Unternehmerisches Risiko senken: Was Sie tun können

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Unternehmerisches Risiko senken Was Sie tun können

Selbstständig zu werden, bringt immer ein gewisses Risiko mit sich. Komplett ausschalten lässt sich das Unternehmerrisiko nie, doch es gibt Mittel und Wege, die Wagnisse zu reduzieren. Wir zeigen Ihnen, welche Strategien Sie wählen können, damit Sie nicht mehr Tag und Nacht an die Risiken in Ihrem Unternehmen denken müssen.

Klar, die Selbstständigkeit ist nicht als die sicherste Form des Arbeitens bekannt – zumindest nicht, was die Bezahlung angeht. Selten ist zu 100 Prozent klar, wie viel Lohn ein Selbstständiger im Laufe des Monats verdienen wird. Dies gehört zum Risiko eines Selbstständigen dazu. Sicherlich nicht jeder mag diese Form des „Abhängig-Seins“ von Aufträgen oder der aktuellen Konjunkturlage. Allerdings profitieren Selbstständige im Gegenzug von einer deutlich größeren persönlichen Freiheit und sind selbst für Ihren Erfolg verantwortlich. Ob klassische Selbstständigkeit, Gründung eines Ein-Personen-Unternehmens oder in einer Gesellschaft mit einem oder mehr Geschäftspartnern: Als eigener Chef zu arbeiten, ist in vielen Formen möglich.

Das Unternehmerrisiko: Was umfasst es genau?

Zunächst sollten wir uns allerdings um den Begriff des „Unternehmerrisikos“ kümmern. Dieser sagt sicherlich nicht für jeden das gleiche aus. Die Grundidee bleibt aber: Als Unternehmer ist es unsicher, ob sich der der eigene wirtschaftliche und zeitliche Einsatz wirklich lohnt. Bereits zahlreiche Gerichte – vor allem Sozialgerichte beziehungsweise das Bundessozialgericht – beschäftigten sich mit dem Unternehmerrisiko. Vor allem wird es herangezogen, um zu beurteilen, ob eine Person selbstständig war oder ob Sie als Arbeitnehmer angestellt war.

Manchmal bevorzugen es Unternehmen nämlich aus versicherungstechnischen oder steuerlichen Gründen, viel mit Selbstständigen zu kooperieren. Sobald eine Firma aber zu regelmäßig mit einem Selbstständigen zusammenarbeitet, kann es sein, dass dieser zum Arbeitnehmer wird – obwohl das Unternehmen gerade das vermeiden wollte. Die Beurteilung einer solchen Situation fällt schwer und hängt von individuellen Umständen ab, deshalb müssen Sozialgerichte in derlei Fällen einzeln urteilen. Und hier kommt das Unternehmerrisiko als einer der Faktoren zur Selbstständigkeit ins Spiel: Ohne Unternehmerrisiko gilt man nach aktueller Rechtsprechung in der Regel nicht als selbstständig.

Ein Risiko bringt immer Chancen mit sich

Vielleicht haben Sie schon einmal während des Radfahrens folgenden Spruch gehört: Wo ein Berg ist, da ist auch eine Abfahrt. Hinter dem Hindernis (in diesem Fall dem Berg) verbirgt sich also immer etwas Positives (die Abfahrt). Dieses Zitat ist gut auf die Situation rund um Selbstständige anwendbar. Als eigener Chef sollte man nämlich nicht nur die Risiken im Auge behalten, sondern auch die Chancen, die sich dahinter verbergen. Denn: Ohne die Chance auf Erfolg würde sich das Eingehen eines Risikos überhaupt nicht lohnen.

Betrachten Sie Ihre Situation als Unternehmer also auch mal von der anderen Seite: Was können Sie tun, um Ihre Chance zu ergreifen? Wie steigern Sie die Erfolgswahrscheinlichkeit? Solche Fragen sind psychologisch hilfreicher, als sich immer wieder wegen der Risiken zu hinterfragen. Verändern Sie Ihren Blickwinkel und lassen Sie eventuell Vertraute oder externe Berater einen Blick auf Ihr Unternehmen werfen, damit Sie Ihre Chancen klarer sehen. Wo ein Risiko ist, ist auch eine Möglichkeit.

Das Franchising als Risiko-Minderer

Selbst der veränderte Blickwinkel auf Ihr Geschäftsmodell wird Ihr Unternehmerrisiko logischerweise nicht einfach verschwinden lassen. Daher sollten Sie als Unternehmer sich nach Optionen umsehen, die Ihr Risiko möglichst ohne großen Aufwand reduzieren. Eine davon: das Franchising. Von der Kooperation mit einem kompetenten Franchisegeber könnten Sie als (künftiger) Unternehmer definitiv profitieren. Ein gut ausgebautes Franchisesystem bietet unter anderem diese Vorteile, die Ihr Risiko minimieren könnten:

  • ein bereits funktionierendes Geschäftsmodell inklusive Erfahrung in der Branche
  • ein bereits aufgebautes Markenbild, zentral gesteuerte Werbemaßnahmen und dadurch eventuell bereits ein Kundenstamm
  • bereits vorhandene Strukturen, beispielsweise in Bezug auf Lieferanten oder Geschäftspartner

Dank der Mechanismen des Franchising ist es Ihnen damit möglich, Ihr Risiko einzuschränken.

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Eine gute Planung als entscheidender Faktor

Egal ob in einem Franchisesystem oder nicht: Der zentrale Aspekt bei der Risikominimierung ist die Planung. Bereits weit vor der Gründung eines Unternehmens oder der Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit sollten Sie sich informieren und mit den Planungen beginnen. Unvorbereitet in das Abenteuer Selbstständigkeit zu stolpern, wird Ihr Risiko signifikant erhöhen und in den allermeisten Fällen zum Scheitern führen.
Natürlich müssen bei Ihrer Planung individuelle Faktoren eine Rolle spielen:

  • Möchten Sie nebenberuflich gründen?
  • Bevorzugen Sie ein Franchisesystem?
  • Möchten Sie ein bestehendes Unternehmen übernehmen und weiterführen?
  • Sind Sie gerade in Beschäftigung beziehungsweise mitten im Studium oder haben Sie ohnehin gerade gekündigt (oder wurden gekündigt)?
  • Wie viel Geld haben Sie für anfängliche Investitionen zur Verfügung?

Diese Fragen stellen eine Basis für Ihre Selbstständigkeit dar. Denn für jeden Typus der Selbstständigkeit gelten andere Anforderungen bezüglich der finanziellen Mittel oder der zeitlichen Verfügbarkeit. Es muss individuell abgewogen werden, inwiefern Chancen auf Erfolg bestehen und wie groß das Unternehmerrisiko wäre. Wenn die Bedenken überwiegen, ergibt die Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit wohl wenig Sinn.

Vereinfachte Planung innerhalb eines Franchisesystems

Im Bezug auf Franchising haben Sie bei der Planung einen entscheidenden Vorteil: Sie können auf die Erfahrungen Ihres Franchisegebers vertrauen, der sich bereits in der Branche auskennt und gemeinsam mit Ihnen eine vernünftige Planung durchführen kann. Ein Franchisegeber kann in aller Regel recht genau abschätzen, welche Anfangsinvestitionen nötig sind und mit wie viel Umsätzen kalkuliert werden kann. So können Sie Ihr Risiko weiter minimieren. Diese finanziellen Kennzahlen sind innerhalb eines Franchiseunternehmens leicht zu erfahren beziehungsweise zu berechnen:

  • nötige Anfangsinvestitionen (zum Beispiel Eintrittsgebühr)
  • monatliche / jährliche Gebühren (beispielsweise durch eine Umsatzbeteiligung)
  • zu erwartender Umsatz, abhängig etwa vom Standort und der Geschäftsgröße

Natürlich sollten Sie beim zu erwartenden Umsatz nicht blind auf die Angaben des Franchisegebers vertrauen. Setzen Sie sich lieber mit ihm zusammen und gehen Sie gemeinsam durch, welche Faktoren Ihren Umsatz wie beeinflussen könnten. Im Rahmen eines solchen Gesprächs merken Sie normalerweise schnell, ob das Franchiseunternehmen kompetent geführt wird.

Inflation, Konjunktur & Co.: Nicht immer können Sie die Risiken beeinflussen

Klar machen sollten Sie sich ebenso, dass Sie nicht alleinverantwortlich für die Risiken im Unternehmen sind. Vielmehr hängt für die Selbstständigkeit oder eine Gründung vieles von der aktuellen wirtschaftlichen Lage ab. Eine starke Inflation könnte Ihre Pläne zu Nichte machen, eine gute konjunkturelle Lage könnte Ihrer Unternehmung dagegen einen Schub verleihen. Auch das Nachfrageverhalten in einer Branche ist nicht einhundertprozentig vorhersehbar.
Diese Punkte sollten Sie im Hinterkopf behalten. Das Unternehmerrisiko lässt sich leider nicht vollständig ausschalten, allerdings können Sie beispielsweise mit einem Franchisesystem dafür sorgen, dass es bestmöglich minimiert wird.

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