Resilienz trainieren: Als Unternehmer sollte dies ganz oben auf Ihrer Prioritätenliste stehen

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Wie können Franchisenehmer Stress standhalten?

Wer resilient ist, ist widerstandfähig. Mit Schicksalsschlägen, Stress, Krankheiten oder persönlichen Krisen können diese Personen besser umgehen – und haben es damit auf Dauer leichter im Leben.

Resilienz ist in der heutigen Zeit eine wichtige Fähigkeit, die auch Sie als Franchisenehmer beherrschen sollten.

Ob Sie nun gerade vor der Gründung stehen oder bereits ein Franchiseunternehmen führen: Vor schwierigen Situationen im Leben ist leider niemand gefeit. Es gibt aber auch eine gute Nachricht. Resilienz können Sie nämlich erlernen und trainieren. Es ist ganz egal, wenn Sie von Natur aus etwas sensibler sind. Mit unseren Tipps gehen auch Sie gestärkt aus den kleinen und großen Katastrophen des Alltags heraus.

Was ist Resilienz?

Gehen wir zunächst etwas in die Tiefe. Der Begriff „Resilienz“ wird auch als psychische Widerstandskraft definiert und kommt vom lateinischen Wort „resilire“, was so viel bedeutet wie „zurückspringen“.

Ursprünglich kommt das Wort aus der Materialforschung in der Physik, wird seit Anfang der Neunzigerjahre aber auch immer häufiger in der Verhaltensforschung verwendet.

Der Begriff Resilienz wird hier metaphorisch auf den Menschen übertragen und bezeichnet keine elastischen Werkstoffe mehr, sondern laut Duden die Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen. Resiliente Menschen lernen aus Leiderfahrungen und versuchen, das Beste aus ihrem Unglück zu machen.

Das Gegenteil von Resilienz ist übrigens „Vulnerabilität“. Vulnerable Menschen sind sehr sensibel und werden schnell von negativen Einflüssen verletzt.

Die sieben Säulen der Resilienz

Viele Verhaltensforscher sind sich auch nach Jahren der Forschung uneinig darüber, welche Faktoren Resilienz ausmachen. Letztendlich lässt sich sagen, dass es weder richtig noch falsch gibt. Um resilient zu sein, kommen viele Charaktereigenschaften zusammen. Oft wird in diesem Zusammenhang das Modell der sieben Säulen der Resilienz genannt. Laut diesem Modell basiert die Fähigkeit der Resilienz auf folgenden sieben Charaktereigenschaften:

  • Optimismus
  • Selbstbewusstsein
  • Gefühlsregulierung
  • Impulskontrolle
  • Empathie
  • Analysefähigkeit
  • Zielorientierung

Finden Sie manche oder vielleicht sogar alle dieser Persönlichkeitsmerkmale bei Ihnen wieder? Glückwunsch! Dann sind sie wahrscheinlich schon von Natur aus eine sehr resiliente Person. Falls nicht, ist das gar kein Problem. Der richtige Umgang mit Krisen kann erlernt und trainiert werden.

Optimismus ist für Widerstandsfähigkeit in schwierigen Situationen essenziell. Lassen Sie sich nicht unterkriegen, sondern sagen Sie sich immer wieder, dass Sie es schaffen werden – wenn nicht heute, dann eben beim nächsten Mal. Akzeptieren Sie Fehler wie Sie sind und blicken Sie positiv Richtung Zukunft.

Immerhin sind negative Erfahrungen zeitlich begrenzt und dauern nicht ewig an. Begeben Sie sich außerdem nicht in die Opferrolle, was auch Ihrem Selbstbewusstsein guttut.

Selbstbewusste Menschen agieren aktiv und selbstständig, wenn Ihnen das Leben übel mitspielt. Selbstmitleid hilft in der Regel weder Ihnen noch Ihrem Franchiseunternehmen. Suchen Sie lieber engagiert nach Lösungen und vergessen Sie dabei nicht, stets eine optimistische Mentalität aufrecht zu erhalten.

Gefühlsregulierung und Impulskontrolle können Sie ebenfalls zu einem resilienten Menschen machen. Handeln Sie nicht impulsiv, sondern planen Sie Ihre nächsten Schritte genau.

Analysieren Sie zunächst Ihre Gefühle und Gedanken: Was macht Sie in diesem Moment wütend oder traurig? Was genau bedrückt Sie und was können Sie dagegen unternehmen? Andersrum sollten Sie auch sofortige Belohnungen aufschieben können, um in der Zukunft beispielsweise ein höheres Ziel zu erreichen. Denken Sie immer einen Schritt voraus, bevor Sie konkret handeln.

Zielorientierung kann dabei ungemein hilfreich sein. Stecken Sie sich realistische Ziele und gehen sie konstruktiv mit Rückschlägen um. Behalten Sie immer Ihre Motivation im Blick, analysieren Sie Ursachen und passen Sie Ihr Verhalten gegebenenfalls an veränderte Umstände an.

Das mag jetzt erstmal so klingen, als müssten Sie jede Situation kleinteilig und ohne persönliche Gefühle auseinandernehmen, bevor Sie den nächsten Schritt tun.

Im Gegenteil: Resilienz basiert nicht nur auf analytischen Fähigkeiten, sondern auch auf Empathie. Denn nur wer empathisch handelt und sich in andere Leute hineinversetzen kann, wird sich ein gutes soziales Netzwerk aufbauen.

In Krisenzeiten sollte man sich nicht ausschließlich selbst helfen müssen. Unterstützende Freunde und Familie sind ebenfalls sehr wichtig, um widerstandsfähig zu bleiben. Andersrum kann es auch für Sie von Vorteil sein, anderen Menschen in Notsituationen zu helfen.

So stärken Sie Ihre Resilienz

Sie sehen: Alle sieben Säulen der Resilienz gehen letztendlich miteinander einher. Impulskontrolle fällt mithilfe von Zielorientierung deutlich leichter und auch das optimistische Denken wird durch eine gute Portion Selbstbewusstsein vereinfacht.

Prinzipiell ist es empfehlenswert, alle oben genannten Charaktereigenschaften zu trainieren, um ein erfolgreiches Franchiseunternehmen zu führen – unabhängig davon, ob Sie Ihre Resilienz stärken wollen, oder nicht. Trotzdem haben wir noch einige konkrete Tipps, die Ihnen beim Erlernen von Resilienz helfen.

Die folgenden Ratschläge stammen von der „American Psychological Association“, die vor einigen Jahren eine Art Anleitung zu dem Thema veröffentlicht hat:

  • Bauen Sie soziale Beziehungen auf
  • Vermeiden Sie es, Krisen als unüberwindbare Probleme zu sehen
  • Akzeptieren Sie, dass Veränderung ein Teil des Lebens ist
  • Handeln Sie zielgerichtet und eigenständig
  • Suchen Sie nach Möglichkeiten der Selbstfindung
  • Denken Sie positiv (über sich selbst)
  • Behalten Sie den Überblick über das große Ganze
  • Kümmern Sie sich um sich selbst

Weitere Tipps und Techniken

Hauptsächlich geht es also darum, eine gesunde Beziehung zu sich selbst aufzubauen. Auch das Loslassen spielt eine wichtige Rolle. Akzeptieren Sie Niederlagen und halten Sie nicht verbissen an Ideen fest, die offensichtlich nicht funktionieren. Reflektieren Sie regelmäßig Ihre Rückschläge und Erfolge und schreiben Sie vielleicht sogar auf, was Ihnen dazu einfällt.

Yoga und Achtsamkeitstraining sind ebenfalls bewährte Mittel, um wieder zu sich selbst zu finden und neue Perspektiven zu entdecken. Manchmal sehen vermeintliche Katastrophen durch einen Perspektivwechsel schon wieder ganz anders aus.

Generell sollten Sie darauf achten, sich genügend Auszeiten zu nehmen. Gerade in Krisensituationen kann es vorkommen, dass man seine ganze Energie in die Lösung eines Problems stecken will. Oft ist es dann nötig, bewusst einen Schritt zurück zu treten und sich mit etwas ganz anderem zu beschäftigen. Das kann z.B. Sport, gutes Essen oder ein Buch sein. Die Lösung kommt dann meistens ganz von allein.

Zu guter Letzt ist es hilfreich, seine Erwartungen nicht zu hoch anzusetzen. Viele Krisen werden dadurch erst ausgelöst. Bleiben Sie entspannt – nicht nur bei der Arbeit, sondern auch im Alltag. So werden Sie am Ende des Tages ein erfolgreicher Franchiseunternehmer.

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