SWOT Analyse: Tipps für Existenzgründer

07.11.2018 07:30 | Ein Unternehmen gründen

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Ausgemachte Stärken stehen oft Schwächen gegenüber, die nicht weichen wollen, Chancen Risiken. Das gilt im persönlichen Bereich nicht minder als auch für Unternehmen. In eben dieser Reihenfolge kommen sie in Betracht, besonders im Franchising. Man sollte zuallerletzt mögliche Gefahren heraufbeschwören und sich erst einmal auf seine Kraft besinnen. Eine passende Gelegenheit ergibt sich eher, wenn man sich dessen bewusst ist, dass sie auch Einschränkungen unterliegen kann. Zäumen Sie Ihr Pferd keinesfalls von hinten auf.

Alle Faktoren zählen bei der SWOT Analyse

Dennoch kennt man manches eben besser als anderes. Der entschlossene Franchisenehmer sollte genau wissen, was er zu leisten imstande ist und wo seine Grenzen liegen, dann kann er auf ihn alsbald Zukommendes besser einschätzen. Von Lukrativem zu träumen nützt wenig, wenn es nicht erreichbar ist, kann aber hilfreich dabei sein. Man entwickelt sich ja auch, wenn man Lohnendes in greifbarer Nähe hat, ein unterschätztes Wagnis kann alles zunichte machen. Hinderlich ist immer die eigene Unzulänglichkeit, daran aber lässt es sich arbeiten. Das fällt dann leichter, wenn man jemanden an seiner Seite weiß, der auf das Potenzial vorhandener Fähigkeiten vertraut. Warum sollten sie bei einer günstigen Expertise nicht zu vervollkommnen sein?

SWOT Analyse hilft dem ungetrübten Blick

Ein erfahrener Franchisegeber hat schon viele gesehen, die es versuchen wollten, nicht jedem vermochte er seine Unterstützung zu gewähren, doch wenn er es tut, sind die Weichen gestellt. Dann gilt es, aufzuarbeiten, was noch im Argen liegt, um beidseitig nutzbare Möglichkeiten zu entdecken und das, was dem im Wege stehen könnte, beiseite zu schaffen. Und immer wieder ist die Methodik anzuwenden:

  • Können wir es bewerkstelligen?
  • Was schränkt uns dabei ein?
  • Ist die Aussicht verlockend genug?
  • Wie viel müssen wir riskieren?

Eine SWOT Analyse bringt es an den Tag, wenn man die von ihr aufgeworfenen Fragen schonungslos genug beantwortet.

Nicht nur ein Planspiel, sondern bindende Aktionsgrundlage

Natürlich bleibt es bei den Ansätzen, wenn keine Konsequenzen aus Befunden gezogen werden, die in konkrete Handlungsabsichten münden sollen. Drohendem, das zu erkennen war, ist möglichst wirksam vorzubeugen. Dumm wäre es, ein attraktives Betätigungsfeld im Rahmen der Bestandsaufnahme zu übersehen. Zum Glück gibt es Hilfsmittel, derer man sich bedienen kann. Die SWOT Analyse gehört als letzter Punkt vorm Fazit in den Businessplan, sie ist nicht nur einmalig zu erstellen, sondern Jahr für Jahr zu wiederholen. Das bewahrt vor Überalterung und kann auch dem abhelfen, dass man durch auseinanderklaffende Ergebnisse irritiert wird, die auf verschiedenen Wegen zustande gekommen sind. Vor allem verschafft ihre Einheitlichkeit Außenstehenden eine bessere Übersicht.

In regelmäßigen Abständen ist das Verfahren zu wiederholen

Mit der Zeit geht es immer schneller voran und sich abzeichnende Trends fallen eher auf. Umso mehr Sorgfalt sollten Sie bei Ihrem Erstling an den Tag legen, es kann auch nicht schaden, vorab auf halbwegs unverfänglichem Terrain zu üben. Gar nicht auszuschließen ist, dass schon beim zweiten Versuch gewachsene Kompetenzen deutlich werden, während zuletzt ausgemachte Hemmnisse sich in einer Abwärtsbewegung befinden. Hauptsache, Ihre Perspektive hat sich nicht verengt, und eingeleitete Gegenmaßnahmen für alles, was Sie in Ihrem Tatendrang bremst, konnten sich bewähren. Sie sind nun eventuell weiter auszubauen oder aber einer Revidierung zu unterziehen. Außerdem dürften verschiedene Rahmenbedingungen sich verändert haben.

Flexibel sein beim Anlegen neuer Maßstäbe

Folgen Sie keinem zu starren Raster, ziehen Sie Bilanz, wenn sich Bedarf einstellt. Dann etwas auf die lange Bank zu schieben, könnte fatal sein, vier Quartale sind eine lange Zeit. Entwickeln Sie die nötige Dynamik, wenn Sie sich mit den essenziellen Kriterien vertraut gemacht haben, behalten Sie das Gerüst im Hinterkopf und reagieren auf die kleinste Abweichung. Hellhörig muss sein, wer sein Ohr am Puls des Marktes haben will, jede Verzögerung kann kosten. Doch das ist vorerst noch Zukunftsmusik. Standardisierte Überlegungen können auch dabei behilflich sein, das richtige System für Gründungswillige herauszufiltern.

Im Vorfeld aufkommende Probleme lösen

Gleichen Sie das, was Sie auszeichnet, ab mit dem bald zu Stemmenden. Je mehr Übereinstimmung sich dabei ergibt, desto besser sind Ihre Chancen dafür, den Erfolgsweg zu beschreiten. Verlassen Sie sich dabei aber nicht nur auf Vorliegendes aus der jüngsten Vergangenheit, vergleichen Sie den fortlaufend sich veränderten Ist-Zustand mit Ihrer Zielvorstellung. Es kann nicht immer bei dem bleiben, was sich bereits entwickelt hat, das ist nur der Ausgangspunkt dafür, höhere Ebenen anzustreben. Und wenn es dabei zu Rückschlägen kommt, ist das nur normal.

Treten Sie in abgezeichnete Fußstapfen

Es gilt jedoch, ihre Ursachen zu erforschen. Manchmal kommt man einfach nicht weiter, obwohl man alles dafür getan hat. In diesem Fall nützlich kann das Betrachten aus einem anderen Blickwinkel sein, der dem eigenen jedoch ähnelt, weil dasselbe erreicht werden soll. Als Einzelner hat man es schwer, jemanden zu finden, der überhaupt weiß, wovon die Rede ist. Doch im Verbund mit Gleichgesinnten, von denen einige bereits über ein gerüttelt Maß an Erfahrung verfügen, stößt man eher auf Gegenliebe. Womöglich hatten sie die gleichen Schwierigkeiten zu bewältigen und können nun wertvolle Tipps dafür geben.

Anleitung für noch zu Bewältigendes

Vorhandene Fähigkeiten verkümmern, wenn man sie nicht nutzt und in der Praxis ausprobieren kann. Belassen Sie es nicht bei theoretischen Übungen, lernen Sie von der Wirklichkeit, aber verlieren Sie das zugrunde liegende Konzept dabei nicht aus den Augen. Was Sie sich erarbeitet haben, dient als Richtschnur für Ihr Handeln; sollte sich erweisen, dass es nicht praktikabel ist, muss es abgeändert werden. So greift eins ins andere, man agiert nicht länger im luftleeren Raum, sondern anhand entworfener Strategien.

Führen Sie sich die Bausteine der SWOT Analyse mal in Ruhe zu Gemüte, Sie können damit auch Ihren Lebensweg bestimmen. Beeinträchtigungen sind nur so lange hinzunehmen, bis man einen Weg dahin gefunden hat, sie zu schmälern oder noch besser gar vollständig in den Bereich der Erinnerung zu verbannen. Dort mahnen sie daran, dass man es schaffen kann, wenn man nur die Initiative ergreift und einer erklärten Absicht beständig folgt.

Dabei sollte man sich nicht verkrampfen. Man muss auch einsehen können, dass man sich fehlgeleitet hat, wenn alles dafür spricht oder jemand es einem deutlich sagt. Arbeiten Sie an Ihrer eigenen Perfektionierung, bevor Sie sich überwältigenden Aufgaben stellen.

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