Unternehmensanteile: 5 Punkte, die Sie unbedingt beim Verkauf beachten müssen

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Gründe persönlicher oder finanzieller Natur führen häufig zum Verkauf von Unternehmensanteilen. Nicht selten tappen Anteilseigner dabei in Fallen, die ihnen besser erspart geblieben wären. Damit Sie vor einem derartig einschneidendem Erlebnis bewahrt bleiben, klären wir Sie über die unterschiedlichen Stolpersteine auf.

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Unternehmertum zu riskant – Franchising als Lösung

Die Hürden der Existenzgründung sehen angehende Selbstständige in der mangelnden Zahlungsfähigkeit und fehlenden Erfahrung begründet. Zu groß ist die Angst, bereits nach kurzer Zeit, die Tore zum Unternehmerdasein schließen zu müssen. Eine Möglichkeit, dieser Angst zu entgehen, ergibt sich mit dem Eintritt ins Franchising. Dadurch profitieren angehende Franchisenehmer vom Know-how-Transfer des Franchisegebers und erleben, aufgrund eines etablierten Unternehmenskonzepts, genügend Sicherheit. Ferner erfahren Sie, im Rahmen des Geschäftsaufbaus, ganzheitliche Unterstützung vom Franchise-Unternehmen. Hilfen auf, die ein Existenzgründer nicht zählen kann.

Sie sind bereits Unternehmer und wollen Ihre Anteile verkaufen? Achten Sie auf diese Stolpersteine!

Sofern Sie mit dem Gedanken spielen, Ihre Unternehmensanteile zu verkaufen oder gar den Kauf von Beteiligungen in Erwägung ziehen, sollten Sie stets die Steuer im Blick behalten. Hierbei werden zwei Sachlagen unterschieden:

  • Die Unternehmensbeteiligung liegt unter einem Prozent
  • Die Unternehmensbeteiligung liegt über einem Prozent

Sind Sie zu weniger als ein Prozent an dem Unternehmen beteiligt, wird Ihr Anteil als unwesentlich eingestuft. Demzufolge wird Ihr Gewinn mit einer Steuer von 30 Prozent belastet. Diese setzt sich aus 25 Prozent Abgeltungssteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer zusammen.
Beläuft sich Ihre Unternehmensbeteiligung hingegen auf mindestens oder mehr als einen Prozent, gilt ihr Anteil als wesentlich und muss versteuert werden. Mit der Absicht, die Unternehmensanteile zu verkaufen, sollten Sie beachten, dass 60 Prozent ihres Gewinns zu versteuern ist.

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Die Missachtung der Wesentlichkeitshöhe

Mit der Entrichtung der Abgeltungssteuer glauben zahlreiche Anteilseigner häufig, ihrer Steuerpflicht nachgekommen zu sein. Jedoch ist dies nur bei einer Beteiligung unter einem Prozent der Fall. Besitzen Sie jedoch mindestens einen Prozent des Unternehmens, müssen 60 Prozent des Erlöses versteuert werden.

Nichtberücksichtigung der Wichtigkeit einer Gesellschafterliste

Stehen Sie als Unternehmer in der Gesellschafterliste, dürfen Sie auch nur dann von der Ausübung ihrer Rechte Gebrauch machen. Sind Sie nicht namentlich vermerkt, kann Ihnen die Teilnahme an Gesellschafterversammlungen und Beschlüssen verwehrt bleiben. In dem Zusammenhang müssen insbesondere Käufer darauf achten, dass die Gesellschafterliste, um ihren Namen, aktualisiert und zur Veröffentlichung im Handelsregister angewiesen wird.

Sparen beim Notar

Im Ausland ansässige Notare genießen den Ruf, häufig billiger zu sein, als ihre deutschen Kollegen. Davon sollte man sich nicht leiten lassen. Fällt die Wahl dennoch auf einen ausländischen Notar, sollte er die Angelegenheiten genauso handhaben, wie in Deutschland. Andernfalls wird seine Urkunde nicht anerkannt.

Nichtberücksichtigung nachträglicher Anschaffungskosten

Hat der zu verkaufende Gesellschafter dem Unternehmen, während seiner Geschäftstätigkeit ein noch nicht zurückgezahltes Darlehen gewährt, kann er dies steuerlich geltend machen. Das nicht zurückerhaltene Darlehen stellt nämlich nachträgliche Anschaffungskosten dar, die sich mindernd auf die Steuerlast auswirken.

Was spricht für den Verkauf oder die Übernahme eines Unternehmens?

Der häufigste Grund, warum der Verkauf eines Unternehmens angestrebt wird, ist das fortgeschrittene Alter des Gründers. Hierfür sollte man eine Vorbereitungszeit zwischen fünf und zehn Jahren einplanen. Nicht nur der bevorstehende Ruhestand zwingt zum Unternehmensverkauf. Auch Schwierigkeiten in der Zahlungsfähigkeit können einen Verkauf vorantreiben. Vor allem, wenn die Unterhaltung des Betriebs nicht mehr gewährleistet werden kann. Im Zuge dessen können auch konjunkturelle Schwankungen den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Des Weiteren ist ein stark konzentrierter Markt, mit zahlreichen Wettbewerbern, Grund für einen vorzeitigen Unternehmensverkauf. Neben der wirtschaftlichen Schieflage des Unternehmens, sprechen auch persönliche Gründe für einen Verkauf. Im Besonderen, wenn es um Themen, wie etwa Neuorientierung geht.
Interessieren Sie sich für die Übernahme eines Unternehmens, gehen Sie eine Existenzgründung ein, die dem Modell des Franchisings sehr ähnlich ist. Mit der Übernahme eines Unternehmens kommen Sie als Nachfolger in den Genuss folgender Vorzüge:

  • Bewährtes, seit mehreren Jahren aktives Geschäftskonzept
  • Unmittelbare Teilnahme und Handeln am Unternehmensgeschehen
  • Netzwerk an Kontakten und Personal, das keiner Akquise bedarf
  • Bereits vorhandener Kundenstamm
  • Geringes Risiko
  • Anderes Ansehen in der Öffentlichkeit, dass bei Inanspruchnahme eventueller Kredite hilfreich ist
  • Verdienst ab dem ersten Tag der Beschäftigung

Welche Kriterien sind für den Verkauf der Anteile zu erfüllen?

Franchise ist nicht gleich Franchise. Ein erfolgreiches Franchise-Unternehmen zeichnet sich durch ihre beiderseitigen Erfolgsversprechen aus. Demnach steht nicht nur der Franchisegeber im Mittelpunkt, sondern auch der Franchisenehmer. Für den Verkauf des Unternehmens sind ausführliche Informationen zu den Gewinnen der Franchisenehmer unersetzlich. Weiterhin sollte das Markenkonzept derart konzipiert sein, dass eine Differenzierung ersichtlich ist zwischen:

  • Prozessen der Franchisenehmer
  • Unternehmenskultur und
  • Waren des Franchisesystems

In dem Zusammenhang sind sämtliche Vorteile durch das Franchising detailliert niederzuschreiben, so zum Beispiel der Zugang zu günstigen Lieferbedingungen. Aufgrund der Tatsache, dass mit dem Verkauf ein gut funktionierendes Geschäftsmodell in die Hände eines Nachfolgers gerät, sollten sämtliche systembezogenen Elemente aufgeschlüsselt werden. Hierzu gehören:

  • Gehaltsmodell
  • Vergangene Ausweitung der Geschäftstätigkeit durch Franchisenehmer
  • Rekrutierungsprozess für Franchise- und Lizenznehmer
  • Anlernphase von Franchisenehmern
  • Franchise-Handbuch

Dahingehend ist das Vergütungsmodell mit großem Augenmerk zu betrachten. Im besten Fall ist es, bis ins kleinste Detail klassifiziert und enthält Informationen zu

  • Kosten für den Eintritt ins Franchise
  • Kosten für die Beteiligung am Umsatz
  • Wiedererstattungen
  • Einkaufsrabatte
  • Monatliche Administrationskosten
  • Zuschüsse für Marketingmaßnahmen

Wie gestaltet sich die Bewertung eines Franchisenehmers?

Die Auswahl eines Franchisenehmers ist oft nicht so einfach. Da das Franchising eine partnerschaftliche Beziehung zwischen Franchisegeber und Franchisenehmer voraussetzt, schaut der Franchisegeber auf das menschliche Erscheinungsbild seines Gegenübers. Dabei wird das Interesse auf folgende Charakteristika gelegt:

  • Kommunikationsfähigkeiten
  • Hintergründe Lebensmotto und Ansichten Verhalten in Krisensituationen

Darüber hinaus unterstützt das Absolvieren einiger psychologischer Tests, bei der Einschätzung der inneren Motivation für das Franchising. Dadurch erhält der Franchisegeber einen spezifischeren Einblick in den Menschen und dessen individueller Persönlichkeit. Hierbei ist es durchaus sinnvoll, den Rat eines externen Beraters einzuholen. Wegen seiner unabhängigen neutralen Art nimmt er eine andere Sicht auf die Dinge ein und wirkt unterstützend.

Fazit

Unabhängig davon, aus welchem Grund der Verkauf von Unternehmensanteilen erfolgt, ist der Steuer größtmögliche Aufmerksamkeit zu schenken. Mit Blick auf den zu erwartenden Gewinn lässt sich die Steuerlast, durch clevere Kniffe, minimieren. Wer hingegen den Verkauf eines Franchise-Unternehmens anstrebt, sollte eine ganzheitliche Darlegung des Franchise-Konzepts aufzeigen, die die Vorteile des Franchisenehmers ins Zentrum rückt.

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