Selbstständig mit Franchise: 3 Fragen, die Sie sich im Vorhinein stellen sollten!

18.04.2018 14:30 | Ein Unternehmen gründen

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Bevor es an die Bestimmung des goldrichtigen Franchisesystems geht, müssen Sie sich darüber klarwerden, ob Sie selbst überhaupt dafür geeignet sind. Gehen Sie in einer stillen Stunde in sich und legen Rechenschaft darüber ab, ob Sie wirklich so viel leisten wollen. Denn: Wenn die Entscheidung gefallen ist, gibt es kein Zurück mehr. Sie haben sich für lange Zeit gebunden und sollten nicht erst danach feststellen, dass Ihnen die nötige Bereitschaft fehlt.

Kein Spiel mit falschen Karten im Franchising

Ebenso sicher müssen Sie sein, dass Sie Gefordertes tatsächlich leisten können. Sollten Sie selbstverschuldet in der Klemme stecken, wird Ihnen kaum noch jemand helfen wollen. Sogar der Franchisegeber dürfte sich zurückziehen und keine müde Mark mehr in ein hoffnungsloses Unterfangen investieren, Sie sehr wohl aber an eingegangene Verpflichtungen erinnern. Dann können Sie sehen, wo Sie bleiben; ordentlich draufzuzahlen sollte noch das kleinste Übel sein. Außerdem brauchen Sie nicht nirgendwo mehr blicken zu lassen, auch nicht mit einer veränderten Identität. Sie müssen haften für das, was Sie sich selbst und anderen antun, halten Sie einen möglichen Schaden in Grenzen durch die intensive Prüfung Ihres Gewissens.

Optimal vorbereitet beim Starten ins Franchise

Bevor Sie zum vielleicht erbitterten Wettstreit nicht nur um Ihre eigene Existenz antreten, sollten Sie sich schonungslos daraufhin befragen, ob

  • Ihre mitgebrachten Kenntnisse den Anforderungen gerecht werden,
  • Sie sämtliche Möglichkeiten zur Absicherung bedacht haben,
  • alle Abgaben, die auf Sie zukommen werden, ausreichend berücksichtigt worden sind.

Zu leicht macht man sich falsche Vorstellungen darüber, was tatsächlich von einem verlangt wird, wenn man sich voller Begeisterung für das Konzept ins Franchising stürzt. Wenn dabei mitunter auch auf Branchenwissen halbwegs verzichtet werden kann, ist dennoch viel zu tun.

Zunächst einen Ehrenlauf als Trockenübung

Manche meinen, das bisschen Unternehmertum bekämen sie schon auf die Reihe, weil sie ohnehin fortwährend im Geschäft stehen. Einfach mehr einnehmen als ausgeben, und die Kasse füllt sich. Was aber, wenn es gerade daran hapert? Es kann gar nicht schaden, bereits praktische Erfahrungen vorweisen zu können, und wenn sie fehlen sollten, lassen sie sich auch auf theoretischer Ebene vorwegnehmen. Absolvieren Sie zumindest einen Grundkurs, selbst nach dem Überstehen einer Proberunde andernorts. Hierbei können Sie ganz unverfänglich rekapitulieren, was besser hätte laufen können und nicht wiederholt werden muss. Lernen Sie aus Ihren Fehlern, solange sie sich noch nicht in der Weise rächen, dass Sie dafür einstehen müssen. Gewinnen Sie Abstand, bevor es heiß hergeht.

Bestmöglich gesichert aufs Parkett begeben

Nehmen Sie sich viel Zeit zur Klärung der Versicherungsfrage. Denken Sie nicht nur an die Risiken des Geschäfts, sondern auch daran, dass Sie selbst in Verlegenheit geraten könnten. Nicht alles, was angeboten wird, ist tatsächlich erforderlich, manches aber unverzichtbar. Vor allem müssen Sie Ihre Leistungsfähigkeit erhalten, auch dann, wenn sie arg in Mitleidenschaft gezogen werden sollte. Was wäre, wenn Sie plötzlich kurz oder länger ausfallen müssten? Nach Ihrer persönlichen Wiederherstellung wollen Sie doch nicht vor einem Scherbenhaufen stehen. Treffen Sie Vorsorge dahingehend, dass es dazu nicht kommt. Sie selbst sind Ihr wichtigstes Kapital, hüten Sie es, sofern das möglich ist. Treiben Sie keinen Raubbau mit Ihren Ressourcen.

Außergewöhnliche Ausgaben mit einplanen

Neben den kalkulierbaren Franchisegebühren kommen auch solche Forderungen auf Sie zu, die Sie in ihrer fälligen Höhe nicht exakt abschätzen können. Geben Sie dem Finanzamt vorsorglich etwas mehr als unbedingt nötig, damit Sie von unumgänglichen Nachzahlungen nicht aus der Bahn geworfen werden. Legen Sie größten Wert auf eine übersichtliche Buchführung, um nicht selbst ins Trudeln zu geraten und erforderliche Belege jederzeit zur Verfügung zu haben. Steuerlasten variieren stark je nach der gewählten Unternehmensform, informieren Sie sich genauestens darüber, bevor Sie den falschen Weg einschlagen. Im Nachhinein ist daran nur noch umständlich etwas zu ändern. Beginnen Sie Ihre Laufbahn im Franchising bestens gerüstet.

Sich als Stütze des Systems qualifizieren

Einen Betrieb als Franchise zu eröffnen, das ist keine Kleinigkeit. Unzählige Faktoren wollen dabei angemessen in Rechnung gestellt sein, mit einigen Problemen, die auftreten dürften, kann man sich vorab auseinandersetzen. Es hilft bei ihrer Lösung, nicht erst grundsätzliche Überlegungen anstellen zu müssen, sondern gleich zu wissen, wie man zu reagieren hat. Üben Sie ausreichend, stellen Sie sich vor, was Sie tun werden, wenn etwas schiefgeht. Dann müssen Sie handlungsfähig sein und spontan das Richtige unternehmen. Zum Glück gibt es im Franchising Partner, auf die man sich im Notfall verlassen kann, doch auch sie haben ihre eigenen Schwierigkeiten zu bewältigen. Sorgen Sie dafür, dass Sie ihnen ebenbürtig und als vollwertiges Mitglied akzeptiert werden.

Kein Platz für Bremser im Franchising

Bis dahin mag es eine Weile dauern, und währenddessen wächst Ihre Kompetenz von Tag zu Tag. Nicht umsonst werden laufend Schulungen angeboten und Treffen angesetzt, bei denen man sich austauschen kann. Profilieren Sie sich im Verbund, aber bringen Sie die nötigen Voraussetzungen dafür mit. Es geht nicht an, dass der gesamte Apparat beständig auf Nachzügler Rücksicht nehmen muss, damit kommt man nicht voran. Sie würden zudem kaum Aufnahme in ein Franchisesystem finden, wenn Sie das Einmaleins nicht beherrschen und das auch anschaulich unter Beweis stellen können. Vervollständigen Sie Ihre Ausrüstung dafür, so gut es eben geht, und wenn das nicht reicht, dann sind Sie schon im Vorfeld gescheitert.

Erfolge mit der Planung abgleichen

Es könnte bekömmlicher sein, als hinterher lange bluten zu müssen, doch dann hätten Sie es nicht zu versuchen brauchen. Stellen Sie sicher, dass Ihre Aktivitäten dem abgesteckten Ziel genügen, damit haben Sie das Wesentliche bereits getan. Es kommt vor allem auf die richtige Einschätzung an,

  • sowohl Ihrer eigenen Fähigkeiten,
  • als auch dessen, was Sie bewirken sollen.

Überprüfen Sie Ihre Ansichten anhand der Realität.

Voller Erwartung ganz gespannt

Seien Sie froh darüber, wenn es sich nur um einen Testfall handelt. Sollte Ihnen das Ausprobieren lästig fallen, dann sind Sie noch nicht reif für die Bewährungsprobe. Gehen Sie lieber einmal mehr ins Seminar als sich der Überlastung preiszugeben. Je routinierter Sie vorgebildet sind, desto reibungsloser geht das Annehmen der wahren Herausforderungen von der Hand. Können Sie es jedoch kaum noch abwarten, dann legen Sie bei nächster Gelegenheit entschlossen los.

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