Staatliche Fördermittel für Unternehmen: Unser Überblick

27.03.2018 17:30 | Ein Unternehmen gründen

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Günstiges Geld vom Staat für wirtschaftliche Zwecke kommt dann zum Tragen, wenn es gerade an der Liquidität mangelt, wenn überteuerte Kredite abgelöst werden können oder wenn es um lohnende Forschungsprojekte geht, die finanziert werden müssen. Über Investitionsbanken oder die Kreditanstalt für Wiederaufbau wird aus der öffentlichen Hand finanziert, was der einzelne Unternehmer nicht zu stemmen vermag, aber der Förderung wert erscheint. Im Einzelfall kann es schwierig sein, in den Genuss zu kommen, eine Vergabe ist verpflichtend.

Staatliche Fördermittel für Unternehmen sind zweckgebunden

Nicht zu verwechseln mit Subventionen, die etwa für die Renaturierung ausgelaugter Flächen bestimmt sind und regelmäßig laufen, wenn sie erst bewilligt sind, muss man sich um verschiedene Fördertöpfe gesondert bemühen. Das fällt nicht leicht, weil es derer ach so viele gibt, die aber nicht nur an Auflagen, sondern auch zu erfüllende Bedingungen geknüpft sind. Kein Mensch würde jemandem noch großen Summen anvertrauen, wenn ihm das Wasser bereits bis zum Halse steht, es sei denn, sein Geschäftsbetrieb wäre als besonders erhaltenwert erkannt worden. Das kann an der Menge von Arbeitsplätzen liegen, die sonst in Gefahr geraten würden, aber auch daran, dass nur er etwas produziert, das für eine gedeihliche Zukunft wichtig erscheint.

Verpflichtungen durch staatliche Fördermittel für Unternehmen

Dann lässt man sich halt für den Moment ein wenig unter die Arme greifen, um größeren Schaden zu vermeiden, steht aber unter Aufsicht. Es kann ja sein, dass ein an sich gesunder Betrieb durch Misswirtschaft oder widrige Umstände in einer Schieflage geraten ist, aus der er lediglich vorübergehend befreit werden muss, um wieder schwarze Zahlen schreiben zu können. Hausbanken ziehen gern die Daumenschrauben an, wenn jemandem die Luft zum Atmen knapp wird, und sollte dann der Staat einspringen, kann ein drohender Untergang eventuell noch abgewendet werden. Empfehlenswert ist allerdings, sich rechtzeitig um diese Art von Hilfen zu bemühen, denn es kann lange dauern, bis die Quellen anzuzapfen sind. Und damit ist das Problem noch nicht gelöst.

Kleinen Sündern wird fortan auf die Finger geschaut

Durchaus möglich ist, dass einer gehen muss, der verantwortlich für das Desaster zeichnet, auch könnte sich Grundlegendes ändern, damit es nicht noch einmal so weit kommt. In Marodes einfach Geld hineinzustecken, das in absehbarer Zeit genauso verbraten wäre, geschieht nur in seltenen Fällen. Man will doch sehen, dass es auch von Nutzen ist, Mittel bereitzustellen, die daraufhin ihren Zweck erfüllen müssen. Das gilt zumindest für den kleinen Unternehmer, der zwischen Mühlsteine geraten ist und sich nicht selbst davon befreien kann. Je höher die Summen ausfallen, desto ungenierter kann auch darüber verfügt werden, hat man gelegentlich den Eindruck, doch das ist nicht der Sinn der Sache. Es sollte kein Schindluder getrieben werden mit Geldern, die von allen aufzubringen sind.

Wer gibt, hat nicht automatisch etwas zu bekommen

Die schnöde Wirklichkeit sieht indes mitunter anders aus. Der Steuerzahler hat keine Möglichkeit, über die Verwendung von Steuermitteln zu entscheiden. Er kann auch nichts zurückfordern, wenn sie in einen Kanal geflossen sind, der seinen Absichten zuwiderläuft. Auf Fördermittel trifft es jedoch zu, wenn sie nicht ihrer Bestimmung gemäß verwendet worden sind. Hier greift der Staat regulierend ein, wie er es auch an anderer Stelle in seinem Sinne tut, was sich der Einflussnahme Einzelner jedoch weitgehend entzieht. Der Unternehmer schließt einen Handel mit staatlichen Stellen ab, für dessen eingehaltene Bedingungen er sich zu rechtfertigen hat. Das kann zu Regressansprüchen führen, die allerdings nicht in jedem Fall erfüllt werden können.

Unbeliebte Starthilfen für Gründer im Franchising

Dem Franchisenehmer stehen ebenso wie jedem anderen, der ein aussichtsreiches Unternehmen betreiben will, Gründermittel in Form verbilligter Kredite zu. Nur die wenigsten machen jedoch von dieser Möglichkeit Gebrauch, vielleicht ja deswegen, weil eine Einmischung von dritter Seite nicht geduldet werden soll. Die Bank als Geldlieferant zu betrachten, das geht nur solange gut, wie die Zahlen stimmen. Wenn man aber für jede bezahlte Rechnung auch extern Rechenschaft ablegen muss, kann das den inneren Zusammenhalt enorm verkomplizieren. Nicht jeder, der im Grunde außen vor bleibt, aber auf seinen Anspruch pochen kann, versteht genügend vom Geschäft, um dabei ein Mitspracherecht auszuüben.

Finanzierungsfragen geschmeidig intern regelbar

Einfacher wird das gemeinsame Vorgehen, wenn der Franchisegeber als Finanzier fungiert oder seinen guten Namen dafür hergibt, dass jemand es tut, ohne dabei störend aufzufallen. Einigungen innerhalb des Systems herbeizuführen ist oft schon schwer genug, da kann man nur froh sein, wenn einem der Rücken freigehalten wird. Zudem können Kredite auch dann recht günstig sein, wenn sie gewissermaßen als Teilbetrag eines größeren Konvoluts zugesprochen werden, weil noch jemand anders im Hintergrund als Garant agiert. Wenn ein Behördenvertreter sich dagegen mit etwas auseinandersetzen muss, das ihm fremd erscheint, führt dies nicht zwangsläufig zu spontaner Bereitwilligkeit.

Das Franchisesystem lebt vom Zusammenhalt

Überlegen Sie sich gut, ob Sie noch jemanden ins Boot holen wollen, wenn Sie gefördert werden möchten.

  • Begeben Sie sich dabei möglichst in keine allzu große Abhängigkeit,
  • vertrauen Sie sich lieber Ihrem Partner an, als übergreifende Kriterien zum Maßstab Ihres Handelns machen zu lassen.

Selbstverständlich bewegen Sie sich auch im Franchising auf dem Boden der freiheitlich- demokratischen Grundordnung, doch allzu viele Köche verderben nur den Brei. Ein Franchisesystem muss sich auch staatlichen Anforderungen gegenüber weitgehend einheitlich verhalten, Übergriffe von dieser Seite her sind nicht zu dulden, ihnen muss in gemeinsamer Anstrengung Paroli geboten werden.

Ohne Klotz am Bein

Der Wirtschaft bekommen im Allgemeinen Regulierungen in anderer Absicht nicht besonders, es gilt, Grenzen nach außen hin zu ziehen, um im Inneren zu harmonieren. Staatliche Fördermittel für Unternehmen sind ein zweischneidiges Schwert. Sie locken mit Vergünstigungen, die sich sehr wohl als Belastung erweisen können. Oft sind sie weniger nützlich, als es den Anschein hat, doch wenn man das erst mal erfahren hat, kommt man so schnell nicht mehr von ihnen los. Fördern Sie sich selbst, indem Sie belastbare Partnerschaften eingehen, beziehen Sie Ihre Stärke aus dem System, für das Sie sich engagieren wollen. Wenn dabei mal ein kleiner Engpass entsteht, sollte sich darüber reden lassen, damit einer dem anderen aus der Klemme hilft. Bei übereinstimmendem Vorgehen können beide mehr bewirken als jemand, der als Gönner auftritt und Fliegen fangen will.

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