Traumjob gesucht? 6 Tipps für Ihre Selbstständigkeit mit einem Franchise-Unternehmen

franchising-existenzgruendung

Nicht wenige Menschen träumen davon, sich selbstständig zu machen. Sie wollen ihre eigenen Entscheidungen treffen, unabhängig sein, kurz gesagt, ihr eigener Chef sein. Doch leider ist die Existenzgründung als selbstständiger Unternehmer kein Zuckerschlecken. Sie birgt zahlreiche Risiken und Unsicherheiten, und wenn man scheitert, scheitert man allein. Doch das ist noch lange kein Grund, seinen Traumjob aufzugeben.

Das System des Franchisings ist ein vielversprechendes Konzept, das Ihnen eine Existenzgründung mit viel Eigenständigkeit, jedoch um einiges weniger Risiken, ermöglicht. Doch welche Vorteile bietet Ihnen Franchising, und was müssen Sie beachten, wenn Sie Franchisenehmer werden möchten? Diese und andere Fragen sollen hier beantwortet werden. Sie finden 6 wichtige Punkte, die Sie beachten sollten, wenn Sie sich einem Franchise-Unternehmen anschließen wollen:

  • Auswahl des Franchisesystems
  • Überprüfung des Franchisesystems
  • Die richtige Finanzierung
  • Der richtige Standort
  • Aufbau des Geschäfts
  • Franchisepartnerschaft richtig nutzen

1. Auswahl des Franchisesystems

Nachdem Sie sich dazu entschlossen haben, sich als Franchisenehmer selbstständig zu machen, sollten Sie anfangen, sich das richtige Franchisesystem auszusuchen. Hier gilt es, sich durch verschiedene Wege zu erkundigen, ob das Franchise-Unternehmen, in das Sie gerne eintreten würden, das richtige für Sie ist. Einige Franchise-Systeme sind erfolgreicher, und der Eintritt in diese ist demnach auch sicherer, und birgt für Sie weniger Risiken.

2. Überprüfung des Franchisesystems

Nachdem Sie ein System ins Auge gefasst haben, mit dem Sie sich identifizieren können, gilt es, einige Recherchen darüber anzustellen. Potentielle Fragen, die Sie sich hier stellen sollten, sind etwa:

  • Wie bekannt ist das Unternehmen bereits?
  • Wie ist die Nachfrage nach der Ware des Unternehmens?
  • Ist die Geschäftsidee vielversprechend?
  • Gibt es bereits andere Unternehmen, die diese Idee als Vorlage benutzen?
  • Handelt es sich beim Produkt um etwas, das die Zielgruppe langfristig zufriedenstellen wird, oder eher um einen kurzlebigen Trend?
  • Wie hoch ist die Konkurrenz innerhalb und außerhalb dieser Franchising Branche?

Wenn Sie sich für einen Franchisegeber entschieden haben, mit dessen Produkt Sie sich identifizieren können, sollten Sie also recherchieren, wie gut die Chancen stehen, dass Sie sich in diesem Unternehmen bewähren können. Dabei ist es auch gut, zu recherchieren, inwiefern das System bereits bewertet worden ist. Ist es etwa Teil eines Franchiseverbandes? Oder hat es schon Auszeichnungen bekommen? Aber nicht nur Bewertungen von außerhalb des Systems können hier hilfreich sein. Es schadet nicht, sich das Geschäft von einzelnen Franchisenehmern anzuschauen. Wenn Sie in Kontakt mit Ihrem zukünftigen Franchisegeber getreten sind, können Sie sich auch in Ruhe mit einzelnen Franchisenehmern unterhalten, und sich eine Meinung bilden, wie gut das Geschäft aus deren Perspektive läuft und das Konzept zu prüfen.

3. Die richtige Finanzierung

Sie sollten sich so bald wie möglich überlegen, wie viel Geld Sie in Ihr Unternehmen investieren möchten. Meistens gibt es auch hier schon gewisse Vorgaben von Ihrem Franchisepartner. Dieser legt oft eine Mindestgrenze des investierten Eigenkapitals oder des Gesamtkapitals fest. Es lohnt sich außerdem, sich mit seiner Hausbank in Verbindung zu setzen und zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten in Betracht zu ziehen. Wollen Sie etwa um ein Gründungsdarlehen ansuchen, haben Sie auch hier schon einen großen Vorteil als Franchisepartner. Banken sind eher dazu geneigt, ein Darlehen für etwas zu geben, bei dem sich bereits gezeigt hat, dass es sich rentieren kann. Viel strenger sind sie mit neuen Ideen, bei denen es noch keinerlei Belege dafür gibt, dass sie erfolgreich sein werden.

Ein Darlehen ist jedoch nicht die einzige Option hier. Auch mit Crowdfunding haben sich bereits einige Unternehmer bewährt. Fragen Sie also genau, was ihre Optionen sind und lassen Sie, was die Finanzierung Ihres Projektes angeht, keinen Stein umgedreht.

4. Der richtige Standort

Nachdem Sie sich nun für ein Unternehmen entschieden haben, ist nun die Frage des Standorts wichtig. Auch wenn Sie als Franchisenehmer immer noch ein selbstständiger Unternehmer sind, werden Sie hier von Ihrem Franchisegeber unterstützt. Erkundigen Sie sich bei diesem, welche Vorgaben zur Größe und Lage des Standortes er geben will, das schränkt die Qual der Wahl schon etwas ein. Es ist hier wichtig, dass Sie einen Standort auswählen, der zu Ihrer Zielgruppe passt. Wenn man sich hier verkalkuliert, und sein Geschäft wo aufbaut, wo die Kundschaft sich nicht aufhält, kann es schnell passieren, dass diese ausbleibt.

Auch die Mietpreise variieren natürlich von Standort zu Standort. Man muss sich also Gedanken darüber machen welche Standorte in Ihr Budget passen, und trotzdem das Potenzial haben, Kunden anzuziehen.

5. Der Aufbau des Geschäfts

Nachdem Sie sich für einen Standort entschieden haben, fragt sich, wie das Geschäft aussehen soll. In erster Linie sollten Sie sich hier Gedanken über die Finanzierung machen. Dabei spielt die Größe Ihres Ladens eine der wichtigsten Rollen. Sie werden wahrscheinlich von Ihrem Franchisegeber Angaben über die minimale und eventuell auch maximale Größe der Fläche bekommen haben. Wenn Sie ein kleineres Budget haben, lohnt es sich wahrscheinlich, die minimale Größe zu finden, und das beste daraus zu machen. Kleinere Geschäfte haben oftmals sogar ihren eigenen Charme. Außerdem ziehen manche Franchisegeber hier durchaus in Erwägung, ein Auge zuzudrücken und eine kleinere Fläche zuzulassen, wenn Sie glauben, dadurch einen ambitionierten und vielversprechenden Franchisepartner zu gewinnen.

Sie müssen sich außerdem rechtzeitig bei den zuständigen Behörden über Ihre Verpflichtungen zu Themen wie Personal- und Kundentoiletten, Brandschutz, Parkplätze und vieles mehr erkundigen.

Eventuell fällt auch ein Umbau an. In diesem Fall müssen Sie sich um die Baugenehmigung und wiederum um die Finanzierung kümmern. Manche Vermieter gehen hier währen der Bauphase mit den Mietpreisen runter, oder stellen die Fläche während des Umbaus sogar kostenlos zur Verfügung, wenn sich die Änderungen allgemein positiv auf ihre Fläche auswirkt.

6. Franchisepartnerschaft richtig nutzen

Einer der zahlreichen Vorteile, einen Franchisevertrag einzugehen, ist, dass sich Franchisenehmer auf die Ressourcen und das Know-how Ihres Franchisegebers zurückgreifen können. Es handelt sich um eine Partnerschaft mit Arbeitsteilung. Der Franchisegeber nimmt Ihnen also einige Aufgaben ab, und in vielen bietet er Unterstützung:

  • Beratung zur Finanzierung
  • Einschulungen für die Franchisenehmer
  • Weitergabe des Know-hows durch Weiterbildungsveranstaltungen und Erfahrungsaustauschtagungen
  • Überregionale Werbung und Marketing
  • Zurverfügungstellung von Werbematerial

Man kann sich also getrost darauf verlassen, dass man nie völlig allein dasteht. Gerade das ist einer der Hauptgründe, warum es sich lohnen kann, auf eine Franchisepartnerschaft zurückzugreifen. Man bleibt selbstständig, verbessert dabei aber seine Chancen auf Unternehmenserfolg.

Andere aktuelle Artikel
Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Bewerten Sie diesen Artikel als Erste/r

0 Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Übrige Zeichen: 250