Solopreneur werden: Chancen und Risiken für Sie auf den Punkt gebracht

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Was sind die Chancen und Risiken eines Solopreneurs?

Deutschland ist und bleibt immer noch einer der stärksten Wirtschaftsmächte der ganzen Welt. Eine hervorragende Leistung, wenn man bedenkt, dass Deutschland weitaus kleiner als die meisten Länder ist. Doch gegen die Konkurrenz aus Amerika, China und auch Frankreich hält sich Deutschland immer noch wacker.

Die Deutschen haben sich in den letzten Jahrzehnten vor allem durch Fleiß und harte Arbeit in die oberen Ränge der Wirtschaftsmächte gekämpft. Unterstützend hat dabei in erster Linie die Übernahme von verschiedenen Businessmodellen gewirkt. So fand das Franchising beispielsweise in den 1970er Jahren Einzug in unsere schöne Bundesrepublik und revolutionierte den deutschen Wirtschaftsmarkt von Grund auf.

Bestehende Unternehmen konnten nun mit einem geringen Risiko expandieren und ihre Fühler sogar in die internationalen Gefilde ausstrecken. Junge Unternehmer hingegen wagten endlich den Schritt und machten sich selbstständig. Start-ups schossen dementsprechend geradezu aus dem Boden und überfluteten unsere Republik.

Ein weiteres Businessmodell, welches zwar schon seit so einiger Zeit existiert, in Deutschland jedoch noch nicht wirklich verbreitet ist, stellt der Solopreneur dar. Was man unter diesem Begriff versteht und welche Risiken und Chancen damit verbunden sind, wollen wir Ihnen im folgenden Artikel näherbringen.

1) Solopreneur. Was ist das?

In dem Begriff stecken Worte, die uns durchaus vertraut sind: Solo und Entrepreneur. Solo wurde aus dem Italienischen entlehnt und bedeutet so viel wie „alleine“. Das Wort Entrepreneur hingegen haben wir dem Französischen entnommen und dies steht stellvertretend für einen Geschäftsmann.

Ein Soloentrepreneur ist dementsprechend ein Unternehmer, welcher alleine agiert. Auch wenn das Geschäftsmodell noch nicht lange in Deutschland vertreten ist, hat es eine blühende Zukunft vor sich. Denn es birgt sehr viele Vorteile. Ein Solopreneur zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

  • Der Solopreneur ist für sein Business selbst verantwortlich. Das bedeutet, dass er seine geschäftlichen Abläufe alleine steuert und führt. Somit ist er zwar niemandem Rechenschaft schuldig, trägt gleichzeitig aber auch das gesamte Risiko.
  • Er ist eine unternehmerische Persönlichkeit und kennt sich in seiner Branche gut aus.
  • Der Solopreneur entwickelt seine Produkte, Prozesse und Dienstleistungen eigenständig und ist auch für deren Vertrieb zuständig.
  • Seine Aktivitäten sind ziel- und prozessorientiert und er schaff sich selbst skalierbare Geschäftsmodelle.
  • Der Solopreneur besitzt keine Betriebsräume und spart sich somit Mietkosten. Er ist mobil tätig oder führt sein Tagesgeschäft in Form von Homeoffice durch.
  • Ein Solopreneur liebt seine unternehmerische Freiheit. Unabhängigkeit und Selbstbestimmung sind die wichtigsten Werte für den Solopreneur.
  • Das Businessmodell ist vergleichbar mit dem des Entrepreneurs. Doch im Gegensatz zu diesem agiert der Solopreneur alleine. Oftmals werden allerdings die Ehepartner in das Business mit eingebunden.

2) Wie sieht der geschäftliche Alltag eines Solopreneurs aus?

Die Hauptaktivität des Solopreneurs besteht darin, eigene Produkte, Prozesse und Dienstleistungen zu entwickeln. Allerdings dreht sich beim Solopreneur der Alltag nicht um die bloße Produktion der Ware, sondern wie man die Artikel oder Dienstleistungen so gestalten kann, dass sie unendlich vervielfältigt werden können.

Beispielsweise wird der Solopreneur nicht im klassischen Sinne Nachhilfeunterricht anbieten. Es werden also keine Schüler eingeladen und durch Einzelunterricht geschult. Stattdessen wird der Solopreneur verschiedene Unterrichtsstunden mit Video aufnehmen, um darauf basierend Online-Kurse zu entwickeln. So erschafft der Solopreneur ein nachhaltiges Produkt, das ihm passives Einkommen generiert. Hat er sein individuelles Sortiment erstellt, dreht sich somit sein gesamter Alltag nur noch um Marketingstrategien und den Vertrieb seiner Waren und Dienstleistungen.

Diese Prozesse werden jedoch auch möglichst automatisiert, sodass der Solopreneur beständig sein Sortiment erweitern kann. Denn das höchste Bestreben des Unternehmers ist in erster Linie, dass sein System sich auf mehrere Bereiche anwenden lässt. Der Solopreneur überträgt dabei seine persönlichen Werte und Ansichten auf das Geschäftsmodell. Auch wenn der Solopreneur auf dem Papier als der Einzige gelistet ist, der für das Unternehmen tätig ist, ist es mittlerweile gang und gäbe externe Spezialisten mit einzubinden.

Im Gegensatz zu Selbstständigen und Freelancern arbeitet der Solopreneur also nicht auf Honorarbasis und ist dementsprechend auch nicht von der Auftragslage oder den Kunden abhängig. Der Solopreneur hat außerdem den Vorteil, dass er seine Produkte oder Dienstleistungen nur einmal aufbereitet und diese dann im Anschluss unendlich oft verkaufen kann.

Die Freelancer und Selbstständigen allerdings können nur so viel Aufträge annehmen, wie sie abarbeiten können. Sie haben also ein eindeutiges Limit und können sich dementsprechend nicht groß weiterentwickeln. Ihr Wachstum ist beschränkt, wohingegen der Solopreneur beständig expandieren kann.

3) Die Chancen des Solopreneurs

Egal in welcher Branche oder welchem Bereich man als Selbstständiger tätig ist, klar ist, dass Unternehmer mehr Zeit im eigenen Betrieb verbringen, als in den eigenen vier Wänden. Das Privatleben leidet nämlich enorm. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass das eingenommene Geld mit der aufgewendeten Zeit fest verbunden ist.

Je weniger Zeit man also im Unternehmen verbringt, desto weniger Aufträge können bearbeitet werden und dementsprechend geringer fällt der Umsatz auch aus. Denn vor allem zu Beginn der Selbstständigkeit wollen die Existenzgründer auch die Buchhaltung, die Kundenakquise und Vermarktung noch selbst ausführen. Aus diesem Grund verbringen viele Unternehmer auch häufig am Wochenende Zeit im Unternehmen, oder gehen ungern in den Urlaub. Die deutschen Unternehmer wünschen sich nun allerdings vermehrt Freiheit und wollen weniger Zeit mit Arbeiten verbringen.

Das Solopreneurtum birgt hier einen entscheidenden Vorteil: Die Automatisierung. Denn auch wenn sich der Solopreneur nun eine Auszeit nimmt oder mal weniger Zeit in sein Unternehmen stecken möchte, laufen seine Geschäfte trotzdem im Hintergrund weiter ab. Der Solopreneur arbeitet nämlich nicht für den Kunden, sondern verbessert stattdessen beständig sein Angebot und die Vertriebsabläufe.

Wenn er dies clever anstellt, wird sich sein Aufwand enorm auszahlen. Denn dadurch wird sein Unternehmen einen enormen Wachstumsschub verzeichnen, was sich wiederum positiv auf das Einkommen auswirkt. Durch die Optimierung der Prozesse wird der Solopreneur weitaus weniger Zeit aufwenden müssen und erlangt dadurch mehr Unabhängigkeit.

Weiterhin ist der Solopreneur nicht an feste Arbeitszeiten gebunden. Da oftmals Homeoffice betrieben wird, kann sich der Solopreneur seine Zeit frei einteilen. Dies ist perfekt für Eltern, deren Alltag sich natürlich hauptsächlich um die Betreuung der eigenen Kinder dreht. Die anfallenden Tätigkeiten können dann während der Schulzeit oder der Schlafenszeit der Kleinen erledigt werden. Zudem sind die Solopreneure nicht an einen festen Ort gebunden, sondern können dank der neusten Technik ihre Arbeit überall auf der Welt verrichten.

Auch wenn der Solounternehmer hauptsächlich allein agiert, kann er dennoch bei Bedarf Mitarbeiter einstellen, welche ihm temporär unter die Arme greifen. Somit ist er nicht darauf angewiesen, beständig ein Gehalt an seine Mitarbeiter auszuzahlen und spart sich somit hohe Ausgaben. Dies minimiert natürlich auch das Risiko der Selbstständigkeit.

4) Die Risiken des Solopreneurtums

Auch wenn man als Solopreneur seinen Umsatz vor allem durch passives Einkommen generiert, muss man zunächst einmal an diesen Punkt ankommen. Dies bedeutet, dass der Solopreneur gerade zu Beginn seiner Tätigkeit sehr viel Zeit und Arbeit investieren muss. Eine 40-Stunden-Woche wird ihm dahingegen wie der reinste Spaziergang erscheinen.

Neben der Entwicklung der Produkte und Dienstleistungen ist der Solopreneur vor allem auch damit beschäftigt, sich um die verwaltungstechnischen Angelegenheiten zu kümmern. Diese machen einen Großteil der Arbeit aus und kommen noch zusätzlich zu den geschäftlichen Tätigkeiten hinzu. Sie stellen eine zusätzliche Belastung dar, über die sich der Solopreneur im Klaren sein muss.

Da der Solopreneur sein eigener Chef ist, ist er auch gleichzeitig der Schmied seines eigenen Glückes. Denn alle Projekte, welche er realisieren möchte, muss er auch selbst in die Hand nehmen. Das heißt, dass er selbst für deren Umsetzung verantwortlich ist und alles abhängig von den eigenen Fähigkeiten ist. Wenn die nötigen Kompetenzen und Qualifikationen fehlen, müssen diese durch Weiterbildungen und Schulungen selbstständig nachgeholt und erworben werden. Dies ist natürlich wieder mit einem zusätzlichen Zeit- und Kostenaufwand verbunden.

Letztendlich muss gesagt werden, dass das Solopreneurtum ein harter Knochenjob ist. Es muss wirklich sehr viel Zeit und Energie investiert werden, bevor sich die Arbeit letztendlich auszahlt. Als Solopreneur muss man also vor allem auch über viel Ausdauer und Durchhaltevermögen verfügen, um über diese schwierige Phase hinauszukommen.

Erfolgsgeschichten, wie die von Steve Jobs oder Elon Musk sind die Ausnahmen und beweisen dennoch, dass man nicht alleine zum Millionär wird, sondern dies nur durch umfangreiche Unterstützung schafft. Gleichzeitig ist es auch enorm wichtig, dass der Markt immer im Auge behalten wird, sodass sich der Solopreneur schnell und ohne große Schwierigkeiten auf die aktuellen Tendenzen anpassen kann. Dadurch besteht natürlich auch die Gefahr, dass eine wichtige Entwicklung verpasst wird und die Umsätze stagnieren.

Wer wirklich mit der Idee spielt, sich als Solopreneur zu verselbstständigen, sollte zunächst tief in sich gehen und für sich selbst herausfinden, ob dieses Businessmodell das Richtige ist. Klar ist, dass die Zukunft eindeutig auf solche Geschäftsmodelle zusteuert. Denn durch die hohe Flexibilität des Solopreneurtums und die Digitalisierung wird genau der Zahn der Zeit getroffen.

Weiterhin hat man als Solopreneur die Chance auf ein herausragendes Wachstum, was die Umsätze und die Unabhängigkeit des Agierenden beflügelt. Trotzdem ist anzumerken, dass sich das Solopreneurtum vor allem durch viel Arbeit auszeichnet. Wer also weniger Wert auf seine Freiheit und Autonomie legt, sollte sich vielleicht eher einen passenden Franchisegeber aussuchen. Denn im Franchising hält sich das unternehmerische Risiko ebenfalls gering und bei einer cleveren Wahl sind durchaus hohe Gewinne möglich. Weiterhin kann man als Franchisenehmer mehrere Betriebe eröffnen und somit schnell erneut investieren.

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