Wework Börsengang: Ist Coworking ein interessantes Modell für Gewerbeimmobilien?

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Coworking Space Vorteile Franchising

Der Verluste des Büroraum-Anbieters WeWork haben sich zu Jahresbeginn mehr als verdoppelt. US-Medien zufolge zählte das Unternehmen noch im Januar mit einer Bewertung von 47 Milliarden USD zu den wertvollsten Start-Ups der Welt.

Doch im Laufe des Jahres musste die Firma mehr und mehr Verluste einschreiben, sodass sie sich mittlerweile gegen den geplanten Börsengang entschieden hat. 12.000 Personen sind derzeit dort beschäftigt, doch das dürfte sich innerhalb kürzester Zeit ändern, denn mittlerweile ist die Entlassung tausender Mitarbeiter geplant.

So manch einer hebt die Augenbraue und fragt sich, wie es dazu kommen konnte. Viele Unternehmer wissen wiederum gar nicht, was es mit dem sogenannten Coworking auf sich hat, obwohl sie selbst davon profitieren könnten. Wir haben Ihnen alles wichtige zu diesem Konzept zusammengefasst.

Was versteht man unter Coworking?

Coworking lässt sich im Grunde genommen als „zusammenarbeiten“ übersetzen. Dabei finden sich mehrere Menschen an einem Arbeitsplatz zusammen, an dem jeder seinen eigenen Projekten nachgeht. Der Unterschied zum herkömmlichen Büro liegt darin, dass Menschen, die in den sogenannten Coworking-Spaces zusammenkommen, generell nicht für das gleiche Unternehmen arbeiten.

Als Coworking-Spaces dienen vor allem große Büroräume oder ganze Büroetagen, aber auch Lofts oder ehemalige Fabrikhallen. Um für die gleichen Bedingungen zu sorgen, die in herkömmlichen Büros herrschen, findet man auch an diesen Orten die wichtigsten Infrastrukturen. Von W-LAN, über Drucker bis hin zur Küche werden Arbeitende hier mit den nötigsten Dingen ausgestattet. Je nach Gebäude lassen sich sogar Gärten oder Cafés vorfinden. Wer sich also dafür entscheidet, seiner Arbeit in diesen öffentlichen Büroräumen nachzugehen, benötigt nur seinen Laptop.

In der Regel zeichnen sich Coworking-Spaces durch folgende Merkmale aus:

  • Ein gemeinsames Arbeitsumfeld
  • Konferenzräume, die sich mieten lassen
  • W-LAN
  • Drucker, Kopierer und Faxgeräte
  • Gemeinsame Küche und Bäder


Der Trend hat damit nicht nur die USA und Deutschland erreicht, sondern kann sich weltweiter Beliebtheit erfreuen. Während es 2007 lediglich 14 Coworking-Spaces gab, konnte sich die Zahl neun Jahre später auf ganze 11.000 Büros erhöhen. Studien zufolge soll die Zahl der Coworking-Spaces im Jahre 2020 auf 26.000 steigen.

Flexible Mieten statt langer Verträge

Gerade für Unternehmer, die sich erst einmal auf dem Markt ausprobieren möchten, sind Coworking-Spaces von Vorteil. Die Mieten lassen sich flexibel gestalten, sodass Sie die Räume je nach Bedarf bloß für ein paar Tage, Wochen oder aber auch mehrere Monate nutzen können. Bei einigen Anbietern haben Sie sogar die Möglichkeit, die Räume stundenweise zu mieten. Statt langzeitige Verträge zu unterschreiben, können Sie hiermit flexible Angebote in Anspruch nehmen.

Gerade in Führungspositionen, wie Sie Franchisenehmer oder -geber innehaben, kann darüber hinaus schonmal die ein oder andere Dienstreise anstehen. Auch hier kommen Ihnen Coworking-Spaces zu Gute, denn wer hier lediglich für ein paar Tage einen Arbeitsplatz benötigt, findet perfekt ausgestattete Räume, in denen er auch für kurze Zeit in Ruhe arbeiten kann.

Wie bereits angesprochen ist dabei auch die Verpflegung in den Pausen gewährleistet. Wer einen Wachmacher braucht, kann sich am Kaffee bedienen und Nervennahrung gibt es oft in Form von Snacks und Obst. All das ist oft schon im Mietpreis integriert.

An welche Unternehmen richtet sich das Prinzip?

Schaut man sich die Zielgruppe des Coworkings an, fällt auf, dass Unternehmen unterschiedlichster Arten von dieser Variante des Arbeitsplatzes Gebrauch machen. Ob Freiberuflicher, kleine Start Ups, Angestellte oder Gründer – wer das richtige Büro findet, kann hier enorm viel Zeit verbringen und dabei durchaus produktiv sein. Auch das Alter spielt hier keine Rolle, wobei sich erkennen lässt, dass ältere Nutzer der Räumlichkeiten eher aus den Bereichen Marketing und PR kommen, während jüngere oftmals ihr eigenes Startup betreiben oder auf dem Gebiet der Webservices tätig sind.

Wie Sie allerdings merken werden, ist hier jeder willkommen. Sei es der junge Gründer, der sich gerade erst selbstständig macht, oder der Angestellte, der schon jahrelange Erfahrung vorweisen kann. Vor allem aber wenn Sie noch nicht wissen, in welche Richtung sich Ihre Karriere nach der Gründung des Franchises bewegt, kann es sich lohnen, sich langsam an den Markt ranzutasten und sich erstmal nicht an feste Mieten zu binden.

Welche Vorteile bieten Coworking-Spaces?

Dass sich Coworking solch großer Beliebtheit erfreut ist kein Zufall. Nicht nur können Sie hierbei auf Mietverträge verzichten, an die Sie für lange Zeit gebunden sind, sondern auch von vielen weiteren Vorteilen profitieren:

  • Leistungssteigerung durch mehr Motivation: Befindet man sich in einem Raum voller produktiver Menschen, ist es fast unmöglich, die Arbeit sacken zu lassen. Gerade wenn Sie sonst von Zuhause aus arbeiten, kann ein Tapetenwechsel Ihnen zu neuer Motivation verhelfen. Für viele Arbeitende wirkt die Umgebung inspirierend, was letztendlich auch ihre Leistung steigert.
  • Günstige Arbeitsplätze als Alternative: Gerade nach Ihrer Existenzgründung fehlt Ihnen möglicherweise das nötige Kleingeld, um Büroräume auszubauen oder in größere Gebäude umzuziehen. Trotzdem benötigen Sie Mitarbeiter, die das Unternehmen unterstützen – und die wollen schließlich irgendwo untergebracht werden. In solchen Fällen eignen sich Coworking-Spaces als kostengünstige Alternative zu herkömmlichen Büros.
  • Ein größeres Netzwerk: Arbeitet man mit so vielen Leuten auf begrenztem Raum, ist es nur eine Frage der Zeit, bis man anfängt, wichtige Kontakte zu schließen. Durch ein gut ausgebautes berufliches Netzwerk können sich auch innerhalb Ihres Franchises neue, wichtige Möglichkeiten und Chancen für die Zukunft ergeben.
  • Arbeit abseits privater Ablenkung: Gerade als Franchisegeber und -nehmer müssen Sie nicht ständig vor Ort in der Filiale oder den eigenen Büros sein. Einige nehmen sich dafür Arbeit nach Hause, doch da werden sie schnell abgelenkt und lassen die Arbeit gerne mal sacken. Der Effekt wird noch verstärkt, wenn Sie Aufträge ohnehin gerne mal vor sich herschieben. Durch ein separates Arbeitsumfeld fällt es Ihnen leichter, berufliches von privatem zu trennen und sich auf die Dinge zu fokussieren, die in genau diesem Moment wichtig sind.
  • Von und mit Experten lernen: Wenn Sie sich in Ihren Ideen festgefahren haben und neue Inspirationen oder lediglich die Meinung anderer brauchen, gibt Ihnen Coworking die Möglichkeit, sich auch mal mit anderen Menschen zu unterhalten. Da Coworking-Spaces als Arbeitsorte für Menschen unterschiedlicher Bereiche dienen, können Sie im besten Fall sogar auf Experten auf Gebieten stoßen, über die Sie ohnehin gerne mehr erfahren möchten.

Während sich manche dieser Vorteile auf Geld beschränken, können andere Ihnen dabei helfen, Ihr Franchise auf das nächste Level zu befördern. Das Prinzip des Coworkings erlaubt es Ihnen, sich voll und ganz auf Ihr Unternehmen und nicht auf das Gebäude und die damit verbundenen Pflichten zu konzentrieren. Gerade, wenn Sie sich noch nicht mit den Details von verbindlichen Mietverträgen auseinandersetzen möchten, kann diese Variante auch innerhalb des Franchisings eine gute Option für kostengünstige Arbeitsräume darstellen.

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