Risikobereitschaft: Sind alle Existenzgründer risikofreudig?

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Was macht eigentlich einen Entrepreneur aus? Wussten Sie, dass dieser Begriff aus dem Jahre 1755 stammt und zum ersten Mal vom irisch-französischen Ökonom Richard Cantillon benutzt wurde? Für ihn war ein Entrepreneur jemand, der bereit ist, sein eigenes Geld für eine risikoreiche Entscheidung einzusetzen. Aber wie steht es heutzutage um die Risikobereitschaft von Existenzgründern? Und wie sieht es hier vor allem bei Franchisenehmern aus, schließlich gehen sie ja auch ein unternehmerisches Risiko bei einer Gründung mit System ein. In unserem heutigen Artikel erfahren Sie mehr!

Die Risikobereitschaft von Unternehmern: Mythos oder Realität?

Wenn wir an bekannte und erfolgreiche Entrepreneure denken, dann schwirren uns die großen Player aus den USA durch den Kopf: Microsoft Gründer Bill Gates, der CEO des Elektroautobauers Tesla Elon Musk, der sein gesamtes Vermögen in seine geniale Geschäftsidee steckte und sich daraufhin Geld für die eigene Miete borgen musste, oder aber Facebook-Begründer Mark Zuckerberg, der das weltweit größte soziale Netzwerk an Menschen begründet hat. Sie alle sind für ihre Risikobereitschaft bekannt, sie lebten nach dem Mantra, dass diejenigen, die kein Risiko eingehen, letztlich das größte Risiko eingehen. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

Aber wie steht es um die Risikobereitschaft von herkömmlichen Existenzgründern?

Es gab Studien, die sich die Risikobereitschaft der herkömmlichen Gründer angeschaut haben, um diese genauer bewerten zu können. So analysierten zwei Forscher an den US-amerikanischen Universitäten in Princeton in Harvard das Risikoverhalten von angehenden Unternehmern im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung. Kann Unternehmern eine höhere Risikotoleranz attestiert werden oder gibt es keine Korrelation zwischen Wagnis und Machern?

Risikobereitschaft bei Unternehmern: Oder aber das Eingehen kalkulierter Risiken!

So ergab beispielsweise eine repräsentative Studie, dass angehende Unternehmer in der Tat nicht sehr risikofreudig waren, wenn es darum ging, mögliche Investitionsentscheidungen zu treffen. So wurden den Teilenehmern der Studie ein Gewinn von 1,25 Millionen Dollar mit einer 80 prozentigen Chance oder aber ein Gewinn von fünf Millionen Dollar mit einer 20 prozentigen Chance in Aussicht gestellt. Dabei waren die Gründer in spe weniger risikofreudig als die anderen Teilnehmer. Die Wissenschaftler gehen aufgrund der Resultate davon aus, dass bei vielen Gründern eher die persönliche Verwirklichung als das große Geld im Vordergrund steht.

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Kalkuliertes Risiko ist keine Waghalsigkeit, sondern Mut!

Und zwar sind die Unternehmer in spe deshalb so „vorsichtig,“ da sie sich nicht aus finanziellen Gründen selbstständig machen, sondern weil sie ihre Träume nur verwirklichen können, indem sie risikoscheu agieren, damit ihre Unternehmung letztlich auch wirklich funktioniert. Scheitert das Unternehmen, sind die eigenen Ziele auch dahin. Und genau aus diesem Grund geht es vielmehr darum, nur kalkulierte Risiken einzugehen: Schließlich zeichnet sich das Unternehmertum nicht durch Waghalsigkeit, sondern vielmehr durch eine Risikobereitschaft aus, die allerdings vorher vernünftig berechnet wurde, so dass man eher von Mut als Waghalsigkeit sprechen kann.

Mit Mut und Selbstbewusstsein auf in das Unternehmertum!

Und letztlich kommt es auf den Mut und ein gestärktes Selbstbewusstsein an, wenn eine Existenzgründung gelingen soll. Dies fand auch eine polnische Psychologin heraus. Denn im Vergleich zu ihren Mitmenschen zeigen Gründer ein größeres Selbstbewusstsein in Entscheidungssituationen. Genau darauf kommt es letztlich auch an, wenn man den Schritt in die Selbstständigkeit wagt – so dass Gründer durchaus eine gewisse Risikobereitschaft aufweisen müssen!

Das Unternehmertum und die Risikobereitschaft: Was macht Unternehmer aus?

Wenn von Gründungen die Rede ist, heißt es oft, dass man den nötigen Unternehmergeist braucht, um den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Gerade im eher risikoscheuen Deutschland werden vor allem Mut und Risikobereitschaft vorausgesetzt, wenn es um den Schritt in die Selbstständigkeit geht. Denn eine Gründung in Eigenregie bedeutet den Verzicht auf ein geregeltes Einkommen. Bye bye finanzielle Sicherheit! Dafür zahlt sich eine Gründung aber aus, wenn die Unternehmer in spe von ihrer Selbstverwirklichung, einer hohen Einsatzbereitschaft und einem ausgeprägten Erfolgsstreben angetrieben werden. Dieser Unternehmergeist zeichnet Firmengründer, CEOs und Führungskräfte aus und hebt diese von der Arbeitnehmer-Mentalität ab, wo Dienst nach Vorschrift an der Tagesordnung steht.

Was sind wichtige unternehmerische Tugenden?

Gründer in spe sollten sich vor allem durch ihre hohe Risikobereitschaft sowie ihre konsequente Chancen-Orientierung auszeichnen. Denn nur dann sind sie in der Lage, mit den Unwägbarkeiten, Hochs und Tiefs sowie Rückschlägen und Enttäuschungen der Selbstständigkeit umgehen zu können.

Ferner ist es entscheidend, dass man als Unternehmer-Typ Chancen sieht und verwirklicht: Hat man eine attraktive Geschäftsidee kreiert, geht es darum, diese innovativ in ein lukratives Geschäftsmodell umzuwandeln. Hier sind Kreativität und Beständigkeit gefordert: Was geben die Marktchancen her und welche Ressourcen müssen zur Erschließung des Marktes aktiviert werden? Wer weit kommen möchte, sollte zudem über einen langen Atem verfügen und sehr ehrgeizig sein!

Wie steht es um die Risikobereitschaft bei Gründungen mit Franchising?

Wer sich mit Franchising selbstständig macht, der geht in der Regel ein geringeres Risiko ein, da es sich bei dieser Art von Gründung um ein bereits etabliertes Geschäftskonzept handelt. So ist es definitiv vorteilhaft, gemeinsam mit einem Franchisegeber an der Seite den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen: Das bereits funktionierende Geschäftsmodell verspricht Sicherheit und verschafft den Franchisenehmern schon mit einem geringen Finanzbedarf sowie schnell und relativ unkompliziert einen Marktzugang, was einen Schnellstart als Unternehmer möglich macht.

Zwischen Übernahme eines erprobten Konzeptes und unternehmerischer Freiheit:

Die Franchisepartner übernehmen daher als Geschäftspartner die komplette Marke sowie das Konzept und setzen es an ihrem eigenen Standort um. So ist der Franchisenehmer zwar an den Franchisegeber gebunden, da er dessen Konzept nach klaren Vorgaben umzusetzen hat, allerdings handelt es sich bei dem Franchisenehmer um einen eigenständigen Unternehmer, der das volle rechtliche und finanzielle Risiko für die Gründung trägt. Trotz Übernahme eines erprobten Geschäftskonzeptes müssen die Franchisenehmer also eine gewisse Risikobereitschaft an den Tag legen.

>>> Informieren Sie sich hier über Gründungen mit Franchising:

Auch bei einer Gründung mit Franchising können sich Gründer selbst verwirklichen. Entscheidend ist hier, dass man als angehender Franchisenehmer in der Lage ist, einen Spagat zwischen unternehmerischer Freiheit und der Weisungsgebundenheit an den Franchisegeber zu schaffen. Sie übernehmen zwar ein etabliertes Konzept, müssen aber auch in der Lage sein, Mut und Risikobereitschaft an den Tag zu legen, damit Ihr eigener Standort florieren kann.

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