Sprüche für Chef - Oder auch: Was unterscheidet einen Boss von einem Leader?

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boss oder leader franchise

Der DIHK Gründerreport des letzten Jahres führte uns noch deutlicher vor Augen, was wir sowieso schon geahnt hatten: Die Deutschen sind gründungswilliger als je zuvor. Denn die Konditionen der Existenzgründer verbessern sich von Jahr zu Jahr immer mehr. Dazu trägt in erster Linie unsere Regierung bei, welche Förderprogramme und Steuererleichterungen entworfen hat, um die Deutschen zur Selbstständigkeit zu motivieren. Weiterhin liegt dies vor allem aber auch an der Etablierung des Franchisings. Das Lizenzsystem hatte seinen Weg in den 1970er Jahren nach Deutschland gefunden und befindet sich seitdem auf einem beständigen Erfolgskurs.

Durch das Franchising haben Unternehmer nämlich die Möglichkeit, schneller zu expandieren und Franchisenehmer können sich mit der Unterstützung ihres Franchisegebers einfacher selbstständig machen. Diesem Angebot können immer weniger Deutsche widerstehen, weswegen sich im Jahr 2019 tatsächlich schon rund 172.000 Franchisebetriebe in der deutschen Republik niedergelassen haben. Diese Betriebe laufen zwar unter der Schirmherrschaft des Franchisegebers, müssen jedoch von den Franchisenehmern selbstständig geleitet werden. Für viele Franchisenehmer ist dies gerade zu Beginn eine enorme Herausforderung. Denn ein Unternehmen am Laufen zu halten, ist normalerweise kein Problem, doch eine gute Führungskraft zu sein, gestaltet sich dahingegen weitaus schwieriger. Im folgenden Artikel wollen wir Ihnen den schmalen Grad zwischen einem Boss und einem Leader aufzeigen und Ihnen somit den optimalen Führungsstil vor Augen führen.

1. Einschüchternd und autoritär

Durch die eigenen Charakterzüge entwickelt jeder Mensch seinen ganz eigenen Führungsstil. Früher war es gang und gäbe, dass die Mitarbeiter sich mit den Macken und Eigenarten ihres Chefs arrangieren mussten und schlechtes Benehmen stillschweigend zu akzeptieren hatten. Heutzutage sieht dies etwas anders aus. Denn der Erfolg eines Unternehmens ist im hohen Grade vor allem von den Mitarbeitern abhängig. Deren Motivation, Engagement und Expertise machen aus einem 0815-Unternehmen einen Global Player. Aus diesem Grund ist es von enormer Bedeutung, dass sich die Angestellten im Unternehmen wohlfühlen und jeden Tag immer wieder gerne zur Arbeit gehen. Der Unternehmensleiter trägt dabei die entscheidende Rolle. Denn sein Verhalten kann zu einem positiven Arbeitsklima und einer entspannten, freudigen Atmosphäre beitragen, oder diese eben gefährden.

Allzu häufig wird leider beobachtet, dass der typische Boss gerne seine Machtposition gegenüber den Mitarbeitern demonstriert. Er nutzt seine Autorität, um seinen Willen durchzusetzen und übt Kontrolle und Zwang aus. Dieses Verhalten schüchtert die Mitarbeiter leider jedoch ein und fördert keineswegs das selbstständige Arbeiten. Denn die Aufgaben werden als Folge einer solchen Behandlung widerwillig und nur aus Furcht vor Ärger erledigt. Die Mitarbeiter werden dementsprechend nie mehr als nötig machen und verbinden mit dem Unternehmen negative Gefühle.

Ein gutes Verhältnis zu den Mitarbeitern wirkt im Gegensatz dazu wahre Wunder und kann sich auch positiv auf die Arbeit und die Arbeitsmoral niederschlagen. So ist ein Leader vielmehr bestrebt, seinen Angestellten als Inspiration zu dienen und diese auf den richtigen Weg zu führen. Er schätzt die Stärken seiner Mitarbeiter wert und fördert diese durch entsprechende Projekte. Schwächen werden nicht sanktioniert oder angeprangert, sondern kompensiert.

2. Auf der Lauer

Ein autoritärer Boss scheint beständig auf der Lauer zu liegen. Er beobachtet und belauscht seine Angestellten und erweckt somit den Eindruck, dass er diese dauerhaft kontrolliert. Sie fühlen sich unter Druck gesetzt, können sich nicht richtig konzentrieren und merken: Das Vertrauen fehlt. Ein solches Benehmen bezweckt jedoch genau das Gegenteil, da den Angestellten aus Angst immer wieder Fehler unterlaufen werden.

Besser ist es, wenn man seinen Angestellten die Möglichkeit gibt, aus den eigenen Fehlern zu lernen. Sie müssen sich selbst ausprobieren und entfalten können. Gleichzeitig sollte der Leader jedoch immer als Ansprechpartner zur Verfügung stehen, um Probleme und Fragen aus dem Weg zu räumen. So wachsen die Mitarbeiter nach und nach über sich selbst hinaus und das Unternehmen wird mehr und mehr Erfolge verbuchen können.

3. Passiv und unbelehrbar

Weiterhin kommt es immer wieder vor, dass sich der Boss aus dem Tagesgeschäft herauszieht. Er verbarrikadiert sich in seinem Büro und bekommt die alltäglichen Probleme und Herausforderungen überhaupt nicht mit. Dies liegt vor allem daran, dass ihn diese nicht die Bohne interessieren. Denn er möchte lediglich eine positive Umsatzentwicklung sehen und nicht mit Kleinigkeiten belästigt werden. Dementsprechend hat er auch kein offenes Ohr für seine Mitarbeiter und ist gegen deren Anregungen und Verbesserungsvorschläge immun. Er ist der Boss und weiß, wie der Hase läuft. Aus diesem Grund wird die Vorgehensweise nicht geändert und Feedback und Kritik sind im schon gar nicht willkommen.

Ein Chef der keinen Spielraum für Innovation und konstruktive Kritik zulässt, schneidet sich letztendlich ins eigene Fleisch. Denn wir leben in einer Gesellschaft und Wirtschaft, die sich jeden Tag ein bisschen weiterentwickelt und an genau diese Veränderungen müssen sich Unternehmen anpassen können. Sollten sie diesen Zug verpassen, wird sich dies ganz schnell auf den Gewinn und den Umsatz auswirken. Als Leader ist es deswegen essenziell, den Vorschlägen der Mitarbeiter offen gegenüber zustehen und sich auch selbst immer wieder ein eigenes Bild von der aktuellen Situation zu verschaffen. Außerdem kommt es beim Team immer gut an, wenn man sich als Chef nicht scheut, selbst tatkräftig mit anzupacken und sich für keine Arbeit zu schade ist. Dies zeigt, dass man die Arbeit seiner Angestellten wertschätzt und dass man nicht von oben auf sie herabblickt.

4. Unternehmerisch und menschlich

Als Leader sollten Sie darauf achten, klare und realistische Ziele zu setzen, welche in einem bestimmten Zeitraum erreicht werden müssen. Dadurch werden die Angestellten zu ihrer Höchstleistung angespornt und sehen sich einer klaren Leistungsanforderung gegenüber. Schieben Sie das Ziel jedoch nicht immer wieder hinaus, denn dadurch könnten Sie schnell unentschlossen und wenig ambitioniert wirken. Sollte das geforderte Ziel erreicht worden sein, belohnen Sie Ihre Mitarbeiter auch gerne durch eine längere Kaffeepause, oder durch süße Leckereien.

Dies steigert die Motivation und die Wertschätzung. Wer den Respekt seiner Angestellten nicht verlieren möchte, muss allerdings auch Verständnis für das Privatleben seiner Mitarbeiter aufbringen können. Agieren Sie menschlich und zeigen Sie Mitgefühl bei privaten Problemen. Denn wenn Sie den Arbeiter am einen Tag früher nach Hause schicken, damit er sich um seine privaten Angelegenheiten kümmern kann, wird er am darauffolgenden Tag mit Sicherheit umso härter arbeiten, um sich Ihre Anerkennung zu sichern.

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