Zeitmanagement für Unternehmer - Wie Sie dem Teufelskreis entkommen

03.03.2019 08:08 | Diverse Themen - Trends

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Unternehmer wie etwa Start-up Gründer oder Franchisenehmer stehen vor oft vor völlig neuen Herausforderungen. Der Schritt in die Selbstständigkeit wurde endlich gewagt und das Leben als Angestellter liegt hinter einem. Doch es gilt einiges zu beachten, um nicht nur ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen, sondern auch die persönlichen Vorteile des Gründerlebens zu genießen. Ein wichtiger Faktor, der schnell zum Verhängnis werden kann, ist das Zeitmanagement.

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Die Zeit – unser kostbarstes Gut

Manche merken es, wenn sie alt und grau sind, andere kommen schon in jungen Jahren darauf: Zeit ist kostbar. Im Grunde genommen ist sie nicht nur das Wichtigste im Leben, sondern eigentlich das Einzige. Wenn sie weg ist, ist sie weg. Nun liegt es an jeder Person, selbst für sich zu entscheiden, was sie damit machen will. Wir können nun unterscheiden zwischen Zeit für Persönliches, Familie, Freunde, und Zeit für die Arbeit. Im Grunde fließt aber alles zusammen. Wir haben eine bestimmte Zeit, und was wir mit ihr anstellen, bleibt jedem selbst überlassen. Eine gute Work-Life-Balance ist sicher wichtig, doch für viele Menschen reicht das nicht aus. Sie wollen die Zeit, die sie in ihr Arbeitsleben investieren auch so gut wie möglich genießen und nutzen.

Die Zeit für Unternehmer

Unternehmer wird man nicht leichtfertig. Gründer begeistern sich in der Regel mit Leidenschaft für ihren Beruf, denn sie müssen viel in ihn investieren. Es kostet nicht nur Geld, sondern auch Zeit, ein Unternehmen aufzubauen und dann erfolgreich zu führen. Anders als bei einem 0815 Bürojob werden hier nicht nach einer 40 Stunden Woche der Hut aufgehängt und die Füße hochgelegt. Unternehmer investieren oft 60 oder mehr Stunden pro Woche in ihren Traum. Oft bleibt auch dann der sichtbare Erfolg aus und die Resultate lassen zu wünschen übrig. Der Grund? Schlechtes Zeitmanagement.

Schlechtes Zeitmanagement

Es gibt viele Fehler, die vor allem von frischen Gründern und Franchisenehmern häufig gemacht werden. Diese können zu Frustration im Job und zu mangelnden Erfolgserlebnissen führen. Häufige Fehler sind unter anderem:
• Mangelnde Delegation
• Die Multitasking Falle
• Ablenkungen
• Keine klar abgegrenzten Zeiten
• Erledigen überflüssiger Aufgaben
• Perfektionismus
• Stress

Gerade am Anfang einer Existenzgründung kann es schwierig sein, die Zeit richtig zu managen. Doch im Unternehmerberuf ist einer der größten Vorteile, die Flexibilität. Viele Menschen entscheiden sich gerade wegen ihr dazu, eine Franchisepartnerschaft einzugehen oder ihr eigenes Start-up zu gründen. Als Angestellter ist man nicht nur örtlich, sondern vor allem zeitlich gebunden. Das freie Zeitmanagement von Unternehmern soll es ihnen ermöglichen, ihr eigener Chef zu sein und selbst zu entscheiden. Wenn das Zeitmanagement nun fehlschlägt, feuert dies jedoch zurück. Anstatt unabhängig und flexibel fühlen sich nun viele Gründer angekettet und überfordert. Doch das muss nicht sein. Im Folgenden finden Sie einige Tipps, die Ihnen nicht nur das Arbeiten an Ihrem Unternehmen angenehmer machen, sondern Ihnen auch dabei helfen, wieder mehr Zeit für andere Dinge im Leben zu haben.
Tipps für gutes Zeitmanagement

1. Lernen Sie, zu delegieren

Viele Gründer fungieren gerade am Anfang nicht nur als Unternehmer, sondern auch als Manager und als Fachkraft. Gerade bei kleinen Unternehmen ist dies häufig der Fall. Man startet gerade erst durch und kümmert sich um alles selbst. Als Fachkraft kümmert man sich um die Kunden und den täglichen Geschäftsbetrieb, als Manager unter anderem um die Arbeitsaufteilung der Mitarbeiter und als Unternehmer übernimmt man die Planung und Zielsetzung für das Unternehmen. Alle drei Positionen selbst zu übernehmen, kann dazu führen, dass Sie schnell überfordert sind. Gerade wenn Sie ein größeres Unternehmen führen, sollten Sie lernen, zu delegieren und Aufgaben an kompetente Fachkräfte und Manager abzugeben. Vielen Unternehmern fällt es schwer, anderen Menschen die Kontrolle abzugeben und darauf zu vertrauen, dass diese die Aufgaben genauso gut erledigen, wie sie selbst. Wenn Ihnen dies jedoch gelingt, werden Sie folgende Verbesserungen erkennen:
• Mehr Zeit für andere Aufgaben
• Weniger Stress und Druck
• Gute Vertrauensbasis zwischen Ihnen und Ihren Mitarbeitern

2. Arbeiten Sie konzentriert und fokussiert

Viele Menschen glauben, dass sie mit Multitasking mehr Aufgaben erledigen können und das auch noch schneller. Oft ist jedoch genau das Gegenteil das Resultat. Wer sich zu viel auf einmal vornimmt, verliert schnell den Überblick. Oft hat das Erledigen verschiedener Aufgaben nebeneinander die Konsequenz, dass die Arbeit sich lange dahinschleppt und nichts so richtig vorangeht. Es ist also ratsam, sich auf eine Aufgabe zu fokussieren und diese konzentriert zu erledigen. Danach kann man sich der nächsten Tätigkeit zuwenden. Auch Ablenkungen sollten vermieden werden, achten Sie also darauf, dass Sie in Ihrer konkreten Arbeitszeit nicht von privaten oder anderen geschäftlichen Themen abgelenkt werden.

3. Schaffen Sie sich einen Zeitplan

Beobachten Sie, wie viel Zeit Sie genau wofür verwenden. Grenzen Sie die Zeiten für die verschiedenen Aufgaben genau ab und führen Sie Protokoll darüber. Nach einem gewissen Zeitraum können Sie dann feststellen, wie viel Zeit tatsächlich, für welche Aufgaben verwendet wurde. Wenn die Zeit für Management- und Fachkrafttätigkeiten um einiges höher ist, als die für tatsächliche Unternehmeraufgaben, dann sollten Sie etwas an Ihrer Arbeitsweise ändern. Erst, wenn Sie wissen, wie viel Zeit Sie tatsächlich, für welche Aufgaben verwenden, können Sie gut planen.

4. Vermeiden Sie Stress

Stress so gut wie möglich zu vermeiden, stellt einen wichtigen Baustein für gutes Zeitmanagement dar. Eine gestresste Arbeitsweise führt zu Fehlern, und Fehler führen dazu, dass Sie Arbeiten wiederholen müssen. Sie werden schnell merken, dass nicht nur Sie, sondern auch Ihr Unternehmen durch Stress stark belastet werden können. Folgen von Stress am Arbeitsplatz können unter anderem sein:
• Verminderter Erfolg
• Negative Auswirkungen auf Mitarbeiter wie etwa eine innere Kündigung
• Psychische und körperliche Folgen wie etwa Burnout

Versuchen Sie also, mit einem ruhigen, klaren Kopf zu arbeiten. Wenn Sie gut delegieren und unnötige Arbeiten vermeiden, verringern Sie Ihr Aufgabenvolumen. Dadurch wird es auch leichter, nicht überarbeitet und gestresst zu sein. Versuchen Sie also, es gar nicht erst zu einer unüberschaubaren Situation kommen zu lassen.
Die Fähigkeit, sich die Arbeitszeit selbst einteilen zu können, gibt Menschen einen Grund, den Schritt in die Existenzgründung zu wagen. Dieser Vorteil sollte nicht durch schlechtes Zeitmanagement unwirksam gemacht werden. Nehmen Sie sich also Zeit, einen effektiven Plan zu erstellen. Genau zu wissen, was wirklich zu Ihren Aufgaben gehört und was Sie an andere weitergeben können, gehört dabei genauso dazu, wie sich Ihre Zeit gut einzuteilen.

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