Start-up Exit - unsere 5 Tipps: vom Start-Upper zum Franchisenehmer!

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Exit… Sie haben richtig gelesen, Exit und nicht Brexit, der seit einiger Zeit in aller Munde ist.

Aber auch Start-up Gründer müssen sich früher oder später überlegen, ob Sie an Bord bleiben oder nicht. Insbesondere, wenn sich Start-up Gründer nach der erfolgreichen Gründung Ihres Start-ups dazu entscheiden, etwas anderes zu machen, wird es Zeit für den Exit. Und was spricht eigentlich dagegen nach dem Start-up Exit in ein Franchiseunternehmen einzusteigen und beispielsweise Masterfranchisenehmer für ein ganzes Land zu werden? Der Vorteil – die viel diskutierte Frage rund um die Gründungsfinanzierung ist bei ausgestiegenen Start-up-Gründern einfach zu beantworten – vorausgesetzt, der Start-up Exit bringt das notwendige Cash mit sich.

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Ein Exit kann aus den verschiedensten Gründen geplant werden – entweder weil der geplante Erfolg für das Start-up eingetreten ist oder weil dieser eben nicht eintritt. In letzterem Fall müssen sich die Gründer die Frage stellen, welche Möglichkeiten es gibt, um das Start-up bzw. das Unternehmen auf elegante Weise zu beenden. Oft wollen die Gründer auch durch eine elegante Exit-Strategie ein langwieriges Insolvenzverfahren vermeiden.

Eine andere Frage, die sich einige Unternehmer stellen, ist: Will ich ein Imperium aufbauen oder will ich en Serial Entrepreneur werden?

Einige erfolgreiche Start-ups haben es uns bereits vorgemacht, wie man einen erfolgreichen Exit hinlegt – darunter:

  • Jameda durch einen Verkauf an Burda Digital für 46,8 Mio. €
  • Pizza.de durch einen Verkauf an Lieferheld für etwa 290 Mio. €
  • Runtastic durch einen Verkauf an Adidas für 220 Mio. €
  • Trivago durch einen IPO im Wert von 212 Mio. €
  • Zalando durch einen IPO im Wert von 526 mio. €

Bevor Sie sich als Unternehmer jedoch für einen Exit entscheiden, sollten Sie darüber nachdenken, ob Ihr Unternehmen reif für den Exit ist. Dafür sollten Sie über folgende Punkte nachdenken:

- Das Geschäftskonzept: Hängt das Geschäftskonzept und damit auch die ordentliche Funktion des Unternehmens vom Gründer ab? Würde das Unternehmen auch funktionieren, wenn jemand anders als der Gründer es führen würde? Im Übrigen sollten Sie sich diese Frage auch stellen, wenn Franchising für Sie eine Option ist und Sie darüber nachdenken, Ihr Unternehmen an lokalen Standorten durch Franchisenehmer führen zu lassen. Denn auch hier ist es unabdingbar, dass Ihr Unternehmenskonzept „replizierbar“ ist. Wer weiß, vielleicht ist Franchising sogar eine interessante Alternative zum Exit?

- Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Unternehmensverkauf? Sollten Sie vielleicht noch ein bisschen warten und die Zeit für die Exit Vorbereitungen nutzen? Schließlich möchten Sie ja, dass sich Ihr Unternehmensverkauf oder Exit lohnt. Daher sollte Ihr Unternehmen unter anderem die richtige Größe aufweisen und aber gleichzeitig auf noch ausreichend Wachstumspotenzial für die potenziellen Investoren bergen. Gleichzeitig wird davon abgeraten, den Exit mitten in der Wachstumsphase des Unternehmens zu planen, da der Prozess dennoch sehr zeitaufwendig und nervenaufreibend ist.

>> Lesen Sie auch: SO funktioniert der Unternehmensverkauf im Franchising

- … und der Investment Case?

Sie als Gründer und Unternehmer sollten sich in die Lage der Käufer und Investoren versetzen und fragen, für wen der Kauf Ihres Unternehmens überhaupt interessant sein könnte.

  • Wie sieht es mit der Skalierbarkeit Ihres Unternehmens aus? Diese Frage sollten sich auch Unternehmer stellen, die den Schritt in Richtung Franchising wagen.
  • Wie hoch ist Ihr Unternehmenswert eigentlich? Antworten auf diese Frage können Ihnen Steuerberater und Rechtsanwälte liefern.
  • Wieso wollen Sie als Gründer überhaupt aussteigen? Diese Frage ähnelt einer Frage im Bewerbungsgespräch, und zwar: “ Warum wollen Sie Ihren Arbeitgeber verlassen“? und zielt auf genau das Gleiche ab. Hier sollten Sie als aussteigender Gründer eine klare und überzeugende Antwort parat haben.

Haben Sie sich für einen Exit entschieden, stehen Sie vor folgenden Möglichkeiten:

  • Anteilsverkauf

Eine der bekanntesten Exit Strategien ist schlichtweg der Verkauf von Anteilen, meist an die anderen Gesellschafter oder auch an Dritte.

  • Börsengang

Eine weitere Möglichkeit ist der Börsengang bzw., der öffentliche Handel der Unternehmensanteile.

  • Buy Back

Die Exit Strategie „Buy Back“ besteht im Rückkauf der Unternehmensanteile durch die Gründer von den Geldgebern bzw. Business Angels. Allerdings benötigen die Gründer für diese Strategie ein sehr hohes Kapital, was in den wenigsten Fällen gegeben. Ist.

  • Liquidation

Die Start-up-Gründer können auch beschließen, die Liquidation des Unternehmens bzw. des Start-ups vorzunehmen, oft auch als „Quasi-Exit“ bezeichnet. Die Liquidation wird oft als Alternative der Insolvenz verwendet und macht vor allem dann Sinn, wenn der unternehmerische Erfolg ausgeblieben ist und das Unternehmen dennoch Vermögen besitzt, das unter den Gesellschaftern aufgeteilt werden kann. Der Vorteil der Liquidation gegenüber der Insolvenz besteht darin, dass bei der Liquidation keine Straftaten in Zusammenhang der Gesellschafterhaftung bzw. der Insolvenz geprüft werden und die Gründer mit einer Liquidation „fein raus“ sind. Dies kann insbesondere nützlich sein, wenn die Gründer einen Neustart planen, da bei der Liquidation im Gegensatz zur Insolvenz die Geschäftspartner nicht geschädigt werden und eher dazu bereit sind, erneut Geschäftsbeziehungen einzugehen.

>> Lesen Sie mehr über die Insolvenz von gescheiterten Start-Ups

  • MBO – Management Buy-Out:

Das Management kauft den Großteil des Kapitals den Eigentümer ab. Das Management Buy-out ist das Gegenteil eines Employee Buy-out, bei dem die Angestellten die Anteile abkaufen.

  • Secondary Purchase

Beim Secondary Purchase werden die Firmenanteile an eine andere Kapitalgesellschaft verkauft.

  • Trade Sale

Den Trade Sale unterscheidet man durch den Share Deal und den Asset Deal.

  • Zusammenschluss mit einem Konkurrenzunternehmen (Merger)

Diese Exit-Form macht allerdings nur Sinn, wenn auch Synergieeffekte genutzt werden können

  • Unternehmensnachfolge

Ob das Unternehmen nun in der Familie bleiben oder verkauft werden soll – in jedem Fall ist ein Exit unumgänglich. Insbesondere Unternehmer, die das Rentenalter erreicht haben, stehen wohl oder über vor einer der wichtigsten Fragen:

- Soll das Unternehmen weitergeführt werden

Oder

- Soll das Unternehmen verkauft werden

Gerade bei einer innerfamiliären Unternehmensnachfolge ist es unabdingbar, sich über die Nachfolge Gedanken zu machen. Denn beantwortet man die Frage nach dem Exit nicht früh genug, wird diese sich zwingend irgendwann selbst beantworten – was nicht selten zur Folge hat, dass es unglückliche Erben gibt, die sich plötzlich in der Rolle des Geschäftsführers wiederfinden, in der sie sich nicht wohlfühlen und folglich auch nicht erfolgreich sein können.

Entscheidet sich ein Start-up zur Auflösung, folgen diese Etappen:

  • Auflösungsbeschluss bzw. Gesellschafterbeschluss mit 3/4 der Stimmen
  • Erstellung der Liquidationsbilanz
  • Veröffentlichung des Auflösungsbeschlusses im Handelsregister
  • Der Beginn des Sperrjahres nach § 73 Abs. 1 GmbHG
  • Nach Ende des Sperrjahres: die Vermögensverteilung des restlichen Vermögens an die Gesellschafter sowie die anschließende Löschung

Fazit

Egal, für welche Option des Exits man sich auf entscheidet – in jedem Fall steht ein langer und steiniger Weg bevor.

Insbesondere sollten Sie sich darüber im Klaren sein, was Sie eigentlich mit dem Exit bezwecken wollen.

In vielen Fällen kann auch Franchising ein ansprechendes „Auffangbecken“ sein, das die verschiedensten Möglichkeiten bietet.

Beispielsweise können Sie das Management eins ganzen Landes durch einen Masterfranchisenehmer regeln oder die Verantwortung einzelner Regionen oder Städte an Franchisenehmer übertragen. Je mehr Sie delegieren, umso mehr haben Sie wieder freie Zeit für neue Projekte.

>> Erfahren Sie mehr über die Funktionsweise des Masterfranchising

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