10 Warnsignale, die Sie kennen sollten bevor Sie sich auf ein Franchisegeschäft einlassen

13.08.2018 14:00 | Ein Unternehmen gründen

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Wer sich mit Franchising selbstständig machen möchte, der sollte ein paar Dinge beachten, bevor er seine Unterschrift unter den Franchisevertrag setzt. Wenn Sie als Franchisenehmer in ein Franchisesystem investieren, dann sollten Sie bei folgenden 10 Warnsignalen zurückhaltend und vorsichtig sein.

Die top 10 Warnsignale beim Franchising – hier ist Vorsicht geboten!

Als potentieller Franchisenehmer, der sich im Kaufs- und Verhandlungsprozess mit seinem zukünftigen Franchisegeber befindet, sollten Sie bei folgenden 10 Warnsignalen hellhörig werden!

1. Das Angebot klingt zu gut, um wahr zu sein.

Wie es im Leben immer so ist: Wenn es zu gut scheint, um wahr zu sein, dann gibt es meist einen Haken an der Sache. Sobald ein Franchisegeber nicht alle Makel seines Franchisesystems offen legen möchte – oder gar behauptet, dass es keine Schwachstellen besitzt – dann sollte man das Franchisesystem mit Vorsicht genießen. Denn wirklich jedes Business besitzt einige Mängel oder Schwachstellen.

Der Schlüssel zum Erfolg beim Franchising ist Transparenz: In diesem Sinne sollen die guten wie auch die schlechten Aspekte offen und ehrlich kommuniziert werden.

2. Der Franchisegeber verhält sich unprofessionell, ist aggressiv oder ausweichend.

Franchising zieht manchmal eine interessante Art von Unternehmern an. Der Verkauf eines Franchisekonzeptes ist zweifelsohne ein aufdringlicher Verkaufsprozess für die Begründer, sprich den Franchisegeber. Natürlich müssen Franchisegeber auch damit rechnen, dass Interessenten das Geschäftskonzept auseinander nehmen und versuchen, mögliche Schwachstellen aufzuspüren. Als Franchisegeber sollte man dies allerdings in keinem Fall persönlich nehmen! Aus diesem Grund ist es ein No-Go auf solche Fragen aggressiv oder ausweichend zu reagieren – das ist einfach hochgradig unprofessionell!

Wenn sich der Franchisegeber bereits bei den Annäherungs- und Verkaufsgesprächen unprofessionell verhält, dann können Sie sicherlich erahnen, dass es später eine noch anstrengendere Geschäftsbeziehung wird. Wollen Sie das wirklich?

3. Der Franchisegeber ist heiß auf hohe einmalige Lizenzgebühren!

Hüten Sie sich, wenn Ihr zukünftiger Franchisegeber nur auf hohe einmalige Lizenzgebühren aus ist! Ein guter Franchisegeber weiß, dass die laufenden Kosten entscheidend für ein nachhaltiges Wachstum sind. Die Gebühren, die die Franchisenehmer langfristig zahlen, sind wichtig, wenn es um eine Wertgenerierung geht!

Sie sollten also vorsichtig sein, wenn ein Franchisegeber nur auf hohe Vorab-Kosten aus ist und später mit niedrigen laufenden Kosten winkt. Das bedeutet, dass diese Art von Geschäftspartner nur auf einen kurzfristigen Gewinn aus sind!

4. Der Validierungsprozess ist stark kontrolliert.

Wenn Ihr Franchisegeber nur widerwillig Kontaktdaten von bereits existierenden Franchisenehmern herausgibt, dann könnte das ein Grund zur Besorgnis sein. So gibt es Franchisegeber die diesen Validierungsprozess, wenn sich Interessenten mit aktiven Franchisenehmern austauschen möchten, quer stellen. Das könnte entweder daran liegen, dass die Franchisegeber-Franchisenehmer-Beziehung kritisch ist, so dass kein Franchisenehmer für seinen Franchisegeber bürgen würde. Oder aber der Franchisegeber stellt sich an, da er etwas zu verstecken hat. Egal, was genau der Grund ist: Hier sollten Ihre Alarmglocken angehen!

5. Bereits aktive Franchisenehmer geben widersprüchliches oder schlechtes Feedback.

Wenn die aktiven Franchisenehmer während des Validierungsprozesses inkohärente Aussagen treffen, dann steckt meist mehr dahinter. So ist es eine Sache, wenn ein Franchisenehmer schlecht über den Franchisegeber redet und über ihn herzieht – dies ist meist einer schlechten Geschäftsbeziehung geschuldet. Es gibt allerdings auch gewiefte Franchisenehmer, die den Validierungsprozess zu ihrem Vorteil nutzen: Sie nutzen die Gespräche zur Einflussnahme, da sie auf diese Weise Dinge vom Franchisegeber erhalten möchten.

Ganz egal, was hier auch immer der genaue Grund sein mag, aber solche Machtspielchen sind ein Indiz dafür, dass Sie besser nicht in dieses Franchisesystem investieren sollten. Denn wenn Sie in ein Franchisesystem investieren, dann möchten Sie ein System auswählen, was eine offene Kommunikationskultur zwischen beiden Parteien ermöglicht!

6. Der Franchisegeber macht eigenmächtige Gewinnansprüche.

Wenn ein Franchisegeber Gewinnansprüche macht, dann liegt es entweder daran, dass er sich der Regeln und Vorschriften beim Franchising selbst nicht bewusst ist oder aber dass es ihm vollkommen egal ist. Auch in solch einem Fall sollten Sie vorsichtig sein!

Manche Franchisegeber denken nur an die Kurzfrist: Sie sind auf höhere Gewinne aus, ohne zu bedenken, was die Zukunft bringen kann, oder wie sich das System langfristig entwickeln kann. Mit solch einem Franchisegeber dürften Ihre wirtschaftlichen Aussichten nicht allzu rosig sein.

7. Der Franchisegeber ist zu erpicht auf Vergünstigungen oder Lizenzgebühren.

Es kann vorkommen, dass Franchisegeber zustimmen, ihren Franchisenehmern Vergünstigungen einzugestehen oder verspätete Lizenzgebühren hinnehmen. Wenn es sich allerdings um eine etablierte Franchisemarke handelt und sie mit starken Rabatten locken, dann sollte Sie die Ohren spitzen: In solch einem Fall könnte das Unternehmen in finanziellen Problemen stecken und in Verkaufszwang geraten sein. Solche Aktionen sind dann oft ein Zeichen der Verzweiflung.

8. Der Discovery Day ist hastig oder unprofessionell.

Beim Discovery Day kann der Franchisegeber einen guten Eindruck hinterlassen. Hier treffen Sie auf jeden Fall persönlich zusammen und verbringen Zeit miteinander. Bei solch einem Treffen verhält es sich anders als bei einem Telefongespräch.

Beim Discovery Day erleben Sie als potentieller Franchisenehmer, wie das Tagesgeschäft und das Franchisesystem aussehen. Sie bekommen eine Idee davon, ob es sich wirklich richtig gut anfühlt und Sie tatsächlich in das Franchisesystem investieren sollten. Wenn die persönliche Begegnung also gehetzt oder unprofessionell ist, dann können Sie sich darauf einstellen, dass auch der spätere Kontakt so sein wird.

9. Der Franchisegeber ist noch in einem Rechtsstreit involviert.

Franchisegeber müssen ehrlich sein und noch ausstehende Urteile in einem Rechtstreit in ihrem Franchise Disclosure Dokument offen legen. Natürlich kommt es im Franchising wie auch in der generellen Businesswelt hin und wieder zu Rechtsstreitereien. Wenn das Franchisesystem allerdings mehr als ein Gerichtsverfahren am Hals hatte, dann könnte es durchaus der Fall sein, dass hier irgendetwas verkehrt läuft.

Bevor Sie den Franchisevertrag unterzeichnen und sich jahrelang an das System binden, sollten Sie also mit einem Experten Rücksprache halten und sich absichern. Ein Franchisesystem, was häufig Rechtsstreitigkeiten involviert war, dürfte nicht das beste System sein.

10. Der Franchisegeber genießt ein schlechtes Ansehen in der Branche.

In der Businesswelt ist Ansehen alles! Wenn ein Franchisegeber also einen schlechten Ruf hat, dann bedeutet es meist, dass er nicht ehrlich mit Geschäftspartnern umgegangen ist. Hören Sie hier also auf Ihr Bauchgefühl. Ihre Intuition liegt meist richtig, wenn Sie das Gefühl haben, dass jemand unzuverlässig oder unglaubwürdig ist.

Behalten Sie eine klare Sichtweise!

Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel! Da draußen warten zahlreiche top Franchisegeber auf Sie, bei deren Prüfung nichts desto trotz Ihre Alarmglocken läuten – meist gibt es hierfür auch einen triftigen Grund!

Jedoch sollten Sie bei den oben beschriebenen Warnsignalen doppelt hinschauen: Denn wenn es Grund zur Beunruhigung gibt, dann liegt dies auch meist an einer gewichtigen Ursache!

Wenn Ihnen also eins der 10 genannten Warnsignale begegnet, dann nehmen Sie diese ernst! Auch wenn Sie diese vor Freude bewusst übersehen wollen, dann können Sie sich meist darauf einstellen, dass Sie Ihnen früher oder später wieder begegnen werden.

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