Zielgruppe definieren: Nur so können Sie Ihr Angebot optimieren

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zielgruppe definieren

Viele Unternehmen tun sich oft schwer, ihre Zielgruppe zu definieren, da es sich dabei um ein durchaus schwieriges Gebiet handelt. Allerdings ist eine gute Kenntnis über die Zielgruppe und eine klare Abgrenzung zu nicht relevanten Kundengruppen essentiell, um die Produkte und Services optimal am Markt platzieren zu können. Wenn Sie Franchisegeber oder Franchisenehmer sind und Ihren Gewinn maximieren möchten, dann sollten Sie sich an die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden anpassen. Und so können Sie obendrein Geld und Zeit sparen, die Sie sonst in die Akquise irrelevanter Kundengruppen gesteckt hätten! In unserem heutigen Artikel erfahren Sie alles zum Thema Zielgruppe definieren.

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Warum ist es so wichtig, eine Zielgruppe zu definieren?

Die Zielgruppe eines Unternehmens ist der Dreh- und Angelpunkt eines Unternehmens sowie der Marketing-Strategie. Denn wenn man den idealen Wunschkunden nicht klar definiert hat, tappt man im Dunkeln und vergeudet mehr oder weniger seine Zeit. Aus diesem Grund konkretisieren Unternehmer ihre Zielgruppe schon ganz zu Anfang, wenn sie ihre Geschäftsidee ausgestalten. Denn eine Geschäftsidee hat nur wirtschaftliches Potential, wenn es auch eine Nachfrage gibt und man diese Kundengruppe klar abgrenzen kann. Das hilft ebenso, um die gesamte Marktgröße zu erfassen, was wiederum für die Erstellung des Businessplans eine große Rolle spielt. Dies ist ebenso relevant für die Ausrichtung der späteren Marketing-Strategie.

>>> Erfahren Sie hier mehr zum Thema Businessplan erstellen und typische Fehler, die Sie im Business vermeiden sollten. Auch für das Franchising ist der Businessplan wichtig. Zukünftige Franchisenehmer kalkulieren hier die Wirtschaftlichkeit und den Cashflow ihres Franchisestandortes.

Die Bedeutung des zielgruppengerechten Marketings

Wenn die Geschäftsidee ausformuliert wird, gilt es die Zielgruppe zu definieren. Die Hauptfrage, die es hier zu klären gilt, lautet: Wer soll das Produkt kaufen? Für wen kommt der Service in Frage? Nur indem Sie sich diese Frage beantworten, können Sie Ihre Zielgruppe auch passgenau ansprechen! Und so vermeiden Sie effektiv, Geld für unnötige Werbeaktionen auszugeben.

Was genau ist eine Zielgruppe?

Bei einer Zielgruppe handelt es sich um eine Gruppe von Personen, die Ihr Franchise-Unternehmen mit seinen Marketingmaßnahmen erreichen möchte. Diese Gruppe umfasst potentielle zukünftige Kunden. Die Anzahl der Gruppenmitglieder ist unbegrenzt. Außerdem sollten die Charaktere innerhalb Ihrer Zielgruppe möglichst homogen sein, damit diese auch durch Ihre Marketingmaßnahmen erreicht werden können. Nur so können Sie Streuverluste vermeiden!

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Wie kann man eine Zielgruppe definieren?

Zunächst einmal sollte man eine Marktsegmentierung vornehmen, um so letztlich die Zielgruppe bestimmen zu können. Wie die Bezeichnung Marktsegmentierung bereits erahnen lässt, geht es hier zunächst einmal darum, den Gesamtmarkt in verschiedene Segmente aufzuteilen, da dies die Grundlage für ein kundenspezifisches Marketing bildet. Die Einteilung der Segmente kann man entweder nach Kunden oder aber Produkten und Produktmerkmalen vornehmen. In der Regel werden hier Kriterien wie demografische Merkmale, psychografische Merkmale sowie sozioökonomische Faktoren für die spezifische Zielgruppe analysiert. Darüber hinaus kann auch das Kaufverhalten in die Analyse miteinbezogen werden, in diesem Fall werden auch die Kaufreichweite, die Mediennutzung sowie die Preissensibilität betrachtet.

Kriterien für die Zielgruppendefinierung:

Um Ihre Zielgruppe zu definieren, sollten Sie diese anhand folgender vier Kriterien definieren.

  • Demografische Merkmale:

Hier geht es um das Alter, das Geschlecht, den Wohnort, den Familienstand wie auch die Haushaltsgröße.

  • Sozioökonomische Faktoren:

Bei diesen Faktoren geht es um den Beruf, das Einkommen sowie den Bildungsstand.

  • Psychografische Merkmale:

In dieser Sparte werfen Sie einen Blick auf die Motivation, Wünsche, Werte und Meinungen der Zielgruppe. Ebenso sollten Sie den Lebensstil genauer betrachten.

  • Das Kaufverhalten:

Hier stehen die Zufriedenheit, Mediennutzung, Kaufreichweite und Preissensibilität im Vordergrund.

Die Werbewirtschaft und die Zielgruppe

Für die Definition der Werbewirtschaft wurden vor allem die Menschen im Alter zwischen 14 und 49 Jahren als relevante Zielgruppe eingestuft. Das liegt daran, dass diese durch Marketingaktionen im TV, in gedruckten Medien sowie im Netz erreicht werden können.

So können Sie schrittweise Ihre Zielgruppe definieren:

Zunächst geht es erst einmal darum, zwischen den zwei Kundengruppen zu unterscheiden. Handelt es sich bei Ihrer Zielgruppe um Privatkunden, also Konsumenten, oder um Unternehmen, sprich Geschäftskunden?

  • Privatkunden:

Hier bewegen wir uns im sogenannten B2C-Bereich, Business-to-Consumer. Bei dieser Art von Marketing wenden sich die Franchise-Unternehmen mit ihren Maßnahmen und Kampagnen direkt an den Endkunden, der das Produkt kauft beziehungsweise die Dienstleistung in Anspruch nimmt. Richtet sich Ihr Angebot an die Privatkunden, so steht Ihnen eine große Zielgruppe gegenüber, die sich anhand der oben genannten Kriterien wie Vorlieben, Budget und Konsumverhalten definieren lässt.

  • Geschäftskunden:

Bei dieser Zielgruppe bewegen wir uns im B2B-Bereich, dem Business-to-Business. Bei dieser Zielgruppe gestaltet sich die Marktsegmentierung jedoch etwas schwieriger, da die Zielgruppe hier enger gefasst ist. Der Grund: Hier lassen sich die Kriterien nicht pauschal festlegen, da die Geschäftskunden wiederum auf die speziellen Wünsche ihrer Kunden eingehen müssen. Aus diesem Grund müssen die Angebote im Geschäftskunden-Bereich individuell formuliert werden und sind nicht wie im Privatkunden-Bereich allgemein verwendbar. Einzelne Maßnahmen sind daher immer nur für einzelne B2B-Kunden bestimmt. Die Zielgruppe der Geschäftskunden lässt sich nach Branchenzugehörigkeit, Unternehmensphase, Unternehmensgröße oder regionale Abgrenzung charakterisieren.

Obacht! Kleine Feinheit: Sie müssen zwischen Käufer und Beeinflusser unterscheiden!

Außerdem gilt es diese Besonderheit zu beachten: Denn es gibt einen Unterschied zwischen der offensichtlichen und der effektiven Zielgruppe. Denn die Person, die das Produkt kauft, muss nicht auch diejenige Person sein, die über den Kauf entscheidet. Denk man beispielsweise an Süßigkeiten oder Spielzeug, so sind es die Eltern, die das Produkt kaufen – allerdings wird diese Kaufentscheidung wesentlich vom Kind beeinflusst. Hier müssen also die Kinder angesprochen werden, auch wenn diese nicht die direkten Käufer sind.

Als Franchise-Unternehmen sollten Sie also klar abgrenzen, wer Käufer und wer Beeinflusser sind! Dies ist ein wichtiger Aspekt, wenn Sie Ihre Zielgruppe definieren.

Deshalb ist es so entscheidend, Ihre Zielgruppe zu definieren!

Nur wer seine Zielgruppe intensiv analysiert und klar definiert hat, der kann diese auch individuell und zielgerichtet ansprechen. Nur durch zielgruppenspezifisches Marketing finden Produkt und Angebot zusammen. Ebenso ist eine personalisierte Kundenansprache ein wichtiges Instrument für die Kundenbindung, da sich diese so mehr wertgeschätzt fühlen und mit Ihrer Franchisemarke identifizieren. Und wie wir alle wissen, spielen Kundenakquise und eine daran anschließende Kundenbindung eine wichtige Rolle, um Ihre Umsatzzahlen nachhaltig zu steigern.

>>> Erfahren Sie hier mehr über Kundenbeziehung im Franchising. Tipps, wie Sie eine Kundenbeziehung aufbauen und Nützliches zum Customer Support.

Sie sehen also: Wer seine Hausaufgaben macht und seine Zielgruppe von Anfang an klar definiert, der kann sein Angebot optimal am Markt platzieren, indem die relevanten Kundengruppen direkt angesprochen werden.

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