Pessimisten: Warum sie Ihrem Franchise-Unternehmen gut tun können

14.05.2019 14:00 | Diverse Themen - Trends

pessimisten

Heutzutage spielt der Optimismus eine wichtige Rolle in unserer Gesellschaft. Man blickt zuversichtlich auf die Zukunft, stärkt so sein Immunsystem und ist automatisch beruflich erfolgreicher. Ist dem wirklich so? US-Psychologin Julie Norem hat zum Thema Optimismus geforscht und herausgefunden, dass die Nörgler und Schwarzseher vorteilhaft für ein Franchise-Unternehmen sein. Erfahren Sie in unserem heutigen Artikel, warum Pessimisten Ihrem Unternehmen gut tun können. Widersetzen Sie sich als Franchisenehmer oder Franchisegeber den Versprechen der Glücksforschung und entscheiden Sie sich bewusst für die Schwarzseher!

Pessimisten und Optimisten: Neuste Erkenntnisse über die Glücksforschung!

Psychologin Julie Norem von der US-Privatuniversität Wellesley College hat bahnbrechende Ergebnisse in ihren Studien entdeckt: Und zwar sagt die Forscherin, dass Pessimisten bessere Entscheidungen treffen und meist Recht behalten, während Optimisten mehr Spaß in ihrem Leben haben. Der Grund? Pessimisten finden durch ihre negative Grundhaltung öfter Fehler und können diese so in Zukunft vermeiden. Und zwar liegt das daran, dass gut gelaunte Menschen sich weniger mit Details beschäftigen und eher ins Blaue hinein entscheiden. Ebenso treffen Pessimisten dank ihrer schlechten Laune bessere Entscheidungen. Ihre negativen Gefühle wie Unsicherheit und Angst schärfen nämlich ihre Aufmerksamkeit.

Was ist der Unterschied zwischen Pessimisten und Optimisten?

Man kann den Spieß der Glücksforschung auch einfach mal umdrehen: So kann man die Optimisten als Verdränger und die Pessimisten als Realisten bezeichnen. Denn ehrlich gesagt, wissen wir, dass wir nicht lebend aus unserem irdischen Dasein entfliehen können. Und wenn wir ehrlich sind, dann wird unser aller Leben letztlich schlecht ausgehen. Schafft man es diesen schlechten Ausgang zu ignorieren, so könnte man vom Optimismus sprechen. Sind wir uns dessen bewusst, handelt es sich vermutlich eher um einen Pessimisten. Man könnte also die Optimisten also in gewisser Weise als Meister der Verdrängung bezeichnen. Allerdings nehmen die Gutgelaunten trotz allem auch das Negative im Leben an – schließlich gibt es einen Unterschied zwischen Wahrnehmung und emotionalem Gehalt.

Ist man der geborene Pessimist oder ist das Verhalten anerzogen?

Psychologen wissen, dass unsere Eltern einen Großteil zu unserer optimistischen oder aber pessimistischen Haltung beitragen. Jemand wird zum Optimisten, wenn er im Laufe seiner Kindheit viel Geborgenheit erfährt. Natürlich gehört auch die Angst als lebenswichtiger Affekt bei Gefahr zum Leben eines Kindes dazu, allerdings macht es hier einen entscheidenden Unterschied, wenn in diesem Moment ein Erwachsener beiseite steht. Denn so lernen Kinder zu differenzieren, was wirklich gefährlich ist und dem, was es nicht ist. Kinder, die so aufwachsen, haben später in der Regel weniger Ängste und sind daher auch optimistischer. Allerdings weisen Experten darauf hin, dass man auch als Erwachsener nachholen kann, was man als Kind nicht gelernt hat. Denn schließlich stellt unser gesamtes Leben eine ständige Angstbewältigung wie auch Kränkungsverarbeitung dar. Nun gut, das sollte als psychologisches Hintergrundwissen für unseren heutigen Artikel erst einmal ausreichen…

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Nörgler am Arbeitsplatz – was ist also der Vorteil daran?

Die Forschungsergebnisse von Julie Norem deuten darauf hin, dass eine gewisse Portion Schwarzseherei einem Franchise-Unternehmen durchaus in die Karten spielen kann. Die Forscherin findet es schade, dass im Zuge des Hypes um den Optimismus, die Pessimisten so in den Hintergrund gerückt sind, da jede menschliche Emotion einen Sinn wie auch eine Aufgabe erfüllt. US-Psychologin stellt die Glückforschung mit ihren Ergebnissen auf den Kopf: Sie sagt, dass nicht die Optimisten, die in allem eine Chance sehen, die erfolgreichen sind, sondern die Pessimisten, Schwarzseher und Nörgler. Klingt verrückt, allerdings sei es letztlich deren Angst, die ihre Sinne schärft. Aus diesem Grund konnten Pessimisten teilweise sogar besser Aufgaben in mehreren Experimenten lösen als ihre gut gelaunten, positiven Mitstreiter.

Miesepeter treffen teilweise bessere und wohlüberlegtere Entscheidungen!

Ebenso zeichneten sich die Pessimisten für ihre Entscheidungen aus. Während sich Optimisten in einem Experiment oft mit dem erst besten Schnäppchen zufrieden gaben, gaben sich die Pessimisten nicht so schnell geschlagen: Sie stöberten länger, um das bessere Angebot für sich zu entdecken. In einem Franchise-Unternehmen profitieren Sie also als Franchisegeber und Franchisenehmer von den Pessimisten, wenn es darum geht, Ausgaben zu reduzieren und die Kosten im Blick zu halten. Denn jede menschliche Aufgabe erfüllt nun einmal einen gewissen Zweck – und ein wenig Nörgelei und schlechte Stimmung ist manchmal einfach hilfreich, um bessere Arbeit leisten zu können.

Aus diesem Grund heißt es manchmal, dass der Optimist zwar das schönere und besser gelaunte Leben hat, während sich Pessimisten dadurch auszeichnen, dass sie meist recht behalten.

Allerdings gilt: Obacht vor zu viel Pessimismus!

Eine gesunde Portion an Schwarzsehen ist also definitiv hilfreich, jedoch sollte man vorsichtig sein, wenn Menschen ihre Ängste und Furcht zu stark empfinden. Denn unsere Angst ist eine der intensivsten Emotionen, die uns hilft, dass wir uns besser konzentrieren können. Aber zu viel Pessimismus kann auch zu einer Krankheit werden! Denn wenn man sich zu stark darauf fokussiert, was alles schief gehen kann und die Angst zu stark empfindet, dann kann das Ganze auch nach hinten losgehen!

Tipps, wie Sie Ihre Gefühle am Arbeitsplatz besser im Griff haben können!

Fakt ist, ein jeder geht anders mit Stress und Ärger um. Manche lassen sich eher von ihren Emotionen leiten, andere sind eher kopflastig unterwegs. In jedem Fall ist es hilfreich, wenn Sie sich über die Faktoren, die den Stress auslösen, bewusst werden. Im nächsten Schritt gilt es, diese Faktoren in eine Reihenfolge zu bringen, da nicht alle Gründe gleich schwer wiegen – manche Stressauslöser gehen mehr ins Gewicht als andere. Im Folgenden möchten wir Ihnen ein paar Tipps geben, wie Sie den Stress und Ärger besser in den Griff kriegen können.

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  • Vertrauen Sie hin und wieder auf Ihr Bauchgefühl!

Natürlich kann es vorteilhaft für ein Franchise-Unternehmen sein, wenn die Mitarbeiter rational entscheiden und kopflastig reagieren. Allerdings ist es ebenso wichtig, dass man die Bedeutung seines Bauchgefühls nicht vergisst! Wir sollten hin und wieder unserer Intuition folgen und auf unsere Sinne vertrauen. Auch im Franchisebetrieb ist das wichtig für das Miteinander, da man sonst schnell seine Kollegen vergraulen kann. Denn manche Entscheidungen können wir besser aus dem Bauch heraus treffen – schließlich sind unsere Gefühle ja auch nicht rational nachvollziehbar! Setzen Sie Ihre Sinne mehr ein und genießen Sie bewusster den Augenblick – auch dies ist wichtig für eine innere Ausgeglichenheit!

  • Ausharren und Veränderungen wagen?

Sollten Sie sich in einem Moment in Ihrem Leben befinden, wo schon länger nichts läuft, wie es soll, könnten Sie darüber nachdenken, den Schritt ins Neue zu wagen. Manchmal dienen Veränderungen dazu, um dem Leben neuen Sinn einzuhauchen. Andererseits müssen wir manchmal auch einfach im Leben gewisse Tiefen durchstehen. Wichtig ist hier, darauf zu achten, ob es sich um ein temporäres Tief handelt oder aber ob Sie chronischem Frust ausgesetzt sind!

  • Achten Sie auf Ihre körperliche Befindlichkeit!

Es kann auch sein, dass sich Frust einstellt, weil wir körperlich ausgebrannt sind. Beim Burnout handelt es sich um einen schleichenden Prozess, der sich über Jahre entwickelt. Wichtig ist es, sich seine Erschöpfung einzugestehen und wieder neue Energie zu gewinnen. Oft setzen wir Medikamente oder Alkohol ein, um uns über unsere Erschöpfung hinweg zu täuschen. Allerdings geht das nicht auf lange gut – unsere körperliche wie auch psychische Gesundheit leidet.

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