Weiterbildung: Training für Franchisenehmer

13.11.2018 07:30 | Ein Unternehmen gründen

weiterbildung für franchisenehmer

Wir alle lernen ständig hinzu, um immer besser zu werden, und davon bleibt der Franchisenehmer nicht verschont. Er muss Schritt halten können mit der Entwicklung in seinem Business, am besten treibt er sie voran. Wie geht das vonstatten – durch seine aktive Teilnahme an regelmäßigen Schulungen? Sie gehören zum Pflichtprogramm, darüber hinaus wird der eigenen Initiative ein mehr oder weniger großer Freiraum zugestanden. Am ehesten bildet die Praxis, verbunden mit der Fähigkeit, seine Lehren daraus zu ziehen.

Weiterbildung ist keine lästige Angelegenheit

Doch es gibt auch äußere Faktoren, die ins Kalkül mit einbezogen werden müssen. Sie einzuordnen fällt eher in den Aufgabenbereich der Franchisegeber, ihnen obliegt es, die Richtung zu bestimmen. Zusätzlich muss das Interesse dafür wach gehalten werden, wachsende Bedeutsamkeit ist zu vermitteln. Denn es nützt nur wenig, wenn das Gros der Partner gezielten Hinweisen widerwillig folgt, ebenso wie sie in eine passive Rolle geraten können, sollten Anregungen von ihrer Seite nicht ernst genommen werden. Die Weiterbildung im System muss ein dynamischer Prozess sein, an dem alle beteiligt sind, die von ihr profitieren wollen. Es muss kein Zwang dahinterstehen, schon die Neugier sollte sie ihn in Bewegung halten.

Vorankommen durch laufende Weiterbildung

Die Wirklichkeit indes spricht manchmal eine andere Sprache, Routine schleicht sich ein, die anfängliche Begeisterung flacht ab. Da gilt es, im Franchising für Impulse zu sorgen, Neuerungen müssen überzeugend sein. Es ist nicht leicht, das Feuer stets aufs Neue zu entfachen. Eine gute Idee fällt nur dann auf fruchtbaren Boden, wenn sie zahlreiche Anhänger findet und entsprechend verbreitet werden kann. In der Regel aber fordert der Wettbewerb. Aktivitäten der Konkurrenz lassen keine andere Wahl, als darauf zu reagieren, im Idealfall ist man beständig einen Schritt voraus. Der Ehrgeiz treibt das Wachstum, auch die Notwendigkeit, sich zu behaupten. Wer zu lange auf der Stelle tritt, der wird früher oder später abgehängt. Betreiben Sie den Fortschritt mit Bravour.

Erreichte Fortschritte sind eher behutsam zu dokumentieren

Dafür muss man sich schon etwas einfallen lassen. Zu verzeichnende Erfolge sind breitenwirksam mitzuteilen, oft werden sie spektakulärer dargestellt, als es ihnen zukommt. Der wahre Nutzen erweist sich an der Rentabilität, mit der man nicht hausieren gehen muss.

  • Es macht sich aber gut,
  • obwohl der Eindruck vermieden werden sollte,
  • man hätte wohl nichts Besseres zu vermelden.

Bescheidenheit ist eine Zier, lässt jedoch auch Rückschlüsse zu. Intern geht es zunächst vor allem darum, Lerninhalte zu vermitteln, und dabei besteht der eigene Antrieb hauptsächlich in der Vorbereitung. Rege Mitarbeit heißt eben auch, zu wissen, was einen erwartet. In der Gruppe kann dann ein Feedback gegeben werden.

Systemweit tunlichst übereinstimmendes Vorgehen erzielen

Wenn dabei auch der Aspekt der Kostenminimierung im Vordergrund stehen mag, sollte der Unterricht doch nicht allzu verschult wirken. Zwar gibt es viel zu rezipieren, doch das will auch verdaut sein. Im Austausch mit Gleichgesinnten, die über denselben Wissensstand verfügen, lernt sich manches leichter als durch die frontale Konfrontation. Schließlich soll Teamarbeit vermittelt werden, wenn auch jeder für sich allein bestehen muss. Im Wesentlichen aber gilt es, Inhalte exakt zu übernehmen, damit sie später dann auch unverändert weitergegeben werden können. Das Wesentliche an Franchisesystemen ist deren Einheitlichkeit, wobei es nicht zu individuellen Auslegungen kommen darf.

Der theoretischen Aufbereitung folgen gezielte Übungen

Aus dem Klassenzimmer in gehobener Atmosphäre, das genügend Raum für gezielte Fragen lässt, führt ein direkter Weg zur Alltagsbewältigung. Vorerst lässt es sich noch erfahrenen Praktikern auf die Finger schauen, doch schon bald kommt die eigene Wirkungsstätte dran. Nun geht es darum, die Datenverarbeitung in den Griff zu bekommen und andere erklärte wie beobachtete Prozesse so lange einzuüben, bis sie quasi automatisch von der Hand gehen. Erst im Folgenden kommt Spezifisches zum Tragen, das den Einzelstandort aus der Masse hervorhebt, sich grundsätzlich jedoch nicht davon unterscheidet. Kunden wollen mitunter regionalen Besonderheiten gemäß angesprochen werden.

Das Lernen soll ein beständiger Begleiter sein

Bis zum Eröffnungstage dürfen dabei keinerlei Fehler mehr unterlaufen. Und weiter geht’s nach einer Eingewöhnungsphase mit regelmäßigen Meetings. Dabei sind Erfahrungen abzugleichen und weitergehende Maßnahmen zu beschließen, doch bislang ungeklärte Punkte haben hierbei nicht mehr viel zu suchen. Sie sollten im Vorfeld aufgegriffen worden sein, notfalls durch eine Rückversicherung in der Zentrale. Für das allgemeine Gedeihen ist jeder selbst verantwortlich; was dabei aufhalten kann, muss rechtzeitig aus dem Weg geräumt werden. Schlucken Sie nichts, das Sie lange belasten könnte.

Keine Hemmung bei Defiziten im Verständnis

Dadurch können wertvolle Hinweise darauf gegeben werden, an welcher Stelle der komprimierte Wissenstransfer noch auszubauen wäre, damit in Zukunft alles reibungsloser funktioniert. Anstatt nach dem gewohnten und mit der Zeit verfeinertem Muster zu verfahren, lässt sich die Lernstoff-Übermittlung auch professionalisieren. Ob die Kosten dafür aber den Effekt rechtfertigen, muss sich erst noch erweisen. Möglich ist es, vor allem dann, wenn man zu sehr im eigenen Saft kocht. Von außen her ist der Blick oft weniger verstellt, während detaillierte Kenntnisse mitunter noch anzueignen sind.

Kleinere Kreise ziehen in dem großen Teich

Wie auch immer man es anstellt: Es gilt, ein gleichmäßiges Niveau zu erzeugen, wobei eher routinierte Teilnehmer Berufsanfängern vielleicht noch einiges beibringen und ihrerseits auch von ihnen lernen können. Wichtig ist, dass Kontakte untereinander geknüpft werden, die über den Rahmen des Trainings hinaus bei Bedarf zu nutzen sind, obwohl sich nichts verselbständigen darf, indem man abgeschottete Netzwerke betreibt. Wenn alles gut geht, werden sämtliche vorhandenen Energien genutzt und nicht für gegenläufige Ziele eingesetzt.

Sich gegenseitig etwas weiter voranbringen

Das würde dem Prinzip entgegenstehen und könnte seine Weiterentwicklung behindern. Dennoch taugt nicht alles für einen Einwurf in die große Runde, manches erledigt sich auch, wenn man mehr unter sich darüber spricht. Der eine kann dem anderen doch gelegentlich Auftrieb geben, dessen Notwendigkeit er womöglich nicht offiziell eingestehen möchte. Doch das darf nicht zu abweichenden Bewegungen führen, im Hinterkopf zu behalten wäre außerdem, dass auch wohlmeinende Kollegen an ihr eigenes Wohl denken müssen.

Die Solidarität hat ihre Grenzen dort, wo persönliche Vorteile überwiegen können, erkannte Schwächen lassen sich auch ausnutzen. Grundsätzlich aber ziehen alle am selben Strang und helfen sich gegenseitig auf die Füße, wenn es nottut. Trotzdem ist ein Schmusekurs nicht zu erwarten.

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