Selbstständig mit Franchise: Werden Sie Ihr eigener Chef und mindern Sie Ihr Risiko als Gründer

31.12.2017 15:15 | Ein Unternehmen gründen

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Selbstständig mit Franchise: Was gilt es zu beachten?

Heutzutage sind Zufriedenheit im Job und Selbstverwirklichung sehr wichtig. Wir verbringen viel Zeit im Büro – oft verbringen wir sogar mehr Stunden mit den Kollegen als mit der eigenen Familie. Wer in seinem Job nicht glücklich ist, sich in strengen Hierarchien gefangen fühlt und endlich sein gesamtes Potential entfalten möchten, für den haben wir vielleicht die perfekte Lösung.

Und vielleicht haben Sie auch schon des Öfteren mal von ihrer eigenen Selbstständigkeit geträumt. Davon, dass Sie mehr Verantwortung übernehmen möchten. Dass Sie an neuen Aufgaben und Herausforderungen wachsen möchten. Dass Sie eigentlich voller Unternehmergeist stecken und Ihren Geschäftssinn endlich mal unter Beweis stellen möchten. Aber da ist diese Ungewissheit. Dieses „was wäre, wenn es doch nicht klappt?“.

Mit der Gründung eines Franchise kann Ihr Traum von der Selbstständigkeit Wirklichkeit werden. Denn durch ein Franchise-System mindern Sie das Unternehmerrisiko und reduzieren die Ungewissheit, die dieser Schritt mit sich bringt.

Gründen Sie Ihre eigene Existenz: Selbstständig mit Franchise

Es gibt viele Vorzüge, die für die Existenzgründung in Form von einem Franchise sprechen. Der wichtigste Punkt ist ganz klar, dass sich Ihr Unternehmerrisiko reduziert. Sie zahlen Ihrem Franchisegeber eine Gebühr und erhalten somit das Recht, dass Sie seine Waren und Dienstleistungen unter demselben Marke, mit dergleichen Marke vertrieben dürfen. Sie reproduzieren das Produktportfolio an Ihrem eigenen Standort nach, an dem Sie rechtlich und finanziell selbstständig agieren. Nichtsdestotrotz steht Ihnen die Muttergesellschaft wie ein großer Bruder mit Rat und Tat zur Seite und unterstützt Sie. Zeitgleich profitieren Sie davon, dass sich die Waren und Dienstleistungen sowie das gesamte Geschäftskonzept bereits erfolgreich am Markt bewährt hat. Auch das nimmt Ihnen das Risiko, dass Sie mit Ihrem Geschäft scheitern würden.

Gründung via Franchise vs. Klassische Selbstständigkeit

Selbstständig ist nicht gleich selbstständig. So gibt es frappierende Unterschiede zwischen den Formaten selbstständig mit Franchise und der klassischen Selbstständigkeit.

I. Beim Franchise brauchen Sie keine eigene Geschäftsidee: Die wird Ihnen obendrein noch mitgeliefert.

Eine Franchisepartnerschaft liefert Ihnen die Geschäftsidee – mehr noch: Ihr Franchisepartner serviert Ihnen das komplette Rezept mit allen Kniffen, Tricks und dem Know-How auf dem Silbertablett. Und zwar handelt es sich hier um ein am Markt erprobtes und optimiertes Geschäftsmodell, was Sie komplett übernehmen können.

Das mindert Ihr Unternehmerrisiko, da Sie sich nicht erst noch mit Ihrer eigenen Idee am knallharten Markt durchschlagen müssen.

II. Für die Selbstständigkeit brauchen Sie das nötige Kleingeld: Franchise-Systemen erleichtern die Fremdkapitalbeschaffung.

Als Franchisenehmer sind Sie für Banken kreditwürdiger als klassisch Selbstständige. Sie übernehmen ein erprobtes Geschäftsmodell. Das sorgt dafür, dass Sie für die Banken ein geringeres Kreditausfallrisiko darstellen.

Das mindert Ihr Unternehmerrisiko, da Sie eine Geschäftsidee übernehmen, die ihre Wirtschaftlichkeit am Markt bereits bewiesen hat.

III. Profitieren Sie von geringeren Investitionskosten und weiteren Größenvorteilen!

Beim Franchising gibt Ihre Franchisegeber obendrein oft ein wenig Starthilfe – sei dies finanziell, materiell oder technisch. Das heißt, er unterstützt Sie in vielen Dingen, bei der Standortsuche, bei der Einrichtung, der Warenerstausstattung. Zudem profitieren Sie oft dank Größenvorteilen von besseren Preisbedingungen bei den Lieferanten. Des Weiteren sind IT-Services und das Back Office meist bei der Muttergesellschaft ausgelagert, so dass Sie weniger technischen Aufwand haben. Sie können sich voll und ganz auf das Geschäft und die Kundenakquise fokussieren.

Das mindert Ihr Unternehmerrisiko, da Sie meist finanzielle, materielle und technische Starthilfen bekommen und sich so direkt an die Neukundenakquise und das Kerngeschäft machen können.

IV. Bekanntheit der Franchisemarke sorgt für schnelleren und erfolgreicheren Markteintritt.

Sie können als Franchisenehmer einfacher, schneller und komplizierter in den Markt einsteigen als wenn Sie sich klassisch selbstständig machen. Die Marke Ihres Franchisegebers hat sich in der Regel bereits am Markt behauptet und hat einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht. Während Sie bei der klassischen Selbstständigkeit noch nicht wissen, wie Ihr Produkt, Ihre Dienstleistung und die gesamte Geschäftsidee vom Markt angenommen wird, werden Sie als Franchisenehmer einfacher mit Ihrem Betrieb starten können und müssen darum keine Sorgen machen. Zudem garantieren die meisten Franchisegeber Gebietsschutz innerhalb des Franchise-Systems. So müssen Sie innerhalb Ihres Franchise nicht mit Konkurrenz in nächster Nähe rechnen – das verspricht größeren Erfolg und höhere Gewinne.

Das mindert Ihr Unternehmerrisiko, weil Sie einfacher in den Markt eintreten und somit schneller Gewinne erzielen können.

V. Wissen ist Macht: Ihr Franchisegeber übermittelt Ihnen das nötige Know-How.

Während Sie in der klassischen Selbstständigkeit „alleine laufen lernen“ und dabei sicherlich die ein oder andere betriebswirtschaftliche Fehlentscheidung treffen werden, sieht das als Franchisenehmer anders aus. Ihr Franchisegeber bereitet Sie bestens auf den Markt vor, er weiht Sie in sein erprobtes Geschäftskonzept ein und vermittelt Ihnen, was Sie wissen müssen. Darüber hinaus profitieren Sie gerade anfangs von einer Supervision durch den Franchisegeber. Er prüft, ob alles mit rechten Dingen zugeht und räumt Missstände aus dem Weg, bevor sie größeren Schäden anrichten können.

Das mindert Ihr Unternehmerrisiko, weil es Sie zu einem gewissen Grad vor betriebswirtschaftlichen Fehlentscheidungen bewahrt.

Welche Voraussetzungen müssen Sie als Franchisenehmer mitbringen?

Als Franchisegründer sollten Sie eine gute Portion Unternehmergeist mitbringen. Sprich Sie sollten Basiskenntnisse in Sachen Betriebswirtschaft beherrschen und ein Gespür für den richtigen Geschäftssinn und Vertrieb haben. Ebenso sollten Sie sehr ehrgeizig und arbeitsam sein, ohne Hingabe und Motivation wird es schwierig. Denn gerade in der Anfangszeit fordert ein eigener Betrieb sehr und bindet stark ein. Da werden Sie zeitlich des Öfteren über die reguläre 40-Stunden-Wochen hinausschießen. Deshalb fragen Sie sich am besten vorher, inwieweit dies mit Ihrem Gesundheitszustand oder Ihrer Familie vereinbar ist.

Gerade im Franchising verstecken sich viele Optionen für Quereinsteiger. Das wichtigste sind Berufserfahrung und gute Fertigkeiten in der Mitarbeiterführung – diese sind sogar oft wichtiger als die Branchenkenntnisse selbst. Vor der Betriebseröffnung erlernen Sie alles für den Betrieb und die Branche relevante in Schulungen und Trainings durch den Franchisegeber. Sie werden sogar in der Mitarbeiterschulung unterrichtet, so dass Sie unter besten Bedingungen starten können. Allerdings – etwas was Sie unabdingbar brauchen – sind ausgeprägte soziale Fertigkeiten. Die sind an sich angeboren und ermöglichen einen guten Draht zum Kunden und ermöglichen eine möglichst natürliche Mitarbeiterführung.

So werden Sie selbstständig mit Franchise – die wichtigsten Eigenschaften auf einem Blick:

  • Unternehmergeist und Geschäftssinn
  • Betriebswirtschaftliche Basiskenntnisse
  • Berufserfahrung und Mitarbeiterführung wichtiger als Branchenkenntnise
  • Ausgeprägte soziale Fertigkeiten

Und dann wäre da noch die Sache mit der Erfolgsgarantie: Selbst wenn Sie von Ihrem Franchisegeber besten vorbereitet werden und ein etabliertes Geschäftsmodell übernehmen, kann Ihnen niemand wirtschaftlichen Erfolg garantieren. Natürlich starten Sie mit einem Franchise mit einfacheren Bedingungen als es bei einer klassischen Selbstständigkeit der Fall ist, aber letztlich spielen viele Aspekte in die Wirtschaftlichkeit Ihres Betriebes mit ein. Fakt ist, es ermöglicht Ihnen angenehme Startbedingungen und reduziert Ihr Unternehmerrisiko beträchtlich.

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