Die Top 5 Vorurteile über das Franchising und wieso sie nicht stimmen!

03.03.2019 16:30 | Diverse Themen - Trends

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Das Franchising ist ein populäres Vertriebssystem, was Franchisegebern eine risikoarme und kostengünstige Expansionsmöglichkeit ihres Unternehmens bietet. Zeitgleich profitieren Franchisenehmer davon, da sie so ein funktionierendes Geschäftskonzept für ihre Existenzgründung erhalten. Dies stellt den Kern des Franchisings dar. Es ergibt sich für beide Geschäftspartner eine attraktive Win-Win-Situation. Allerdings geistern gewisse Vorurteile durch die Köpfe vieler. In diesem Artikel möchten wir die Top 5 Vorurteile widerlegen und Ihnen aufzeigen, weshalb Franchising eine attraktive Möglichkeit für Gründungswillige darstellt.

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Anbei stellen wir Ihnen 5 vorherrschende Vorurteile über das Franchising vor und zeigen Ihnen auf, warum diese nicht stimmen!

1. Als Franchisenehmer sind Sie nur eingeschränkt selbstständig!

Im Volksmund ist oft die Rede davon, dass Franchisenehmer nur eingeschränkt selbstständig sind. Was ist hier Wahres dran?

Beim Franchising handelt es sich um eine Geschäftspartnerschaft auf Augenhöhe. Wer also als interessierter Franchisenehmer auf einen Franchisegeber zugeht, der ist kein Bittsteller, sondern ein Verhandlungspartner auf Augenhöhe. Denn als Franchisenehmer sind Sie ein rechtlich und finanziell selbstständiger Unternehmer. Und zwar liegt das ganz einfach daran, da Sie das alleinige, unternehmerische Risiko für Ihren Franchisestandort tragen. Sie agieren auf eigenen Namen und auf eigene Rechnung, auch wenn Sie im Gewand einer Franchisemarke auftreten.

Mit der Unterzeichnung des Franchisevertrages binden Sie sich daran, dass Sie die Markenwelt des Franchisegebers nach seinen Vorgaben und Vorstellungen repräsentieren, allerdings sind Sie trotzdem ein selbstständiger Unternehmer! Sollten Sie im Franchisevertrag Klauseln finden, die Ihre Selbstständigkeit zu sehr einschränken und Sie sich eher in einem abhängig beschäftigten Verhältnis befinden, so ist der Franchisevertrag sogar nichtig!

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Natürlich kann die einheitliche Repräsentation der Franchisemarke als gewisse Einschränkung angesehen werden, allerdings profitiert der Franchisenehmer zeitgleich von einem einheitlichen Markenauftritt: Denn als Teil eines Netzwerkes und einer bekannten Franchisemarke profitiert er von einem schnelleren Markteinstieg. Denn wer sich in Eigenregie mühselig selbstständig macht, der muss mehr Zeit und Geld in den Aufbau einer Marke und eines treuen Kundenstammes stecken. Das Einhalten von Regeln und Vorgaben aus der Franchisezentrale sorgt also dafür, dass man auf etablierte Arbeitsprozesse zugreifen kann und viele Fehler direkt bei Gründungsbeginn vermieden werden können. So lassen sich schneller schwarze Zahlen schreiben – und das bei einem geringeren unternehmerischen Risiko!

2. Knebelverträge nehmen die Franchisenehmer finanziell aus!

Natürlich sollte man als Franchisenehmer darauf achten, zu was für Bedingungen man die Existenzgründung vornimmt. Aus diesem Grund gilt es, den Franchisevertrag vorab sorgfältig zu prüfen. Hier bietet es sich an, einen auf Franchising spezialisierten Juristen zu Rate zu ziehen, damit man weiß, zu welchen rechtlichen Bedingungen man sich bindet.

Hier ist es wichtig darauf zu achten, dass der Franchisevertrag den Franchisenehmer nicht zu sehr in seiner wirtschaftlichen Entfaltung einschränkt. Natürlich kommt der Franchisegeber vertraglich in den Genuss gewisser Weisungsrechte, allerdings darf die Einflussnahme auf den Franchisebetrieb nicht zu krass sein. Das heißt, dass die unternehmerischen Kernbereiche wie Finanzierungsthemen, Personalentscheidungen und die Preisgestaltung dem Franchisenehmer vorbehalten sein müssen. Verfügt der Franchisegeber über zu weit ausgedehnte Weisungsrechte, dann sollte man von dem Franchisesystem Abstand nehmen, da dies einem wirtschaftlichen Knebelvertrag gleich kommt. In solch einem Fall würde der Franchisenehmer sämtliche wirtschaftliche Risiken tragen, während ihm alle unternehmerischen Freiheiten beschnitten werden würden!

Die Weisungen des Franchisegebers sind nur rechtens, wenn sie sicherstellen, dass so das von ihm entwickelte Geschäftskonzept systemgetreu umgesetzt wird. Denn dies ist schließlich notwendig, damit das Franchisesystem seinen Kunden eine gleichbleibende Qualität garantieren kann. Und das wiederum geht mit dem einheitlichen Markenauftritt einher.

3. Durch die Unterzeichnung eines Franchisevertrages bindet man sich auf lange Jahre!

Das stimmt, Franchiseverträge sind meist auf mehrere Jahre angelegt. In der Regel weisen sie eine Vertragslaufzeit von 3 oder 5 Jahren auf. Sie können allerdings auch 10 oder sogar 20 Jahre betragen. Das klingt auf den ersten Blick sehr lang und kann abschreckend wirken, allerdings hat das einen gewissen Grund: Und zwar soll die Laufzeit eines Franchisevertrages so lang angelegt sein, dass der Franchisenehmer ausreichend Zeit erhält, damit sich seine Investition auch amortisieren kann. Je nach Franchisekonzept sind mehrere Tausend Euro nötig, um ein Betrieb aufzubauen. Das ist vor allem der Fall, wenn es sich um ein Restaurant oder einen großen Standort handelt, an dem zahlreiche Baumaßnahmen und Investitionen in Equipment und Möbel nötig sind. Vor allem in solchen Fällen ist eine lang angelegte Vertragslaufzeit notwendig, damit dem Franchisenehmer ausreichend Zeit eingeräumt wird, um überhaupt den Break-Even-Point zu erreichen. Lange Vertragslaufzeiten können also viel mehr als Schutz statt als Knebelung verstanden werden!

4. Als Franchisenehmer hat man nur Pflichten nachzukommen!

Natürlich bindet man sich als Franchisenehmer an gewisse Pflichten, andererseits kommt man zeitgleich auch in den Genuss von Rechten. Denn die Geschäftsbeziehung beim Franchising ist von Rechten und Pflichten gekennzeichnet, dies kann als ein gemeinsames Geben und Nehmen verstanden werden.

Vertraglich gesehen spielen die Absatzförderungs-, Systemanwendungs- sowie die Interessenwahrungspflicht eine wichtige Rolle für den Franchisenehmer. Dabei stellen diese lediglich sicher, dass der das Konzept gemäß den Vorgaben an seinem Standort umsetzt, sich für einen nachhaltigen Absatz der Waren und Dienstleistungen einsetzt und jegliche Informationen mit dem Franchisegeber teilt. Letzteres ist wichtig, damit der Franchisegeber das Konzept ständig weiterentwickeln und anpassen kann. Und davon profitiert letztlich auch der Franchisenehmer.

Im Gegenzug erhalten Sie als Franchisenehmer auch zahlreiche Unterstützungsleistungen. Diese zählen zu ihren vertraglich zugesicherten Rechten. Hierzu zählen unter anderem Unterstützung bei Finanzierungsthemen, Hilfe bei der Suche und Bewertung eines passenden Standortes, eine umfassende Einarbeitung sowie ständige Weiterbildungen, Unterstützung im Tagesgeschäft in administrativer und organisatorischer Hinsicht sowie der Zugriff auf ein ausgeklügeltes Marketingprogramm.

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5. Für eine Gründung ist stets ein hoher Anteil an Eigenkapital notwendig!

An sich benötigt ein Gründer über ein gutes finanzielles Polster, wenn er den Schritt in die Selbstständigkeit wagen möchte. Je nach Geschäftsidee oder Franchisekonzept sollte man über ausreichend Eigenkapital verfügen, damit man die teuren Anfangsinvestitionen stemmen und etwaige finanzielle Durststrecken zu Gründungsbeginn überbrücken kann. Hier kommt es immer ganz auf die Franchisemarke oder aber das Konzept an, wie viel Eigenkapital für eine Gründung notwendig ist. Entscheidet man sich für eine sehr bekannte Marke, so kann man damit rechnen, dass eine höhere Investitionssumme auf Sie zukommt. Denn schließlich lassen sich die bekannten Marken ihr Image und ihren Ruf bezahlen. Die meisten Marken haben viel harte Arbeit in den Markenaufbau und die Bekanntheit gesteckt, so dass sie ihre Mühen vergütet wissen möchten. Auch sind solche Konzepte teurer in der Realisierung, wo eigene Büroräume oder ein Ladenlokal angemietet werden müssen. Aber Franchising wäre nicht Franchising, wenn es nicht für jeden das passende Konzept in der Hinterhand hätte: Und so gibt es auch günstigere Gründungsmöglichkeiten! Anstatt dass man in ein eigenes Restaurant investiert, kann man auch zunächst einmal mit einem angesagten Food Truck den Schritt in die Selbstständigkeit wagen. Darüber hinaus gibt es auch zahlreiche Konzepte, die sich bequem im Home Office oder Online realisieren lassen – wodurch sich der Eigenkapitalanteil ordentlich reduzieren lässt!

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