Unternehmensfinanzierung: So finanzieren Sie Ihr Franchise

27.04.2018 14:30 | Ein Unternehmen gründen

so finanzieren sie ihr franchise

Wenn Sie planen sich mittels Franchising selbstständig zu machen, ist dies der meist leichtere und sicherere Weg in die Existenzgründung. Auch wenn Sie als zukünftiger Franchisenehmer oft einfacher an Fremdkapital kommen, so ist auch hier eine solide Unternehmensfinanzierung entscheidend. Diese bildet das finanzielle Fundament Ihrer Unternehmung. Dieser Artikel klärt Sie über alle wichtigen Feinheiten auf, die Sie bei Ihrer Unternehmensfinanzierung bedenken sollten.

Eine gute Unternehmensfinanzierung ist das beste Fundament im Franchising!

Für eine optimale Unternehmensfinanzierung ist unter anderem entscheidend, wie viel Eigenkapital Sie einsetzen und wie viel Fremdkapital Sie aufnehmen sollten. Eine klare, knappe Antwort dazu vorab: Die optimale Unternehmensfinanzierung hängt von verschiedenen Faktoren ab. So spielen die Unternehmensphase sowie das Geschäftsmodell des Unternehmens eine große Rolle. So können Sie sich merken, dass Sie umso mehr Fremdkapital aufnehmen sollten, desto weiter fortgeschritten die Entwicklung Ihres Unternehmens ist.

Wie steht es um das Verhältnis von Eigenkapital zu Fremdkapital?

Für Ihre Unternehmensfinanzierung kommen zwei Kapitalquellen in Frage: Das Fremdkapital sowie das Eigenkapital. Die große Frage ist hier nun, in welchem Verhältnis die beiden Geldquellen stehen sollten. Und die ernüchternde Antwort lautet: Dass es vor allem daran liegt, in welcher Phase sich Ihr Unternehmen befindet und was für ein Geschäftsmodell Sie fahren.

Was macht eine optimale Unternehmensfinanzierung aus?

Auch hier ist die Antwort mehr oder weniger ernüchternd, da es nicht den einen, besten Weg gibt. Je nach Einzelfall stehen Ihnen als Existenzgründer verschiedene Möglichkeiten für Ihre Unternehmensfinanzierung zur Verfügung. Und wie es so oft im Leben der Fall ist, gilt es hier abzuwägen, mit welcher Möglichkeit Sie persönlich am besten fahren. So gibt es je nach Art der Unternehmensfinanzierung gewisse Vor- und Nachteile, die Sie beachten sollten.

Als zukünftiger Existenzgründer klären Sie für sich also, welche Form der Unternehmensfinanzierung für Sie die passendste ist.

So finden Sie Ihre passende Unternehmensfinanzierung im Franchising:

Um die für Sie beste Unternehmensfinanzierung zu ermitteln, sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Wie viel Geld können und wollen Sie investieren?
  • Sind Sie bereit, Ihr Unternehmen mit einem Investor zu teilen?
  • Wie kommen Sie an zusätzliches Kapital, wenn Sie sich keinen Mitgesellschafter ins Boot holen möchten?

Wie viel Geld können und wollen Sie investieren?

Der KfW Gründungsmonitor hat laut Befragungen herausgefunden, dass 4 von 5 Gründer keinen Bedarf an einer externen Unternehmensfinanzierung haben. Das heißt also, dass 80 Prozent aller Existenzgründungen mit eigenen finanziellen Mitteln auf die Beine gestellt werden. Eine Unternehmensfinanzierung aus eigenen Mitteln heraus ist durchaus möglich. Wichtig ist hier nur, dass Sie in solch einem Fall Ihre Existenzgründung auf einen sehr soliden Finanzplan aufbauen.

Bei der Erstellung Ihres Finanzplanes sollten Sie beachten, dass Sie alle relevanten Kosten auf dem Schirm haben, wenn Sie Ihren Kapitalbedarf ermitteln. Abgesehen von den Gründungskosten und den Investitionen, sollten Sie hier auch an das Startkapital für den laufenden Betrieb denken. In der Regel sollten Sie hierfür 12 bis 18 Monate einplanen. So viel Zeit vergeht, bis ein Unternehmen profitabel arbeiten kann – dies ist auch beim Franchising der Fall! Zudem sollten Sie bei Ihrem Kapitalbedarf Ihre privaten Kosten nicht außer Acht lassen. Denn Sie selbst benötigen für Ihr Privatleben natürlich auch finanzielle Mittel. Falls Sie Ihre privaten Kosten bei der Ermittlung Ihres Kapitalbedarfs vergessen, könnte dies durchaus nach dem Unternehmensstart zum Problem werden.

Sind Sie bereit, Ihr Unternehmen mit einem Investor zu teilen?

Falls Sie nach einiger Zeit merken, dass Ihr ermittelter Kapitalbedarf zu knapp kalkuliert wurde und Sie zusätzlich finanzielle Mittel benötigen, könnten Sie sich die Frage stellen, ob Sie sich vorstellen können, Ihr Unternehmen mit einem Investor zu teilen? Es ist natürlich eine Möglichkeit und durchaus legitim, sich einen zusätzlichen Eigenkapitalgeber ins Boot zu holen, der daraufhin auch Miteigentümer Ihrer Unternehmung wird.

Folgende Aspekte sollten Sie dabei allerdings bedenken: Ein Miteigentümer wird die Freiheit, die Sie als alleiniger Besitzer eines Franchisesystems haben, natürlich einschränken. Allerdings kann es auch der Fall sein, dass Sie sehr hilfreiche und eine willkommene Unterstützung durch den Miteigentümer bekommen, von der Sie profitieren können. Je nach Höhe der Beteiligung ist der Grad des Mitspracherechts natürlich größer oder kleiner.

Wie kommen Sie an zusätzliches Kapital, wenn Sie sich keinen Mitgesellschafter ins Boot holen möchten?

Falls ein Miteigentümer für Sie nicht in Frage kommt, sollten Sie sich der Fremdkapitalbeschaffung widmen. Hier gibt es gerade für Existenzgründungen viele verschiedene Kredite. Förderbanken wie die Kreditanstalt für Wiederaufbau vergeben spezielle Gründerkredite zu top Konditionen. Aber auch Ihre Hausbank kann mit Niedrigzins-Darlehen locken. Wer bewandert in eher neueren Finanzierungsarten ist, der kann sich auch Geld von einer Crowd leihen. Ebenso kommen sogenannte Mikrokredite in Frage.

Die Möglichkeiten für Ihre Unternehmensfinanzierung scheinen unbegrenzt. Wichtig ist hier vor allem, dass Sie sich genau über die unterschiedlichen Konditionen im Detail informieren, die unterschiedlichen Formen gegenüberstellen und die Vor- und Nachteile abwägen. Hier sollten Sie vor allem ein scharfes Auge auf die Konditionen für die Tilgung werfen!

Was gilt es bei der Unternehmensfinanzierung in der Startup Phase zu beachten?

Bei herkömmlichen Gründungen ist es oft schwer, dass Sie zu Beginn Ihrer Existenzgründung problemlos einen Kredit erhalten. Ihr Unternehmen steckt noch in den Kinderschuhen und es bleibt abzusehen, wie erfolgreich sich das Geschäftskonzept durchsetzen wird. Aus diesem Grund fallen die Kreditkonditionen oft zu Ungunsten des Existenzgründers aus.

Beim Franchising sieht das meist anders aus. Als zukünftiger Franchisenehmer haben Sie einen erfahrenen Franchisegeber an Ihrer Seite, der sein Geschäftskonzept bereits erfolgreich am Markt testen konnte. Oft haben sich bereits zahlreiche Franchisenehmer vor Ihnen für das Franchisesystem bei Banken Fremdkapital beschafft, so dass die Franchisemarke den Kreditgebern meistens schon bekannt ist. So haben Sie es als Franchisenehmer leichter an Fremdkapital zu kommen. Franchising verbessert Ihre Konditionen bei Kreditgebern und Ihre Unternehmensfinanzierung geht einfacher vonstatten.

Was gilt es bei der Unternehmensfinanzierung nach der Gründung zu beachten?

Am Anfang einer Existenzgründung ist es vollkommen normal, dass Sie mehr Geld ausgeben als einnehmen. Das geht nahezu allen Gründern so: Den herkömmlichen Existenzgründern wie auch denjenigen, die mittels Franchising in die Selbstständigkeit starten.

Nichtsdestotrotz ist es wichtig, dass Sie Ihre Liquidität genau im Blick behalten. Nach einer aufregenden Anfangsphase, die manchmal sogar mit einer gewissen finanziellen Durststrecke einhergeht, werden Sie langsam aber sicher auch höhere monatliche finanzielle Überschüsse erzielen. Dies geht meist mit der Reife Ihres Franchisebetriebes einher: Je länger Sie am Markt sind und desto eingespielter Ihr Unternehmen ist, desto höher wird auch Ihr Free Cash Flow ausfallen. Dies bedeutet, dass Sie mehr Geld einnehmen als ausgeben. Sobald Sie diesen Punkt erreicht haben, kann Ihr Franchisesystem oder aber der einzelne Betrieb weitere Liquiditätsbelastungen in Kauf nehmen. Das heißt, dass Sie sich nun wieder in einer Lage befinden, in der Sie mithilfe eines Kredites das Wachstum Ihres Unternehmens weiter vorantreiben können. Es steht um Ihre Liquidität so gut, dass Sie sich sowohl die Zinszahlung als auch die Tilgung leisten können.

Wie Sie sehen, kann sich die Unternehmensfinanzierung ändern. Je nach Reife des Unternehmens kommen somit unterschiedliche Arten mit unterschiedlich hohen Anteilen an Fremdkapital für Sie in Frage.

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