Kapitalbeschaffung im Franchising: So gelingt es!

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Damit eine Existenzgründung auch erfolgreich aufgebaut werden kann, kommt es im ersten Schritt auf eine saubere und intensive Gründungsvorbereitung an. Hier spielt der Businessplan als Herzstück einer jeden Gründung eine essentielle Rolle, da angehende Franchisenehmer hier die Tragfähigkeit und Wirtschaftlichkeit ihrer Gründung überprüfen. Ein wichtiger Aspekt des Businessplans ist ganz klar die Kapitalbeschaffung: Es wird der Kapitalbedarf ermittelt und überlegt, wie das nötige Kapital beschafft werden kann. Aus diesem Grund möchten wir Sie heute über die wichtigsten Aspekte der Kapitalbeschaffung aufklären: Worauf gilt es zu achten? Wer kann das Eigenkapital aus eigener Kraft stemmen und welche interessanten Finanzierungsmöglichkeiten hat der Markt zu bieten?

Die Kapitalbeschaffung: Was bedeutet das für Franchisegründer?

Eine Existenzgründung kostet in der Regel Geld: Denn für die Umsetzung einer Geschäftsidee an einem Standort müssen Investitionen getätigt werden. Aus diesem Grund kommt man als angehender Gründer oder Franchisenehmer nicht um die Frage der Finanzierung drum herum. Gerade für Franchisenehmer kann der Gründungsstart ein teureres Unterfangen darstellen: Denn als Franchisenehmer übernehmen Sie das bewährte Geschäftsmodell einer etablierten Franchisemarke. Durch das Begleichen der einmaligen Franchisegebühr erhalten Sie die Schutz- und Nutzungsrechte der Franchisemarke, um diese an Ihrem eigenen Standort umsetzen zu dürfen. Allerdings bedeutet das auch, dass Sie sich auf ein bewährtes Konzept und einen bekannten Markenauftritt verlassen können, der Ihren einen enormen Gründungsvorsprung gegenüber Einzelkämpfern verschafft.

Der Kapitalbedarf ist abhängig vom Franchisekonzept

Darüber hinaus kommt es auch immer auf die Branche und das Konzept an, mit dem man sich als Franchisenehmer selbstständig machen möchte. So ist ein Gastronomie Franchise um einiges kostenintensiver als die Umsetzung eines Online Franchise oder aber eines Consulting Franchise. In der Gastronomiebranche sind kostenintensive Anschaffungen nötig wie die Ladeneinrichtung inklusive professioneller Großküche.

Darum ist ein Businessplan für die Kapitalbeschaffung so wichtig!

Beim Erstellen eines Businessplans setzen sich angehende Franchisenehmer mit der Wirtschaftlichkeit ihrer Existenzgründung auseinander. Sie werfen einen Blick auf den zukünftigen Cash-Flow und prüfen den Investitionsbedarf. Außerdem umfasst ein Businessplan einen ausführlichen Finanzplan, der die Gründungskosten, die Betriebsmittel für die ersten Monate sowie die laufenden Kosten im Privatleben berücksichtigt. Die Frage ist dann meist nur: Verfügt man über ausreichend finanzielle Mittel, um die Gründung aus eigener Kraft stemmen zu können? Woher kann das Startkapital kommen? Schließlich verfügen die wenigsten Gründer über ausreichend finanzielle Mittel, um eine Existenzgründung aus der Portotasche zu bezahlen.

Der Businessplan ist in zweierlei Hinsicht wichtig:

Ein sauber kalkulierter Businessplan hat zwei Aufgaben: Er dient zum einen dazu, den Franchisegeber davon zu überzeugen, dass man ein geeigneter Franchisenehmer ist, der eigenverantwortlich und sauber arbeiten kann. Zum anderen können mithilfe eines wasserdichten Businessplans auch die Kapitalgeber von der Bonität des Gründers sowie der Ernsthaftigkeit und dem Erfolg der Gründung überzeugt werden.

Wie können Franchisenehmer die Kapitalbeschaffung am besten angehen?

Als angehender Franchisenehmer sollten Sie sich zwei Dinge fragen, wenn es um die Kapitalbeschaffung geht: Zum einen kommt das Eigenkapital und zum anderen das Fremdkapital in Frage.

Kapitalbeschaffung aus eigener Kraft: Finanzierung mit Eigenkapital

Grundsätzlich gilt: Je mehr Kapitalbedarf aus der eigenen Tasche gedeckt werden kann, desto besser. Denn eine Kapitalbeschaffung über Kreditgeber in Form von Fremdkapital ist nicht nur aufwändiger, sondern auch teurer!

Da die Gründungskosten von Konzept zu Konzept und Branche zu Branche stark schwanken, kann über die Höhe des Eigenkapitals keine klare Aussage getroffen werden. Als angehender Franchisenehmer sollte man jedoch über ein bestimmtes Investitionsvolumen verfügen, wenn man über eine Gründung nachdenkt, und nicht mit leeren Händen beim Franchisegeber auftreten – auch wenn es attraktive Franchisekonzepte gibt, die sogar ohne Eigenkapital umgesetzt werden können!

Tipp: Finanzexperten zufolge sollte die Eigenkapitalquote bei mindestens 20 Prozent liegen. Manche Förderinstitutionen verlangen von den jungen Gründern, dass sie mindestens 15 Prozent der Gründungskosten aus eigenen Mitteln finanzieren können.

Eigenkapital in Form von Investoren

Eine weitere Möglichkeit, um mehr Vermögen ins Unternehmen zu einzubringen, ist die Kooperation mit Dritten. Über Investoren kann man so sein Eigenkapital erhöhen, wobei diese finanziellen Mittel im Unternehmen bleiben und die Eigenkapitalgeber im Gegenzug Anteile am Unternehmen erhalten. Je nach Höhe der Anteile haben die Investoren daraufhin ein Mitspracherecht bei unternehmerischen und strategischen Entscheidungen. Sollte man diesen Weg gehen, so begibt man sich als Gründer in gewisse Abhängigkeiten. Aus diesem Grund ist es essentiell, dass zwischen dem Gründer und dem Geldgeber die Chemie stimmt, damit es nicht zu Streitigkeiten kommt! Allerdings kann so das Eigenkapital erhöht werden, was eine weitere Kapitalbeschaffung gerade bei höheren Gründungskosten bei Fremdkapitalgebern vereinfacht.

Neuartige Finanzierungsmöglichkeiten: So können Sie Ihr Eigenkapital erhöhen!

Eine neue Art von Investoren sind die sogenannten Business Angels. Hierbei handelt es sich um sogenannte private Geldgeber, die finanzstark sind und über umfassende Gründungserfahrung verfügen, da es sich meist um ehemalige Unternehmer handelt. Der große Vorteil von einem Business Angel ist deshalb, dass dieser seine unternehmerische Erfahrung in den Unternehmensaufbau einbringen kann und sich genau aus diesem Grund auch an dem jungen Start-up oder Unternehmen auch beteiligen möchte. Natürlich versprechen sich auch die Business Angels wie alle Investoren einen finanziellen Vorteil von ihrem Einsatz: So erwarten Sie eine Beteiligung am Gewinn, wenn das Geschäft dann laufen sollte. Diese Gewinnbeteiligung nimmt dann langfristig zu und summiert sich zu einem größeren Betrag auf. Der große Vorteil an solchen Eigenkapitalgebern ist, dass sie meist risikofreudiger sind als die herkömmlichen Fremdkapitalgeber.

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Kapitalbeschaffung in Form von Fremdkapital

Für eine Gründung reicht das Eigenkapital jedoch oft nicht aus, so dass zusätzliches Kapital beschafft werden muss: Fremdkapital muss her! Und zwar geschieht dies meist in Form eines klassischen Kredits, der noch immer eines der bekanntesten Finanzmittel für eine Existenzgründung darstellt. Franchisenehmer haben hier den Vorteil gegenüber herkömmlichen Gründern, dass sie meist leichter Kreditzusagen erhalten, da den Kreditgebern das Franchisekonzept teilweise sogar schon bekannt ist.

Nichts desto trotz ist auch für die Beantragung vom Fremdkapital ein überzeugender Businessplan vonnöten. Ebenso sollten angehende Franchisenehmer über ausreichend Sicherheiten verfügen, was deren Kreditwürdigkeit und somit auch die Bonität erhöht und das Ausfallrisiko reduziert. Auch die nationalen Förderbanken wie die KfW Bank, die Kreditanstalt für Wiederaufbau, fördern die unternehmerische Selbstständigkeit in Form von attraktiven Gründerkrediten zu sehr günstigen Konditionen. Denken Sie als angehender Franchisenehmer auch die öffentlichen Förderbanken, wenn es um die Kapitalbeschaffung geht – hier sind die Hürden meist niedriger als bei den Privatbanken!

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