Selbstständig machen: Geschichten über erfolgreiche Franchisegründer

07.10.2018 08:00 | Ein Unternehmen gründen

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Da gibt es jemanden, der heute noch wohlwollend von Hinweisschildern lächelt, weil sein Konterfei untrennbar mit gebratenem Hühnervolk aus Kentucky verbunden ist. Er hatte es nicht leicht und wurde beinahe dazu gezwungen, Franchisegeber zu werden. Im zarten Alter von sechs Jahren verstarb der Vater, und sein aufstrebender Nachwuchs dufte wohl oder übel gleich mächtig mit ran. Der Mutter allein war dies kaum zuzumuten, der Kleine musste nicht nur ackern, sondern auch noch tagtäglich für alle an den Herd.

Selbstständig machen mit eigener Hände Arbeit

So etwas kann prägen. Wo viele Mäuler mit dem Nötigsten zu stopfen sind, muss alles routiniert vonstattengehen und zudem günstig in der Beschaffung sein. Doch als der werdende Mann im Haus - und später auch im Franchising - ersetzt werden sollte, kündigte er den mühsam Durchgefütterten die Freundschaft und brach auf zu neuen Ufern. Das erforderliche Rüstzeug dafür hatte er sich früh erworben, doch in der großen weiten Welt ist immer noch einiges an Lehrgeld zu entrichten. Außerdem konnten manche Fähigkeiten vorerst noch nicht so recht entwickelt werden. Was etwa ist zu tun, wenn es plötzlich lang anhaltend brennt oder jemand vor den Kadi zieht, dem das Recht dazu eindeutig abgesprochen werden muss? Dies und Ähnliches galt es, von ausgewiesenen Experten für wenig Geld zu lernen.

Selbstständig machen durch die Prinzipientreue

Bis der vorübergehend als Straßenbahnschaffner Tätige zum Millionär wurde, sollte allerdings noch eine Weile vergehen, Franchisenehmer hat er sich erst im fortgeschrittenen Alter gesucht. Der Weg dorthin führte über den Ankauf einer Tankstelle, finanziert mit im Schweiße seines Angesichts verdienten und gut gehüteten Spargroschen, doch bei deren behändem Betrieb blieb es nicht lang.

  • Kochen konnte er ja,
  • vor allem Würziges aus der alten Heimat,
  • und das schmeckte den Vorüberziehenden sehr.

Um die den Mahlzeiten anekdotenhaft beigefügte Entstehungsgeschichte entsprechend würdigen zu können, durften sie sich sogar um den Küchentisch versammeln. Dies Beispiel zeigt, dass Grundlegendes gerade in abgewandelter Form seine eherne Gültigkeit nicht verlieren muss.

Aus günstigen Umständen mit Weitblick das Beste machen

Einige leuchtende Vorbilder haben es geschafft, bei null anzufangen und viel daraus zu machen. Man könnte fast meinen, dass ein von Anfang an geübter Verzicht umso mehr dazu anhält, später richtig reich zu werden, doch für Unzählige trifft das nicht zu. Es muss schon noch manches hinzukommen, wenn man sich aus einer desolaten Situation befreien will. Etwas Glück braucht es dafür ganz sicherlich – oder liegt der wesentliche Antrieb im besonderen Charakter des Einzelnen begründet? Werfen wir doch einmal einen Blick in die Kosmetikbranche. Auch hier kann der relativ frühe Tod des Vaters notgedrungen beflügelnd wirken, doch das vorhandene Begabungen fördernde Umfeld spielt eine vielleicht nicht minder entscheidende Rolle. Man darf halt ruhig am rechten Platz geboren sein.

Aus der Bretagne in alle Welt hinaus

Wer gern durch vor der Haustür liegende Felder streift und dabei die Augen offenhält, der kann auch schnell auf zündend wirksame Ideen kommen. Wenn man damit aufwächst, schließt man eine in ihrer Üppigkeit intakte Natur womöglich eher ins Herz als dort, wo man ihre Heilkraft schmerzlich vermisst. Und hat man es geschafft, bei schonendem Umgang lohnend von ihr zu leben, darf man sich auch dafür bedanken. Im Grunde aber handelt es sich dabei um nichts anderes als eine Investition in die Zukunft, denn wenn urwüchsig Helfendes versagt, hat man nichts mehr davon. Ressourcen gilt es, zu erhalten, anstatt sie zu verbrauchen. Kurzfristiger Erfolg zahlt sich nur selten lange aus.

Ohne viel Fleiß gibt es keinen Preis

Man kann es freilich auch anders anstellen und seinen ganzen Stolz meistbietend verhökern, um – einen Pizzaofen zu erstehen. Daraus mag eine wahre Goldgrube werden, wenn man genügend Energie hineinsteckt und ausreichend Reserve dafür zurückbehält, die Besenkammer umzubauen. Aus dem richtigen Mehl, beachtlicher Fingerfertigkeit und ein paar wertvollen Zutaten wird im Handumdrehen ein Restaurant und mit unablässigem Einsatz weniger später sogar ein Franchise-Unternehmen, sofern man weiß, wie’s geht oder nicht damit aufhört, es zu versuchen. So manches funktioniert allerdings nur in Amerika, wiewohl erfolgreiche Importe sich auch für europäische Verhältnisse gewinnbringend anpassen lassen.

Eigenleistung unter dem Dach eines bewährten Konzepts

Man muss einfach nur genügend Initiative aufzubringen wissen und vielleicht auch einmal ganz kurz vor der Pleite stehen, um sich auf das zu besinnen, was man am besten kann. Unter Umständen wird etwas Weltbewegendes daraus; Papa John ringt es nur noch ein müdes Lächeln ab, wenn ewig Zweifelnde ernsthafte Bedenken äußern, die sie nur davon abhalten, selbst über sich hinauszuwachsen. Geben Sie sich einen Ruck, gründen Sie Ihren Konzern in der Garage oder machen sich zum Teilhaber eines Erfolgmodells. Die Pionierarbeit hat man Ihnen dabei bereits abgenommen, sodass Sie Ihre Kräfte frei entfalten können. Alles, was Sie dann noch brauchen, ist ein guter Riecher für das einzig Richtige als Initialzündung Ihrer Höhenflüge.

Sich gründlich umschauen, bevor man selbst loslegt

Es kann jedoch auch sein, das man mit einem goldenen Löffel im Mund geboren wird und nur den Umgang damit noch zu beherrschen ausbaldowern muss. Manchmal spornt auch ein solider Background an, vor allem, wenn man den nötigen Ehrgeiz besitzt und es den Altvorderen bald einmal ordentlich zeigen will. Manches noch besser zu machen als sie, das wird nicht leicht, auf jeden Fall braucht man ein anderes Betätigungsfeld. Es kann durchaus dem Überkommenen ähneln mit einem wichtigen Unterschied: dem eigenen Anstoß. Lassen Sie sich ruhig von Erfahrungen inspirieren, die Sie auf Ihren Auslandsreisen gesammelt haben, begeistern Sie sich für etwas, das Sie aufwühlt.

Nicht zündeln, sondern unterm Hintern feuern

Das kann gut und gerne Tierfutter sein, wenn es ansprechend genug präsentiert wird. Es kommt eigentlich immer eher weniger darauf an, was man macht, entscheidender ist, wie man es tut. Wenn ein Glutnest übergreift, ist nicht mehr viel zu retten, dann wird eben alles in der unmittelbaren Umgebung entflammt. Mit entsprechendem Wind entsteht ein Flächenbrand daraus, der aller vorkehrenden Maßnahmen zum Trotz kaum noch zu löschen ist, auf verbrannter Erde wächst manches gar besonders gut. Mitunter ist ein radikaler Schnitt erforderlich, um unverhofft zu mobilisieren, was sonst nur weiterhin schlummern würde. Und das wäre doch zu schade!

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