Venture Capital: Eine geeignete Finanzierung für Ihre Geschäftsidee?

05.03.2019 14:00 | Ein Unternehmen gründen

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Wer sich als Existenzgründer selbstständig machen möchte, der benötigt meist über ausreichendes Kapital, um das Gründungsvorhaben auch wirklich realisieren zu können. Heutzutage ist oft die Rede vom Venture Capital, dem sogenannten Wagniskapital. Dabei handelt es sich um eine Art finanzielle Entwicklungshilfe für neue, innovative Unternehmen, es ist also kein herkömmlicher Kredit. Heute klären wir Sie über das angesagte Instrument der Finanzierung auf. Vielleicht kommt es ja auch für Sie in Zukunft in Frage? Bevor man eine Geschäftsidee mit Franchising am Markt ausweiten kann, kommt es zunächst einmal auf eine erfolgreiche Basis an! Wir erzählen Ihnen heute, was es in diesem Kontext zu beachten gibt.

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Was ist Venture Capital?

Wenn von Venture Capital die Rede ist, dann geht es um ein Investment in ein junges Unternehmen. Wie Sie bereits richtig vermuten, stammt der Begriff ursprünglich aus dem angelsächsischen Bereich und er lässt sich im Deutschen mit Risikokapital oder Wagniskapital übersetzen. Da sich der englische Begriff auch in unseren Breitengraden durchgesetzt hat, wird Venture Capital oft auch einfach nur als VC abgekürzt.

Wie die deutsche Bezeichnung Wagniskapital bereits verrät, handelt es sich beim Venture Capital um eine Art von Investment, wobei für den Investor ein gewisses Risiko bei der Unternehmung besteht. Beim Venture Capital handelt es sich um Wagniskapital, was sich eventuell nicht wie gewünscht vermehrt oder aber im schlimmsten Fall sogar komplett verloren geht. Denn das Verlustrisiko beim Venture Capital ist mitunter sehr hoch!

Warum gibt es Venture Capital?

Beim Venture Capital handelt es sich um eine Unterform des Private Equity, es stellt privates Beteiligungskapital dar, was von sogenannten Venture Capital Beteiligungsgesellschaften gestellt wird. Solche Beteiligungsgesellschaften beteiligen sich an Unternehmen und geben diesen finanzielle Entwicklungshilfe. Diese Gesellschaften beteiligen sich an den Unternehmen in Form eines Venture Capital Fonds. Vor allem innovative und technologieorientierte Unternehmen, die sich in der anfänglichen Gründungsphase oder ersten Wachstumsphase befinden, werden von solchen Venture Capital Gesellschaften unterstützt, indem man als Investor in einen Venture Capital Fonds einzahlt.

Wie steht es um das Risiko vom Venture Capital?

Wer als Venture Capitalist investiert, der wählt sein Investment sorgfältig aus, denn es handelt sich schließlich um Wagniskapital. Er unterstützt ein junges Unternehmen oder Start-up mit dem Wissen, dass er eventuell sein Geld verliert. An sich verfolgen die Investoren beim Venture Capital wie auch bei anderen Investments die Maximierung des eingesetzten Geldes. In der Praxis sieht es oft so aus, dass von zehn gemachten Deals, drei richtig gute Deals notwendig sind, um eine attraktive Gewinnquote verzeichnen zu können. Läuft es gut, kann es der Fall sein, dass der Venture Capitalist ein Vielfaches seines Investments letzten Endes zurück erhält.

Welche Aufgabe haben Venture Capital Beteiligungsgesellschaften?

Unternehmen und Investoren investieren über einen Venture Capital Fonds in junge Unternehmen und verschaffen diesen eine wichtige Finanzspritze. Die minimale Beteiligungssumme liegt meist bei rund 100.000 bis 250.000 Euro für die Investoren. Wichtig ist dabei, dass der Investor durch das Einbringen seines Kapitals Mitgesellschafter des Unternehmens mit allen Rechten und Pflichten wird. Allerdings geht es den Venture Capital Investoren nicht darum, die Mehrheit an dem Unternehmen zu erlangen – denn diese bleibt den Existenzgründern überlassen!

Venture Capital Gesellschaften bringen stattdessen Kapital sowie fundierte Branchenkenntnisse in die Unternehmen ein, in die sie investieren. Denn die unterschiedlichen Venture Capital Fonds verfolgen in der Regel Branchenschwerpunkte, auf die sie sich spezialisiert haben. Dabei wird das Wagniskapital oft in neue, disruptive Unternehmen gesteckt, deren Konzept vielversprechend ist. Aus diesem Grund werden vor allem solche Unternehmen unterstützt, die voller Potential und Innovation stecken – das bedeutet auch, dass die Sicherheiten meist gering sind, das Risiko dafür aber umso höher liegt.

Worauf kommt es Venture Capital Beteiligungsgesellschaften an?

Die Investoren interessieren sich vorrangig für neuartige und innovative Geschäftsideen, da diese ein unglaubliches Entwicklungspotential aufweisen. Aber es kommt auch auf den Markt an, auf dem sich das Unternehmen entwickeln möchte: Wird den Unternehmen und Start-ups hier ausreichend Platz für Wachstum und eine vielversprechende Entwicklung gegeben? Wie steht es diesbezüglich um die Rahmenbedingungen? Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Kundennutzen. Denn wenn es keinen Nutzen für die zukünftigen Kunden gibt, dann wird die Nachfrage schließlich auch ausbleiben und das Unternehmen ist zum Scheitern verurteilt. Daher schauen die Venture Capital Beteiligungsgesellschaften auch immer auf die entscheidenden Alleinstellungsmerkmale der jungen Unternehmen. Nur wer einen Nutzen beim Kunden generieren kann, der kann letztlich auch am Markt überleben. Und letztlich werfen die Gesellschaften noch einen Blick auf die Gründerteams: Bringen die einzelnen Gründer die nötigen Skills mit, auf die es ankommt? Nur dann kann ein Unternehmen auch wirklich überzeugen!

In welchen Entwicklungsphasen von Unternehmen investieren Venture Capital Gesellschaften?

Die Venture Capital Fonds stellen den jungen, entwicklungsfähigen Unternehmen in unterschiedlichen Entwicklungsstufen finanzielle Mittel zur Verfügung. Hier haben sich folgende drei Investitionsphasen durchgesetzt:

  • Vor-Gründungsphase / Seed-Finanzierung:

Die erste Stage stellt die wagnisreichste Phase dar. Denn in dieser Phase nimmt die Geschäftsidee weiter Form an, wird entwickelt und tiefergehender erforscht. Teilweise ist in dieser Stage die Finanzierung eines Prototyps nötig. Es wird die Basis für das Konzept gesetzt und geschaut, wie man es im nächsten Schritt zur Marktreife bringen kann. Da diese Phase am risikoreichsten ist, ist das Investitionsniveau von Venture Capital Gesellschaften in dieser Stage meist dementsprechend verhalten.

  • Gründungsfinanzierung / Start-up:

Ist die Produktentwicklung abgeschlossen und die Finanzierung der Markteinführung klar, beginnt die nächste Stage: Die Start-up-Finanzierung. In dieser Phase sind oft Geldgeber gefragt, um ein Unternehmen mit frischem Kapital zu versorgen. Hier ist es wichtig, dass die Geschäftsidee auch von wirtschaftlichem Erfolg gekrönt ist und das Unternehmen bereits über ein Produkt oder aber eine Dienstleistung verfügt.

  • Erste Wachstumsphase / Expansion:

In dieser Stage hat sich das Produkt oder die Dienstleistung bereits am Markt behaupten können, so dass nun eine nachhaltige Einnahme des Absatzmarktes ansteht. Nachdem die ersten Umsätze erzielt worden sind, steht nun die gezielte Expansion auf dem Programm. Zu diesem Zwecke gibt es spezielle Venture Capital Fonds, die vor allem Expansionen vorantreiben. In dieser Phase geht es um den Ausbau von Produktionskapazitäten und den Vertrieb, damit das künftige Wachstum richtig geplant angegangen werden kann. Teilweise wird diese Stage auch als Growth Finance bezeichnet. Im letzten Schritt werden die Anteile dann wieder zurück an die Gründer verkauft oder aber ein anderer Investor steigt in das Unternehmen ein.

Warum spielt Venture Capital eine wichtige Rolle für Gründer?

Venture Capital Gesellschaften stellen den jungen Unternehmen mehr als nur finanzielle Mittel zur Verfügung. Da sie meist über sehr fundierte Branchenkenntnisse und Management-Expertise verfügen, werden sie zu einem wichtigen Partner für junge Unternehmen. Wer als Jungunternehmer Förderung in Form von Venture Capital erhalten möchte, der sollte sein Konzept in einem Elevator Pitch aufbereiten, um sein Projekt prägnant und auf den Punkt bei interessierten Investoren zu präsentieren. Vielleicht können Sie so eine Geschäftsidee erfolgreich aufbauen und letztlich via Franchising groß heraus bringen? Schließlich ist jedes Franchise-Unternehmen einmal klein gestartet! Und nur wer es richtig anstellt, der kann später als Franchisegeber nachhaltig mithilfe von Franchisenehmern den Absatzmarkt einnehmen! Setzen Sie also gerade am Anfang Ihrer Gründung auf Venture Capital, um so effektiv zu wachsen zu können.

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