Start-up: Welche Persönlichkeit Sie mitbringen müssen

15.02.2019 08:00 | Ein Unternehmen gründen

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Start-up: Welche Persönlichkeit Sie mitbringen müssen

Ob Firmengründung oder Existenzgründung mit Franchising, nie zuvor gab es einen passenderen Zeitpunkt, sich selbstständig zu machen. Die Möglichkeiten am Markt sind nahezu grenzenlos und die Nachfrage nach innovativen Ideen wird immer größer. Ob Sie sich einem Franchisesystem anschließen, oder mit Ihrer eigenen Idee selbstständig machen wollen, nun ist der perfekte Zeitpunkt. Doch was braucht es wirklich, um Ihr eigenes Unternehmen zum Laufen zu bringen?
Eine gute Idee reicht lange nicht aus, um ein Start-up zu gründen. Wäre dies der Fall, dann gäbe es weitaus mehr Start-ups. Da sich aber nicht jeder, der eine innovative Idee hat, auch damit selbstständig macht, gibt es weitaus mehr Ideen als neue Gründungen. Doch woran scheitern viele Gründer? Warum wagen sich so viele Menschen nie, den Traum der Selbstständigkeit wahr werden zu lassen?

Die Angst vorm Scheitern

Viele potenzielle Gründer werden von verschiedenen Ängsten begleitet. Es wäre auch verwunderlich, wenn sie das nicht würden. Bei einer Existenzgründung kann einiges schiefgehen, und man kann viel verlieren. Einige der verbreitetsten Ängste unter Gründungsinteressierten sind:
• Meine Idee ist nicht gut genug.
• Die Idee gibt es sicher schon.
• Ich habe nicht genug Geld.
• Ich werde keine Investoren finden.
• Ich bin zu unerfahren.
• Ich habe nicht genug Zeit.
Diese Ängste sind zwar durchaus verständlich, können Ihnen aber im Wege stehen. Im Grunde gibt es viele Gründe, vor einer Existenzgründung halt zu machen. Doch oft bemerkt man, dass es sich dabei viel mehr um Ausreden handelt. Mit der richtigen Herangehensweise und einem starken Willen können diese Hürden bewältigt werden. Was ist dabei wirklich wichtig?

Die Idee

Viele Menschen haben zwar eine gute Idee, trauen dieser aber nicht genug zu. Dies ist einer der größten Fehler, die Sie machen können. Heute gibt es Ideen wie Sand am Meer. Viele davon sind überflüssig oder sinnlos, und die meisten werden nicht mit großen Innovationen wie der Dampflokomotive oder dem Smartphone mithalten können. Dies ist aber noch lange kein Grund, aufzugeben. Wenn Sie von Ihrer Idee begeistert sind, stehen die Chancen gut, dass andere dies auch sein werden. Vertrauen Sie also auf den Wert Ihrer Idee. Zu viel Selbstvertrauen ist hier besser als zu wenig.
Viele Gründer kommen dahinter, dass es ihre Idee bereits in der einen oder anderen Form gibt. Ist es deswegen besser, alles hinzuschmeißen? Nein. Es gibt eben viele innovative Köpfe, und manche Ideen überschneiden sich dann auch. Das Gute hier ist, dass Sie vor der Gründung flexibel sein können. Versuchen Sie lieber, Ihre Idee anzupassen und entsprechend zu ändern, damit sie sich am Markt von ähnlichen Ideen unterscheidet. So finden Sie von Anfang an ein Alleinstellungsmerkmal für Ihr Start-up.

Das Geld

Geld ist der zweite große Punkt, an dem Viele scheitern. Und zwar nicht, weil sie keines haben, sondern weil sie nicht zielstrebig genug danach suchen. Ben & Jerry’s wurde in einer umgebauten Tankstelle gegründet und James E. Casey setzte bei UPS zu Beginn seinen Bruder und andere Teenager als Fahrradboten ein. Der Mangel an Eigenkapital bringt viele potenzielle Gründer dazu, ihre Idee zu vergraben und zu vergessen. Doch das muss nicht sein. Mit Zielstrebigkeit und Willen kann man auch ohne viel Geld ein Start-up gründen oder Franchisenehmer ohne Eigenkapital werden.
Die Fähigkeit, Investoren an Land zu ziehen, ist sehr wichtig für Gründer. Je begeisterter Sie von Ihrer Idee sind, und je besser Sie diese Banken und Investoren präsentieren können, desto wahrscheinlicher ist es, dass Sie das nötige Fremdkapital aufbringen können. Hier gilt, wer am tiefsten gräbt, der wird fündig. Begutachten Sie jede nur erdenkliche Möglichkeit, Ihre Gründung zu finanzieren, und wenn Ihnen die Ideen ausgehen, suchen Sie neue! Auch Crowdfunding ist eine gute Methode, an zusätzliches Geld zu kommen. Gründer und Franchisenehmer sollten auch hier viel Selbstvertrauen zeigen, denn wenn Sie sich selbst nicht vertrauen, warum sollten andere dies dann tun?

Zeit und Energie

Einer der größten Fehler, den viele Gründer machen, ist, dass sie sich nur halbherzig auf die Gründung konzentrieren. Wenn Sie wirklich Ihr eigenes Start-up gründen wollen, müssen Sie nicht nur Geld, sondern auch viel Zeit und Energie investieren. Geben Sie sich Mühe bei der Entwicklung Ihrer Idee, oder bei der Auswahl Ihres Franchisesystems. Und wenn Sie dann tatsächlich den Schritt zur Gründung wagen, wird der Arbeitsaufwand noch größer. Gerade die Anfangsphase eines Unternehmens ist sehr heikel. Viel kann schiefgehen, und man muss sich erst noch am Markt etablieren. Auch beim Eintritt in ein Franchisesystem gilt das, wenn auch vermindert. Hier haben Sie den Vorteil, dass sich Ihr Franchisegeber mit seiner Idee bereits einen Namen gemacht hat, den Sie jetzt nützen können. Nichtsdestotrotz ist die Gründung etwas, das Ihre volle Aufmerksamkeit will. Gründer sollten also zielstrebig und ehrgeizig sein.

Durchhaltevermögen

Sie werden bei der Gründung eines Start-ups oft auf die Probe gestellt werden. Es gibt bei jeder Gründung Höhen und Tiefen. Gründer müssen eine dicke Haut mitbringen und auch den Tiefen standhalten können. Wenn Sie bei den ersten Problemen aufgeben, wird Ihr Unternehmen schnell scheitern.

Teamfähigkeit

Viele Start-ups haben mehrere Gründer. Durch die Arbeitsteilung und die Zusammenarbeit verschiedener Persönlichkeiten wird dem Unternehmen Leben eingehaucht und Dynamik verliehen. Auch Franchisenehmer entscheiden sich immer öfter, im Team einen Standort zu übernehmen. Andere sind lieber auf sich selbst gestellt und gründen alleine. Doch egal ob gemeinsam, oder im Alleingang, eine Eigenschaft, die Sie auf alle Fälle brauchen, ist Teamfähigkeit. Dies beginnt bereits bei der Entwicklung der Idee. Viele Menschen machen den Fehler, mit niemanden über ihre Idee zu sprechen, aus Angst, sie könnte ihnen gestohlen werden. Dabei bringt aber gerade der Input unterschiedlicher Menschen das gewisse Etwas, das oft zum Erfolg verhilft. Andere Person, andere Perspektive. Freunde, Bekannte, Familienmitglieder sehen vielleicht Möglichkeiten oder Probleme an Ihrer Idee, an die Sie noch nicht gedacht haben.
Sie müssen im Laufe der Gründung mit verschiedenen Menschen zusammenarbeiten, darunter:
• Investoren
• Franchisegeber
• Mitarbeiter
• Lieferanten
• Kunden
Sie können bei einer Gründung nie vollkommen alleine arbeiten. Deshalb ist es von Vorteil, wenn Ihnen der Umgang mit Menschen liegt. Wenn Sie davor zurückschrecken, können Sie auf verschiedene Probleme stoßen.
Es gibt keine einheitliche Gründerpersönlichkeit. Bei einem Markt voller vielfältiger Möglichkeiten bietet sich Menschen mit den verschiedensten Persönlichkeiten ein Platz zur Existenzgründung. Wichtig ist in jedem Fall, dass Sie an sich und Ihre Idee glauben, und nicht schon aufgeben, bevor Sie überhaupt begonnen haben.

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