Einzelhandelsimmobilie: Was ist das?

12.08.2018 08:00 | Ein Unternehmen gründen

was ist eine einzelhandelsimmobilie

Ein abgeteilter Raum, das Bindeglied der Ladenzeile, Goldgrube oder Groschengrab – die Einzelhandelsimmobilie zeigt sich in mancherlei Gestalt, doch allen ist etwas gemein: Hier wird nicht nur gelebt, sondern auch gearbeitet. Im Franchising lässt sich das eine mit dem anderen oft besser als anderswo verbinden, denn daraus formt sich eine Einheit. Stellen Sie sicher, dass Sie nach Feierabend Abstand davon nehmen können, um am nächsten Morgen entspannt darauf zurückzukommen.

Die Einzelhandelsimmobilie sollte möglichst einladend sein

Wer vor dem Frühstück zum Bäcker geht, erwartet eine angenehme Atmosphäre. Sie lockt mit Zuversicht all jene, die immer wiederkommen sollen und beschert denen, die dort bleiben müssen, den Anhaltspunkt dafür. Wodurch entsteht sie? Die gute Nachbarschaft hat sicher ihren Anteil daran und zudem ein ermunterndes Flair, das im Innern herrscht. Natürlich ist alles funktional gestaltet, doch darüber hinaus wirkt es auch sympathisch. Die einen fühlen sich darin fast wie zu Hause, die anderen als vorübergehend gern gesehene Gäste. Wenn Sie länger bleiben wollen, können Sie sich für eine Weile auf der Terrasse oder im Eck einrichten, um Ihr eigenes Heim mit selbst gewählter Distanziertheit zu betrachten. Es bietet sich die Gelegenheit zu einem kleinen Urlaub vom Alltag.

Kein ständiges Gewusel in der Einzelhandelsimmobilie

Neben den internen technischen Möglichkeiten sollte ein Geschäftslokal auch nach außen hin ansprechend gestaltet sein. Wer vorüberzieht, muss hineinschauen können, um einen Ausblick zu gewinnen. Sollte er im Rollstuhl unterwegs sein, darf nichts den Zugang hindern. Und wenn der Lieferwagen kommt, geht alles reibungslos über die Bühne. Seine Anfahrt stört die Kundschaft nicht, es werden keine Regalaufbauten durch Wartende geschoben und er blockiert auch höchstens ausnahmsweise einmal den Verkehr. Die Logistik wird umso schwieriger, je beengter die örtlichen Verhältnisse sind, doch das wird nicht immer zu vermeiden sein, denn schließlich möchte man seinen Standort ja mittendrin beziehen. Und da bedrängen sich mitunter viele, um ein lebhaftes Bild zu zeichnen.

Meisterleistung für einen unverbesserlichen Eindruck

Nicht von Vorteil ist es, wenn Gelagertes erst die Ansammlung vor der Theke passieren muss, um flugs weiterverarbeitet werden zu können. Woher die frische Ware kommt, das muss der Kunde gar nicht sehen und auch nicht, wie sie zubereitet wird. Andererseits weckt es den Appetit, wenn man erleben kann, wie sich die Brötchen bräunen, oder den kompletten Nachschub in der Gesamtauswahl betrachtet.

  • Zwischen der endgültigen Präsentation und deren Vorbereitung klafft mitunter nur ein enger Spalt;
  • dem Absatz nicht gerade förderlich ist es,
  • wenn sich Kartons neben Kuchenblechen stapeln.

Doch hier und da gehört solches eben dazu, sieht man daran doch, wie bemüht das Engagement um die Zufriedenheit der Gäste werden kann. Mancher möchte gleich mit einspringen.

Keine Überschreitungen der abgeteilten Bereiche

Wenn der Kühlraum nur über den Hof gut zu erreichen ist, bietet das durchaus auch die Chance für einen kleinen Plausch außerhalb der eigentlichen Räumlichkeiten. Dabei kommt man sich näher und erfährt, was hinter dem Zauberwerk steckt, mit dem Besucher überrascht werden sollen. Doch das hat seine Grenzen; verwehrt wird der Zutritt, wo es ans Eingemachte geht, Personalräume stehen den Hereingewehten nur im Notfall zur Verfügung. Gerade in aller Öffentlichkeit muss dem Privaten eine Enklave vorbehalten bleiben, jede Einzelhandelsimmobilie genügend Rückzugsraum bieten. Nicht zuletzt dafür hat ein Franchisenehmer zu sorgen, dass die Intimsphäre von Mitarbeitenden im laufenden Betrieb keinesfalls verletzt werden kann.

Ganz auf den individuellen Bedarf zugeschnitten

Wenn der Franchisegeber es nicht bereits getan hat. Gewerbeeinheiten sind in vielerlei Hinsicht auf ihre Tauglichkeit hin zu überprüfen, wenn es auch im Vorfeld schon manches Mal geschehen sein dürfte. Doch deswegen kann man sich nicht leichtfertig auf die Beurteilung möglicher Vorgänger verlassen, ab und an muss umgerüstet werden. Wo sich ein Fleischer niedergelassen hatte, sollte ein Spielwarenhändler noch lange nicht glücklich sein, die Vergangenheit kann eine große Rolle spielen bei der Eröffnung eines neuen Standorts. Weiterhin dürften Wechsel auch gerne zum Anlass dafür genommen werden, die Miete angemessen zu erhöhen. Davor schützen auch nicht immer langfristig abgeschlossene Verträge.

Wer eintritt, wird sogleich gefangen genommen

Achten Sie darauf, sich nicht in der kleinsten Lücke breitzumachen, obwohl gerade das sehr vorteilhaft sein kann. Effektiv vorgehen lässt es sich jedoch auch dadurch, dass man Kundenwünschen genügend Platz einräumt. Wer etwa sein renoviertes Ebenbild gespiegelt bewundern will, braucht dazu die richtige Entfernung. Und wenn ein Umbau anstehen sollte, muss deswegen nicht geschlossen werden. Es weckt auch die Neugierde, wenn man erleben kann, wie findige Angestellte außergewöhnliche Situationen bewältigen. Überhaupt entsteht Spannung gelegentlich dadurch, dass verschieden orientierte Menschen auf ihre Weise Umgang pflegen mit ein und demselben Objekt. Für den einen ist es halt Routine, für andere die erste Begegnung.

Vorsicht mit dem üppigen Flächenverbrauch

Dass genügend Parkraum vorhanden sein sollte, ist nicht immer leicht realisierbar, und wenn er verwaist dasteht, macht das nicht den Eindruck, als wäre hier gerade viel los. Es spricht eher für eine eklatante Fehlplanung, zumal bei brisantem Gedränge in der näheren Umgebung. Dagegen hilft auch die Erhebung saftiger Gebühren nicht. Die große Lösung im Einzelnen oft kaum lösbarer Probleme verspricht natürlich der Umzug in ein Einkaufszentrum, wo alles optimal geregelt ist. Wenn dann aber Kundenströme abreißen, weil man trotz allem einfach nicht gefunden werden kann, fällt die hohe Miete doppelt ins Gewicht. Da kann die Lage noch so verkehrsgünstig sein; wenn man sich erst kilometerweise durchfragen muss, tut man das nur selten gern.

Anstatt zu mieten kaufen oder pachten

Unter Umständen kommt man besser zurecht, wenn man Pacht bezahlt, anstatt zum Käufer oder Mieter zu werden. Diese Variante verbindet Vorteile der beiden Alternativen insofern miteinander, als man manches nutzen kann, aber nicht alles selbst finanzieren muss. Es kommt immer darauf an, wie sehr man sich binden möchte. Manche wollen größtmögliche Sicherheit, andere optimale Entscheidungsfreiheit, und schließlich gibt es solche Nutzer, die nur minimal mit baulichen Erfordernissen behelligt werden wollen. Sie landen in der Sackgasse, wenn aus heiterem Himmel eine umfangreiche Erneuerung der Straßendecke vor der Tür angekündigt wird, die zudem eine nicht näher bestimmbare Zeitspanne benötigt, um ihrer Vollendung entgegenzusehen.

Vor Unvorhersehbarem bewahrt auch die umsichtigste Planung nicht, davon abgesehen sollte man sich nicht aufzwingen lassen, was man selbst beeinflussen kann.

Andere aktuelle Artikel

0 Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Übrige Zeichen: 250