In was investieren: der ROI im Franchising

10.08.2018 15:00 | Ein Unternehmen gründen

roi im franchising

Wer sich für Franchising entscheidet, der hegt sicher auch profitable Gedanken dabei. Schließlich möchte man in ein Franchisesystem investieren, um später auch attraktive Gewinnmargen zu kassieren. Aus diesem Grund ist der ROI eine ziemlich wichtige Kennzahl, wenn Sie sich für ein Franchisesystem entscheiden. Hier lernen Sie heute alles Relevante über den ROI – den Return on Investment, der die Kapitalrendite misst.

Darauf sollten Sie in finanzieller Hinsicht achten, wenn Sie sich mit Franchising selbstständig machen möchten!

Als potentieller Franchisenehmer sollten Sie sich vier wichtige finanzielle Fragen stellen, bevor Sie auch tatsächlich Ihre Investition tätigen:

1. Wie hoch ist die Investitionssumme?

2. Wann werden Sie Ihren Break-Even-Point erreichen?

3. Wie viel möchten Sie mit Franchising verdienen?

4. Wie wird Ihre Kapitalrendite – Ihr ROI – aussehen?

Der ROI ist hierbei eine sehr wichtige betriebswirtschaftliche Kennzahl und Sie sollten ihm eine besondere Aufmerksamkeit schenken.

Warum ist der Return on Investment so wichtig?

Der neudeutsche Begriff Return on Investment ist eine wichtige Kennziffer, wenn man die Rendite einer unternehmerischen Tätigkeit messen möchte. Und zwar wird hier der Gewinn ins Verhältnis zum eingesetzten Kapital gebracht. So nutzt man diese Messgröße, um zu ermitteln, ob sich eine Investition gelohnt hat.

Im deutschen Sprachgebrauch wird heutzutage auch meist vom Return on Investment oder ROI gesprochen, wobei diese Begriffe so viel wie Kapitalrendite bedeuten. Die Berechnung des ROI gehört zu den Grundlagen des Rechnungswesens.

Was ist die Aufgabe des ROI?

Die Kennziffer zeigt das prozentuale Verhältnis zwischen investiertem Kapital und dem erwirtschafteten Gewinn eines Unternehmens auf. Folglich ist der ROI ein wichtiger Maßstab für die Rentabilität und die Leistung eines Unternehmens. Zudem kann man den ROI zur Prüfung von Gewinnzielen nutzen. Wurden die festgesetzten Zielwerte auch tatsächlich erreicht?

Der ROI hilft Ihnen, leichter Entscheidungen für zukünftige Investitionen treffen zu können, da man so die Effizienz einer Investition errechnen kann. Darüber hinaus können Sie mithilfe des ROI verschiedene Investitionen miteinander vergleichen.

Wie wird der ROI berechnet?

Als potentieller Franchisenehmer ist die Berechnung des ROI sehr wichtig, da Sie so in Erfahrung bringen können, wie effizient eine Investition hinsichtlich des Gewinns in prozentualer Hinsicht war. Für die Berechnung benötigen Sie zwei Finanzkennziffern: Und zwar die Umsatzrendite und den Kapitalumschlag.

Die Formel für die Berechnung des ROI sieht folgendermaßen aus:

ROI = Umsatzrendite x Kapitalumschlag

Wie errechnen Sie die Umsatzrendite?

Zur Berechnung der Umsatzrendite dividieren Sie den Gewinn durch den Nettoumsatz. Hierzu müssen Sie vom Umsatz Ihres Unternehmens die Selbstkosten abziehen. Das verrät Ihnen, wie hoch der Gewinn aus Ihrer reinen Tätigkeit ist. Dieser Gewinn wird dann in Beziehung zu dem Umsatz gesetzt, damit ersichtlich wird, welchen Anteil der Gewinn am Umsatz des Betriebes hat.

Was genau hat es mit dem Kapitalumschlag auf sich?

Der Kapitalumschlag spiegelt die Umschlagshäufigkeit des Gesamtkapitals wider. Dieser wird berechnet, indem der Nettoumsatz durch das Gesamtkapital dividiert wird. Bei der Berechnung wird das investierte Kapital in Relation zum Umsatz gesetzt. Das Ergebnis verrät Ihnen, wie oft das investierte Kapital durch den Umsatz umgeschlagen wurde.

Der ROI im Franchising

Wenn Sie überlegen als Franchisenehmer in ein Franchisesystem zu investieren, dann handelt es sich hierbei um eine aktive Investition, denn abgesehen von dem Geld investieren Sie auch Ihre Zeit und Arbeit in Ihren Franchisebetrieb. Wer in Aktien, Bonds oder aber Immobilien investiert, der weiß genau, wie viel Geld er dafür ausgibt, und welchen Gewinnanteil er daran hat, wenn er seine Wertpapiere oder das Objekt wieder verkauft. Allerdings handelt es sich hierbei um passive Investitionen: Sie legen lediglich Ihr Geld an – das war’s! Bei passiven Investitionen können Sie mit einem umso höheren Gewinn rechnen je risikobehafteter es ist. Je mehr Geld Sie in die Hand nehmen, umso höher dürfte dann auch die Gewinnausschüttung ausfallen.

Beim Franchising handelt es sich stattdessen um eine aktive Investition. Denn hier investieren Sie abgesehen von Ihrem Geld auch einen gewissen Anteil Ihrer Zeit sowie Ihres Talentes. Als Franchisenehmer haben Sie einen großen Einfluss darauf, wie Ihre Investition performt. Wenn Sie sich mit Franchising selbstständig machen, dann handelt es sich also um eine sehr aktive Investition, die komplett von Ihnen abhängt. Und in der Regel erwarten Franchisegeber, dass Sie sich voll und ganz Ihrem Franchisebetrieb hingeben, diesen managen und führen.

Aus diesem Grund sollten Sie davon ausgehen, dass Sie sowohl für das investierte Geld als auch für Ihre Zeit kompensiert werden. Aus diesem Grund sollte der ROI beim Franchising auch höher als bei passiven Investitionen sein – warum sollte man sich nämlich sonst die Mühe machen und zusätzlich auch seine Zeit investieren?

Was spricht dafür, als Franchisenehmer Geld zu investieren?

An sich sprechen drei Gründe dafür, warum man sich dafür entscheidet, als Franchisenehmer selbstständig zu machen:

1. Man möchte lieber für sich selbst arbeiten als einem Angestelltenverhältnis nachgehen.

2. Man möchte ein höheres Einkommen generieren.

3. Man möchte eine höhere Rendite erwirtschaften als es bei einer anderen Investition der Fall wäre.

Beim Franchising möchten Sie also mindestens ein Einkommen erwirtschaften, was Ihre Zeit und Ihre Verpflichtungen kompensiert. Ebenso sollten Sie im Hinterkopf behalten, dass sich ein gut laufendes Franchisesystem immer höherwertiger verkaufen lässt, wenn Sie sich im Nachhinein doch dagegen entscheiden sollten. Dies dürfte auch über dem Wert von unabhängigen Unternehmen liegen, da es sich bei Franchisesystemen meist um sehr bekannte Marken handelt. Eine Investition in ein Franchisesystem ist also finanziell attraktiv!

So entwickelt sich ein Unternehmen

Neu gegründete Businesses erleben in der Regel anfangs eine Phase, wo sie erst einmal Geld verlieren, bis sie dann endlich ihren Break-Even-Point erreichen, um letztlich dann profitabel zu werden. Die Kurve dieser anfänglichen Wachstumsphase ist zunächst sehr steil, bis sich das Unternehmen stabilisiert und dann eine normalere Wachstumsrate aufzeigt, wenn es dann voll entwickelt ist. Im Schnitt dauert dieser Prozess zwei bis drei Jahre. Aus diesem Grund sollten wir darauf schauen, was das dritte Geschäftsjahr bereit hält. Wer also mehr über die monetäre Rendite seines Franchisebetriebes erfahren möchte, der sollte sich sein erwartetes Einkommen im dritten Geschäftsjahr anschauen.

Was ist ein angemessener ROI beim Franchising?

Wer den ROI beim Franchising bewerten möchte, der sollte zunächst einmal in Erfahrung bringen, wie es um die Rendite des investierten Kapitals steht. Fakt ist, jede Gründung ist risikobehaftet – ganz gleich um was für ein Business es sich handelt – jedoch sollten Sie im Schnitt so mit 15 Prozent Rendite rechnen. In anderen Worten heißt das: Für jede 100.000 Euro, die Sie investieren, sollten Sie erwarten, dass Sie mindestens 15.000 Euro Rendite pro Jahr machen.

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