Wie viel Eigenkapital braucht man für ein Franchise wirklich?

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Wie viel Eigenkapital braucht man für ein Franchise wirklich

Als Franchisenehmer startet man mit einer Gründung in einem Franchisesystem in ein fertiges Geschäftskonzept und übernimmt somit die Idee des Franchisegebers. Für einen Existenzgründer ist Franchising die Form von Selbstständigkeit mit Netz und doppeltem Boden, da diese Variante die risikofreiere ist. Dennoch startet man als Franchisenehmer natürlich auch mit Eigenkapital in das Unternehmen. Auch hier muss Geld in die Hand genommen werden, um sein eigenes Unternehmen zu gründen. Eigenkapital sind die Mittel, die Gründer in ein Unternehmen investieren. Diese müssen dabei ohne Frist und rückzahlungsfrei für das Unternehmen jederzeit nutzbar und zugänglich sein. Insgesamt gehört das Eigenkapital bei Existenzgründern mit zu der Gründungsfinanzierung. Man kann das Eigenkapital also als die Eigenmittel des Gründers bezeichnen.
Zu Beginn wird das Eigenkapital von dem Gründer beziehungsweise Franchisenehmer in das Unternehmen investiert. Ab diesem Zeitpunkt zählt das Eigenkapital zum Eigentum des Unternehmens. Und genau hier liegt der Unterschied zum Fremdkapital, welches meistens zum größten Teil aus Bankkrediten besteht. Allerdings muss eine gewisse Eigenkapitalquote erreicht werden, damit der Franchisenehmer für sein Unternehmen auch Fremdkapital bekommen kann. Es dient also als Sicherheit. Existenzgründer sollten auch beachten, dass das Eigenkapital ständig für sie verfügbar sein muss. Da es als Sicherheit für das Unternehmen gilt, wird es im Notfall auch zur Verlustdeckung genutzt.
Welche Summe aus Fremd- und Eigenkapital investiert werden muss, variiert allerdings je nach

  • Art des Unternehmens
  • Standort des Unternehmens
  • Welche Geschäftsfläche beansprucht wird
  • Welches Anlagevermögen benötigt wird
  • Wie die Planung der Liquidität für die Startphase aussieht

Wie setzt sich Eigen- und Fremdkapital zusammen?

Dennoch kann man ungefähr sagen, dass die meisten Banken ungefähr eine Eigenkapitalquote von etwa 15 % bis 25 % der Gesamtsumme verlangen. Dieses Eigenkapital wird dann zur Sicherheit der Kreditgeber gezählt.
Doch wie genau setzt sich Eigen- und Fremdkapital zusammen? Eigenkapital ist zunächst nicht so günstig wie Fremdkapital. Das klingt erst mal merkwürdig, liegt aber daran, dass zu erwartende Gewinnanteile an die Eigenkapitalgeber ausgeschüttet werden. Die Eigenkapitalkosten können allerdings bei der Steuererklärung nicht geltend gemacht werden. Das sieht beim Fremdkapital anders aus. Wenn man eine Existenzgründung anstrebt, ist es nicht von Vorteil, wenn man nur durch Eigenkapital gründet. Denn Lücken, die entstehen, müssen dabei überbrückt werden und das kann teuer werden. Vorteile der Gründung aus Eigenkapital sind

  • Die Unabhängigkeit von außenstehenden Geldgebern
  • Der Wegfall von Zinsen und anderen Beteiligungen

Ein großer Nachteil ist allerdings, dass, wie bereits erwähnt, finanzielle Lücken entstehen können, die überbrückt werden müssen. Diese Engpässe können dadurch entstehen, dass

  • In einem Zeitraum die Einnahmen fehlen
  • Forderungsausfälle entstehen
  • Höhere Kosten im Unternehmen entstehen
  • Kosten für eine Expansion oder die Aufrechterhaltung des Betriebs benötigt werden

Wenn diese Lücken entstehen, muss das Eigenkapital ausreichen, damit sie überbrückt werden können. Dies kann im Zweifel hohe Kosten verursachen und sehr teuer werden für den Franchisenehmer. Deshalb ist es eher riskant nur alleine aus Eigenkapital zu gründen.

Was kann zum Eigenkapital gezählt werden?

Von den Banken werden einige Posten als Eigenkapital geltend gemacht. Bargeld zählt dazu, aber auch Sparguthaben und Sachvermögen. Unter Sachvermögen fällt

  • Immobilienbesitz
  • Grundstücksbesitz
  • Wertpapiere
  • Auch größere Wertgegenstände
  • Teilweise Lebensversicherungen

Wenn man nicht genug Eigenkapital aufbringen kann, kann man dieses noch durch Zuschüsse und Förderungen aufstocken lassen.

Welches Eigenkapital muss in einem Franchisesystem investiert werden?

Auch in einem Franchisesystem kommen auf den Franchisenehmer zu Beginn einige Kosten zu, die er investieren muss. Auch hier kann man keine genaue Summe festlegen, da es von dem jeweiligen Unternehmen abhängt. Allerdings belaufen sich die Investitionssummen in den meisten Franchisesystemen auf fünf- oder auch sechsstellige Summen. Diese Summe muss der Franchisenehmer aufbringen, um ein neues Unternehmen zu gründen. Er steigt zwar in ein bestehendes System ein, ist allerdings letzten Endes mit seinem Betrieb ein eigenständiger Unternehmer, wie der Franchisegeber. Die Geschäftsidee und das Konzept sind in einem Franchisesystem vorgegeben und dort werden auch keine Freiheiten geboten. Ebenfalls bezieht sich dieser Punkt häufig auf das Inventar. Der Betrieb muss zu Beginn ausgestattet werden und Betriebsmittel müssen zur Verfügung stehen. Nur so kann ein neuer Betrieb den Vorgaben des Pilotbetriebes des Franchisegebers entsprechen. Diese ganzen Ausgaben kommen auf den Franchisenehmer zu, da er auch die Ausstattung zusätzlich zum Eigenkapital für sein Unternehmen stellen muss. Des Weiteren ist der Franchisenehmer auch zu Gebühren verpflichtet, unter anderem auch eine meistens fünfstellige Eintrittsgebühr in das Franchisesystem. Diese Investitionen können sich auf eine sechs- bis siebenstellige Gesamtinvestition summieren.

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Investition von Franchisegebern

Franchisegeber hingegen müssen zu Beginn noch mehr Geld in die Hand nehmen. Das ist der Vorteil der Franchisenehmer. Ihnen wird ein fertiges System auf dem Tablett serviert und sie können die bereits bekannte Marke nutzen. Die Franchisegeber hingegen müssen einen Pilotbetrieb aufbauen und ihre Idee am Markt testen. Außerdem müssen sie dann bei Erfolg eine komplette Systemzentrale für Unternehmensnetzwerk aufbauen und auch passende Partner für ihr Unternehmen akquirieren. Unterm Strich kommen auf Franchisegeber somit noch höhere Kosten zu. Um das Unternehmensnetzwerk aufzubauen, braucht der Franchisegeber einen noch größeren finanziellen Spielraum als der Franchisenehmer. Denn auch hier müssen finanzielle Lücken und auch Misserfolge überbrückt werden. Außerdem muss eine neue Marke auf dem Markt etabliert werden und mit Werbung bekannt gemacht werden. Diese Punkte bleiben dem Franchisenehmer erspart. Würde er sich jedoch für einen Einzelhandel entscheiden, hätte er nicht die Vorteile der bereits bekannten Marke und dem bestehenden System.

Es ist ein wichtiger Punkt, wie hoch das Eigenkapital ist, das der Franchisenehmer zur Verfügung hat. Denn damit steht und fällt seine Wahl für das passende Unternehmen. Die Investitionssummen variieren von Unternehmen zu Unternehmen. Deshalb bildet das Eigenkapital bei der Suche eine zentrale Größe. Es gibt auch Franchisesysteme, die ihren neuen Partnern die Möglichkeit bieten, ohne Eigenkapital beziehungsweise mit eher geringerem Kapital in das System einzusteigen. Dies bezieht sich meistens auf Systeme, die eine Dienstleistung anbieten, da hier weniger Inventar angeschafft werden muss. Dennoch sollte man sich bei der Entscheidung für ein Franchisesystem neben dem Geld auch darauf konzentrieren, was man gerne macht. Denn in eine Branche zu investieren, die zwar wenig Eigenkapital verlangt, einen aber nicht reizt, hilft einem auf Dauer auch nicht weiter. Die Investition in ein Franchisesystem ist eine langfristige und sollte deshalb weise getroffen werden.

 

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