Unternehmenslebenszyklus: Start-up vs. Franchising – Die Top 3 über die niemand spricht

23.04.2019 15:04 | Ein Unternehmen gründen

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Mit der Existenzgründung begeben Sie sich auf eine Zeitreise, die als Unternehmenszyklus bezeichnet wird. Wie verschieden sich dieser Prozess auf Gründer unterschiedlicher Denkweisen auswirkt, erläutern wir Ihnen im Folgenden.

Die Finanzierung eines Unternehmens oder eines Start-ups ist kein Zuckerschlecken

Liebäugeln Sie mit der Gründung eines Unternehmens oder Start-ups durchlaufen Sie verschiedene Phasen der Unternehmensfinanzierung:

Seeding-Phase (Ideenfindung, Businessplan, Marktrecherche, Prototyp)
Start-up-Phase (Unternehmensgründung, Markteinführung, Gewinnen neuer Investoren)
Aufbau-, Wachstum- und Reifephase (Zukunftsmarkt, nachhaltiges Wachstum, Kooperationen)

Während Sie die Seeding-Phase noch aus eigenen finanziellen Mitteln bestreiten können, sieht es bei den weiteren eher schlecht aus. Vor diesem Hintergrund sollten sie über die Inanspruchnahme von Fördermöglichkeiten nachdenken. Schließlich müssen Sie stets liquide bleiben und Ihren Cashflow im Auge behalten.

Dieser Lebenszyklus zeigt, wie zeit- und aufgabenintensiv die Existenzgründung per Start-up ist. Weniger Aufwand dafür schnelleres Erwirtschaften von Umsätzen, verspricht hingegen die Existenzgründung als Franchisenehmer. Möchten Sie sich direkt an die Arbeit machen, ist der Weg als Franchisenehmer goldrichtig.

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Die unterschiedlichen Phasen eines Franchiseunternehmens

Während die Zyklen im Start-up-Jargon als Phasen bezeichnet werden, nutzt man hierfür im Bereich Franchising den Begriff Prozesse. Demzufolge teilt sich der Zyklus eines Franchiseunternehmens in folgende Prozesse:

• Rekrutierung

Bei der Rekrutierung begibt sich der Franchisegeber auf die Suche nach potenziellen Franchisenehmer. War die Suche erfolgreich, kennzeichnet sich dieser Prozess durch ein besseres Kennenlernen beider Partner. Sie gilt als äußerst wichtig für die zwischenmenschliche Beziehung zueinander und den ersten Eindruck.

• Systemintegration

Nach Geschäftseröffnung werden Sie ganzheitlich in das System eingeführt. Hierbei machen sich Franchiseunternehmen eines Plans zunutze, der sämtliche Maßnahmen, Aktivitäten und Ziele zur bestmöglichen Integration und Onboarding des Franchisenehmers enthält.

• Laufende Partnerschaft

Sie wird auch als eigentliche Lebensphase der Franchisepartnerschaft bezeichnet. In diesem Prozess halten sich alle Beteiligten an ihre Pflichten und sorgen für einen erfolgreichen Fortbestand des Unternehmens.

• Derekrutierung

Die Derekrutierung beschreibt die Beendigung der Franchisepartnerschaft seitens des Franchisegebers. Damit ein derartiger Fall reibungslos abgehandelt wird, sind im Vorfeld Überlegungen zu dieser Angelegenheit anzustellen und schriftlich festzuhalten.

Der Unternehmenslebenszyklus als Franchisegeber

Haben Sie schon darüber nachgedacht, als Franchisegeber den Markt aufzumischen? Wenn ja, durchlaufen Sie bis zur vollständigen Inklusion und Marktakzeptanz folgende Etappen:

Gründung: Die Idee wird geboren

Sie sind im ersten Schritt der Gründung mit der Ideenfindung beschäftigt. Welches Produkt oder welche Dienstleistung soll in welcher Art und Weise multipliziert werden?

In dem Zusammenhang muss zunächst ein Standort auserkoren werden, der zum Sammeln erster Praxiserfahrung und erforschen möglicher Erfolgspotenziale einlädt. Vor diesem Hintergrund bleibt die Anfertigung eines Marketingkonzepts unausweichlich.

Geschäftsentwicklung – ist das Produkt franchisetauglich ?

Im Zuge der Geschäftsentwicklung muss sich der Franchisegeber darüber im Klaren werden, ob seine Geschäftsidee überhaupt franchisetauglich ist. Bei dieser Frage helfen ihm die vorher gesammelten Erkenntnisse zum Standort.

Darüber hinaus ist es von entscheidender Bedeutung, dass die ausgereifte Idee ein Marktsegment bedient, welches auch in Zukunft noch existiert und einen besonderen Nutzen offenbart. Ebenso sollte die Individualität des Unternehmens durch ein Alleinstellungsmerkmal zum Ausdruck kommen. Neben einer ausgereiften Idee ist die Rentabilität und Tragfähigkeit des Franchise analytisch darzustellen.

• Expansion der Idee

Im Anschluss an das Geschäftskonzept folgt die Festlegung eines Expansionsplans. Dieser beschränkt sich gewöhnlich auf folgende Kriterien:

• Städte ab einer Einwohnerzahl von 100.000
• Mittelgroße Städte mit entsprechend hoher Kaufkraft

Die Gründung Ihres Franchisesystems

Daraufhin beschäftigt sich der Franchisegeber mit der Planung eines Franchisesystems, indem Kosten und Erträge aufgestellt werden.

Dies wird meist in einem Businessplan festgehalten und unterteilt sich in folgende Gebiete:

• Einlage zur Gründung und anschließende Kapitaleinsätze
• Zeitraum, in dem der Umsatz bei null liegt
• Gewinn
• Einkommen

Desweiteren muss sich der Franchisegeber mit Punkten, wie etwa Franchisevertrag und Franchisehandbuch befassen. Das Franchisehandbuch erläutert sämtliche Vorgänge zur Gründung und Führung eines Betriebs und legt Maßstäbe für das reibungslose Funktionieren der Franchisezentrale fest. Weiterhin sind genauso Aussagen zum Aus- und Weiterbildungsangebot zu treffen, die in einem Schulungsplan niedergeschrieben sind.

Franchisenehmer finden

Die größte Herausforderung eines Franchisegebers liegt in der Akquise neuer Franchisenehmer. Somit muss er mögliche Geschäftspartner von der Idee und Qualität des Franchiseunternehmens verzaubern. Hierbei ist es wichtig, bedacht vorzugehen. Schließlich sollten die angehenden Schützlinge auch für den Job als Franchisenehmer geeignet sein.

Der Unternehmenslebenszyklus für einen Franchisenehmer

Richtet man hingegen das Augenmerk auf den Franchisenehmer, durchläuft er folgenden Lebenszyklus:

Franchisegeber finden

Die Suche nach einem Franchisegeber ist längst nicht nur nach Kriterien, wie Wachstum und Umsatz zu betrachten. Vielmehr sollte die Unternehmenskultur im Einklang mit den eigenen Erwartungen stehen. Auf Puntk Franchise können Sie in den verschiedenen Kategorieren stöbern um den für Sie passenden Franchisegeber zu finden.

Bewerbung beim Franchisegeber

Sie wollen sich beim Franchisegeber als Franchisenehmer bewerben?

Dann sollten Sie sich im Vorfeld ausgiebig über den Franchisegeber informieren und eventuelle Fragen für das Gespräch mit dem Franchisegeber vorbereiten.

Suche nach Finanzierungen

Mit dem Eintritt in das Franchiseunternehmen kommen zahlreiche einmalige und wiederkehrende Zahlungen auf Sie zu, wie etwa die Eintrittsgebühr oder Investitionskosten. Hierbei kann Ihnen einerseits der Franchisegeber bei der Suche nach einem Kredit behilflich sein. Andererseits können Sie auch Fördermittel oder öffentlich bezuschusste Bürgschaften beantragen. Unabhängig davon, wie das notwendige Kapital beschafft wird, ist ein Finanzplan zu erstellen. Der gibt Ihnen Aufschluss über die Tragfähigkeit der zukünftigen Partnerschaft und Sie verlieren nicht den Überblick.

Standortsuche

Sofern der ausgewählte Franchisegeber im Besitz mehrerer Filialen ist, sollten die bevorzugten Standorte unter die Lupe genommen werden. Im Zuge Ihrer Überprüfung sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

• Sind bauliche Mängel erkennbar?
• Habe ich eine schlechte Lage erwischt oder ist die Lage besonders vielversprechend?
• Ist ein Gebietsschutz vorhanden?

Eröffnung – Werbung muss her

Die Eröffnung des Geschäfts zelebriert den Abschluss der Vorbereitungsphase. Damit geht es in den Alltag eines Unternehmers. Zu Beginn der Tätigkeit ist großes Augenmerk auf Marketing zu richten. Schließlich benötigt Ihr Laden zahlreiche Neukunden, die das Viertel wiederbeleben. Hierbei lohnen sich Aktivitäten wie Online Marketing, aber auch das Expertenwissen des Franchisegebers.

Fazit

Unabhängig davon, in welche Rolle Sie schlüpfen, durchleben Sie einen Unternehmenszyklus, der sich durch ein Merkmal charakterisiert: nachhaltiges Wachstum. Während Start-up-Gründer hierfür einen langwierigen Prozess auf sich nehmen müssen, kommen Anhänger des Franchising innerhalb kurzer Zeit an ihr Gründerziel.

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