Reverse Mentoring: Wechseln Sie die Perspektive!

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reverse monitoring business

Die heutige Gesellschaft und auch die Arbeitswelt werden von der Digitalisierung stark beeinflusst. Die meisten Arbeitsschritte sind computergestützt oder datenbasiert. Es kommt selten vor, dass Dinge noch analog geschehen und nicht digital festgehalten werden. Man muss in der heutigen Zeit mit der Digitalisierung umgehen und mit der Zeit gehen. Das heißt, dass auch Arbeitnehmer mit den Gegebenheiten umgehen können müssen.

Oft sind allerdings insbesondere die Führungskräfte schon aus einem älteren Semester und infolgedessen nicht mit den Geräten und der Digitalisierung aufgewachsen. Das erschwert einem den Umgang mit der Digitalisierung, da man vieles neu lernen muss. Jüngere Arbeitskräfte hingegen sind mit den Geräten aufgewachsen und können schneller etwas damit anfangen. Dabei muss man sich zunächst nicht mal mit einem Programm oder ähnlichem auskennen. Es reicht schon, wenn man in diesem Zeitalter aufgewachsen ist, damit man die digitalen Vorgänge schneller versteht. Hierbei bietet es sich an, dass die unterschiedlichen Generationen voneinander lernen. Diese Methode nennt man Reverse Mentoring. Man wechselt also die Perspektive, um voneinander zu lernen.

Faktoren beim Reverse Mentoring

Natürlich gibt es aber einige Punkte, die man beachten muss. Grundsätzlich darf zwischen den Teilnehmenden keine Konkurrenzsituation bestehen. Außerdem dürfen die Mitarbeiter auch nicht hierarchisch voneinander abhängig sein, da so eine Drucksituation entstehen kann. Die Teilnehmer müssen zuverlässig und ehrlich sein, Integrität besitzen und offen für neue Dinge sein. Natürlich müssen die Mitarbeiter freiwillig an Reverse Mentoring teilnehmen und diskret mit den Themen umgehen. Sie sollten menschlich zueinander passen und sich respektieren. Außerdem sehen sie sich als gleichwertig an und begegnen sich auf Augenhöhe. Treffen diese Punkte zu, steht dem Reverse Mentoring eigentlich nichts mehr im Weg. Folgende Erfolgsfaktoren spielen beim Reverse Mentoring noch eine wichtige Rolle:

  • Das Matching
  • Die Themen
  • Professionalität
  • Gewinnung von hochrangigen Mentees
  • Einstellung der Mentees
  • Das Procedere

Zunächst müssen die Mitarbeiter zusammengeführt werden – beim Matching. Dies sollte abteilungs- und hierarchieübergreifend sein. Meistens übernimmt beispielsweise die Personalabteilung die Zuteilung der Mitarbeiter. Zum Beispiel kann dazu auch eine Art Speed Dating durchgeführt werden. Dabei können sich die Mitarbeiter in einem kurzen Gespräch kennenlernen und am Ende entscheiden, mit wem aus der Runde sie das Reverse Mentoring durchführen möchten.

Die sogenannten Tandems suchen ihre Themen dann selber aus. Neben

können auch die Haltung und Einstellung der Millennials besprochen werden. Sowohl die Mentees als auch die Millennials können bei dieser Methode etwas lernen. Es ist eine Win-Win Situation.
Der Mentor braucht vor allen Dingen eine hohe fachliche Expertise. Allerdings muss er auch Verständnis, Einfühlungsvermögen, Kommunikationstalent und diplomatisches Geschick mitbringen. Natürlich muss er dem Mentee die Vorgänge gut erklären können, aber es ist auch wichtig, dass er den Mentee viel selber machen und ausprobieren lässt. Es gibt auch die Möglichkeit, dass der Mentor zuvor ein Mentoring-Training absolviert, um die Methode zu verstehen und anwenden zu können. Denn in der Regel sind die Mentoren jünger.

Reverse Mentoring lebt natürlich auch davon, dass es im Unternehmen populär ist. Dabei ist es wichtig, dass man zu Beginn auch hochrangige Mentees für das Programm gewinnt. Nehmen Führungskräfte aus der Geschäftsleitung daran teil, werden auch bald Führungskräfte aus anderen Ebenen folgen. Damit das Programm funktioniert, muss auch die Einstellung des Mentees stimmen. Dabei spielen auch psychische Einstellungen eine Rolle. Es ist nicht auf Anhieb so einfach, sich etwas von jüngeren Mitarbeitern sagen zu lassen. Außerdem spielt hierbei auch die geschlechterübergreifende Thematik eine Rolle. Dabei muss penibel darauf geachtet werden, dass das Programm nicht eine unglückliche Wendung annimmt.

Das Programm Reverse Mentoring kann unbegrenzt durchgeführt werden oder als fest begrenztes Programm. Folgende Punkte müssen bei der Organisation beachtet werden:

  • Konzeption des Programms
  • Erstellung des Leitfadens
  • Interne Marketingmaßnahmen
  • Auswahl und Qualifizierung geeigneter Mentoren
  • Akquise und Einstellung der Mentees
  • Kick-off Veranstaltung
  • Followup Maßnahmen
  • Messen und Dokumentieren der Erfolge

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Was kann Reverse Mentoring noch?

Zunächst ist das Programm darauf ausgerichtet, dass Führungskräfte von jüngeren Mentoren in die digitale Welt eingeführt werden und digitale Vorgänge im Unternehmen verstehen und bedienen können. Darüber hinaus kann Reverse Mentoring aber noch mehr. Denn nicht nur das können die verschiedenen Generationen voneinander lernen. Folgende Punkte können mit Reverse Mentoring noch erreicht werden:

  • Führungsverständnis
  • Wertschätzung der jüngeren Generation
  • Netzwerkerweiterung
  • Employer Branding
  • Diversität für die Unternehmenskultur
  • Einstellung gegenüber zukünftigen Themen

Die Führungskräfte können beim Reverse Mentoring lernen, wie die jüngere Generation geführt werden möchte. Darauf können sie dann ihren Führungsstil einstellen. Außerdem bietet die Rolle des Mentors den jüngeren Mitarbeitern in einem Unternehmen Respekt und Wertschätzung. Es ist also auch eine große Chance für die jüngere Generation. Natürlich wird auch das unternehmensinterne Netzwerk auf diese Weise größer. Denn es stehen Mitarbeiter mit Führungskräften in Kontakt, was eventuell auf anderem Wege nicht passiert wäre. Außerdem gilt Reverse Mentoring als eine innovative Art Wissen zu transportieren und zu verbreiten. Mit dieser Methode kann man sich von anderen Unternehmen abheben und sich auch für weitere potentielle Mitarbeiter attraktiv darstellen.

Da sich bei Reverse Mentoring Generationen unterschiedlichen Alters miteinander austauschen, können auch Vorurteile beseitigt werden und damit eine harmonischere Unternehmenskultur geschaffen werden. Außerdem kann der Einfluss der jüngeren Generation dabei helfen, dass die Führungskräfte auf Trends und zukünftige Entwicklungen besser eingestellt sind und schneller und flexibler reagieren können.

Reverse Mentoring im Unternehmen

Alles in allem ist Reverse Mentoring eine gute Methode, um die Perspektive zu wechseln und sich auf eine andere Generation einzustellen. Es ist eine Win-Win Situation. Denn nicht nur die Mentees lernen bei diesem Programm etwas, sondern auch die Mentoren. Die Mentees können in der Zeit der Digitalisierung die Vorgänge im Unternehmen verstehen und bedienen, da es ihnen von den Mentoren erklärt wird. Aber auch weitere Themen können in diesem sogenannten Tandem besprochen werden. Die Führungskräfte können auch die Einstellung der jüngeren Generation kennenlernen und dabei erfahren, wie diese geführt werden wollen. Danach können sie ihren Führungsstil anpassen. Außerdem können auf diese Weise auch Vorurteile aus dem Weg geschafft werden. Aber auch die Mentoren können von den Führungskräften etwas lernen und gewinnen durch ihre Rolle im Unternehmen einen größeren Respekt und mehr Wertschätzung. Dies ist gerade für Neueinsteiger sehr wertvoll.

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