Stress reduzieren für Gründer, Unternehmer und Franchisepartner: Was Sie noch nicht wussten

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stress arbeit gruender

Gereiztheit, Konzentrationsschwierigkeiten, Verspannungen, Lustlosigkeit: Das sind die Symptome, die wir bei Stress verspüren. Dass das für Ihr Unternehmen nicht gut ist und auf Dauer den Betriebserfolg gefährdet, dürfte Ihnen bewusst sein. Doch was können Sie tun, um Stress entgegenzuwirken? Wir geben Ihnen Tipps und Tricks mit auf den Weg, wie Sie den Motivationskiller in Ihrem Team und bei Ihnen selbst vermeiden.

>> Lesen Sie auch: Boreout, Burn-out und wie Sie mit Ihrer Selbstständigkeit aus der Spirale austreten können

Laut DAK/Forsa-Umfrage stand der Stressabbau auf Platz eins der Neujahrsvorsätze fürs Jahr 2018. Ganze 59 Prozent der Deutschen wollten im vergangenen Jahr Stress vermeiden. Es spielt für viele Arbeitnehmer also offensichtlich eine entscheidende Rolle, gesund und ohne die anfangs erwähnten Schwierigkeiten durchs Leben zu kommen. Stress ist im Endeffekt ein Spannungszustand, der für hohe körperliche oder psychische Belastung steht – ein Zustand, den es zu vermeiden gilt. Psychische Erkrankungen verursachen nämlich seit einigen Jahren die mit Abstand meisten Fehltage im Unternehmen. Nicht nur die Produktivität Ihrer Mitarbeiter – und von Ihnen selbst – sinkt also durch Stress, sondern er löst auch noch Erkrankungen wie Burn-out aus.

Vorbeugen ist der erste Weg zur Besserung

Für Sie als Gründer ist es daher wichtig, auf die Belastung zu achten und diese richtig zu steuern. Für Sie selbst wie auch für Ihre Mitarbeiter gilt: Überfordern Sie sich nicht, sondern geben Sie immer der geistigen und körperlichen Fitness Vorrang. Gerade da Sie (vermutlich) in einem kleinen oder mittelständischen Unternehmen arbeiten, können Sie es schwerer verkraften, einen Mitarbeiter von jetzt auf gleich zu ersetzen. Solch einen kurzfristigen Ersatz zu engagieren, erfordert nämlich einiges an Organisationsgeschick und ist noch dazu teuer.

>> Lesen Sie auch: Mitarbeitermotivation - Wie es richtig geht!

Das stresst zusätzlich, sowohl Sie selbst als auch Ihre Mitarbeiter, die in der Zwischenzeit eventuell die Arbeit des ausgefallenen Kollegen übernehmen müssen. Auch die Qualität eines erfahrenen Mitarbeiters gleichwertig zu ersetzen, ist einem Vertreter nur schwer möglich. Das Zauberwort lautet daher „Vorbeugung“. Doch wie vermeiden Sie Stress bei Ihren Mitarbeitern, bevor er überhaupt entsteht? Wir haben Ihnen einige Tipps zusammengestellt:

  • Eine gute Führungskraft und ein gutes Vorbild sein
  • Für ein angenehmes Arbeitsklima sorgen
  • Die Grenzen der Leistungsfähigkeit akzeptieren
  • Klare Ziele setzen

Im Nachfolgenden erklären wir Ihnen Punkt für Punkt, was mit diesen Tipps gemeint ist und wie Sie diese umsetzen können:

1. Eine gute Führungskraft und ein gutes Vorbild sein

Ein altes Sprichwort besagt: Der Fisch stinkt von oben. Und im Stress-Zusammenhang stimmt dies. Sie selbst sind nämlich als Führungskraft mitverantwortlich für ein angenehmes Betriebsklima. Machen Sie sich selbst deshalb nicht zu viel Stress und zeigen Sie Ihren Mitarbeitern deutlich, dass Erholungspausen wichtig sind und nicht 24/7 ans Geschäft gedacht werden muss. Sie sollten auch mal loslassen können und beispielsweise ein E-Mail-Limit in Ihrem Unternehmen einführen. E-Mails nach 18 Uhr könnten Sie zum Beispiel verbieten, damit die Freizeit aller Angestellten auch wirklich Freizeit bleibt. Diese ist nämlich entscheidend, um nicht an Stress leiden zu müssen:

  • 52 % der Deutschen beschweren sich laut einer Studie der Techniker Krankenkasse über Termindruck und Hetze im Job,
  • 33 % beklagen die ständige Erreichbarkeit.

2./3. Für ein angenehmes Arbeitsklima sorgen und die Leistungsgrenzen respektieren

Leben Sie also vor, dass es auch mal ohne den Job geht. Sie sollten sich auch ab und an mal nach dem Wohlbefinden Ihrer Mitarbeiter erkundigen, ihnen zum Geburtstag oder zu Betriebsjubiläen gratulieren. Anerkennung und Wertschätzung erhöhen nämlich die Motivation; noch dazu steigert das ein oder andere „normale“ Gespräch garantiert die Stimmung in Ihrem Team, und senkt damit quasi nebenbei den Stresslevel. Stichwort senken: Auch die eigenen Ansprüche sollten Sie zurückschrauben. Diese liegen nämlich – hinter der Arbeit – fast gleichauf an der Spitze der Stress-Gründe (Studie der Techniker Krankenkasse). Die Grenzen der eigenen Leistungsfähigkeit sollten Sie akzeptieren und Körper und Geist die nötige Erholung gönnen. Sie sollten demzufolge nicht „auf Teufel komm raus“ noch bis in die Nacht an einem Projekt ackern, nur weil Sie das in diesem Moment als notwendig erachten.

4. Klare Ziele setzen

Stattdessen sollten Sie sich erreichbare Ziele setzen: Diese geben uns das Gefühl, das Leben im Griff zu haben und sorgen für einen geordneten Tagesablauf. Außerdem bringt das Erreichen der Ziele für Glücksgefühle mit sich, die zusätzlich für gute Stimmung sorgen. Auch hier gilt allerdings: Überfordern dürfen Sie sich und Ihre Mitarbeiter nicht, und kein Ziel darf wichtiger sein als die Gesundheit und eine passende Work-Life-Balance.

Sofern Sie diese Punkte respektieren, ist der erste Schritt zur Stressvermeidung bereits getan. Natürlich sollten Sie individuell in Ihrem Unternehmen reagieren, sobald Sie eine gewisse Gereiztheit bei Ihren Mitarbeitern feststellen. Einigen Mitarbeitern helfen vielleicht Teambuilding-Maßnahmen, anderen macht gemeinsamer Sport Freude, wieder andere brauchen einfach nur eine klare Struktur in ihrem Arbeitsleben. Probleme und Sorgen sollten Ihre Mitarbeiter auf jeden Fall direkt bei Ihnen ansprechen können, Sie sollten jederzeit eine offene Tür und ein offenes Ohr für Ihre Angestellten haben. Stress sollte sich nämlich nicht aufstauen, das macht die Situation auf Dauer nur schlimmer.

Professionelle Hilfe durch Franchisegeber: Unbedingt annehmen!

Gleiches gilt für Sie selbst: Sobald sich ein Problem auftut, sollten Sie unbedingt mit Ihrem Franchisegeber ins Gespräch kommen und Ihre Sorgen teilen. Oftmals findet Ihr Geschäftspartner dann eine zufriedenstellende Lösung, denn er verfügt im Normalfall über viel Erfahrung und kann Ihnen vielleicht weiterhelfen. Eine solch professionelle Beratung senkt in jedem Fall Ihr Stresslevel, denn so haben Sie nicht mehr das Gefühl, allein verantwortlich für eine Entscheidung zu sein. Selbst dieses „kleine“ Gefühl kann Ihnen psychisch bereits Linderung verschaffen.

Ein weiterer Tipp: Vermeiden Sie ständiges Multitasking. Gerade wir Deutsche sind eher dafür geschaffen, eine Aufgabe nach der anderen anzugehen. Während eines Telefonats noch detailliert die E-Mails zu checken, lenkt Sie vielmehr ab und sorgt für Stress. Erledigen Sie daher eins nach dem anderen. Vielleicht sollten Sie sich vor jedem Arbeitstag auch eine Prioritätenliste schreiben. Dank dieser können Sie strukturiert durch den Tag gehen und haben immer genau im Blick, was noch unbedingt zu erledigen ist und was vielleicht noch bis morgen liegen bleiben kann.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit unseren Tipps weiterhelfen konnten – Stress ist schließlich ein großes Problem in der deutschen Gesellschaft und in deutschen Unternehmen, das niemandem gefällt, aber dem zu selten strukturiert entgegenwirkt, wird. Machen Sie in Ihrem Team einen Anfang und schaffen Sie ein angenehmes Arbeitsklima, um dem Motivationskiller Nummer eins vorzubeugen.

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