Selbstständig & Steuern zahlen: Was für Steuern kommen im Franchising auf mich zu?

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Wenn man sich selbstständig macht, dann kommen auf einmal neue Aufgaben und Pflichten auf die frischen Jung-Unternehmer zu. Vor allem in steuerrechtlicher Hinsicht gibt es viele Aspekte zu bedenken und zu beachten. Damit Sie als Franchise-Unternehmer in spe eine Idee haben, was beim Thema selbstständig und Steuern auf Sie zukommt, möchten wir Ihnen heute einen Überblick über die wichtigsten Steuern geben.

Selbstständig und Steuern: Diese Steuern müssen von Unternehmern entrichtet werden!

Wer sich als Franchisenehmer selbstständig macht, der muss je nach Art des Unternehmens bestimmte Steuern zahlen. Bevor Sie also gründen, sollten Sie sich mit dem Thema Steuern auseinander setzen, um Ärger mit dem Finanzamt zu vermeiden. In unserem heutigen Artikel möchten wir auf folgende Steuern genauer eingehen:

  • Die Einkommensteuer
  • Die Umsatzsteuer
  • Die Gewerbesteuer
  • Die Körperschaftssteuer

Ebenso möchten wir Ihnen die Kleinunternehmerregelung genauer vorstellen und darauf eingehen, was es zu beachten gibt, sollten Sie als Franchise-Unternehmer Personal einstellen. Denn in diesem Fall wird zusätzlich die Lohnsteuer fällig!

Achten Sie darauf, dass Sie eine sehr ordentliche Buchführung vorweisen können. Das ist insofern wichtig, da Sie so einen besseren Überblick über Ihr Einkommen, die fälligen Steuern sowie die generelle Geschäftsentwicklung behalten. Hier ist eine saubere Aufstellung von Einnahmen und Ausgaben eine essentielle Voraussetzung!

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Existenzgründung: So machen Sie alles korrekt beim Thema selbstständig und Steuern!

Die Existenzgründung beginnt damit, dass Sie Ihr Unternehmen beim Finanzamt anmelden. Handelt es sich um eine gewerbliche Tätigkeit, so findet die Anmeldung beim örtlichen Gewerbeamt statt, was daraufhin das zuständige Finanzamt über die Gewerbeanmeldung informiert. Haben wir es mit einer freiberuflichen Tätigkeit zu tun, dann können Sie sich den Gang zum Gewerbeamt sparen und direkt beim Finanzamt eine neue Steuernummer beantragen.

Jetzt wird es ernst: Die Abgabe der ersten Steuererklärung!

Der 31. Mai des Folgejahres ist Stichtag für die Abgabe der Steuererklärung. So gilt es zum 31. Mai 2020 die Steuererklärung des Geschäftsjahrs 2019 einzureichen. Heutzutage geschieht dies meist digital mit einer Software oder dem Elster-Online-Programm. Wer die Steuererklärung gemeinsam mit einem Steuerberater erstellt, dem wird automatisch eine Fristverlängerung bis zum 31.12. gewährt. Steuerberater können hier zusätzlich weitere Fristverlängerungen beantragen. Wird die Steuererklärung nicht fristgerecht eingereicht, kann das Finanzamt einen Säumniszuschlag in Rechnung stellen.

Selbstständig und Steuern: Die Einkommensteuer ist die Steuer auf Ihr Einkommen!

Während Arbeitnehmer direkt vom Bruttolohn ihre Lohnsteuer zahlen, werde die Unternehmen in Form der Einkommensteuer zur Kasse gebeten. Und zwar handelt es sich hierbei um dieselbe Steuer, mit dem Unterschied, dass Arbeitnehmern diese monatlich automatisch vom Lohn abgezogen wird, während Unternehmer diese im Nachhinein selbst zu zahlen haben.

Woraus setzt sich die Einkommensteuer zusammen?

Die Einkommensteuer berechnet sich aus dem Gewinn eines Unternehmens – und zwar wird dieser über die sogenannte Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) festgesetzt. Von dem Netto-Einkommen werden außerdem die betrieblichen Ausgaben abgezogen. Des Weiteren sind auch Vorsorgeaufwendungen wie die Krankenversicherung und Einzahlungen in die Rente sowie Betriebskosten wie Miete von der Steuer absetzbar.

Die Einkommensteuer und der Grundfreibetrag

Jedoch wird die Einkommensteuer erst ab dem Überschreiten des Grundfreibetrages fällig, welche jährlich neu angepasst wird. Für das aktuell Jahr liegt dieser bei 9.168 Euro für Ledige und 18.336 Euro für Verheiratete. Dieser Grundfreibetrag sichert das steuerfreie Existenzminimum des Steuerzahlers!

Für Selbstständige: Die Einkommensteuer-Vorauszahlungen

Damit die Steuerlast nicht allzu hoch ist, setzen die Finanzämter eine monatliche oder vierteljährliche Vorauszahlung fest, die einem Zwölftel der letzten Jahressumme entspricht. Die steuerpflichtigen Unternehmer können bei rückläufigen Einnahmen eine geringere Vorauszahlung vereinbaren. Die eingegangenen Vorauszahlungen werden dann mit der ermittelten Einkommensteuer verrechnet und es kommt entweder zu einer Nachzahlung oder einer Erstattung.

Beschäftigen Sie Angestellte? Dann gilt es den Unternehmer-Anteil der Lohnsteuer zu zahlen!

Sollten Sie Angestellte beschäftigen, so ist es wichtig, dass Sie bei den monatlichen Lohnabrechnungen Ihren Arbeitgeber-Anteil zahlen. Und zwar umfasst dieser die Lohnsteuer, den Solidaritätszuschlag sowie die Kirchensteuer. Dies gilt es monatlich direkt an das Finanzamt zu entrichten.

Selbstständig und Steuern: Die Umsatzsteuer wird auch als durchlaufende Steuer bezeichnet

Wer als Franchisenehmer Waren und Dienstleistungen verkauft, der muss auf den Nettopreis noch die Umsatzsteuer beziehungsweise Mehrwertsteuer aufschlagen. Je nach Branche liegt diese in Deutschland bei 7 oder 19 Prozent. Die Unternehmen müssen diese auf den Netto-Preis aufschlagen und an das Finanzamt weiterreichen. Aus diesem Grund ist es sinnvoll für diesen durchlaufenden Posten ein separates Konto wie beispielsweise ein Tagesgeldkonto anzulegen, um hier einen besseren Überblick behalten zu können.

Die Umsatzsteuervoranmeldung und der Vorsteuerabzug

Die Unternehmer müssen die Umsatzsteuer monatlich oder vierteljährlich bis zum 10. des Folgemonats in Form einer Umsatzsteuer-Voranmeldung deklarieren und die fällige Summe an das Finanzamt überweisen. Die Unternehmen können die zu zahlende Umsatzsteuer mit der Umsatz- und Mehrwertsteuer berechnen, die sie auf Waren und Dienstleistungen gezahlt haben, die für den eigenen Betrieb eingekauft haben. Der Betrag, der hier abgezogen werden kann, nennt sich Vorsteuer.

Die Umsatzsteuererklärung und die Kleinunternehmerregelung

Alle Unternehmen haben im Rahmen der Jahres-Steuererklärung auch eine Umsatzsteuererklärung abzugeben. Diese setzt sich aus den Summen zusammen, die vorab monatlich oder vierteljährlich deklariert wurden. Allerdings trifft das nicht auf alle zu: Und zwar sind die Kleinunternehmer hiervon ausgenommen: Wenn die Einkommen des Unternehmens 17.500 Euro im Jahr nicht überschreiten, muss auf den Rechnungen keine Umsatzsteuer ausgewiesen und somit auch keine Umsatzsteuererklärung eingereicht werden. Jedoch muss dieser Status beim Finanzamt beantragt werden!

Selbstständig und Steuern: Das hat es mit der Gewerbesteuer auf sich!

Sollten Sie als Franchise-Unternehmen ein Gewerbe angemeldet haben, so wird die Gewerbesteuer fällig, sollte der Unternehmensgewinn über dem Freibetrag von 24.500 Euro liegen. Wobei dieser Freibetrag nur für Personengesellschaften greift! Außerdem sind Freiberufler von der Gewerbesteuer befreit! Die Gewerbesteuer wird von den Kommunen erhoben. Sie variiert von Kommune zu Kommune und wird über den örtlichen Hebesatz verrechnet. Nach dem ersten Geschäftsjahr muss die Gewerbesteuer vierteljährlich an das Finanzamt vorausgezahlt werden.

Die Besonderheit bei Kapitalgesellschaften: Die Körperschaftssteuer

Sollte es sich bei Ihrer Unternehmensform um eine Kapitalgesellschaft, also eine GmbH oder aber eine AG handeln, dann wird zusätzlich noch die sogenannte Körperschaftssteuer fällig. Hierlande beträgt sie 15 Prozent des zu versteuernden Einkommens, on top kommt dann noch der Solidaritätszuschlag.

Selbstständig und Steuern: Haben Sie jetzt den Durchblick?

Wir hoffen, dass dieser Artikel nützliche Informationen für Sie zusammengestellt hat, damit Sie einen ersten Überblick haben, was auf Sie als zukünftiger Franchisenehmer im Steuer-Dschungel auf Sie zukommen wird!

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