Zuständigkeiten klären: So kann in Ihrem Franchise-Unternehmen effizienter gearbeitet werden

Veröffentlicht am

zustaendigkeit

Wer sich als Franchisenehmer selbstständig macht, der kann das etablierte Geschäftskonzept eines Franchisegebers an seinem eigenen Standort umsetzen. Das Erfolgsmodell Franchising setzt auf eine arbeitsteilig organisierte Struktur, bei der die Franchisezentrale gewisse Aufgaben für das gesamte Netzwerk gebündelt übernimmt. So haben die Franchisenehmer mehr Zeit, um sich lediglich um das Tagesgeschäft an ihrem eigenen Standort zu kümmern. Ein jeder übernimmt hier bestimmte Aufgaben und trägt die Verantwortung für gewisse Zuständigkeiten. Hier ist es wichtig, dass Sie als Franchisegeber dafür sorgen, dass Zuständigkeiten vorab klar definiert werden, damit das gesamte System effizienter arbeiten kann. Heute möchten wir Ihnen Tipps an die Hand geben, worauf es ankommt, wenn Aufgaben im Franchise-Unternehmen verteilt werden.

Wer übernimmt was? Geklärte Zuständigkeiten führen zu mehr Effizienz!

Jeder, der schon einmal eine Teamarbeit eingereicht hat, weiß, dass es gerade bei einem gemeinsamen Projekt um eine gute Zusammenarbeit geht, bei der die einzelnen Aufgaben und Zuständigkeiten klar aufgeteilt werden. Nur so kann das Team effizient arbeiten und die Aufgabe optimal ausführen. Was für den Mikrokosmos eines einzelnen Teams gilt, lässt sich auch auf einen größeren Makrorahmen anwenden: Auch Unternehmen arbeiten besser, wenn Aufgaben und Verantwortungen klar verteilt und zugeordnet wurden. Und selbstverständlich gilt dies auch für das Franchising, was auf eine klare Aufteilung der Aufgaben zwischen der Franchisezentrale und den einzelnen Franchisestandorte setzt. Nur wenn jede einzelne Stellschraube in einem Betrieb weiß, was sie zu tun hat und an wen sie sich im Falle von Problemen zu wenden hat, kann das ganze System auch einwandfrei funktionieren.

>> Diese Themen könnten Sie auch interessieren:

Keine klare Aufgabenverteilung: Willkommen im Chaos!

Sind Zuständigkeiten unklar, dann ist ein Franchise-Unternehmen dem Untergang geweiht. So rennt man von A nach B, ohne den richtigen Ansprechpartner zu finden. Fällt dann auch noch jemand krankheitsbedingt aus oder befindet sich im Urlaub, ist das Chaos perfekt! Letzten Endes sind die Mitarbeiter wie die Kunden die Leidtragenden: Sind Aufgaben nicht klar zugewiesen, fühlt sich niemand verantwortlich und sie bleiben liegen. Gleiches gilt für aufgeschobene Entscheidungen. Unerledigte Aufgaben können in der Folge zu Defekten im Betriebsablauf führen, was die Funktionsweise des Unternehmens erschwert, so dass wartende oder unzufriedene Kunden das Resultat sind. Für jedes Franchise-Unternehmen ist es daher essentiell, dass Zuständigkeiten vorab klar übergeben werden und diese nicht auf den letzten Drücker mehr schlecht als recht erledigt werden.

So funktioniert es mit der Verteilung von Aufgaben:

Damit Ihr Franchise-Unternehmen von einer höheren Effizienz profitieren kann, möchten wir Ihnen 5 wertvolle Tipps geben, wie Sie am besten mit dem Verteilen von Zuständigkeiten vorgehen.

1. Halten Sie Zuständigkeiten schwarz auf weiß fest!

Gerade das Franchising, was auf einer klaren Arbeitsteilung basiert, muss die unterschiedlichen Zuständigkeiten der jeweiligen Mitarbeiter und Franchisenehmer klar verteilen. Ein Franchisesystem basiert auf hochgradig standardisierten Arbeitsprozessen, was nur läuft, wenn sich jeder klar an seine Aufgaben hält. Darüber hinaus spielt vor allem für das Verhältnis zwischen Franchisenehmer und Franchisegeber der Franchisevertrag eine wichtige Rolle, da er die Rechte und Pflichten der beiden Geschäftspartner klar zu Papier bringt.

>>> Erfahren Sie hier, worauf Sie vor der Unterzeichnung des Franchisevertrages zu achten haben.

Aus diesem Grund spielt das Franchisesystemhandbuch eine wichtige Rolle. Es handelt sich dabei um eine Art Bedienungsanleitung und Nachschlagewerk für das Franchisesystem, was neuen Geschäftspartnern jegliche Fragen, die im Geschäftsalltag aufkommen können, erläutert. Das Franchisehandbuch ist heute vor allem ein digitales, editierbares Dokument, was das gesamte Know-How eines Franchisesystems enthält. Es ist ein essentielles Dokument im Franchising, was den Franchisenehmern klar aufführt, wer welche Zuständigkeiten zu übernehmen hat.

2. Die systemweiten Informationen über die Zuständigkeiten sollten für alle griffbereit sein!

Darüber hinaus ist es wichtig, dass das Franchisehandbuch an einem zentralen Ort abgelegt wird, so dass man direkt auf die Informationen zugreifen kann. Während das Handbuch den Franchisenehmern früher meist als Printversion überreicht wurde, so hat sich heutzutage die digitale Variante durchgesetzt – oder aber die einzelnen Standorte erhalten Zugriff auf die Informationen über das systemweite Intranet!

>>> Lesen Sie hier mehr zu den angesagten Themen Digitalisierung, Big Data und künstliche Intelligenz im Franchising! Unsere Zukunft ist zunehmend digital. Stellen Sie sicher, dass Ihr Franchise-Unternehmen bereit für mehr Digitalität ist.

Darüber hinaus können Sie gewisse Zuständigkeiten, die relevant für den einzelnen Franchisebetrieb sind, an zentralen Orten aushängen, so dass alle Mitarbeiter stets einen schnellen Blick auf die Informationen werfen und sich besser orientieren können. Handelt es sich um einen größeren Betrieb, ist es sinnvoll, den Namen des Zuständigen mit einem Foto zu versehen, so dass man genau weiß, wie der Verantwortliche aussieht. Ebenso sollten Sie dieser Übersicht hinzufügen, wer die Vertretung übernimmt, sollte der jeweilige Ansprechpartner nicht im Hause sein. Fakt ist: Wer vorab mehr klärt, behält umso länger den Überblick und arbeitet effizienter!

3. Verantwortliche, ihre Zuständigkeiten und die jeweilige Vertretung!

Wie bereits erwähnt, sollte auch geklärt sein, wer die Aufgaben vertretungsweise übernimmt. Denn so stellen Sie sicher, dass die Aufgaben auch dann erledigt werden, wenn der Verantwortliche nicht im Haus ist. So beugen Sie Unklarheiten und Probleme vor und können das Konfliktpotential effektiv eindämmen. Es entstehen keine unnötigen Wartezeiten!

Ein Tipp: Es kann auch Tätigkeiten geben, die nicht täglich, sondern wöchentlich, monatlich oder nur quartalsweise anfallen. Auch hier sollten die Betroffenen genau informiert werden.

4. Setzen Sie auf Visualisierungen statt auf Worte!

Wir denken vor allem visuell und können Dinge besser aufnehmen, wenn sie in Form einer Grafik erläutert werden. In solch einem Fall hilft es, ein Schaubild zu erstellen, was Arbeitsprozesse darstellt, damit die unterschiedlichen Zuständigkeiten besser nachvollzogen werden können.

5. Der Umlaufplan bei der Einarbeitung neuer Mitarbeiter

Stellen Sie als Franchisenehmer in Ihrem Standort neue Mitarbeiter ein, so können Sie eine Art Umlaufplan für den neuen Kollegen erstellen, damit dieser möglichst schnell einsatzbereit ist und seinen neuen Aufgaben nachgehen kann. Im Zuge dessen ist es essentiell, dass Sie ein Dokument erstellen, was die jeweiligen Zuständigkeiten der ersten Tage im Betrieb klärt, so dass der Mitarbeiter weiß, wer für welche Themen verantwortlich ist. So lernt der neue Kollege nicht nur die Mitarbeiter kennen, sondern er kann sich auch direkt mit der Arbeitsweise des Franchise-Unternehmens vertraut machen.

Alles klar soweit?

Als Franchisenehmer können Sie vor allem die neuen Mitarbeiter nach Feedback fragen, ob der Umlaufplan die einzelnen Zuständigkeiten hinreichend definiert. So erfahren Sie direkt, ob es gegebenenfalls noch Verbesserungsbedarf gibt. Ebenso sollten Sie darauf achten, dass Sie dieses Dokument stets aktualisieren, sollte es zu Kündigungen oder Neuzugängen kommen. Denn nur wenn das Dokument up-to-date ist, erfüllt es schließlich auch seinen Zweck.

Wenn ein Franchisesystem wie auch der einzelne Betrieb die unterschiedlichen Zuständigkeiten klar definiert hat und es einen umfassenden Vertretungsplan gibt, verfügen Sie über klare Spielregeln, die die Effizienz Ihres Unternehmens stark boosten!

Andere aktuelle Artikel

Babypause: So gelingt der Wiedereinstieg ins Arbeitsleben

Vor allem junge Mütter haben es oft schwer, nach einer Babypause den beruflichen [...]


Influencer Werbung: Wissenswertes für Franchise-Unternehmer

Die Influencer auf Social Media sind in aller Munde: Überall sehen wir die Hashtags [...]


Casual Kleidung: Professionelle Garderobe für den Sommer

Der Sommer heizt uns aktuell ordentlich ein. Wenn das Thermometer die 35-Grad-Marke [...]


Franchise Consultants: Was ist ihre Rolle?

„Wo es an Beratung fehlt, da scheitern die Pläne, wo viele Ratgeber sind, gibt [...]


HILFE & UNTERSTÜTZUNG IM FRANCHISING

Die Vorteile des Multi-Unit-Franchising!

Das Franchising hat sich seit dessen Einzug in Europa in den 70er Jahren als äußerst [...]


EIN FRANCHISE ERÖFFNEN - FRANCHISENEHMER WERDEN

Businessplan: Eine Vorlage für Ihren Gebrauch

Inhaltsverzeichnis:Mit dieser Businessplan Vorlage wird Ihre Existenzgründung [...]


EIN FRANCHISE ERÖFFNEN - FRANCHISENEHMER WERDEN
Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittsnote (4/5), 1 Bewertung

0 Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Übrige Zeichen: 250