Franchising-Tipps: 6 Dinge, die Sie wissen müssen, aber nicht online finden können

09.09.2018 08:00 | Ein Unternehmen gründen

 

tipps nicht online

Mancher hält das Internet für den weisen Hort aller entscheidenden Dinge, andere ziehen Vergleiche dazu auf einer erweiterten Ebene. Die persönliche Erfahrung zählt oft mehr als alles Informieren bei beständiger Suche, die manchmal auch ins Nichts führt. Keine Webseite kann Ihnen beispielsweise sagen, ob Sie mit der von Ihnen getroffenen Wahl zurechtkommen werden, das müssen Sie schon selbst herausfinden. Doch es gibt noch weitere Punkte, die einer Klärung bedürfen, bevor Sie sich für das Franchising entscheiden.

Franchising-Tipps können mitunter Gold wert sein

Eigentlich müssten Sie durch eigene Anstrengung beim sorgfältigen Abwägen aller Fakten und schwer einzuschätzender Komponenten zu verlässlichen Ergebnissen kommen können, wenn Sie Franchisenehmer werden wollen. Doch selbst nach reiflicher Überlegung übersieht man schnell einmal etwas, und um das zu vermeiden, dürften ausgereifte Franchising-Tipps sehr hilfreich sein. Sie stammen von jenen, die sich tagein tagaus Gedanken darum machen, wie auftretende Fehler auszumerzen sind. Es muss ja nicht jeder dieselben Erfahrungen machen; was dem einen widerfahren ist, kann ein anderer sich vielleicht ersparen.

Verschließen Sie sich den Franchising-Tipps nicht

Im ersten Moment mögen Sie denken, dass Sie Angezeigtes längst kennen und gleich weiterblättern wollen. Bei näherem Hinsehen aber erweist sich womöglich, dass mehr dahintersteckt als zunächst vermutet, auch Franchisegeber lassen manchmal Hinweise erfolgen, die nicht jedem zugänglich sind. Für die angemessene Beurteilung eines Systems können sie jedoch von entscheidender Bedeutung sein, man soll niemals eine noch dazu geprüfte Möglichkeit leichtfertig außer Acht lassen. Investieren Sie lieber mehr Zeit als unbedingt nötig in die Vorbereitung, als am Ende übervorteilt dazustehen.

1. Kann mit Fug und Recht von einem Match die Rede sein?

Ein Franchisesystem mag noch so verlockend aussehen – wenn es mit den Interessen derjenigen nicht übereinstimmt, die sich dafür engagieren wollen, dürften sie rein gar nichts davon haben. Es kann nicht lohnend sein, permanent gegen Widerstände anrennen zu müssen, die sich kaum aus der Welt schaffen lassen. Denken Sie nicht: Das wird schon werden, wenn Sie im Grunde Ihres Herzens vom Gegenteil überzeugt sind. Sie müssen freie Bahn haben, um Erfolge zu erzielen, und die liegt in erster Linie im Kopf. Dort fallen die Entscheidungen, hier zeigt es sich auch, ob man mit dem Herzen dabei ist. Die Gefühlswelt sollte mit dem Verstand möglichst im Einklang stehen.

2. Ist es sinnvoll, auf dem gewohnten Terrain zu bleiben?

Ein Heimspiel hat sicher manches für sich, doch wer sich auf die vertraute Umgebung beschränkt, zeigt damit keinen Wagemut. Dann wäre es eventuell angeratener, gleich von zu Haus aus die ganze Welt erobern zu wollen, denn der brave Mann muss wie auch mutige Frauen hinaus ins feindliche Leben. Dabei dürfen wertvolle Güter des eigenen Umfelds ruhig im Gepäck getragen werden, wenn sie weitab davon Furore machen können. Gleichwohl könnte es für den Anfang nicht verkehrt sein, sich erst mal da zu profilieren, wo man sich bestens auskennt. Hat man dort erst Fuß gefasst, fällt das Abschiednehmen leichter. Eines schönen Tages werden Sie mit stolzerfülltem Blick zurückschauen können.

3. Wird die angestrebte Zukunft ausgeglichen sein?

Wer gerne arbeitet, dem dürfte es nicht schwerfallen zu sagen, dass er seine Bestimmung gefunden hat. Dann schaut man auch nicht auf die Uhr und müht sich klaglos bis zum Rande der Erschöpfung. So weit sollte es indes nicht kommen, doch je schneller die Maschine läuft, desto mehr Aufmerksamkeit ist ihren diversen Rädchen zu widmen. Schaffen Sie sich einen Ausgleich zu dem, was Sie belastet, lassen Sie auch mal Fünfe gerade sein, wenn Sie sich genügend verausgabt haben. Ihr verdienter Lohn winkt in der Form, dass Sie schaffen, was Sie sich vorgenommen haben, und das kann eine Weile dauern. Sehen Sie zu, dass Sie bis dahin durchhalten können. Denn sonst nützt es Ihnen nicht sehr viel.

4. Lässt sich der Umsatz schon im Voraus berechnen?

Dafür müssen Sie doch nur Vergleichszahlen heranziehen und gegebenenfalls hier und da kleine Abstriche machen. Dennoch sollten Sie Ihre Erwartungen nicht zu hoch schrauben, gerade in der Anfangsphase, die sehr belastet sein kann. Es gilt jedoch, stets ein Schüppchen draufzulegen, weil man nie so recht weiß, was einem dazwischenkommt. Auf jeden Fall empfiehlt sich das frühzeitige Anlegen ausreichender Reserven, denn was man eingenommen hat, ist auch schnell verbraten. Und wenn dann eine unvorhergesehene Rechnung des Finanzamts ins Haus flattert, gelangt man womöglich schnell ans Ende seiner Möglichkeiten. Beachtliche Umsätze verleiten dazu, sofort entsprechend zu investieren, doch zunächst einmal muss man sehen, was davon tatsächlich übrig bleibt. Denken Sie immer an die Nebenkosten!

5. Corporate Culture – was ist das eigentlich?

Es geht dabei um Werte, die unter anderem auch in der Organisationsstruktur des Hauses zum Ausdruck kommen können, aber nicht immer leicht in Erfahrung zu bringen sind. Die Nachhaltigkeit wird in diesem Zusammenhang oft und gern genannt, wobei der Begriff an sich weniger klar definiert ist, sodass im Prinzip jeder seine eigene Anschauung zum Thema entwickeln kann. Kommen Sie den Feinheiten auf die Spur und stellen sicher, dass Sie in eigener Person und mit voller Überzeugung vertreten können, was mancher sich an seine Fahne heftet, ohne denen, die das Gleiche tun, allzu nahe treten zu wollen. Konflikte mit verlautbarten Grundsätzen sind nicht anzustreben, ihnen geht man tunlichst durch Vorkehrungen aus dem Weg.

6. Der Franchisevertrag - kein Buch mit sieben Siegeln

Das kann auch Gegenstand der Vereinbarung sein, die man mit seinem Franchisegeber trifft. Wenn Ihnen etwas im Vertragstext nicht schlüssig vorkommt, müssen Sie nicht gleich den Rechtsanwalt konsultieren. Sie können ebenso gut – zumindest vorher – ein oder zwei Mal nachfragen und auf Erfüllung der Aufklärungspflicht bestehen. Wenn Sie jedoch nach wie vor im Zweifel sind oder Angst davor haben, dass Sie es dennoch nicht wirklich begreifen, steht Ihnen der Rat zahlreicher kompetenter Experten zur Verfügung, unter denen sich auch ein bereits erfahrener Kollege finden lässt. Was auf dem Papier steht, muss erst noch in die Praxis umgesetzt werden, wobei sich durchaus Gräben auftun können. Wenn Sie aber jemandem vertrauen dürfen, der seine Erfahrungen bereits gesammelt hat, sind Sie fraglos auf einer sichereren Seite als dann, wenn Sie selbst auf die große Überraschung warten.

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