William Rosenberg: Der Dunkin Donuts Gründer im Unternehmerporträt

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Dunkin Donuts, ein Name, der allen Donut Fans bekannt ist. Doch wer ist verantwortlich für die Gründung des Unternehmens, das uns täglich das Leben versüßt?

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William Rosenbergs bescheidene Anfänge

Der US-amerikanische Entrepreneur wurde 1916 in Boston, Massachusetts geboren. Seine Eltern waren jüdisch-deutsche Immigranten und besaßen einen Lebensmittelladen. Als Teil der Arbeiterklasse besuchte William öffentliche Schulen. Nachdem seine Eltern aber im Laufe der großen Depression ihr Geschäft verloren, verließ er die Schule und begann zu arbeiten. Dabei war er unter anderem für die Western Union als Botenjunge und ab 17 Jahren Simco tätig, ein Unternehmen, das Eiscreme aus Trucks verkaufte. Bei dieser Firma wurde er dann mit 21 zum nationalen Manager. Er war nun verantwortlich für die Übersicht über Lieferungen, Lagerung, Produktion und leitete über 40 Trucks.
Als der Zweite Weltkrieg begann, fing er an für die Bethlehem Steel Corporation, einen US-amerikanischem Stahlproduzenten, zu arbeiten. Er besaß 1.500 USD an Kriegsanleihen und lieh sich weitere 1000, um sein erstes eigenes Unternehmen zu gründen, und zwar die Industrial Luncheon Services. Er belieferte damit Fabrik-Arbeiter in den Außenbezirken Bostons. Die Lieferwagen, die dafür verwendet wurden, entwickelte der Unternehmer selbst. Dabei waren die Seiten der Gefährte so gestaltet, dass die Snacks präsentiert werden konnten. Diese Trucks waren die Vorreiter der modernen Lieferwagen der Gastronomiebranche. Serviert wurden mit ihnen Mahlzeiten sowie Pausensnacks für die Arbeiter.
Bald schon hatte sein Unternehmen über 200 Lieferwagen und Rosenberg merkte schnell, dass sich Donuts und Kaffee am besten verkauften. Nach dieser Realisation gründete er 1948 Open Kettle, ein Unternehmen, dass sich dann auf den Verkauf von diesen Produkten spezialisierte. Open Kettle wurde dann später umbenannt zu Dunkin Donuts.

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Die Entwicklung des erfolgreichen Franchisesystems

William Rosenberg glaubte an das Potenzial des damals noch recht jungen Franchisings und stieg 1955 mit Dunkin Donuts in die Franchisewirtschaft ein. Was sein Unternehmen von anderen in der Donut Branche unterschied, war die Tatsache, dass hier statt den übliche 5, über 50 verschiedene Sorten angeboten wurden. Das Unternehmen erblühte unter der ambitionierten Leitung Rosenbergs und breitete sich immer weiter aus.
1988 übergab der Unternehmer die Leitung der erfolgreichen Kette an seinen Sohn Robert. Dieser kaufte die beiden Gastronomie-Unternehmen Baskin-Robbins und Togo’s Eateries. 1990 wurde Dunkin Donuts dann von Allied Domecq übernommen, ein Unternehmen, das sich auf verschiedene Bereiche der Gastronomie konzentriert.
Heute serviert Dunkin Donuts Kaffee, Donuts und andere Snacks an täglich über 5 Mio. Kunden. Mit über 11.000 Stores in 35 Ländern und zahlreichen erfolgreichen Franchisepartnerschaften hat sich das Unternehmen mittlerweile als die weltweit größte Backwaren- und Kaffee-Kette etabliert. Der erste Standort in Deutschland wurde 1999 in Berlin eröffnen.

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William Rosenbergs vielseitige Ambitionen

Der Begründer des erfolgreichen Donut Franchise startete bereits in jungen Jahren in das Unternehmerdasein, Dunkin Donuts ist aber nicht seine einzige Hinterlassenschaft. William Rosenberg ist unter anderem bekannt für:
• Unternehmensgründung
• Mitbegründung der internationalen Franchiseassoziation
• Tätigkeiten als Philanthrop
• Autobiographie: Time to Make the Donuts: The Founder of Dunkin Donuts Shares an American Journey
• Größte Standardbred Pferdezucht in New England
Nicht nur ist William Rosenberg verantwortlich dafür, dass die leckeren Dunkin Donuts in zahlreichen Ländern der Welt erhältlich sind, der US-Amerikaner war darüber hinaus auch an der Gründung der internationalen Franchiseassoziation beteiligt. Als Franchising noch frisch und unerforscht war, glaubte der Entrepreneur bereits an das große Potenzial des Geschäftsmodells und war bereit den Erfolg seines Unternehmens dafür aufs Spiel zu setzen. Dieser Wagemut hat sich auch bezahlt gemacht und eines der erfolgreichsten Franchisesysteme überhaupt kreiert. Der Unternehmer glaubte daran, dass ein Unternehmer und vor allem Anführer enthusiastisch und glaubwürdig sein sollte. Eine Vision, Vorstellungskraft, Leidenschaft und die Fähigkeit diese zu teilen und weiterzugeben waren seiner Meinung nach unverzichtbar. Heute wird Rosenberg als Pionier der Franchisewirtschaft gesehen und als einer der Menschen, die das mittlerweile weitverbreitete und beliebte Geschäftsmodell zu dem gemacht haben, was es heute ist.
Rosenberg engagierte sich darüber hinaus auch sozial. Als Philanthrop unterstützte er unter anderem die Universität New Hampshire. In seinem Namen wurden außerdem von der Rosenberg Family Foundation Lehrstühle am Dana Farber Cancer Institute und der Harvard Medical School gestiftet. 2002 wurde durch seine großzügige Unterstützung das Rosenberg International Franchise Center eröffnet.
Seine Autobiografie wurde 2001 mit der Hilfe von Jessica Brilliant Keener herausgegeben. Nachdem der Unternehmer 1971 mit Krebs diagnostiziert wurde, hielt er sich hauptsächlich auf seiner Wilrose Farm in New Hampshire auf. Dort startete er eine erfolgreiche Pferdezucht. 2002 starb er dann im Alter von 86 Jahren in seinem Zuhause in Mashpee, Massachusetts.

William Rosenbergs Hinterlassenschaft

Dunkin Donuts hat sich nicht nur als erfolgreiches Unternehmen etabliert, sondern bietet auch Menschen in vielen verschiedenen Ländern, darunter auch Deutschland, die Möglichkeit, als selbstständiger Unternehmer in die Existenzgründung zu starten. Dunkin Donuts bietet dabei sowohl für Kunden als auch für Franchisenehmer folgende Vorteile:
• Fair Trade
• Qualität
• Regionalität
• Lieferanten Qualität
Nicht nur auf die Qualität der Snacks, sondern auch die des Kaffees wird ein hoher Wert gelegt. Mit dem Konzept aus den USA werden Leckerbissen mit regionalen Zutaten zubereitet und an den Franchisestandorten verkauft. Auch der Auswahl der Lieferanten der jeweiligen Standorte wird viel Beachtung geschenkt.
Das Angebot von Dunkin Donuts beschränkt sich jedoch nicht bloß auf Kaffee und Donuts. Folgendes kann unter anderem von den Kunden bestellt werden:
• Donuts
• Andere süße Snacks
• Kaffee
• Bagels
• Sandwiches

Ein Pionier des Franchisings

William Rosenberg hat vor Jahrzehnten dafür gesorgt, dass Liebhaber von Donuts sich nicht mehr auf eine kleine Auswahl beschränken müssen und dass sie ihre Lieblingssüßspeisen in guter Qualität überall kaufen können. Mit seiner Erfolgsgeschichte hat er außerdem gezeigt, dass Unternehmer nicht Betriebswirtschaft studieren, oder über viel Eigenkapital verfügen müssen, um erfolgreich zu werden. Wenn man optimistisch bleibt und eine gute Idee hat, kann man es im Leben weit bringen. Rosenberg hat bewiesen, dass Ambition und Innovation gemeinsam ein wertvolles Mittel zum Erfolg sein können und inspiriert damit auch heute noch zahlreiche Start-up Gründer und Franchisenehmer auf der ganzen Welt.
Mit seinem Glauben an ein Geschäftsmodell, das es Gründern auch mit weniger Know-how und Erfahrung ermöglicht, sich selbstständig zu machen, hat er dazu beigetragen, dass sich Unternehmer heute zwischen einer Vielzahl an erfolgreichen Franchisesystemen entscheiden können, darunter auch sein eigenes, Dunkin Donuts.
Wer sich den Unternehmer heute als Beispiel nimmt und an seine eigenen Talente und Ideen glaubt, dem sollte nichts im Wege stehen, genauso erfolgreich zu werden.

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