Umweltschutz & Kostensenkung: Das richtige Betriebsmanagement macht's möglich

31.03.2019 19:10 | Diverse Themen - Trends

Umweltschutz und Kostensenkung

Das Thema Umweltschutz wird für viele Franchiseunternehmen zu einem wichtigen Faktor im Betriebsmanagement. Durch verschiedene Maßnahmen können Unternehmen etwas für die Erhaltung der Natur tun. Auf der anderen Seite ergeben sich Möglichkeiten, die Ausgaben zu reduzieren.

Ein grünes Gewissen macht sich nicht nur gut, wenn es darum geht, ein positives Firmenimage nach außen zu tragen. Umweltschutz kann in den unterschiedlichsten Bereichen eines Unternehmens sprichwörtlich für ein besseres Betriebsklima sorgen. Mitarbeiter profitieren von einem sauberen Arbeitsplatz mit einer geringen Belastung durch Schadstoffe. Aber auch finanziell zahlt sich ein nachhaltiges Betriebsmanagement aus.

Betriebliches Umweltmanagementsystem

Der Begriff „betriebliches Umweltmanagement“ fasst alle Maßnahmen zusammen, die dazu dienen, den Umweltschutz in einem Unternehmen zu fördern und aktiv umzusetzen.

Je nach Firmengröße kümmern sich einzelne Mitarbeiter nebenbei darum. In größeren Konzernen oder bei erhöhtem Bedarf gibt es hingegen oft eigene Abteilungen, die mit den einzelnen Bereichen des Umweltmanagements betraut sind.

Warum Umweltschutz in Ihrem Franchise notwendig ist

Je komplexer sich die Stoffströme und Arbeitsabläufe in einer Firma gestalten, desto mehr sind die einzelnen Materialien miteinander verstrickt. Die Abfallentsorgung stellt dann oft ebenfalls große Herausforderungen. Vor allem im verarbeitenden Gewerbe treten unterschiedliche gesetzliche Regelungen bezüglich des Umweltschutzes in Kraft, die beachtet werden müssen.

Wo hohe Abfallmengen anfallen, sind diese meist mit hohen Kosten für Lagerung, Abtransport und Entsorgung verbunden. Hier stellt sich im Rahmen des Umweltmanagements die Frage, wie und in welchem Umfang die anfallenden Materialien reduziert oder beispielsweise auch anderweitig wiederverwendet und recycelt werden können.

Grundsätzlich ist es jedoch in jedem Unternehmen möglich, verschiedene Strukturen auf ihre Umweltfreundlichkeit und -verträglichkeit zu überprüfen. Zwei Ansätze werden unterschieden, die Ansatzpunkte für einen umweltfreundlicheren Ablauf und für Verbesserungen liefern:

Nachsorgender Umweltschutz: Hierunter sind Maßnahmen zusammengefasst, die dazu führen, Abfälle umweltverträglicher zu entsorgen oder auch schädliche Emissionen durch Filter zu reduzieren.

Vorsorgender Umweltschutz: Dabei wird bereits viel früher angesetzt: Betriebsabläufe können so optimiert werden, dass Abfälle und gefährliche Stoffe gar nicht erst entstehen oder etwa in geringerem Umfang. Auch das Wiederverwenden und Recycling von Stoffen im eigenen Betrieb kann zu mehr Nachhaltigkeit beitragen.

Umweltschutz in der Firmenethik verankern

Die größten Ersparnisse ergeben sich in der Regel, wenn möglichst früh in sämtlichen Bereichen auch der Umweltschutz berücksichtigt wird. Beim vorsorgenden oder produktionsintegrierten Umweltmanagement können kleinste Details von der Materialbeschaffung, den Produktionsabläufen oder auch der Abfallentsorgung betrachtet und untersucht werden. Meist steckt in vielen einzelnen Schritten ein gewisses Potential zur Verbesserung. In der Summe wird so ein enormer Fortschritt bei der umweltfreundlichen Ausrichtung des Unternehmens erzielt.

Dabei ist es wichtig, dass nicht nur einzelne Personen umweltbewusst handeln. Jeder einzelne Mitarbeiter kann seinen Beitrag zu einer nachhaltigeren Produktion und umweltfreundlicheren Bedingungen am Arbeitsplatz leisten. Der Umweltschutz muss in der Unternehmensethik verankert sein.

So kann die Wichtigkeit des betrieblichen Umweltschutzes unterstrichen und als elementarer Leitgedanke für alle Handlungen gefestigt werden. So tritt jeder Mitarbeiter in die Verantwortung und wird aktiv beteiligt.

Mögliche Handlungsfelder

Nicht nur im verarbeitenden und produzierenden Gewerbe, auch im Handel oder in Büros kann ein betriebliches Umweltmanagement für mehr Nachhaltigkeit und Kosteneinsparungen sorgen. Die folgenden Handlungsfelder zeigen, wie Sie etwas Gutes für die Umwelt tun und dabei auch noch Ihre Kosten senken.

Energieversorgung und -verbrauch

Bei der Energieversorgung in einem Unternehmen bieten sich meist umfangreiche Einsparmöglichkeiten. Zunächst kann beispielsweise überlegt werden, ob der Umstieg auf Energie aus regenerativen Quellen sinnvoll ist. Dabei muss Ökostrom nicht unbedingt teurer als Strom aus herkömmlicher Produktion sein.

Auch für die Heizung der Räumlichkeiten kann auf umweltverträgliche Energiequellen zurückgegriffen werden. Zudem spielt es eine Rolle, wie geheizt oder auch gelüftet wird. Heizkörper sollten beispielweise frei bleiben um effektiv Wärme abgeben zu können. In manchen Fällen macht es Sinn, über Nacht die Temperatur etwas abzusenken. Dadurch kann viel Energie gespart werden.

Papierbedarf

Der Papierverbrauch ist in vielen Büros oftmals eine umfangreiche Position. Die Kommunikation in schriftlicher Form spielt heute immer noch eine zentrale Rolle in vielen Unternehmen. Meist müssen zur Archivierung Unterlagen oder geschäftliche Korrespondenz ausgedruckt werden oder Drucksachen dienen verschiedenen repräsentativen Zwecken. Briefe oder Faxe zählen als wichtige Dokumente und bieten bei Unstimmigkeiten zudem Rechtssicherheit. Dabei fällt oft eine Unmenge an Papier an.

Dabei sollte sich jeder selbst fragen, ob etwas notwendig ausgedruckt werden muss oder nicht. Zur Archivierung stehen heute schließlich verschiedene digitale Verfahren zur Verfügung, die dann nicht nur Papier, sondern auch viel Platzsparen. Viele Unternehmen sind außerdem dazu übergegangen, ihr bereits vorhandenes Archiv zu digitalisieren.

Beleuchtung

Bei der Beleuchtung kann als nachsorgende Maßnahme durch die Wahl der Leuchtmittel Energie eingespart werden. Sie macht rund 30 Prozent des Energieverbrauchs in einem Büro aus. Beim Umstieg von Leuchtstoffröhren auf energiesparende LED-Technik rechnen sich die höheren Anschaffungskosten bereits oft nach kurzer Zeit.

Abfallvermeidung und -entsorgung

Bei diesem Punkt können ebenfalls die verschiedensten Bereiche in Betrachtung gezogen werden. Das Kreislaufwirtschaftsgesetz hat dazu fünf Kriterien zusammengestellt:

  • Vermeidung von Abfall
  • Vorbereitung der Materialien zur Wiederverwendung
  • Maßnahmen zum Recycling
  • Sonstige Verwertung, beispielsweise als Energiequelle
  • Beseitigung und Entsorgung

Eine wichtige Maßnahme sowohl in Büros als auch in verarbeitenden und produzierenden Betrieben ist die stetige Trennung der verschiedenen Materialien. Das Recycling und die Entsorgung von gemischten Stoffen und Verbundmaterialien ist viel aufwändiger und teurer als die fachgerechte Beseitigung einzelner Grundstoffe wie Papier, Plastik, Metalle oder Glas.

Stehen bestimmte Sammelbehälter zur Verfügung, fällt es leichter, die Materialien zu trennen und den Sortieraufwand vor der Entsorgung zu vermeiden. In einem Produktionsablauf können dabei sämtliche Einzelschritte auf ihr Potential zur Abfallvermeidung überprüft werden.

Transport und Logistik

Die Warenströme auf den verschiedenen Vertriebswegen haben in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen. Durch die Globalisierung werden die Märkte auf internationaler Ebene immer mehr vernetzt. Der gestiegene Transport- und Lieferverkehr ist dabei mit höheren Abgasausstößen und anderen Umweltbelastungen verbunden.

Auch die innerbetrieblichen Transportwege können dabei verbessert werden. Moderne Warenwirtschaftssysteme helfen dabei, Lagerflächen optimal auszunutzen und so Platz und auch Zeit zu sparen.

Systematische Umsetzung

Um den Umweltschutz nachhaltig und langfristig in einem Unternehmen zu etablieren, ist ein systematisches Vorgehen bei Planung und Durchführung der einzelnen Maßnahmen notwendig. Ein Zyklus aus vier wiederkehrenden Schritten hat sich dabei bewährt. Diese einzelnen Punkte werden bei Bedarf wiederholt, um eine stetige Verbesserung zu erzielen:

Planen: In diesem Schritt wird der Bedarf ermittelt und Verbesserungsmöglichkeiten zusammengetragen. Daraus werden Ziele erarbeitet, welche durch die Maßnahmen erreicht werden sollen.

Handeln: Nachdem die Verantwortlichen benannt wurden, können die geplanten Eingriffe und Änderungen in die Wege geleitet und umgesetzt werden.

Überprüfen: Ein wichtiger Schritt ist die Überprüfung der Wirksamkeit der einzelnen Maßnahmen. Die vorher definierten Ziele helfen dabei, den Ist-Zustand mit dem Soll-Zustand zu vergleichen.

Eingreifen: Konnten die gewünschten Ergebnisse nicht erreicht werden, ist es notwendig, weitere Änderungen zu planen oder bestimmte Rahmenbedingungen zu ändern. Hier beginnt der Ablaufzyklus wieder von vorne.

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