Zweitjob als Franchisenehmer: Geht das?

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Wer sich gerne selbstständig machen möchte, aber noch nicht bereit ist, die Sicherheit des Angestelltenverhältnisses komplett aufzugeben, der kann sich auch zunächst einmal mit einem Zweitjob selbstständig machen. Auch hier bietet das Franchising zahlreiche Möglichkeiten, um ein Konzept nur in Teilzeit auszuführen. In unserem heutigen Artikel möchten wir Ihnen aufzeigen, was es zu beachten gibt, wenn Sie mit Franchising nebenberuflich in die Selbstständigkeit starten möchten.

Darf man neben dem Hauptjob überhaupt einen Zweitjob ausführen?

Wenn Sie aktuell Angestellter sind, so haben Sie grundsätzlich das Recht, einen Nebenjob auszuüben. Um sicherzustellen, dass dem tatsächlich so ist, sollten Sie in jedem Fall einen Blick in Ihren aktuellen Arbeitsvertrag werfen. Das Ausführen eines Zweitjobs hängt im Wesentlichen von den folgenden zwei Aspekten ab:

  1. Der Zweitjob darf in keiner direkten Konkurrenz zum aktuellen Hauptjob stehen.
  2. Ihr Engagement beim Hauptjob darf durch die Nebentätigkeit nicht beeinträchtigt werden.

Bevor Sie loslegen: Planen Sie den Einstieg in das Unternehmertum!

Auch wenn es sich bei dieser Art der Existenzgründung nur um einen Zweitjob handelt, so sollten Sie das Projekt Zweitjob in keinem Fall unterschätzen! Denn jede Gründung ist mit einer sauberen Planung und viel Arbeit verbunden, so dass Sie hier nicht zu blauäugig vorgehen sollten! Sonst sind Sie im Nachhinein weder in der Lage Ihren Haupt- noch Ihren Zweitjob zufriedenstellend zu meistern!

Die Wochenarbeitszeit und die Höhe der Einkünfte bestimmen über den Hauptberuf!

Diese beiden Faktoren sind entscheidend, wenn es um die Einteilung in Haupt- und Zweitberuf geht: Denn sobald wir eine Tätigkeit mit mehr als 18 Stunden Wochenarbeitszeit ausführen und hier die höheren Einkünfte erzielen, gilt diese Tätigkeit rechtlich gesehen als Hauptberuf. Prüfen Sie als bei den nebenberuflichen Franchise-Angeboten, was auf Sie zukommt, wie es um die Einkünfte und die wöchentlichen Arbeitsstunden steht. So kann es der Fall sein, dass der vermeintliche Nebenjob zum Hauptberuf wird, wenn beide Tätigkeiten in Teilzeit durchgeführt werden, Sie als Franchisenehmer allerdings zusätzlich sozialversicherungspflichtige Mitarbeiter beschäftigen. In diesem Fall würden die Ämter und die Krankenkasse Ihren vermeintlichen Zweitjob als Franchisenehmer zum Hauptberuf deklarieren!

Zur Info für Sie: Wenn Sie einen Zweitjob als Franchisenehmer nachgehen, dann ändert sich an Ihren Beiträgen zu der gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung erst mal gar nichts.

Achten Sie also auf die Wochenarbeitszeit, wenn Sie sich in einem abhängigen Beschäftigtenverhältnis befinden!

Und zwar sollten Sie auf Basis des Arbeitszeitgesetzes eine durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 48 Stunden nicht überschreiten. Wenn Sie in Ihrem Hauptjob aktuell für 40 Stunden pro Woche beschäftigt sind, dann sollte der Zweitjob rein rechnerisch gesehen nicht mehr als 8 Stunden wöchentlich in Kauf nehmen. Das liegt ganz einfach daran, dass der Gesetzesgeber uns so ausreichend Zeit für die Regeneration und Genesung einräumen möchte. Arbeiten wir mehr, kommen die Erholungsphasen zu kurz. Ebenfalls sollte beachtet werden, dass Krankheits- und Urlaubszeiten gemäß Gesetz nicht für den Zweitjob genutzt werden dürfen.

Steuerliche Aspekte für eine nebenberufliche Gründung als Franchisenehmer:

Sollten Sie mit Ihrem Zweitjob als Franchisenehmer mehr als 17.500 Euro an Jahresumsatz aufweisen beziehungsweise über 24.500 Euro Gewinn erwirtschaften, dann wird der Nebenberuf in umsatz- und gewerbesteuerrechtlicher Hinsicht relevant. Liegen Sie unter den 17.500 Euro Jahresumsatz, dann können Sie sogar von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen, was durchaus vorteilhaft ist.

Liegen Sie unter diesen beiden Summen, werden die selbstständig erwirtschafteten Einkünfte aus dem Zweitjob in der Steuererklärung als Einkommen verbucht. Sollte sich Ihr Franchise-Unternehmen als sehr attraktiv herausstellen, so sollten Sie das Gespräch mit einem Steuerberater suchen, um das Unternehmertum korrekt auszubauen. In diesem Fall sollten Sie sich aller damit verbundenen Konsequenzen bewusst sein.

Tipps für diejenigen, die in Teilzeit gründen möchten:

  • Bevor Sie das Unternehmertum mit Ihrem Zweitjob kennenlernen, sollten Sie in jedem Fall mit Ihrem Hauptarbeitgeber Rücksprache halten und seine Zustimmung einholen.
  • Stellen Sie sicher, dass der zukünftige Zweitjob nicht mit Ihrer hauptberuflichen Tätigkeit in Konkurrenz steht.
  • Halten Sie Rücksprache mit einem Steuerberater, um steuerliche Aspekte zu klären!

Der Zweitjob: Für wen bietet sich eine nebenberufliche Gründung mit Franchising an?

Wer grundsätzlich von einer selbstständigen Tätigkeit träumt, der kann einen Zweitjob nutzen, um ein erstes Gefühl für das Dasein als Unternehmer zu bekommen. Das Franchising macht es möglich, dass Ihnen ein gut funktionierendes Geschäftskonzept an die Hand gegeben wird und Sie somit mit einem geringeren unternehmerischen Risiko gründen können. Das Tolle bei einer Gründung mit Franchising ist, dass Sie so langsam aber sicher ein Gefühl für das Konzept bekommen und Ihre ersten Gehversuche als Unternehmer machen können. Läuft es rund, dann können Sie mit Ihrem Zweitjob immer noch expandieren und in den Vollerwerb übergehen.

Für wen ist eine Gründung in Teilzeit interessant?

Ein Zweitjob als Franchisenehmer ist für alle denkbar, die etwas Neues wagen möchten. Verglichen mit einer Gründung in Vollzeit geht ein Zweitjob mit einem finanziell geringeren Risiko einher.

Die nebenberufliche Selbstständigkeit ist etwas für Jedermann!

  • Berufstätige, die neue Wege gehen möchten, können ihre freie Zeit am Wochenende oder im Feierabend nutzen, um berufliches Neuland zu betreten!
  • Junge Mütter und Väter, die die Kinderbetreuung und den Job besser und flexibler miteinander kombinieren möchten!
  • Frauen, die nach der Kinderbetreuung Schwierigkeiten beim Wiedereinstieg in das Berufsleben haben. Indem sie ihre eigene Chefin werden, umgehen sie das abhängige Beschäftigungsverhältnis oder aber das Glass Ceiling in der Corporate World, die sie von der nächste Karrierestufe abhält!
  • Studenten, die neben dem theoretischen Input an der Universität erste praktische Erfahrungen sammeln und Unternehmerluft schnuppern möchten.
  • Aber auch Arbeitslose können durch eine Gründung mit Franchising neue berufliche Wege gehen!

Die Digitalisierung, die Arbeitswelt 4.0 und New Work: Es werden noch weitere Veränderungen auf uns zukommen!

Aufgrund der Digitalisierung und Technologisierung haben sich die Anforderungen in der Berufswelt und an die Arbeitnehmer stark verändert. Aktuell befinden wir uns mitten in einem digitalen Transformationsprozess, während die jungen Generationen X, Y und Z altbewährte Strukturen und Traditionen in Frage stellen und sich stattdessen lautstark für mehr Freiheit und Flexibilität einsetzen. Man möchte aus dem starren nine-to-five Arbeitsgefüge ausbrechen! Eine Gründung mit Franchising als Zweitjob macht es möglich, dass wir beruflich neue Wege gehen können. Viele Franchise-Konzepte, die nebenberuflich ausgeführt werden, sind bereits für kleines Geld und mit weniger Aufwand realisierbar, so dass sie sich meist bequem von zu Hause im Home Office ausführen lassen.

Diese Flexibilität und die durchaus geringen Investitionskosten wirken äußerst attraktiv auf die meisten Gründungswilligen, die beruflich neue Wege gehen möchten. Aus diesem Grund gehen ein Zweitjob mit Franchising und der aktuelle Zeitgeist Hand in Hand: Probieren Sie Neues aus, gewinnen Sie in der praktischen Unternehmerwelt an neuen Erfahrungen, gehen Sie als eigener Chef einer Tätigkeit nach, die Sie selbst frei und flexibel einteilen können. Neue Zeiten, neue Sitten.

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