Steuer 2020: Tipps für die Steuerklärung in der Corona-Krise

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Sie wollen wissen was Sie durch die Corona-Krise bei Ihrer Steuerklärung 2020 von der Steuer absetzen können und welche besonderen steuerlichen Erleichterungen es gibt? Wir geben Ihnen einen Überblick.

Tipps für Ihre Steuererklärung in der Corona-Krise


Inhaltsverzeichnis:

  1. Die Folgen von Corona auf die Steuer
  2. Steuerliche Erleichterungen aufgrund der Corona-Krise
  3. Das Home Office von der Steuer absetzen
  4. Werbemaßnahmen von der Steuer absetzen


In der aktuellen Corona-Krise hat die Bundesregierung neben finanziellen Paketen für Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler auch steuerliche Maßnahmen beschlossen. Zu diesem Zwecken haben das Bundesfinanzministerium und Bundeswirtschaftsministerium zahlreiche Steuererleichterungen beschlossen. Unser heutiger Artikel stellt Ihnen Maßnahmen vor, die relevant für Ihren Betrieb sein könnten. Von Steuerstundungen, der Herabsetzung von Steuervorauszahlungen, dem Home Office und richtig platzierten Werbemaßnahmen.


Die Folgen von Corona auf die Steuer

Die Corona-Krise hat nicht nur gesundheitliche, sondern auch wirtschaftliche Folgen auf unsere Gesellschaft. Während manche Unternehmen in der Krise weitestgehend business-as-usual betreiben können, bei anderen Unternehmen ist der herkömmliche Geschäftsbetrieb zum Erliegen gekommen, ganze Lieferketten sind zusammengebrochen oder aber die ganze Produktion steht still. Unternehmer, Freiberufler, Selbstständige wie auch große Konzerne, sie alle stehen vor demselben Problem: Sie haben mit Umsatzeinbußen aufgrund fehlender Einnahmen zu kämpfen, während weiterhin die Fixkosten gedeckt werden müssen. Steuerliche Maßnahmen sind essentiell, um den Unternehmern finanziell unter die Arme zu greifen!

Beachten Sie bitte, dass dieser Artikel keine Rechtsberatung darstellt. Bei Fragen zu rechtlichen Themen empfehlen wir Ihnen einen Experten zu kontaktieren.


Der deutsche Staat hat bereits viele Maßnahmen ergriffen, um Unternehmern, Selbstständigen und Freiberuflern finanziell unter die Arme zu greifen. Suchen Sie trotzdem das Gespräch mit dem Steuerberater Ihres Vertrauens, um optimal von den steuerlichen Erleichterungen für Ihr Franchise-Unternehmen profitieren zu können!


Erfahren Sie mehr zum Thema Steuern:

Steuerliche Erleichterungen aufgrund der Corona-Krise

Um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Ausgangssperren und weiterer Schutzmaßnahmen gegen die Verbreitung des Corona-Virus abzufedern, hat die Politik steuerliche Erleichterungen beschlossen:

1. Steuerfreie Sonderleistungen und Corona-Boni

Zahlreiche Beschäftigten sind in der aktuellen Corona-Pandemie im Dauerstress und müssen unter erschwerten Bedingungen herausragende Leistungen für die Gesellschaft erbringen. Laut Bundesfinanzministerium können Beschäftigten Sonderzahlungen in Höhe von 1.500 Euro im Zeitraum vom 01.03. bis 31.12.2020 steuerfrei gewährt werden. Die Branche ist für die Steuerfreiheit nicht von Belang.

2. Steuerstundungen werden erleichtert

Bis zum Jahresende können Steuerpflichtige ihre Steuerzahlungen auf einen späteren Zeitpunkt hinausschieben, um so kurzfristig mehr finanzielle Mittel zur Verfügung stehen zu haben. Die Steuerschuld kann später beglichen werden, ohne dass die Finanzämter dafür Zinsen verlangen! Die Steuerstundungen umfassen die Einkommensteuer, Umsatzsteuer, Körperschaftsteuer sowie die Gewerbesteuer.

3. Vorübergehender Verzicht auf Säumniszuschläge

Werden Steuern nicht fristgerecht beglichen, fallen Säumniszuschläge als Strafe an. Bis Ende des Jahres ist die Finanzverwaltung dazu angehalten, keine Säumniszuschläge zu erheben, wenn die Zahlung aufgrund der Corona-Krise nicht fristgerecht beglichen werden konnte.

4. Herabsetzung der Steuervorauszahlungen

Steuerpflichtige Unternehmer und Selbstständige können bis zum Jahresende 2020 einen Antrag auf Reduzierung bestimmter Steuervorauszahlungen von Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuern stellen. Steuervorauszahlungen lassen sich unkompliziert und schnell anpassen, wobei Nachweiserfordernisse bestehen.

5. Lohnsteuerermäßigung

Neben einer reduzierten Einkommensteuer können auch Lohnsteuerermäßigungen beantragt werden. Alternativ können auch Arbeitnehmer ihre Steuerlast senken. Hierzu muss sie einen Antrag auf Lohnsteuerermäßigung beim Finanzamt gestellt werden. Der Arbeitgeber zieht daraufhin vom Bruttolohn weniger Steuern ab, so dass den Arbeitnehmern ein höherer Nettolohn überwiesen wird.

6. Verlängerung der Abgabefristen

Steuerberater-Kanzleien hatten bis zum 28.02.2020 Zeit, um die Einkommensteuererklärung ihrer Mandanten für 2018 einzureichen. Aufgrund der Corona-Krise sind viele Steuerberater aktuell unter Wasser, so dass ein Antrag auf Fristverlängerung gestellt werden kann. Rückwirkend ab dem 01.03.2020 bis zum 31.05.2020 können Anträge bei den Finanzämtern gestellt werden. Sollten bereits Verspätungszuschläge festgesetzt worden sein, so erhalten Sie diese zurück.
Auch die Abgaben für die Pflicht-Steuererklärungen für die Einkommensteuer 2019 ohne Steuerberater, die regulär bis zum 31.07.2020 abgegeben müssen, lassen sich auf Antrag verschieben.

7. Zusätzliche Maßnahmen der Bundesländer zu Umsatzsteuer-Sondervorauszahlungen

Auch die Bundesländer gewähren Fristverlängerungen oder Herabsetzungen, was die Umsatzsteuer angeht. So kann die Sondervorauszahlung der für 2020 gezahlten Umsatzsteuer auf Antrag zurückerstattet werden, um Unternehmer mit einer kleinen Liquiditätsspritze zu versorgen. Der Antrag kann über das Finanzamt gestellt werden, allerdings sollten Sie belegen können, dass Sie finanziell von der Corona-Krise betroffen sind.


Lesen Sie außerdem zur Corona-Krise:

Das Home Office von der Steuer absetzen

Wenn Arbeitnehmer aufgrund der Corona-Pandemie ins Home Office geschickt werden, dann stellen die Kosten für die Anschaffung zusätzlicher Hardware (wie Laptops oder Drucker, etc.) für die Einrichtung von Heimarbeitsplätzen Betriebsausgaben dar. Tragen die Arbeitnehmer die Kosten selbst, so können sie diese als Werbungskosten in der Einkommensteuererklärung absetzen.
Sollte aufgrund der Schließung der Räumlichkeiten des Arbeitgebers kein Arbeitsplatz neben dem häuslichen Arbeitszimmer zur Verfügung stehen, können unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 1.250 Euro steuerlich angesetzt werden.
Sie arbeiten aktuell im Home Office? Dann könnte Sie unser Artikel zu den besten Online-Tools für die Arbeit von zuhause auch interessieren!

Werbemaßnahmen von der Steuer absetzen

Generell können Unternehmen all die Kosten steuerlich absetzen, die der Absatzförderung dienen. Von den Werbekosten ist hier die Rede – sprich: Die Kosten, die mit der Werbung für das eigene Unternehmen in Zusammenhang stehen. Das Marketing dient einem hochwertigen Außenauftritt eines Unternehmens und vermittelt den Kunden Vertrauen in eine Marke und ihre Produkte. Strategisches Marketing trägt zum Erfolg eines Unternehmens bei, stellt allerdings auch einen gewissen Kostenfaktor dar. Hierzu zählen Aspekte wie das Logo, Werbegeschenke, Messeauftritte aber auch Werbung und PR-Aktionen.

Werbekosten in der Corona-Krise

In den europäischen Nachbarländern Frankreich und Italien sowie in Kanada wurden aufgrund der Corona-Krise staatliche Maßnahmen ergriffen, damit Unternehmen Werbemaßnahmen einfacher von der Steuer abzusetzen können. Im Zuge dessen wurde beispielsweise in Italien Ende März eine Art der Steuergutschrift auf Werbeinvestitionen eingeführt. Für alle Werbeinvestitionen in den nationalen, italienischen Medien werden 2022 Steuergutschriften in Höhe von 30 Prozent gewährt.

Franchise-Unternehmen und Werbemaßnahmen auf Punkt Franchise

Auch wenn es in Deutschland aktuell keine ähnlichen Maßnahmen gibt, so könnten Sie nichts desto trotz die aktuelle Corona-Krise nutzen, um an Ihrer Marketingstrategie zu feilen. Dies ist vor allem für die Franchise-Unternehmen interessant, die sich aktuell auf Expansionskurs befinden. Durch das Schalten von Werbung Ihrer Franchisemarke auf unseren Seiten, können Sie die Werbetrommel rühren, um weitere, qualifizierten Franchisepartner anzuziehen. Schließlich handelt es sich auch hierbei um Werbemaßnahmen, die Sie steuerlich geltend machen können.

Sie schlagen also zwei Fliegen auf eine Klappe: Ausgaben für Werbung können Sie in Ihrem Franchise-Unternehmen als gewinnmindernde Betriebsausgabe verbuchen, weshalb diese Kosten steuerlich geltend gemacht werden können. Zeitgleich beschert Ihnen diese Investition neue, gründungswillige Franchisepartner, die sich mit Ihrem Konzept identifizieren und Teil Ihres Franchisenetzwerkes werden möchten.
Auch wenn es für den einen oder anderen nahezu noch unvorstellbar ist: früher oder später wird wieder mehr Normalität in unseren Alltag einkehren, im öffentlichen Leben wird es wieder reger zugehen und die Wirtschaft wieder angekurbelt werden. Nutzen Sie die aktuelle Corona-Krisenzeit des In-sich-Gehens, wo viele ihr aktuelles Leben in Frage stellen und bereit sind, zukünftig neue Wege zu gehen – sowohl privat wie auch beruflich!

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Wir hoffen, dass wir Ihnen hilfreiche Tipps rund um die steuerlichen Maßnahmen in Zeiten von Corona geben konnten. Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen zum Thema Franchising haben, dann stöbern Sie auf unseren Seiten von Punkt Franchise, abonnieren Sie unseren Newsletter oder hinterlassen Sie uns einen Kommentar. Gemeinsam meistern wir die Corona-Krise!

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