Was ist eine Hospitation?

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was ist eine hospitation

Bevor sich ein interessierter Franchisenehmer mit einem Franchisesystem seiner Wahl selbstständig macht, hat er das System auf Herz und Nieren zu prüfen. Unter anderem ist zu klären, inwieweit er selbst und seine Persönlichkeit zur Marke passen und ob er sich auch tatsächlich zu 100 Prozent mit dem Franchise-Unternehmen identifiziert. Schließlich würde er das Konzept der Marke übernehmen und ein Teil von ihr werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass potentielle Franchisenehmer die Marke vor Abschluss des Franchisevertrages besser kennenlernen können. Der Besuch beim Franchisegeber in seinem Pilotbetrieb spielt hier eine wichtige Rolle. Bei einer Hospitation kann der Interessent das System in all seiner Facetten kennen lernen. Unser heutiger Artikel klärt Sie auf: Was ist eine Hospitation und warum spielt sie im Franchising eine so wichtige Rolle?

Was ist eine Hospitation und wo ist sie üblich?

Beim Franchising gibt es meist vor Abschluss des Franchisevertrages die Möglichkeit, dass der Interessent das Franchisesystem in Form einer Hospitation besser kennenlernen kann. Eine Hospitation hilft den angehenden Franchisenehmern, die Marke auch intern besser kennen zu lernen und sich einen Überblick darüber machen zu können, wie die Arbeitsweise sowie die zukünftigen Tätigkeiten aussehen würden. Dank einer Hospitation erhält der Interessent Klarheit darüber, ob er sich für oder gegen das Franchisesystem entscheiden möchte. Aus diesem Grund findet eine Hospitation in der Regel in der Frühphase der Gewinnung eines neuen Franchisepartners statt.

Wo sind Hospitation sonst noch üblich?

Generell versteht man bei einer Hospitation, dass ein Außenstehender seinen zukünftigen Arbeitsplatz kennenlernt, sich mit einer zukünftigen Tätigkeit vertraut macht oder aber in ein neues Geschäftsmodell hineinschnuppert. Aber was ist eine Hospitation konkret? Der Begriff Hospitation stammt aus dem Lateinischen von dem Verb hospitari ab, was man mit zu Gast sein übersetzen kann. Ein Außenstehender, der auch als Hospitant oder aber Gast bezeichnet werden kann, soll im Zuge seines Besuches die Arbeit einer Einrichtung, Behörde oder Firma kennen lernen und arbeitet im Zuge dessen selbst sogar probeweise mit. In gewisser Weise ist bei einer Hospitation also eine Ähnlichkeit zu einem Praktikum gegeben. Ein Praktikum ist eine auf eine bestimmte Dauer angelegte Vertiefung oder aber eine Art Schnupperkurs und dient dazu, dass der Praktikant oder Hospitant die praktischen Anwendungen einer Tätigkeit kennen lernen kann. Das gastgebende Unternehmen gibt dem Hospitanten somit die Chance, eine spezifische Funktion besser kennen zu lernen.

Wo gibt es überall Hospitationen?

Hospitationen stehen in verschiedenen Bereichen und Berufsfeldern an der Tagesordnung.

  • Wenn Schüler oder Studenten in einen neuen Bereich hineinschnuppen, dann ist meist von einem Praktikum die Rede. Aber auch hier handelt es sich um eine Hospitation, da den jungen Menschen die Chance gegeben wird, einen potentiellen Beruf kennen zu lernen oder aber erste Arbeitserfahrung zu sammeln. Schüler und Studenten können dank Hospitationen erste Berührungspunkte mit Jobs machen, die zukünftig für sie interessant sein könnten. In diesem Fall sind Hospitationen von einer zeitlich begrenzten Dauer und unbezahlt oder aber die Praktikanten erhalten einen kleinen, finanziellen Obolus.
  • Auch bei der Ausbildung von Lehrern spielt eine Hospitation eine wichtige Rolle. Während der Ausbildung besuchen die Studenten den Unterricht von Lehrern, um von ihnen zu lernen und später besuchen Fachleiter die Referendare, um sicherzustellen, dass diese den Unterricht nach Vorschrift machen.
  • In der Medizin ist von Hospitation die Rede, wenn ein Gast-Arzt in ein Krankenhaus kommt und aber Ärzte aus dem Ausland eingearbeitet werden.

Hospitationen: Zukünftige berufliche Veränderungen stehen bevor!

Es liegt also nahe, eine Hospitation mit beruflichen Veränderungen zu verknüpfen. So kann beispielsweise eine betriebliche Umstrukturierung anstehen oder aber der Hospitant soll auf der Karriereleiter aufsteigen und zukünftig Führungstätigkeiten übernehmen. Eine Hospitation kann sich aber auch an diejenigen richten, die den Sprung in die Selbstständigkeit wagen möchten, aber noch unsicher sind, ob es wirklich das Richtige für sie ist. So kann man durch eine Hospitation ein neues Geschäftsmodell für sich kennenlernen. So weit, so gut, aber was ist eine Hospitation, wenn wir den Blick einmal nur auf das Franchising richten?

Was ist eine Hospitation aus Sicht der Franchisewelt?

Beim Franchising handelt es sich um ein Vertriebsmodell, was auf einer langfristigen Zusammenarbeit beruht, bei der die beiden Geschäftspartner rechtlich unabhängige Unternehmer sind. Dabei stellt der Franchisegeber dem Franchisenehmer ein etabliertes und funktionierendes Geschäftskonzept zur Verfügung, was dieser in Eigenregie aber nach den Vorgaben des Franchisegebers an seinem eigenen Standort umsetzt. Beim Franchising handelt es sich um eine Art Vertriebsform, wo nach standardisierten Arbeitsschritten Waren oder Dienstleistungen vertrieben werden. Der Franchisenehmer übernimmt aus diesem Grund mit einem reduzierten Risiko das schlüsselfertige Geschäftsmodell und bindet sich auf mehrere Jahre an den Franchisegeber. Der Franchisegeber profitiert von der Geschäftsbeziehung, da er so mit weniger Risiko neue Märkte erschließen und in diese expandieren kann. Sein Umsatz und seine Bekanntheit steigen, obwohl er kein eigenes unternehmerisches Risiko für die Expansion übernehmen muss – denn das übernehmen schließlich die selbstständigen Franchisenehmer.

>>> Informieren Sie sich hier, ob Franchising das Richtige für Sie ist:

Warum ist eine Hospitation im Franchising wichtig?

Bevor man sich rechtlich und finanziell längerfristig an ein Franchisesystem bindet, sollte sich der angehende Franchisenehmer sicher sein, dass eine Investition in das Franchisesystem die richtige Entscheidung für ihn ist. Handelt es sich bei der Franchisemarke um ein gutes Franchise-Unternehmen, dann bietet der Franchisegeber den potentiellen Geschäftspartnern meist eine Hospitation an, damit diese einen besseren Einblick in das System erhalten können. Wird solch eine Art der Hospitation von vornherein vom Franchisegeber verwehrt, so sollten Sie als zukünftiger Franchisenehmer von dem System lieber Abstand nehmen!

Wann findet eine Hospitation im Franchising statt?

Eine Hospitation im Franchising sollte in der Frühphase der Akquise neuer Franchisepartner stattfinden – und zwar ist dies vor der Unterzeichnung des Franchisevertrages!

>>> Informieren Sie sich hier rund um das Thema Franchisevertrag:

Eine Hospitation findet meist in dem Pilotbetrieb des Franchisesystems statt. Hier kann sich der Interessent eingehender mit der Umsetzung des Konzeptes in der Praxis beschäftigen und aufgrund dieser Erfahrungen eine bessere Grundlage für seine Entscheidung für oder gegen das System treffen. Allerdings profitiert auch der Franchisegeber von solch einer Hospitation. Denn hier wird ihm die Möglichkeit gegeben, den Kandidaten live in action zu sehen: Wie schlägt er sich in der Praxis? Wie ist dein Umgang mit den Kunden? Bringt er die Kompetenzen mit, der der vorgibt zu besitzen? Eine Hospitation dient also Franchisenehmer und Franchisegeber zugleich – und sie ist umso wichtiger, wenn es sich bei dem interessierten Franchisenehmer um einen Quereinsteiger handelt!

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