Privatwirtschaft: Was ist das?

22.10.2018 07:30 | Ein Unternehmen gründen

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Privatwirtschaftlich organisiert ist all das, woran der Staat nur insofern beteiligt ist, als er Steuern dafür erhebt. Tritt er selbst als Unternehmer in Aktion, sieht die Sache anders aus und auch dann, wenn öffentliche Institutionen ein Geschäft betreiben. Ebenfalls nicht als Initiative von privater Seite wird betrachtet, was Genossenschaften auf die Beine stellen, wenn es um die Erwirtschaftung von Gewinnen geht. Das muss im Übrigen nicht immer Zweck der Betriebsamkeit sein. Was bedeutet dies jedoch fürs Franchising?

Privatwirtschaft finanziert sich auch durch öffentliche Gelder

Franchisenehmer können staatliche Hilfen in Anspruch nehmen, anstatt sich nur darauf zu beschränken, ihren Anteil zum Gemeinwohl beizutragen. Gründungsabsichten Einzelner werden staatlich gefördert, auch und gerade wenn sie sich innerhalb eines Franchisesystems selbstständig machen wollen. Dann sind ihre Aussichten nämlich wesentlich rosiger als beim Starten auf eigene Faust. Mittel können eher bewilligt werden, das bei ihrer Vergabe einzugehende Risiko fällt weniger hoch aus und die Prüfung nicht ganz so streng. Bereits Bewährtes ist einer Förderung würdiger als das, was sich erst noch am Markt beweisen muss. Wer Erprobtes bevorzugt, kann sicher sein, dass sich die Investition lohnt.

Zu viel Einfluss ist nicht gern gesehen in der Privatwirtschaft

Franchisegeber warten teils mit eigenen Beratern auf, damit nicht noch jemand von außen eingeschaltet werden muss und das Verfahren routiniert über die Bühne gehen kann. Manche legen aber weniger Wert darauf und optieren stattdessen für die Eigenständigkeit von Partnern. Der eine oder andere bringt ja auch genügend Geld mit, anderen steht der Weg zur Hausbank offen, die ein offenes Ohr für berechtigte, weil abgesicherte Belange haben dürfte. Nicht immer muss man nach dem Staat rufen, wenn Probleme zu lösen sind, vielfach wird dabei etwas auf die lange Bank geschoben, sodass eigene Bemühungen ungleich aussichtsreicher sein können. Die Privatwirtschaft sieht sich gern von Reglements befreit.

Defizite der öffentlichen Hand aufarbeiten

Oft ist es auch so, dass Aufgaben, die eigentlich in den Verantwortungsbereich der Gemeinwesen fallen, von engagierten Bürgern übernommen werden. Behördenapparate erweisen sich mitunter zu schwerfällig dafür, effektiv agieren zu können und sind froh darum, wenn ihnen die Arbeit abgenommen wird. Das muss nicht unbedingt mit einem Verlust an Qualität einhergehen, nicht selten zeitigt es ein gegenteiliges Ergebnis. Was nicht mehr so wie gewohnt gehandhabt werden kann, das soll der freie Markt doch regeln, denkt man wohl ab und an auf politischer Ebene, mit der Zeit wird es sich schon einspielen. Und wenn übertragene Leistungen zu wünschen übrig lassen, können sie sich nicht behaupten.

Franchising fördert die Vervielfältigung

Wer nur kostendeckend arbeiten muss und dabei, wenn er es nicht schaffen sollte, womöglich auch unterstützt wird, geht ein wesentlich geringeres Risiko als jemand, der Gewinne erwirtschaften will. Im Franchising wird es gewissermaßen aufgeteilt, indem man sich verschiedener Betriebe bedient, die im Prinzip allesamt nach dem gleichen Muster funktionieren und deshalb keine allzu großen Anlaufkosten nötig machen. Hierzulande treten demgegenüber zwei Drittel der zur Zahlung von Umsatzsteuer verpflichteten Unternehmen vereinzelt auf und können von der mit entscheidenden Vorteilen verbundenen Zugehörigkeit zu einem System nicht profitieren.

Lieber nicht allein den Kopf hinhalten

Zwar wachsend, im Verhältnis aber doch gleichbleibend zurückhaltend entscheiden sich Unternehmer für die Gründung einer GmbH, während andere Rechtsformen weniger zahlreich vertreten sind, auf den nachfolgend vordersten Plätzen rangieren noch die Offene Handelsgesellschaft und die Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Dabei sind gravierende Unterschiede zu beachten, was Haftungsfragen und auch den Kapitalbedarf betrifft. Im Franchising ist all dies und noch viel mehr bereits geregelt, man braucht nur die Zusammenhänge zu verstehen und muss sie für sich akzeptieren können. In jedem Falle kann man davon ausgehen, dass sich die gewählte Form der Organisation bezahlt macht.

Die weitere Entwicklung tatkräftig mitbestimmen

Selbstverständlich müssen dafür zahlreiche Regeln eingehalten werden, doch sie dienen als eine Art innerer Schutz gegen Bedrohungen von außen.

  • Wer sich als Einzelkämpfer in den Ring begibt,
  • wird oft genug zerrieben,
  • das zeigt die hohe Anzahl nicht abwendbarer Insolvenzen.

Franchisesystemen sollte Derartiges nicht passieren, einige von ihnen sind wohl erst ansatzweise getestet und nicht so eingesessen wie viele andere, dafür bieten sie im Allgemeinen aber einen größeren Spielraum der Gestaltung. Hier eröffnet sich für alle, die noch was bewegen wollen, im Verbund eine bessere Chance als dann, wenn sie alles auf die eigene Kappe nehmen würden.

Was im Argen liegt, das muss beseitigt werden

Revolutionieren Sie das Schulsystem, helfen Sie tatkräftig dabei mit, den Pflegenotstand zu beseitigen. Verlassen Sie sich nicht auf vollmundige Versprechen aus der momentanen Situation angepasster Berechnung, zeigen Sie, was machbar ist, wenn man seine Kräfte sinnvoll einsetzt. Aus dem Vorhandenen das Beste zu machen ist ungleich sinnvoller, als darauf zu warten, dass Besserung eintritt. Sie kann sich wohl aus dem herleiten, was dafür zu unternehmen werden kann. Franchisegeber haben den Zug der Zeit erkannt, sonst hätten sie sich nicht etablieren können.

Sie haben in einem oftmals nur als Tohuwabohu zu bezeichnenden Umfeld Zellen geschaffen, die organisch wachsen können und sich aus ihrer Beschaffenheit nähren. Wenn das Vertrauen in übergreifende Organisationen zunehmend schwindet, muss neues Wachstum geschaffen werden, das eine gesunde Basis hat. Bringen Sie sich dort ein, wo Sie die beste Prognose für Ihre Zukunft stellen können, um Ihrer Überzeugung gerecht zu werden. Die Zeiten wandeln sich nur dann zum Positiven, wenn man selbst Anteil daran nimmt, anstatt die Verantwortung dafür abzuschieben.

Probleme sind dazu da, gelöst zu werden. Wer seine Energie darauf verwendet, zu jammern und zu klagen, dass dies noch nicht geschehen ist, wird wenig dazu beitragen können. Stattdessen heißt es, von privater Seite her in die Wege zu leiten, was im Bereich der Möglichkeiten liegt. Und Sie brauchen sich nur einmal umzuschauen, um zu sehen, dass schon sehr vieles ins Rollen gebracht worden ist. Hier und da sind noch Plätze frei für Menschen, die ihre Hände nicht in den Schoß legen wollen, um darauf zu hoffen, dass andere es für sie richten.

Die folgen dann oft ihren eigenen Interessen, doch manche sind bereit dazu, sie mit Interessierten zu teilen. Sie müssen dann gleichwohl auch in der Lage dazu sein und nicht nur jubelnd die Güte einer Idee bekräftigen, sondern zupacken.

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