Start-up-Ideen: Sie müssen nicht das Rad neu erfinden! Starten Sie durch mit Franchising

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Ausgedient hat der triste Büroalltag, der keinerlei Möglichkeiten zur Entfaltung der eigenen Persönlichkeit bot. Stattdessen werden Alternativen gesucht, die das Einbringen und umsetzen kreativer Ideen voraussetzen. Eine Möglichkeit, Herr des Geschehens zu werden, bietet das Modell Franchising. Im Zuge dessen klären wir Sie zunächst über die Vorzüge auf und widmen uns im Anschluss der Gründungsformalitäten des Franchisings.

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Franchisegründer sind erfolgreicher als Existenzgründer

Die Universität Münster hat im Rahmen einer Studie herausgefunden, dass die Erfolgsaussichten von Existenzgründern eines Franchisesystems deutlich besser aussehen, als die von Start-up Gründern. Demnach sind etwa 80 Prozent der Franchisegründer auch nach drei Jahren Selbstständigkeit auf dem Markt präsent. Im Gegensatz dazu kommen eigenständige Start-up Unternehmer nach drei Jahren auf eine Marktpräsenz von 70 Prozent. Das Problem hierbei liegt oftmals im Ansehen des Konzepts begründet. Während der Start-up Unternehmer sein Produkt- und Dienstleistungsportfolio erst bekannt machen und Kunden vom Nutzen überzeugen muss, verwendet der Franchise-Gründer eine effiziente Marketingstrategie.

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Die Vorzüge der Existenzgründung im Franchise

Der Anschluss an ein bestehendes Franchisesystem vereinfacht den Schritt in die eigene Selbstständigkeit. Angesichts der bereits etablierten Bekanntheit der Franchisemarke, sind kaum Marketingaktionen seitens der Franchisenehmer notwendig. Durch die Bereitstellung eines Geschäftskonzepts und vorgegebener Abläufe, lässt sich der Arbeitsalltag nachhaltig gestalten. Je nach Franchiseunternehmen wird dem Franchisenehmer ein Gebietsschutz zugesprochen. Dadurch ist er keiner Konkurrenz ausgesetzt und kann sein Geschäft erfolgreich an die Spitze führen.

Eintrittsvoraussetzungen des Franchisenehmers

Im Großen und Ganzen eignet sich das Franchising hervorragend für Quereinsteiger. Jedoch ist die Übernahme eines etablierten Konzepts keine Garantie dafür, dass die Existenzgründung mit Franchise ein leichtes Unterfangen wird. Für den Start als Franchisenehmer sind kaufmännische Fähigkeiten von Vorteil. Darüber hinaus sollte eine bestimmte Eigenkapitalhöhe verfügbar sein. Dem Franchiseunternehmen entsprechend, erlebt der angehende Franchisenehmer Unterschiede hinsichtlich ihrer Eintrittsvoraussetzungen:

  • Mindestanforderungen
  • Höhe des einzusetzenden Kapitalanteils
  • Höhe der zu entrichtenden Gebühr
  • Persönliche Schlüsselfähigkeiten

Insbesondere der Finanzierbarkeit ist große Aufmerksamkeit zu schenken. Hierbei soll das finanzielle Polster nicht nur zur Deckung des erforderlichen Eigenkapitals genutzt werden. Vielmehr ist sie für die Zahlung der regelmäßigen Gebühren sowie als Sicherheit gedacht. Da mit Neueröffnung der Filiale erst neue Kunden für das Angebot begeistert werden müssen, sollten die finanziellen Mittel, ohne Umsätze, zur Sicherung der laufenden Kosten ausreichen.

Finanzierung - Franchise ohne Eigenkapital

Dass Selbstständigkeit auch ohne Eigenkapital funktioniert, beweist die Möglichkeit der Franchise ohne Eigenkapital. Bei unzureichend finanziellem Polster erhalten Jungunternehmer die notwendige Unterstützung der ausgewählten Förderbank. In der Regel gelingt dies durch Senkung auf einen Mindesteigenkapitalanteil oder größtmögliche Übernahme jeglicher Haftungsrisiken. Nichtsdestotrotz ist Franchise ohne Eigenkapital nur bedingt umsetzbar. Aufgrund der eingeschränkten Finanzierbarkeit verringert sich die Anzahl der zur Verfügung stehenden Franchisesysteme. Inwieweit das Franchise ohne Eigenkapital auch in die Tat umgesetzt werden kann, ist von der Systemart abhängig. Während Franchisesysteme der Gastronomie und des Einzelhandels einen höheren Kapitalbedarf aufrufen, wird im Dienstleistungsbereich weniger Startkapital verlangt.

Franchisenehmer haben es leichter bei der Vergabe von Krediten

Bei fehlendem Eigenkapital führt meist kein Weg an der Finanzierung durch eine Bank vorbei. Im Zuge der Kreditvergabe sind Franchisenehmer ihren individualisierten Gründerkollegen einen Schritt voraus. Da sie im Besitz eines etablierten Unternehmenskonzepts sind, stimmen Banken ihnen häufiger einen Kredit zu. Schließlich birgt das vorzeigbare Konzept ein deutlich geringeres Ausfallrisiko, als es bei einem Existenzgründer der Fall wäre. Darüber hinaus bestehen häufig partnerschaftliche Beziehungen zwischen den Franchisegebern und Banken, die den Vergabeprozess vorantreiben.

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Businessplan als Fahrplan der Existenzgründung

Auch Franchisenehmer bleiben vor der Ausarbeitung eines Business-Plans nicht verschont. Als Franchise-Gründer haften Sie von Anbeginn der Existenzgründung gänzlich für Ihr unternehmerisches Handeln. Schließlich führen Sie die Planung und Finanzierung der Selbstständigkeit in Eigenregie durch.

Mit der Ausfertigung eines Geschäftskonzepts soll der unternehmerische Zweck, wie Strategie und Ziele näher erläutert werden. Der Business-Plan bildet ebenso Grundlage für die Gewähr entsprechender Fördermittel oder Kredite. Hierbei ist darauf zu achten, dass er nicht nur aus finanziellen Gesichtspunkten erstellt wird. Vielmehr ist er als Instrument anzusehen, welches die strategische und zukunftsbezogene Ausrichtung des Unternehmens innehat. Dabei setzt sich der Business-Plan aus folgenden Bereichen zusammen:

  • Kurze Zusammenfassung des Geschäftskonzepts
  • Erläuterung des Produkt- und Dienstleistungsportfolios
  • Mitglieder der Geschäftsführung
  • Marktbeobachtung und Konkurrenzanalyse
  • Rechtlichen Gründungsvoraussetzungen
  • Marketingaktivitäten und Vertriebskanäle
  • Wahl der Unternehmensform
  • Planung des erforderlichen Kapitalbedarfs
  • Auswertung möglicher Wagnisse

Franchisevertrag als rechtliche Grundlage für die Zusammenarbeit

Die Zusammenarbeit zwischen Franchisegeber und Franchisenehmer wird durch Unterzeichnung eines Franchisevertrags geregelt. Mit ihm werden sämtliche Rahmenbedingungen der Franchise-Beziehung festgehalten. Er dient nicht zu langfristigen Planungszwecken, sondern auch zur Sicherheit. In den Vertragsverhandlungen hat der Franchisegeber von seiner vorvertraglichen Aufklärungspflicht Gebrauch zu machen. Neben der Bereitstellung des Konzepts bedeutet dies, den Franchisenehmer bezüglich folgender Aspekte zu unterrichten:

  • Dauer der Refinanzierung der eigenen finanziellen Mittel
  • Umsatzzahlen von Franchisenehmern ähnlicher Geschäftsbetriebe
  • Fluktuation

Mit Unterzeichnen des Vertrages erwirbt der Franchisenehmer die Lizenz an sämtlichen Schutzrechten der Marke. Dazu gehören die Marke sowie Patente und Geschmacksmuster. Weiterhin verpflichtet sich der Franchisegeber zum Wissenstransfer. Nicht nur in Form eines Handbuchs, sondern auch durch Beratungen und Schulungen. Damit sich die einzelnen Franchisenehmer nicht in die Quere kommen, sollte der Gebietsschutz im Vertrag verankert sein. Dieser umfasst meist ein bestimmtes Postleitzahlen-Gebiet. Da mit dem Franchising ein erheblicher finanzieller Aufwand ansteht, sollte der Vertrag eine mehrjährige Zusammenarbeit beinhalten. Hinsichtlich des Warenbezugs sollte die Pflicht der regelmäßigen Produktversorgung zum Ausdruck gebracht werden und inwieweit Produkte anderweitig beschafft werden dürfen. Ebenso wichtig ist, dass die Voraussetzungen zur Beendigung der Partnerschaft detailliert dargelegt werden.

Merkmale eines erfolgreichen Franchiseunternehmens

Im Zuge der Existenzgründung gestaltet sich die Auswahl eines Franchise-Unternehmens als schwierig. Damit unter der Vielzahl an Unternehmen ein seriöser Franchisegeber ausfindig gemacht wird, empfiehlt sich eine erste Kontaktaufnahme. Ein Franchisegeber ist als seriös einzustufen, wenn er im ersten Gespräch mit folgendem Portfolio überzeugt:

  • Offene Haltung des Unternehmens
  • Freiwillige Bereitstellung von Informationen
  • Ganzheitliches Unternehmenskonzept
  • Angebot an Weiterbildungen
  • Unterstützung im Rahmen der Gründung und des Aufbaus
  • Beobachtung von Markttrends
  • Stetige Verbesserung des Konzepts
  • Hilfestellung in unterschiedlichen Angelegenheiten (Steuer, Versicherung)

Fazit

Franchise ist für zahlreiche Existenzgründer eine attraktive Option zur herkömmlichen Selbstständigkeit. Durch die Übernahme eines Geschäftskonzepts ebnet sich der Weg in eine vereinfachte Existenzgründung. Schließlich erfährt man seitens des Franchisegebers jegliche Art von Unterstützung, die für den Unternehmensaufbau notwendig ist.

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