Was ist ein Franchisesystem? Hier klären wir Sie auf!

02.06.2018 15:30 | Ein Unternehmen gründen

was ist ein franchisesystem

Haben Sie schon einmal von Franchising gehört? Oft gehen wir durch unsere Innenstädte sehen die verschiedenen Geschäfte und wissen dabei gar nicht, dass es sich bei den meisten der Geschäftsketten um Franchisesysteme handelt. Franchising ist eine Expansionsmethode, mit der ein Franchisegeber einem Geschäftspartner das Recht einsteht, sein Geschäftskonzept inklusiver der Waren und Services an seinem eigenen Standort anzubieten. Dieser Artikel klärt Sie über die Basis auf, was genau hinter einem Franchisesystem steht.

Mit einem Franchisesystem nachhaltig auf Expansionskurs gehen!

Wie bereits erwähnt handelt es sich bei einem Franchisesystem um eine Expansionsmethode. Beim Franchising gehen Franchisegeber und Franchisenehmer als rechtlich eigenständige Unternehmer eine partnerschaftliche Kooperation mit vielen unternehmerischen Vorzügen ein.

Welche Rolle nimmt ein Franchisegeber ein?

Bei dieser Art von Vertriebssystem vergibt der Franchisegeber die Nutzungsrechte seiner Geschäftsidee an weitere Geschäftspartner, sogenannte Franchisenehmer. Der Franchisegeber ist der Begründer einer Geschäftsidee und hat das unternehmerische Gesamtkonzept des Franchisesystems erstellt. Mithilfe von Franchisenehmern verfolgt er nun das Ziel, sein Geschäftskonzept auf kostengünstige Art und Weise auszuweiten, einen größeren Absatzmarkt einzunehmen und eine Verkaufsförderung zu erreichen.

Was genau ist ein Franchisenehmer?

Bei dem Franchisenehmer handelt es sich um einen Neuunternehmer, der sich mit dem Geschäftskonzept des Franchisegebers selbstständig macht. Nach Entrichtung der einmaligen Franchisegebühr und Unterzeichnung des Franchisevertrages erhält er das Recht und die Pflicht, das Konzept des Franchisegebers dessen Vorgaben entsprechend umzusetzen. So darf er die Marke, die Produkte und Services, die Innenausstattung sowie die standardisierten Arbeitsprozesse nutzen – er hat diesen Vorgaben und Standards sogar nachzukommen, da dies einen identischen Marktauftritt garantiert. Der Franchisegeber bietet seinen Geschäftspartnern also zahlreiche unternehmerische Vorzüge – angefangen von einem einfacheren Marktzugang, über eine intensive Einarbeitung bis hin zu Einkaufs- und Werbevorteilen.

Franchising kann also mehr oder weniger als eine Leistungspartnerschaft verstanden werden, bei dem beide Geschäftspartner dasselbe Ziel verfolgen: Der Absatzmarkt soll nachhaltig eingenommen und besetzt werden.

Was macht den Erfolg eines Franchisesystems aus?

Damit diese Leistungspartnerschaft sich erfolgreich am Markt etablieren und ausweiten kann, schnürt der Franchisegeber meist ein umfassendes Leistungspaket für seine Geschäftspartner. Letztlich liegt ihm das Wohl all seiner Franchisepartner am Herzen: Denn wenn es ihnen gut geht, profitiert auch er letztlich davon. Nur gemeinsam können Franchisegeber und Franchisenehmer stark sein, sie brauchen sich gegenseitig.

Was macht ein starkes Leistungspaket aus?

In der Regel richten sich Franchisesysteme auch an Quereinsteiger. Sprich die zukünftigen Franchisenehmer müssen nicht in jedem Fall eine Berufserfahrung in dem jeweiligen Bereich mitbringen. Oft ist eine offene, sympathische und authentische Persönlichkeit wichtiger als Abschlüsse, Zertifikate und einschlägige Erfahrungen. Viele Franchisegeber schwören darauf, dass es oft meist wichtiger ist, dass man über eine extrovertierte, arbeitswillige und motivierte Persönlichkeit mit ausgeprägten Sozialkompetenzen verfügt. Dies stellt sicher, dass man für den Vertrieb und den Kundenkontakt wie gemacht ist! Bei vielen Franchisesystemen ist eine hohe Dienstleistungsorientierung entscheidend. Aus diesem Grund kümmert sich der Franchisegeber um eine umfassende, intensive Einarbeitung und stetig stattfindende Weiterbildungen, so dass ihre Geschäftspartner immer auf dem Laufenden bleiben, was aktuell in der Branche und auf dem Markt vor sich geht. So werden Franchisenehmer in allen relevanten Bereichen geschult: In betriebswirtschaftlichen Angelegenheiten, im Marketing, in Verkaufs- und Vertriebstechniken – je nach dem um welche Industrie es sich handelt, wird das relevante Know-How vor Eröffnung des Standortes vermittelt. Schließlich setzt der richtige Wissenstransfer das richtige Fundament!

Oft steht der Franchisegeber in Form von seiner Franchisezentrale in zahlreichen Angelegenheiten unterstützend zur Seite. Dies fängt meist bereits schon bei der initialen Kontaktaufnahme und den ersten Schritten der Planung an: Der Franchisegeber hat bereits zahlreiche Erfahrung gemacht, was die Eröffnung eines Standortes angeht. So unterstützt er oft bei der Klärung von Finanzierungsfragen, kann bei der Fremdkapitalbeschaffung an ausgewählte Kreditgeber verweisen, hat Kontakte zu Maklern und weiß, wie man eine richtige Standortanalyse durchführt. Manche Franchisegeber stellen ihren Geschäftspartnern sogar eigens ausgebildete zentrale Unternehmensberater oder Projektentwickler zur Seite. So wird sicher gestellt, dass bei der Planung bis zur Eröffnung auch wirklich nichts anbrennen kann.

Aber auch während des alltägliches Tagesgeschäftes ist die Systemzentrale für die Franchisenehmer da und unterstützt, wo sie nur kann. So stattet diese ihre Partner mit überregionalem Werbematerial aus, übernimmt zentral die Beschaffung von Produkten bei Zulieferern und kümmert sich um outgesourcte, zentrale Aufgaben wie beispielsweise die Rechnungsstellung oder andere betriebswirtschaftliche Angelegenheiten. Das macht es möglich, dass sich die Franchisenehmer in Ruhe um den Geschäftsaufbau, den lokalen Kundenkontakt und eine erfolgreiche Neukundenakquise kümmern können.

Aus einer zentralen Beschaffungsabteilung ergeben sich zahlreiche Einkaufsvorteile für die Franchisenehmer, da sie so bares Geld sparen können. Der Franchisegeber kauft für all seine Geschäftspartner zentral größere Mengen ein und kann somit wirtschaftlich interessante Größenvorteile erwirtschaften, die er an seine Franchisenehmer weitergibt. Ebenso kümmert sich der Franchisegeber oft um eine einheitliche überregionale Werbekampagne, die für eine gesteigerte Bekanntheit der Marke sorgt und für eine steigende Marktbedeutung eines jeden Standortes sorgt. Auch hier gilt: Gemeinsam sind Franchisenehmer und Franchisegeber stark!

  • Intensive Einarbeitung in allen relevanten Bereichen sowie zahlreiche Weiterbildungsmaßnahmen
  • Unterstützung durch die Systemzentrale, einen Unternehmensberater oder einen spezialisierten Projektentwickler
  • Zugriff auf eine ausgeklügelte, überregionale Marketingstrategie für alle Franchisepartner, die zu einer gesteigerten Bekanntheit und einer wachsenden Marktbedeutung führt
  • Eine zentrale Beschaffungsabteilung sorgt für wirtschaftliche Größenvorteile
  • Outsourcing: Systemzentrale übernimmt Aufgaben für alle Franchisepartner, so dass diese sich voll und ganz um den Geschäftsaufbau kümmern können

Franchisesysteme – ein Geben und Nehmen mit lukrativen Gewinnen

Für den Franchisenehmer stellt dieses Leistungspaket einen vereinfachten und erprobten Marktzugang dar, was ihm zu einem nachhaltigen und erfolgreichen Auf- und Ausbau seines eigenen Standortes verhilft. Er kann seine Existenzgründung auf das erprobte Geschäftskonzept des Franchisegebers basieren, was nicht nur aus einem getesteten Unternehmenskonzept, sondern zudem auch aus einem fest definierten Vertriebs- und Expansionskonzept besteht. Der Franchisegeber baut so zahlreiche Marktbarrieren ab und macht seinen Geschäftspartnern einen einfacheren Markteinstieg möglich.

Wie sehen die Leistungsbeiträge der Geschäftspartner aus?

Die Franchisegeber bieten meist folgende Leistungen:

  • Bereitstellung des unternehmerischen Geschäftskonzeptes inklusive Beschaffungs-, Absatz- und Organisationskonzepten
  • Unterstützung beim Geschäftsaufbau sowie der Aus- und Weiterbildung der Geschäftspartner
  • Eine aktive Weiterentwicklung des Franchisesystems, so dass es stets up-to-date ist, was neue Marktentwicklungen und Trends angeht

Leistungen der Franchisenehmer:

  • Entrichtung der einmaligen Franchisegebühr sowie Zahlen der monatlichen Kosten
  • Übermittelt der Systemzentrale alle relevanten Markt- und Erfolgsinformationen, da er den lokalen Kundenkontakt ausführt
  • Bietet seinen Arbeits- und Kapitaleinsatz, um einen eigenen Standort erfolgreich aufzubauen
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