Unternehmerin unter der Lupe: Die selbstständige Frau von Heute

Veröffentlicht am

letztes Update: 20/05/2019

unternehmerin von heute

Jeder weiß es eigentlich, doch ausgesprochen wird es trotzdem nicht: Der Anteil von Frauen in Führungspositionen in Deutschland liegt immer noch bei knapp einem Drittel. Unglaublich, wenn man bedenkt, dass mehr als die Hälfte der deutschen Hochschulabsolventen Frauen sind und der durchschnittliche Frauenanteil in den deutschen Berufen im Bereich Verkauf bei 72,9 % liegt!

Nicht zu Unrecht fragen wir uns also, wie dies in unserer heutigen, modernen Zeit immer noch der Fall sein kann! Liegt der Mangel an Unternehmerinnen nun darin begründet, dass Frauen weniger befähigt sind als Männer ein Unternehmen zu führen oder hat dies andere Gründe?

Was natürlich immer wieder ein Thema bleiben wird, ist dass Frauen nun mal Kinder zur Welt bringen. Dies können ihnen die Männer leider nicht abnehmen. Für junge Frauen mit Kinderwunsch ist dies deswegen häufig ein Grund, weswegen sie Führungspositionen ausschlagen und nicht daran denken ein eigenes Unternehmen zu gründen. Dies ist schließlich schwer zu führen, wenn man einige Monate ausfällt, zumindest so der allgemeine Glaube, gäbe es da nicht Möglichkeiten wie ein Franchise im Home-Office...

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Weiterhin ist die traditionelle Geschlechterrolle leider immer noch gang und gäbe in Deutschland. Der Mann wird als der Versorger angesehen, der von der Frau unterstützt wird. Diese Rollenverteilung finden wir auch in Unternehmen wieder, die einen Spiegel der Gesellschaft darstellen. Männer befinden sich häufig in den Führungspositionen und haben hauptsächlich weibliche Angestellte, welche die Aufträge ausführen.

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Chancengleichheit

Dennoch vollzieht sich in Hinblick dessen mittlerweile ein langsamer, aber steter Wandel in Deutschland. Frauen möchten immer häufiger Karriere machen und sehen es nicht ein, diese für die Familie oder Kinder zu opfern. Konzepte, wie der Mutterschaftsurlaub werden mittlerweile auch auf den männlichen Elternteil ausgeweitet, um die Frauen in ihrem Bestreben zu unterstützen. Die Gesellschaft hat nämlich damit begonnen zu realisieren, dass die Kindererziehung nicht eine reine Frauenangelegenheit ist und dass es vor allem nicht selbstverständlich ist, dass diese ohne Wenn und Aber in die Rolle der Hausfrau und Mutter schlüpfen.

Für so manche Männer mag dieses Streben der Frauen noch nicht wirklich nachvollziehbar sein, doch wer könnte seine Geschlechtsgenossinnen besser verstehen, als eine Frau? Unternehmerinnen haben einen etwas anderen Blickwinkel auf die Welt und deren Vorgänge. Sie sind meistens sozialer veranlagt, als ihr männlicher Gegenpart und können somit frischen Wind und Innovation in ein Unternehmen bringen.

Die Karrierefrau versteht, dass Gehälter angeglichen werden müssen und das es die gleichen Aufstiegschancen für alle geben muss, unabhängig von Religion, Nationalität oder Geschlecht. Denn die Zukunft steht ganz klar unter dem Licht der Gleichberechtigung. Durch diese einzigartige Sichtweise sind Unternehmen mit weiblicher Führung besser auf Probleme, wie den demografischen Wandel oder neue Trends angepasst und schaffen es, hoch qualifiziertes Personal anzulocken und vor allem auch zu binden.

Mitarbeiterzufriedenheit

Frauen gelten im Allgemeinen als kommunikativer, offener und sozialer, wohingegen Männer als risikobereiter, emotional stabiler und ehrgeiziger eingestuft werden. Doch müssen sich diese Eigenschaften immer gegenseitig ausschließen und können sich nicht doch einfach ergänzen? Oder sind gerade diese Unterschiede der Grund, warum sich hauptsächlich Männer in Führungspositionen befinden?

Die schlichte Antwort ist: Nein. Frauen müssen nicht männlicher werden und sind durchaus in der Lage eigenständig ein Unternehmen zu führen. Unsere Gesellschaft und vor allem Firmen unterliegen dauerhaft Veränderungen, die sich immer mehr zugunsten von Unternehmerinnen entwickeln. Denn heutzutage ist nicht nur der Blick für den wirtschaftlichen Erfolg gefragt, um Umsatz zu verzeichnen, sondern es geht in erster Linie darum die eigenen Mitarbeiter zufriedenzustellen. Denn diese sind schließlich der Motor, der das Unternehmen am Laufen hält.

Und seitdem Unternehmerinnen sich ihren Platz in der von Männern dominierten Domäne erkämpft haben, wird offensichtlich, dass ein Wandel begonnen hat. Und dieser wird von den Angestellten sehr begrüßt:

  • Alternative Arbeitsformen werden vermehrt eingeführt. Nicht nur Frauen wird es mittlerweile gestattet, in Teilzeit zu arbeiten, sondern auch Männer können sich nun von der traditionellen 40-Stunden-Woche abwenden.
  • Krippen und Kindergärten werden in die Unternehmen integriert, um den Eltern eine Balance zwischen Familie und Karriere zu ermöglichen
  • Die Gesundheit der Angestellten ist zur obersten Priorität geworden. Es gibt verstellbare Tische, Gymnastikbälle und Heimtrainer, die vor allem den Rückenproblemen entgegenwirken sollen, die durch das lange Sitzen im Büro verursacht wurden.
  • Minifitnessstudios oder Entspannungszimmer mit Massagestühlen in den firmeneigenen Räumen sollen zur positiven Atmosphäre innerhalb der Firmen beitragen.
  • Maßnahmen zum Team Building, wie gemeinsame Ausflüge, Wanderungen oder Aktivitäten verhelfen dem Unternehmen, dass sich aus einfachen Kollegen Freunde entwickeln. Dadurch kommen die Angestellten gerne auf die Arbeit und ein angenehmes Arbeitsklima ist garantiert.
  • Frauen gelten im Allgemeinen als leichter zugänglich und haben eher ein offenes Ohr für Sorgen und Probleme. Unternehmerinnen zeigen deswegen häufig nicht nur eher Verständnis für die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter, sondern diese fühlen sich auch wohler dabei, sich ihrer weiblichen Chefin anzuvertrauen.

Spiegel der Gesellschaft

Umfragen haben gezeigt, dass die Unternehmen, die am besten funktionieren, ein Spiegel der Gesellschaft sind. Das heißt, dass der Frauen und Männeranteil in den Firmen eine ähnliche Verteilung aufweist, wie in Deutschland. Dadurch werden potenzielle, Erfolg versprechende Bewerber nicht abgeschreckt, sondern fühlen sich ganz im Gegenteil sogar eher zu diesen Unternehmen hingezogen! Denn diese realistische Repräsentation der Gesellschaft wirkt sich positiv auf die Mitarbeiterzufriedenheit aus. Schließlich wird diesen vorgelebt, dass in dem Unternehmen alles möglich ist! Das Gleiche gilt ebenfalls für die Kundschaft. Logisch, denn welcher Mann ist nicht angezogen von der starken Karrierefrau und welche Frau wünscht sich nicht, wie sie zu sein? Kein Wunder also, dass diese sich von den Unternehmerinnen verzaubern lassen und dem Unternehmen treu bleiben. Dies hat wiederum zur Folge, dass sich die Zielgruppen erhöhen, die von dem Unternehmen angesprochen werden. Daraus resultierend steigt natürlich wieder der Umsatz!

Frauen im Franchising

Im Franchising scheint es mittlerweile eher Realität zu werden, dass sich Frauen an das Unternehmertum heranwagen. Dies hat folgenden Hintergrund:

  • Frauen sind alles in allem sehr viel vorsichtiger als Männer. Es werden nicht gerne große Risiken eingegangen, vor allem wenn es um die eigenen Investitionen geht.
  • Während Männer sich gerne vor anderen profilieren und mit ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten oft übertreiben und angeben, halten sich Frauen eher zurück. Sie tendieren sogar oft dazu, ihre eigenen Kompetenzen zu unterschätzen.
  • Ein eigenes Unternehmen ist mit viel Zeit, Arbeit und Aufwand verbunden. Alles Dinge, die sich schwer mit der Gründung einer eigenen Familie vereinen lassen.
  • Durch die Familiengründung können Frauen meistens erst sehr viel später, als Männer karrieretechnisch durchstarten.
  • Und sind dadurch auch auf eine bestimmte Region oder sogar Stadt beschränkt.
  • Frauen können oftmals jahrelange Berufserfahrung als Angestellte vorweisen

Diese Lebensumstände und Charaktereigenschaften mögen für so manche Frau zwar ein Hindernis bei der Gründung der eigenen Firma darstellen, doch für das Konzept des Franchisings gilt dies nicht. Denn beim Franchising wird ein bereits existierendes Geschäftsmodell vom Franchisegeber übernommen, der seine Franchisenehmer bei der Vermarktung, Gründung und Geschäftsführung unterstützt.

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Eingebettet in einem Vertrag mit so einigen Auflagen, fungieren die Unternehmer als Selbstständige, die jedoch nicht auf sich allein gestellt sind, sondern durch das Franchisenetzwerk und dem Franchisegeber Beratung und Hilfe erhalten.
Dieses System stellt viele Anforderungen, die den Unternehmerinnen von heute schon von Grund auf gegeben sind und sie dadurch zu den perfekten Franchisepartnerinnen macht:

  • Die mangelnde Risikobereitschaft der Frauen stellt kein Hindernis da, weil die Franchisegeber zumeist schon jahrelang die Beständigkeit und den Erfolg ihres Unternehmens unter Beweis gestellt haben.
  • Frauen sind häufig mit einem Organisationstalent gesegnet, welches den unternehmerischen Alltag mit seinen Abläufen erleichtert
  • Kommunikationsfähigkeiten wurden den meisten Frauen schon in die Wiege gelegt.
  • Frauen sind Teamplayer und keine Einzelkämpfer. Sie können Schwächen offen zugeben und nehmen gerne Hilfe an.
  • Frauen sind kontaktfreudig. Eine äußerst wichtige Eigenschaft, wenn man täglich Kunden, Angestellte, Lieferanten und Geschäftspartner um sich herum hat.
  • Die angebotenen Weiterbildungen und Schulungen der Franchisegeber unterstützen das Bestreben der Frauen nach neuem Wissen

Franchising ist außerdem ein System, das es auch Quereinsteigern ermöglicht, sich den Traum vom eigenen Unternehmen zu erfüllen. Auch, wenn es also laut Studie heißt, dass sie die deutschen Franchisepartnerinnen eher in Modeboutiquen, Drogerien und im Gesundheits- und Sozialwesen wohlfühlen, heißt dies noch lange nicht, dass ihnen die „klassischen Männerberufe“ verwehrt bleiben. Durch die angebotenen Ausbildungen der Franchisegeber vor der Existenzgründung ist es mittlerweile in fast jeder Branche möglich, Fuß zu fassen, weswegen sich Frauen nun auch immer mehr an Berufsfelder heranwagen, die von Männern dominiert werden.

Fazit

Auch wenn Frauen lange Zeit nicht in Führungspositionen gesehen wurden und die Quote immer noch erschreckend niedrig ist, zeigt sich mittlerweile doch ein Wandel der Situation auf dem deutschen Wirtschaftsmarkt. Frauen lernen sich selbst und ihre eigenen Kompetenzen besser einzuschätzen und streben vor allem nach Karriere und weniger nach Kindern und einer eigenen Familie. Und die Firmen beginnen schrittweise zu erkennen, dass die Fähigkeiten der Frauen frischen Wind in die Unternehmen bringen. Und nicht nur das! Durch Unternehmerinnen wurden Prozesse in Gang gesetzt, die sich positiv auf die Mitarbeiterzufriedenheit und die Kundenbindung ausgewirkt haben. Dadurch wurde natürlich mehr Umsatz erzielt.

Doch selbst für Frauen, die Karriere und Familie unter einen Hut bringen wollen, haben sich diesbezüglich durchs Franchising ganz neue Möglichkeiten eröffnet. Und die Väter gibt es ja schließlich auch noch! Sollten Sie also den Wunsch nach Selbstständigkeit in sich verspüren, zögern Sie nicht! Das Potenzial zur erfolgreichen Unternehmerin schlummert in jeder Frau, es muss lediglich entfesselt werden!

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