Stichwort Unternehmergehalt: Wie viel verdient ein Franchisenehmer?

11.07.2018 08:00 | Ein Unternehmen gründen

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Ein paar Tausender müssen es schon sein, wenn man den Arbeitsaufwand gebührend in Rechnung stellt und auch berücksichtigt, wie viele Kosten davon zu bestreiten sind. Doch gerade zu Beginn kann es auch sein, dass ein Unternehmergehalt für Franchisenehmer recht schmal ausfällt in der Hoffnung darauf, dass sich dies aufsteigend ändert. Durchschnittswerte helfen dann wenig weiter, wenn man aus der Statistik fällt. Auf jeden Fall ist der eigene Lohn kalkulatorisch nicht zu vernachlässigen.

Das Unternehmergehalt entwickelt sich dynamisch beim Franchisenehmer

Man will ja nicht am Ende achselzuckend dastehen und betteln gehen müssen. Wie viel ein Franchisenehmer verdient, liegt nicht zuletzt in seinem eigenen Ermessen, Garantien dafür vom Franchisegeber gibt es nicht. Allerdings sind Richtwerte einzupreisen, deren Zustandekommen nicht fragwürdig sein muss, sondern auf Vergleichbarem beruht. Bleibt das zunächst Erzielte hinter den Erwartungen zurück, ist nachzubessern, wiewohl es auch Grenzen gibt, die kaum zu überwinden scheinen. Nehmen Sie hin, was sich auf die Schnelle nicht ändern lässt, bauen Sie vor, damit sich nichts festfressen kann, das den Anforderungen nur unzureichend gerecht wird. Das Unternehmergehalt ist entwicklungsfähig auf einer nach oben offenen Skala.

Den Motor zuverlässig wirksam vor Beschädigungen schützen

Doch erst einmal muss es für das Nötigste reichen. Der aufstrebende Franchisenehmer sollte wissen, was er für sein Auskommen braucht und auch, ob er es bestreiten kann. Hinweise darauf gibt neben den Erfahrungen ähnlich Betroffener ein exaktes Überschlagen zu stillender Bedürfnisse. Manche Ausgabe mag vorübergehend verzichtbar sein, anderes bleibt unerlässlich. Verschaffen Sie sich einen Überblick; überlegen Sie, wo notfalls etwas einzusparen ist und was gewährleistet sein soll. Denken Sie nicht, Sie müssten nur mal ab und zu ein paar Nächte durcharbeiten, um auf Ihren Schnitt zu kommen, es könnte Ihnen schlecht bekommen und muss auch nicht das gewünschte Ergebnis liefern. Durststrecken sind eventuell durch angelegte Reserven zu bewältigen.

Ohne verfängliches Netz, aber mit doppeltem Boden

Gefährlich wird es allerdings, wenn sie aufgebraucht sein sollten. Setzen Sie sich Ziele und überprüfen, ob sie realistisch sind. Eine Erprobungsphase wird Ihnen jedoch nur bedingt gewährt; wenn der Praxistest nicht hält, was die Planung versprochen hat, müssen Sie Alternatives vorbereitet haben.

  • Trösten Sie sich nicht mit dem Gedanken,
  • dass Sie ja einen zweiten Standort hinzunehmen könnten,
  • wenn sich Ihre erste Wahl als Fehlinvestition entpuppen sollte.

Die Expansion zum Löcherstopfen ist dem Untergang geweiht. Stattdessen müssen Sie Ihr Stammgeschäft auf Vordermann bringen, und entsprechende Möglichkeiten dafür dürfen nicht fehlen. Legen Sie Ihrer Fantasie keine Fesseln an, aber vergewissern Sie sich rechtzeitig, dass Sie keine Seifenblasen produzieren.

Die Abwärtsbewegungen durchstehen können

Sie müssen mit Rückschlägen rechnen und dann immer noch genügend Energie aufbringen, um sie wettzumachen. Halten Sie nicht nur einen Plan B bereit, sondern deren mehrere, die Sie jedoch nicht alle auf ein Mal verfolgen können. Lassen Sie sich keinesfalls von stolzen Zahlen blenden, die erst erwirtschaftet werden müssen, um über sie verfügen zu können. Legen Sie die Messlatte nicht von vornherein zu hoch, nähern Sie sich Erstrebenswertem stufenweise an. Sehen Sie zu, dass von Ihrem beeindruckenden Umsatz genügend übrigbleibt, buttern Sie nur dann zu, wenn es sich absehbar rentiert. Manchmal muss man einen Schlenker machen, der direkte Weg ist nicht immer der Weisheit letzter Schluss. Man kann sich wohl im selbstgemachten Dschungel auch verheddern.

Unternehmerische Freiheit mag belasten

Vergessen Sie die Steuer, vor allem deren frühes und vollständiges Deklarieren nicht, sonst bekommen Sie nur Ärger, für den Sie niemanden haftbar machen können. Ähnliches gilt für das, was Sie nach Feierabend tun, es sei denn, das würde sich über kurz oder lang auszahlen. Sie sind nun mal kein Angestellter, der seine Leistungen im Einzelnen abrechnen kann und dafür den vereinbarten Satz bezieht. Im Gegensatz zu ihm wird Ihre Krankenversicherung vom Nettoeinkommen abgerechnet, das zu bestimmen Ihre Aufgabe ist, wenn Sie es nicht anderen überlassen wollen. Schätzungen sind immer eine heikle Angelegenheit, legen Sie ein Schüppchen drauf für den Fall, dass die Entwicklung Ihrer Prognose hinterherhinkt. Man sollte stets ein zweites Ass im Ärmel haben, wenn man riskant agiert.

Mit einem Notfallplan in der Tasche

Das hält sich wohl im Franchising in Grenzen, doch unbenommen davon erwarten Sie große Herausforderungen. Was wäre, wenn Sie erkranken oder einen Unfall erleiden sollten? Kein Mensch ist unverletzlich, er muss nur wissen, was geschieht, wenn es passiert. Ebenso könnte es sein, dass Sie an Ihrem Standort kein Bein auf den Boden bekommen, obwohl die Aussichten nicht nur rosig gezeichnet worden sind. Fahren Sie vielleicht zweigleisig, wenn Sie sich dabei nicht verzetteln, um zu sehen, was sich wirklich lohnt. Trotz aller Voraussicht ist man vor Unerwartetem niemals gefeit und kann flexibler bleiben, wenn man sich nicht festgelegt hat. Verlassen Sie sich weniger auf schöne Worte, kommen Sie der Wahrheit auf die Spur.

Nie bis zum Anschlag verausgaben

Sie können schlecht von früh bis spät arbeiten, nur um den Gürtel nicht noch enger schnallen zu müssen. Setzen Sie Ihr Unternehmergehalt großzügig an, damit Sie Überschüssiges gegebenenfalls für andere Zwecke nutzen können. Das darf jedoch kein Dauerzustand werden, es ist als Krisenprävention gedacht. Stecken Sie nicht Ihren letzten Cent in die Finanzierung, gehen Sie das Abenteuer lieber eine Nummer kleiner an, um nach einer erfolgreich bestandenen Phase der Konsolidierung umso größer auftrumpfen zu können. Sie müssen mit Ihren persönlichen Ressourcen haushalten, gerade dann, wenn Sie schon etwas älter sind. Doch auch als junger Mensch dürfen Sie sich nicht gleich verheizen, schließlich wollen Sie die Früchte Ihrer Arbeit doch genießen.

Sich Vorrechte verschaffen

Das fällt schwer, wenn man sich die Zähne ausgebissen hat. Andererseits ist es ein Ding der Unmöglichkeit, zu erwarten, dass die Sterne vom Himmel fallen, sobald man als sein eigener Chef in Aktion tritt. Sie werden einige Bewährungsproben zu absolvieren haben, und das können Sie kaum, wenn Sie schon ausgepowert sind. Rüsten Sie sich angemessen für einen harten Kampf, hüten Sie sich auch davor, aus lauter Vorsorge handlungsunfähig zu werden. Man muss mit allen Wassern gewaschen sein, wenn man als Unternehmer Furore machen will. Doch der Franchisenehmer ist anderen gegenüber dadurch im Vorteil, dass er von einer bequemeren Startposition aus das Rennen machen kann.

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