man damit online geht, kann das auch missraten und zieht mitunter weite Kreise, die weniger erwünscht sind.

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Die Gesellschaft hat sich in den letzten zehn Jahren extrem gewandelt. Statt Briefen werden Nachrichten via Whatsapp verschickt, der samstägliche Stadtbummel wurde durch Onlineshopping ersetzt und die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten müssen Netflix, Maxdome und Co. weichen.

Das ganze Leben scheint sich online und auf virtueller Ebene abzuspielen. Laut einer Studie von statista stieg der Prozentsatz der deutschen Einwohner, die das Internet nutzen, von 37 % im Jahr 2001 auf unglaubliche 84 % im Jahr 2018 an! Das ist eine Steigerung von fast 50 %. Diese Entwicklungen sind der deutschen Wirtschaft natürlich auch nicht verborgen geblieben. Unternehmen haben festgestellt, dass Flyer, Werbung im Fernsehen oder die altbewährten Prospekte nicht mehr ausreichen.

Man muss mit der digitalen Zeit gehen und sich an die Trends der Deutschen anpassen. Und mit 63,3 Millionen Internetnutzern bietet sich das World Wide Web doch optimal an, um seine ausgefeilten Marketingstrategien umzusetzen.

Zeit für den Umschwung

Auch wenn sich viele Unternehmen bereits an die Technologisierung unserer Zeit angepasst haben, und ihre Marketingstrategien auf den neusten Stand gebracht haben, gibt es immer noch unzählige Franchiseunternehmen, die noch nicht auf den Zug aufgesprungen sind. Im Jahr 2017 wurden ungefähr 26,12 Milliarden Euro in Deutschland in Werbung investiert. Das sind unglaubliche Summen, die einfach ins Leere fließen, wenn man nicht weiß, wie man sie am besten ausgibt.

Ein Problem, das in letzter Zeit ebenfalls aufgetreten ist, sind die Eigeninitiativen einzelner Franchisenehmer. Diese haben das Potenzial der Online Werbung oder Suchmaschinenmarketing zwar erkannt, sind aber an der Umsetzung gescheitert. Sie betreiben ihre Webseiten wie Printmedien, nutzen kaum Kreativität, um ihre Kunden anzusprechen und zu halten oder begehen bei der Programmierung fatale Fehler. Auch wenn allgemein gilt, dass Unternehmen nicht existieren, wenn sie online nicht gefunden werden, ist es dennoch enorm wichtig, dass sie sich seriös und professionell präsentieren. Kein Kunde wird von einer stümperhaft erstellten Webseite angezogen.

Werbung per Internet ist im Endeffekt nicht so kompliziert, wie es zunächst erscheint. Wichtig ist, dass man ein paar ganz einfache Basics befolgt.

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Tipp 1: Gemeinsamer Auftritt

Franchising ist ein Geschäftskonzept, das von der Zusammenarbeit des Franchiseunternehmens mit seinen Franchisenehmern lebt. Diese übernehmen ein bestehendes Konzept, ziehen Vorteile von einem bereits etablierten Namen und nutzen die Geschäftsbeziehungen, Produktionsabläufe und Rezepturen des Franchisegebers. Es ist ein Zusammenspiel von mehreren Parteien, die vom Erfolg des anderen profitieren. Es macht also überhaupt keinen Sinn, die Werbestrategien getrennt auszuarbeiten.

Gerade die Welt der Online Werbung hält viele Möglichkeiten offen, die sich die Franchiseunternehmen zu Nutzen machen können. So ist es zwar unabdinglich, dass eine gemeinsame Webseite erstellt wird, jedoch durchaus vorteilhaft, wenn diese per Links auf die individuellen Internetseiten ihrer Franchisenehmer hinweist. Auf der „allgemeinen Unternehmenswebseite“ können Informationen über das Sortiment, die Firmenphilosophie und die Unternehmensgeschichte geteilt werden. Zudem ist es anzuraten durch Google Maps eine Verlinkung einzufügen, welche die bestehenden Standorte auf einer Karte verzeichnet. So erhält der Kunde sogleich einen guten Überblick darüber, welche Filiale sich in seiner unmittelbaren Nähe befindet. Denn nichts verabscheut die Kundschaft mehr, als lange Strecken für einen Umtausch oder die Reparatur in Kauf nehmen zu müssen.

Tipp 2: Individualität

Auch wenn bereits eine Internetseite des Franchisegebers existiert, ist es angeraten, dass jeder Franchisenehmer sich seine eigene, individuelle Webseite erstellt. Diese sollte natürlich in Design und Konzeption nicht allzu weit vom Mutterunternehmen abweichen, jedoch trotzdem die Individualität unterstreichen. Auch wenn das Franchising auf dem Konzept der Partnerschaft gegründet ist, ist natürlich jeder Franchisenehmer daran interessiert, so viele Kunden wie möglich in seine Niederlassung zu locken. Schließlich geht es am Ende des Tages doch um den gemachten Umsatz. Um dies zu erreichen, sollten die Dinge hervorgehoben werden, welche die Filiale von den anderen unterscheidet. Das können bestimmte Aktionen sein, saisonale Rabatte, längere Öffnungszeiten oder Boni in Form von Imbissbuden.

Weiterhin befinden sich nicht alle Niederlassungen in der gleichen Region. Oftmals sind die Filialen des Franchiseunternehmens über alle Bundesländer verteilt, manchmal gibt es sogar Niederlassungen im europäischen Ausland oder auf der ganzen Welt! Dies bedeutet natürlich, dass spezielle Anpassungen vorgenommen werden müssen. Die Sprache muss angeglichen werden, oftmals unterscheiden sich das Sortiment oder die Produktnamen. Denn auch wenn die Zielgruppe überall die gleiche ist, unterscheiden sich die Geschmäcker und Vorlieben trotzdem.

Außerdem ist es ratsam regionale Bezüge auf den Webseiten mit einzubauen. Durch Sehenswürdigkeiten, Feste und Wahrzeichen können die Webseiten einfacher in den Suchmaschinen gefunden werden. Zudem können Aktionen der Franchisenehmer durch diese vermarktet werden. Das Bonner Kirschblütenfest wird beispielsweise gerne von Unternehmen aufgegriffen, um dazu passende Produkte zu verkaufen. Der Pariser Eiffelturm wird gerne auf Produkten und Verpackungen abgedruckt, um diese speziell für Touristen anziehend zu machen. Und am Ramadan entwerfen Unternehmen völlig neue Aktionen und Rabatte, um die Kunden in Scharen in ihre Niederlassungen zu locken.

Darüber hinaus bergen die individuellen Webseiten noch einen weiteren Vorteil. Google hat seit einigen Jahren ein System eingeführt, das die Möglichkeit eröffnet Unternehmen, Restaurants und Dienstleistungen zu bewerten. Der Internetnutzer kann seine eigene Erfahrung durch einen kurzen Text wiedergeben und anschließend die Anzahl der zu gebenden Sterne auswählen. Fällt eine Bewertung mal weniger positiv aus, ist es wichtig, dass diese nicht standortübergreifend publiziert und verwendet wird. Denn auch wenn das Konzept beim Franchise an sich einheitlich ist, hängt doch auch viel vom jeweiligen Team und deren Arbeitseinstellung ab. Individuelle Webseiten können also auch den Franchisegeber und die einzelnen Franchisenehmer vor schlechter Publicity schützen.

Tipp 3: Suchmaschinenmarketing

Egal was der deutsche Verbraucher heutzutage benötigt, die Suche wird im Internet getätigt. Der gewünschte Begriff wird also in Suchmaschinen wie Google, Bing oder Yahoo eingegeben und die angezeigten Treffer werden studiert. Hält man sich vor Augen, wie viele verschiedene Supermärkte oder Fast Food Ketten alleine in Deutschland existieren, wird die Wahrscheinlichkeit verschwindend gering, dass ein Unternehmen mit kaum Internetpräsenz bei den Suchergebnissen angezeigt wird.

Es ist also wichtig, dafür zu sorgen, dass man als Unternehmen unter den allerersten Treffern auftaucht. Denn falls die Kunden nicht gezielt nach dem eigenen Unternehmen suchen, kommt es auf das Ranking an, ob man in den Suchergebnissen aufgelistet wird, oder eben nicht. Doch wie erzielt man denn nun dieses gute Ranking? Das Stichwort hierfür ist die Suchmaschinenoptimierung. Diese wird umgesetzt, durch Anpassungen am Inhalt der Webseite, zum Beispiel die Stichworte, Formatierungen oder Verlinkungen, aber auch durch ein Netzwerk an Verlinkungen. Durch dieses Netzwerk ist ihre Webseite mit anderen Internetseiten verbunden und erhält somit eine höhere Reichweite, wodurch mehr Zugriffe ermöglicht werden.

Tipp 4: Social Media

Das virtuelle Leben der Internetnutzer läuft vor allem auf Social Media Plattformen ab. Instagram, YouTube, Twitter, Snapchat und Facebook verzeichnen die höchsten Mitgliederzahlen und werden laut Umfragen am häufigsten genutzt. Weltweit verfügen die Sozialen Netzwerke insgesamt über 2,28 Milliarden Nutzer und in Hamburg alleine greifen 76 % der Bevölkerung auf die beliebten Plattformen zurück.

Die hohe Beliebtheit und Nutzung liegt vor allem daran, dass diese Plattformen komplett kostenlose sind. Wie kann es dann sein, dass der Gründer von Facebook, Mark Zuckerberg, mit einem Vermögen von 62,3 Milliarden US-Dollar unter den reichsten Menschen der Welt ist? Ganz einfach: Der Milliardär finanziert sich über Werbeeinnahmen. Unternehmen, die sich versichern wollen, dass ihre Werbung eine große Menge an Menschen erreicht, zahlt dem Unternehmer Gebühren dafür, dass dieser Anzeigen in Facebook veröffentlicht. Durch die Auswertung der virtuellen Aktivität der einzelnen Nutzer stellt Zuckerberg sicher, dass die Werbung bei den richtigen Kunden ankommt. Die gewünschte Zielgruppe wird erreicht und kann anschließend per Klick auf die Anzeige dem Link zur Webseite des Unternehmens gelangen. Einfacher und effektiver geht es wohl kaum.

Ein weiterer Pluspunkt der Social Media Plattformen liegt darin, dass Sie als Unternehmen in direktem Kontakt mit den Kunden treten können. Es können Blogs angelegt werden, auf Facebook oder Instagram können Fragen direkt im Livechat beantwortet werden und auf YouTube können Sie Ihre Produkte durch kreative Videos unters Volk bringen. Dies eröffnet auch die Möglichkeit, Feedback zu erhalten. Einiges möchte man zwar nicht hören und vieles mag nicht wirklich reflektiert sein, doch vielleicht verstecken sich unter den Kommentaren ja doch einige Anregungen, die Sie in Zukunft umsetzen können, um Ihr Konzept zu perfektionieren.

Tipp 5: Ihre Kreativität ist gefragt!

Ihre Onlinestrategie kann noch so ausgefuchst und ausgeklügelt sein, letztendlich steht und fällt jedoch alles mit der Gestaltung der Inhalte. Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Kunden nicht mit Informationen und langen, eintönigen Texten erschlagen. Diese wird niemand lesen. Viel mehr ansprechend ist ein pfiffiges Design mit gut verpackten Angaben, die auf den ersten Blick zu verstehen sind. Durch beispielsweise virtuelle Führungen durch Ihr Unternehmen oder innovative Ideen bei der Gestaltung Ihrer Webseite, überzeugen Sie den Kunden nicht nur von Ihren Produkten oder Dienstleistungen, sondern vermitteln gleichzeitig auch Werte wie den technischen Fortschritt oder Innovation.

Fazit

In Deutschland wurde im Jahr 2017 ungefähr 7,41 Milliarden Euro in Online Werbung investiert. Eine Investition, die nicht nur sinnvoll, sondern auch profitabel ist. Durch das Internet kann eine weitaus höhere Zielgruppe erreicht werden, als mit Printmedien. Des Weiteren ist die Handhabung meistens einfacher. Hat man erst einmal ein gutes Konzept für seine Webseite entwickelt, muss dieses nicht mehr groß abgeändert werden. Kleine Anpassungen und Aktualisierungen sind schnell vollzogen. Durch ein gutes Ranking bei den gängigen Suchmaschinen und einer hohen Präsenz auf den Social Media Plattformen können zudem Kunden auf Ihr Unternehmen aufmerksam gemacht werden und leicht auf Ihre Internetseite weitergeleitet werden.

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