Selbstständig machen? 3 Wege in die berufliche Selbstständigkeit

04.04.2018 07:45 | Ein Unternehmen gründen

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Wer sich selbstständig machen will, braucht dabei durchaus nicht nur einer Linie zu folgen, sollte sich aber möglichst von Anfang den für ihn optimalen Weg aussuchen. Er ist keineswegs alternativlos, man hat sogar zwei davon. Probieren Sie nicht alles nacheinander oder wechseln erst dann, wenn Sie in einer Sackgasse gelandet sind, obwohl: Hier und da muss man auch erst einsehen, dass man die falsche Richtung eingeschlagen hat, um von dort aus ungehindert geradeaus gehen zu können.

Verschiedene Pfade führen nicht immer direkt zum Franchising

Mehr als eine Möglichkeit besteht dafür, durch den Eintritt in ein Franchisesystem selbstständig zu werden, genaugenommen sind es derer drei:

  1. die verbissene Suche nach der überwältigenden Idee,
  2. im passenden Umfeld Franchisenehmer werden,
  3. ein traditionelles Unternehmen weiterführen.

Alles hat Vor- und Nachteile, es kommt vor allem darauf an, was man wirklich möchte. Mancher mag auf einer Ebene bereits gescheitert sein und tut nun alles dafür, sie nicht wieder zu betreten. Die Frage ist jedoch, ob das richtig ist. Neues hat gewiss seinen Reiz, doch bereits vorliegende Erfahrungen können unschätzbar wertvoll sein. Warum sollte man es nicht ein zweites Mal versuchen, wenn man im Grunde doch dahin tendiert?

Vorstufen zum Franchising sind unterschiedlich beschaffen

Selbst wenn sich jemand schon fortwährend die Haare raufend und nahezu verzweifelt darum bemüht hat, etwas ganz Eigenes nicht nur aus der Taufe zu heben, sondern sich auch damit durchzusetzen, hat er doch Entscheidendes gelernt: nämlich den Wert eines funktionierenden Geschäftsmodells zu schätzen. Höchstwahrscheinlich sind ihm darüber hinaus etliche Steine in den Weg gelegt worden, von Behörden und ähnlich missgünstig Gesinnten aufgetürmt, von Wettbewerbern ganz zu schweigen. Das Wirtschaftsleben kann ein Dschungel sein, wohl dem, der sich darin zurechtzufinden vermag, ohne allzu schmerzhafte Blessuren davonzutragen. Mit der eigenen Geschäftsidee punkten zu wollen, das kann ein fulminanter Härtetest sein; dabei gibt es doch so viele davon, die nur umgesetzt werden müssen.

Gesuchte Nachfolger werden in rauen Mengen benötigt

Also setzt man sich besser ins bereitete Nest und schnappt sich ein stattliches Unternehmen, das nur daran krankt, niemanden zu finden, der die Nachfolge antreten möchte. Das ist einerseits gewiss nicht billig, und andererseits kann es auch gute Gründe dafür geben, warum der Stillstand droht. Von außen her wird man nie ganz tief ins Innere schauen können, und dass keiner der bisherigen Protagonisten in die Bresche springen möchte, spricht allein schon Bände. Oft hilft nur noch, gesund Gebliebenes abzuspalten, was man denen überlassen sollte, die davon gut leben. Dabei unter Umständen angerichteter Schaden ist eine andere Geschichte, für die Existenzgründung empfiehlt es sich nur dann, wenn man auf freundschaftlicher Basis agieren kann.

Passend in größere Fußstapfen treten beim Franchising

Eher lohnend kann es sein, einen bestehenden Franchisebetrieb zu übernehmen. Auch verdiente Unternehmer, die immer alles gegeben haben, werden manchmal ernstlich krank oder pensioniert. Dann ist es gut, wenn jemand da ist, der sie vertreten kann. Er muss nicht im Hause groß geworden sein, kann ebenso das mitbringen, was hier nun fehlt: eine starke Persönlichkeit, die in der Lage dazu ist, im gewohnten Sinne weiterzumachen. Führungsqualität stellt man im Franchising nicht unbedingt dadurch unter Beweis, dass man sie an anderer Stelle schon erworben hat, man kann sie auch im gewünschten Stil erlernen. Das mag am Anfang schwierig sein, kann jedoch mit der Zeit zunehmend leichter fallen. Hauptsache, es mangelt nicht an Motivation, Überzeugungskraft und Eifer.

Das Franchising bietet genügend Raum für Initiative

Zwar sterben die Bastler nicht aus, und mancher kommt auch ohne Anleitung ganz gut zurecht, doch wer schnell aufsteigen will, sollte sich für das Franchising interessieren. Er muss sich nicht gleich an den ersten Besten binden, kann seine Übungen auch auf dem Trockenboden absolvieren. Durch jedes Konzept, das man näher kennenlernt, wächst das Wissen darum, wie es geht. Mit fortschreitendem Kenntnisstand wird man immer anspruchsvoller, entdeckt mögliche Mängel auf Anhieb und kann schon bald Gutes von Mittelmäßigem unterscheiden. Der zukünftige Franchisenehmer weiß dann auch, ob er zunächst auf Kapitalfang gehen sollte oder sich mit nur wenig in der Tasche ins Abenteuer stürzt. Beides kann ein ehrenhaftes Unterfangen sein.

Statt voreiliger Schritte mit Gelassenheit ans Werk

Man muss sich nicht mehr sagen lassen, was man bereits erfahren hat, kann Einzelstatements besser in ihren Zusammenhang einordnen. Dennoch wird einem gelegentlich etwas vorgezaubert werden, doch man ist nicht mehr so naiv, alles unbesehen zu glauben. Ein probater Weg in die Eigenständigkeit besteht auch darin, sich nicht alles vorkauen zu lassen, was man selbst probieren kann, um zu sehen, wie es einem schmeckt. Drehen Sie eine Extrarunde, wenn Ihre Pläne noch nicht reif genug für die Entscheidung sind, schauen Sie sich lieber etwas länger um, als beizeiten feststellen zu müssen, dass Sie sich verrannt haben. Selbstständig wird man nicht dadurch, dass man sich mitziehen lässt, eher durch ein Feuer, das von innen brennt.

Sich lohnenden Gelegenheiten nicht verschließen

Es zu nähren ist kein Ergebnis einmaligen Entflammens, lange Loderndes will fein säuberlich geschichtet sein und braucht genügend Brennstoff, der nicht ausgehen darf. Nur wenn man davon überzeugt ist, dass die eine Schiene ins Leere führt, kann man sich zweifelsfrei auf andere begeben. Manchmal bieten sich auch Weichenstellungen an, die es ermöglichen, Erprobtes auf unbekanntem Terrain anzuwenden. Entdecken Sie Neuland, indem Sie sich auf Ihre Fähigkeiten besinnen, die weiterführen können als bislang gedacht. Man muss immer für Alternatives offenbleiben, gerade wenn man meint, dass man schon alles kennt. Chancen zeigen sich oft unverhofft, man sollte sie gleichwohl erkennen können. Unablässiges Suchen macht blind dafür.

In der Selbstständigkeit Verwirklichung finden

Gehen Sie zielgerichtet vor, nachdem Sie Ihren Standpunkt gefunden haben, blenden Sie aus, was Ihren Weitblick trübt, finden Sie Ihre persönliche Linie. Sie kann durchaus in Schlangenlinien verlaufen oder zackig, wichtig ist, dass Sie den Endpunkt nicht aus den Augen verlieren. Am Schluss steht der Beginn einer vielversprechenden Karriere, die nicht auf Sand gebaut ist, sondern einen festen Boden gewonnen hat, auf den Sie bauen können. Machen Sie sich selbstständig, indem Sie Sorge dafür tragen, dass Ihre Persönlichkeit angemessen zum Ausdruck kommt. Sich zu verbiegen – das haben Sie nicht nötig. Selbstbewusstsein zählt.

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