Steuererklärung ausfüllen: Diese Fehler könnten für Franchise-Unternehmer teuer werden

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Am 31. Mai war wieder Stichtag! Der letzte Tag des Wonnemonats Mai stellt die Frist für die Einreichung der Steuererklärung des Vorjahres dar. Sollten Sie einen Steuerberater beauftragt haben, so wird Ihnen bis zum 31. Dezember eine Schonfrist gewährt. Heute möchten wir Ihnen daher ein paar Tipps geben, was es zu beachten gibt, wenn Sie Ihre Steuererklärung ausfüllen – denn als Gründer und Unternehmer verhält es sich durchaus anders als für reguläre Angestellte. Außerdem möchten wir Ihnen die häufigsten Fehler bei der Steuererklärung aufzeigen, die Ihnen teuer zu stehen kommen können – diese gilt es ganz klar zu vermeiden!

Die Steuererklärung ausfüllen – was gilt es als Unternehmer zu beachten?

Hand auf’s Herz: Wer beschäftigt sich schon gerne mit seiner Steuererklärung? Sowohl als Privatperson als auch als Unternehmer handelt es sich hierbei um ein komplexes Thema, vor dem keiner gefeit ist! Der große Unterschied zu Arbeitnehmern ist, dass man als Unternehmer – und daher auch als Franchisegeber und Franchisenehmer – zur Abgabe seiner Steuererklärung gesetzlich verpflichtet ist. Allerdings kommt es als Unternehmer darauf an, welche Rechtsform man bei der Gründung gewählt hat. Je nach Rechtsform müssen Sie nämlich mit unterschiedlichen Regelungen rechnen und ein paar Dinge zusätzlich beachten, wenn es um die Steuern geht.

>>> Erfahren Sie hier mehr zum Thema Gründung mit Franchising:

Die Steuer-Basics vorab: Was für eine Steuererklärung müssen Unternehmer abgeben?

Die Rechtsform des Unternehmens entscheidet also darüber, wie Sie Ihre Steuererklärung auszufüllen haben. An sich wird zwischen folgenden Varianten unterschieden:

  • Bei der Steuererklärung für Einzelunternehmer und Personengesellschaften (hierzu gehören unter anderem die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), die offene Handelsgesellschaft (OHG) oder aber auch die Kommanditgesellschaft (KG)) ist die Einkommensteuer entscheidend, deren Höhe mithilfe einer sogenannten Einnahmen-Überschuss-Rechnung ermittelt wird.
  • Kapitalgesellschaften wie eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) oder eine Unternehmergesellschaft (UG) ist die Steuererklärung nötig, um die Körperschaftssteuer zu ermitteln.
  • Wer von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch macht, der ist von der Umsatzsteuer befreit. Liegt man über den jährlichen 17.500 Euro der Kleinunternehmerregelung, ist außerdem eine Umsatzsteuererklärung Pflicht!
  • Außerdem muss unterschieden werden, ob es sich beim Unternehmen um ein Gewerbe handelt oder ob man seine Tätigkeit als Freiberufler ausführt. Denn für Gewerbetreibende fällt ab dem Freibetrag von 24.500 Euro zusätzlich die Gewerbesteuer an. Auch Kapitalgesellschaften haben die Gewerbesteuer zu zahlen, bei ihnen entfällt jedoch dieser Freibetrag.
  • Sollten Sie in Ihrem Franchise-Unternehmen Mitarbeiter beschäftigen, so müssen Sie für diese eine Lohnsteueranmeldung vornehmen!

Nicht verzagen, Hilfe erfragen: Steuererklärung ausfüllen für Profis!

Sie sehen also, als Unternehmen müssen Sie durchaus durch einige Tücken der Steuerwelt beachten. Die Komplexität der Steuererklärung sollte in keinem Fall unterschätzt werden – und zwar ist das vor allem am Anfang der Gründung der Fall: Man ist frischer Franchisenehmer und im Begriff seinen eigenen Betrieb aufzubauen, was sich als sehr arbeitsintensive Aufgabe gestalten kann. Vor allem am Anfang liegt Ihr gesamter Fokus auf dem Vertrieb, der Neukundenakquise sowie der Kundenbindung, so dass es sehr hilfreich ist, sich professionell von einem Steuerberater unterstützen zu lassen. Wer steuerlich und betriebswirtschaftlich fit ist, der kann natürlich auch auf spezialisierte Softwarepakete zugreifen, die es Unternehmern einfacher machen, die Steuererklärung auszufüllen.

>>> Informieren Sie sich hier zu Themen rund um die Kundenbetreuung im Franchising:

Achtung: Betriebsprüfung!

Nach Abschluss des Steuerjahres und Einreichung der Steuererklärung kann es sein, dass das Finanzamt auf Sie zukommt, um eine Betriebsprüfung durchzuführen. Solch einer Betriebsprüfung geht kein Verdacht oder aber eine fehlerhafte Steuererklärung voraus, es handelt sich dabei lediglich um eine Überprüfung steuerrelevanter Sachverhalte Ihres Unternehmens. Achten Sie daher darauf, dass Sie als Franchisegeber und Franchisenehmer stets alle relevanten Dokumente sauber geordnet vorliegen haben, so dass Sie im Falle des Falles die richtige Berechnung der Steuerlast nachweisen können.

Tipps und Tricks: Vermeiden Sie die häufigsten Fehler bei der Steuererklärung!

Anbei ein paar hilfereiche Tipps, damit Sie clever Geld sparen können, wenn Sie Ihre Steuererklärung ausfüllen. Denn auch als Franchisegeber und Franchisenehmer können Sie bei Ihren Ausgaben Ihre Steuerlast senken.

  • Sind Sie Mieter? Vergessen Sie Ihre Nebenkosten nicht!

Unter den Steuerposten „Haushaltsnahe Dienstleistungen“ fällen die Arbeiten von Handwerkern und Haushaltshilfen. Treffen diese Kosten auf Sie zu, so zieht das Finanzamt direkt 20 Prozent von der errechneten Steuerschuld ab. Der Steuerabzug entspricht dabei der fälligen Umsatzsteuer, die man als Kunde auf Handwerkerrechnungen zu zahlen hat. Dies trifft auch auf Mieter zu!

Außerdem können gewisse Posten auf der Nebenkostenabrechnung steuerlich in den Bereich der haushaltsnahen Dienstleistung fallen. Hierunter fallen unter anderem der Hausmeister oder die Kosten für die Treppenhausreinigung. Gesetzlich sind Vermieter verpflichtet, die Nebenkosten aufzuschlüsseln. Beschäftigen Sie eine Haushaltshilfe im privaten Minijob, so können Sie auch die Kosten hierfür von Ihrer Steuer abziehen.

Sollten Sie diesen Steuerposten vernachlässigen, dann entgeht Ihnen bares Geld. Fallen jährlich 200 Euro für die Treppenhausreinigung und den Hausmeister an, könnte es Ihnen als Mieter einen zusätzlichen Steuernachlass von 40 Euro verschaffen.

  • Nehmen Sie die Dienstleistungen eines Handwerkers wahr? Überweisen Sie den Rechnungsbetrag!

Wer seine Handwerker bar bezahlt, der kann diese Ausgaben nicht als haushaltsnahe Dienstleistung absetzen! Die 20 Prozent-Abzug von Ihrer Steuerschuld verpuffen – selbst wenn alles offiziell abgelaufen ist! Und zwar liegt das daran, dass sich eine Barzahlung nicht nachweisen lässt, sollte das Finanzamt Belege einfordern. Wer trotz Barzahlung solch eine Leistung in der Steuererklärung absetzt, der muss mit Ärger rechnen, sollten Nachfragen seitens des Finanzamtes kommen! Sollten in Ihrem Franchisebetrieb Handwerksarbeiten stattfinden, begleichen Sie die Rechnung in jedem Fall per Überweisung!

Beispielsweise: Eine Handwerkerrechnung liegt über 500 Euro. Bezahlen Sie die Handwerker bar entgeht Ihnen die Chance auf einen Steuerabzug von 100 Euro!

Anders verhält es sich bei Ausgaben für eine privat beschäftigte Haushaltshilfe. Diese kann auch bar bezahlt werden, da Sie in diesem Fall einfach den Nachweis aus der Minijob-Zentrale einreichen können. Jedoch ist die Steuerwelt voller Tücken: Handelt es sich bei dem privaten Minijob um eine Kinderbetreuung, müssen die Beträge überwiesen werden, denn die Kinderbetreuung gehört zu den Sonderausgaben, die steuerlich zählen.

  • Seien Sie genau, wenn es um die Versicherungsbeiträge geht!

Auch Versicherungsbeiträge haben steuerliche Auswirkungen. Allerdings steckt auch hier der Teufel im Detail: Eine Hausratsversicherung ist steuerlich nicht relevant, bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung kann es anders aussehen, muss es allerdings nicht. Eine Kapital-Lebensversicherung spielt nur eine Rolle, wenn diese auch vor 2005 abgeschlossen wurde. So ist es verständlich, dass man vor lauter Komplexität Versicherungsbeiträge nicht angibt, obwohl sie sich steuerlich zu Ihrem Vorteil ausgewirkt hätten!

Bei Unternehmern werden allein unter dem Steuerposten „sonstige Vorsorge“ 2.900 Euro berücksichtigt, die meist schon allein durch die Beiträge der Krankenversicherung überschritten werden.

Beiträge zur Riester-Rente beziehungsweise zur Rürup-Rente als Basis-Rente für Selbstständige sollten in jedem Fall angegeben werden! Diese stellen die Möglichkeit dar, die Steuerlast zu senken und müssen auf jeden Fall in die Steuererklärung! Je nachdem ob Beiträge fehlen, können Sie zur Steuererstattung verlangt werden. Wird beispielsweise der Jahresbeitrag der Rürup-Rente nicht genannt, zahlen Sie letztlich zu viel Steuern. Achten Sie daher darauf, diese typischen Fehler zu vermeiden!

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