3 Tipps für Franchisegeber für eine solide Franchisepartnerschaft

05.09.2018 14:00 | Ein Unternehmen gründen

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Wer beim Franchising erfolgreich sein möchte, der braucht nicht nur eine super Geschäftsidee. Viel wichtiger für eine erfolgreiche Franchisepartnerschaft ist eine gute Beziehung zwischen Franchisenehmern und dem Franchisegeber. Diese Geschäftsbeziehung sollte von Vertrauen, Respekt und gegenseitiger Unterstützung gekennzeichnet sein. Nur so können Sie ein gutes Fundament für eine gute, solide Franchisepartnerschaft legen. Dieser Artikel gibt den Franchisegebern unter uns 3 wertvolle Tipps, wie diese an einer guten Franchisepartnerschaft arbeiten können.

Darum ist eine gute Franchisepartnerschaft so wichtig!

In der Businesswelt gibt es zahlreiche Beziehungen, die für ein erfolgreiches Unternehmen entscheidend sind. So ist auch beim Franchising eine gute Franchisepartnerschaft entscheidend. Hier gibt es viele Beziehungsebenen, die zum Tragen kommen und erfolgskritisch sind: Die Beziehung zwischen den einzelnen Franchisenehmern und dem Franchisegeber, die Beziehung der unterschiedlichen Franchisenehmer untereinander und die Beziehung mit Externen – wie beispielsweise Handelspartner, Zulieferer, aber auch Endkunden und Konsumenten.

Da die Franchisepartnerschaft zwischen den einzelnen Franchisenehmern und dem Franchisegeber mitunter die wichtigste ist, möchten wir Ihnen heute ein paar Tipps an die Hand geben, die Ihnen als Franchisegeber nützlich sein dürften. Denn schließlich sollten Ihnen eines klar sein: Nur gemeinsam ist man stark!

Was ist wichtig für das Vertrauensverhältnis zwischen Franchisegeber und Franchisenehmern?

Die Franchisepartnerschaft beginnt bereits vor der Gründung des Franchisebetriebes und sie zieht sich über die gesamte Vertragslaufzeit. Die gesamte Existenz der Franchisenehmer fußt auf dem Franchisesystem des Franchisegebers, was eine gute Beziehung zum Geschäftspartner letztlich auch so entscheidend macht. Die Franchisepartnerschaft ist so engmaschig, dass ein beidseitiges Vertrauen und eine hohe Zufriedenheit mitunter höchste Priorität haben sollte! Fühlen sich die Franchisenehmer wohl und respektvoll behandelt, hat dies positive Auswirkungen auf ihre Zufriedenheit, was wiederum die Produktivität des gesamten Franchisebetriebes erhöht: Diese Zufriedenheit lässt sich schnell auf die Mitarbeiter des Betriebes übertagen und schlägt sich letztlich auch auf die Kunden nieder. Und diese sind wiederum wichtig für die Umsätze und das gesamte Franchisesystem!

Wenn Sie also Franchisegeber sind, sollten Sie dem Management Ihrer Partnerbeziehungen Aufmerksamkeit schenken. Wer ein erfolgreiches Franchisesystem führen möchte, der ist auf glückliche und zufriedene Franchisenehmer angewiesen. Das Verhältnis zwischen Ihren Franchisenehmern und Ihnen wird stark von zwei Komponenten beeinflusst: Der vertraglichen Beziehung und einer persönlichen Bindung. Das entgegengebrachte Vertrauen und ein respektvoller Umgang sind genauso wichtig wie das Einhalten von Regeln, Standards und Absprachen.

3 Tipps für eine gute Franchisepartnerschaft

Wenn Ihnen eine gute Franchisepartnerschaft mit Ihren Geschäftspartnern am Herzen liegt, dann sollten Sie folgende 3 Aspekte beachten:

  • Achten Sie darauf, dass Ihre potentiellen Franchisenehmer auch wirklich zu Ihrem Franchisesystem und der Unternehmenskultur passen!
  • Bieten Sie Ihren potentiellen Geschäftspartnern gute, vertragliche Vorteile!
  • Schenken Sie Ihren Franchisenehmern Gehör, seien Sie offen für Kritik und lassen Sie Raum für Verbesserungen!

1. Wie gut passt der potentielle Franchisenehmer zu Ihrem Franchisesystem und der Unternehmenskultur?

Wenn Sie sich mit einem Interessenten in Vertragsverhandlungen befinden, dann sollten Sie sicherstellen, dass Sie nicht jeden einstellen. Als Franchisegeber sollten Sie nur diejenigen Franchisenehmer unter Vertrag nehmen, die 100 prozentig hinter der Unternehmensphilosophie stehen, sich mit den Produkten identifizieren und diese authentisch an den Mann bringen können und ein ernsthaftes Interesse an dem Geschäftskonzept haben. Sie wählen als Franchisegeber letztlich diejenigen aus, die Ihre Marke und Ihr Ansehen nach außen tragen und es repräsentieren. Nur wenn Sie ein gutes Gefühl bei der Wahl eines potentiellen Franchisenehmers haben, können die Endkunden auch letztlich ein gutes Gefühl haben, wenn sie einen der Franchisebetriebe aufsuchen. Ruiniert ein unpassender oder nicht ausreichend qualifizierter Franchisenehmer den Ruf Ihrer Marke, müssen Sie es als Franchisegeber letztlich teuer ausbaden.

Für eine gute Franchisepartnerschaft sollten Sie also solche Franchisenehmer auswählen, die ein ernsthaftes Interesse an Ihrer Marke, der Branche und dem Produkt haben. Falls jemand aus Spaß investieren möchte, ohne harte Vorarbeit zu leisten, dann sollten bei Ihnen die Alarmglocken klingeln! So wichtig, wie für einen Franchisenehmer die Suche nach dem passenden Franchisesystem ist, so wichtig ist auch für einen Franchisegeber das Finden eines gut passenden Franchisenehmers. Achten Sie also auf solche Interessenten, die bereits Erfahrung in der Branche sammeln konnten und wissen, worauf es ankommt. Vertiefen Sie die Gespräche mit denjenigen, die leidenschaftlich über das Thema und die Geschäftsidee reden können, die sich für Businessthemen interessieren. Das stellt sicher, dass diese ein ernsthaftes Interesse haben und auch länger am Ball bleiben werden. Nur wenn Ihre Franchisenehmer erfolgreich sind, kann auch Ihr gesamtes Franchisesystem erfolgreich sein!

2. Gute, faire Verträge schaffen eine solide Grundlage für eine gute Franchisepartnerschaft!

Die Franchiseverträge stellen die Grundlage für die geschäftliche Zusammenarbeit dar. Sie initiieren das wirtschaftliche Verhältnis. Auch die vorvertraglichen Aufklärungspflichten und die Non-Disclosure Agreements nehmen hier eine wichtige Rolle ein. Mithilfe von Verträgen geben Sie Ihrem Franchisesystem einen vertraglichen Rahmen und regeln finanzielle und strukturelle Pflichten. Sorgen Sie hier für ein offenes und faires Verhältnis, so dass beide Partner bevorteilt werden! Nur wenn die Franchisenehmer selbst erfolgreich sein können, nur dann kann das Konzept auch wirklich wirtschaftlich florieren. Helfen Sie als Franchisegeber Ihren Geschäftspartnern und stellen Sie sicher, dass diese beim Geschäftsaufbau beste Unterstützung erhalten.

Seien Sie stets ehrlich und stellen Sie nur wahre Zahlen und Fakten zur Verfügung! Das ist vor allem für die vorvertraglichen Aufklärungspflichten entscheidend. Denn diese Informationen dienen den potentiellen Franchisenehmern dazu, sich ein besseres Bild von dem Franchisesystem zu machen und ihre Investition gegebenenfalls noch einmal zu überdenken. Kommunizieren Sie alle Informationen ehrlich und wahrheitsgemäß, stehen Sie zu den Herausforderungen und Problemen, vor denen Ihr Franchisesysteme gerade steht.

3. Vertrauen, Gehör und die Möglichkeit für weiteres Verbesserungspotential!

Eine Franchisepartnerschaft ist auf mehrere Jahre angelegt. Aus diesem Grund ist eine gute, persönliche Beziehung auch so erfolgskritisch. Eine wirtschaftliche Beziehung kann nur florieren, wenn neben den vertraglichen Bedingungen auch eine gute persönliche Beziehung besteht. Auch die Psychologie spielt hier mit rein! Hier ist es wichtig, dass Franchisenehmern beispielsweise ein fester Ansprechpartner in der Systemzentrale zugeteilt wird oder er einen direkten Draht zu einem regionalen Manager hat. Dies ist wichtig, damit er eine Vertrauensperson hat, an die er sich wenden kann, sollte er Fragen, Probleme oder Anregungen haben. Eine gute Kommunikation ist der Grundstein für eine vertrauensvolle Geschäftsbeziehung und Franchisepartnerschaft!

Achten Sie darauf, dass ein regelmäßiger Kontakt und Austausch zwischen Ihnen und Ihren Geschäftspartnern stattfindet. Dies ist für beide Parteien wichtig: Ihre Franchisenehmer fühlen sich gehört und verstanden und Sie können von hilfreichem Feedback profitieren, um Ihr Franchisesystem weiter auszubauen und zu optimieren.

Eine gute Franchisepartnerschaft ist somit für Sie und Ihre Geschäftspartner wichtig: Pflegen Sie eine offene, ehrliche und vertrauensvolle Beziehung und Sie werden sehen: Je authentischer und respektvoller der Umgang miteinander, desto zufriedener die Franchisepartnerschaft und umso erfolgreicher das Franchisesystem!

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