CEO (Chief Executive Officer) im Franchise-Glossar

Wofür steht CEO?

Die Bezeichnung CEO kommt aus dem US-Amerikanischen, die Kurzform steht für Chief Executive Officer. In den USA handelt es sich hier um ein geschäftsführendes Vorstandsmitglied eines Unternehmens.

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Was ist ein CEO?

Im deutschsprachigen Kontext bedeutet die Bezeichnung so viel wie Geschäftsführer, sie wird allerdings auch für das geschäftsführende Vorstandsmitglied oder den Vorstandsvorsitzenden verwendet.

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Unterschiede zwischen der Angelsächsischen und der deutschen Verwendung

Der wohl größte Unterschied ist, dass es in deutschen Unternehmen mehrere Geschäftsführer geben kann, während es in den USA nur einen CEO gibt. Im angelsächsischen Raum obliegt diesem die höchste Verantwortung im Unternehmen, er stellt die alleinige Unternehmensspitze dar. In den USA handelt es sich bei der Bezeichnung CEO um einen rechtskräftigen Begriff, im deutschsprachigen Raum hat er keine rechtliche Bedeutung. In unseren Breitengraden ist der Titel Geschäftsführer umso wichtiger.

Nichtsdestotrotz findet der Begriff CEO auch verstärkt in Deutschland Anwendung. Das liegt vor allem an der Globalisierung. Im deutschsprachigen Raum wird der Begriff CEO primär als Geschäftsleitung aufgefasst. Mittlerweile kommt der Begriff CEO immer häufiger in deutschsprachigen Unternehmensbeschreibungen und Kommunikationsmitteln zum Einsatz, was an der internationaleren Aufstellung der Unternehmen und einer starken Übernahme von Anglizismen liegt. Der Chief Executive Officer kann als Funktionsbeschreibung verstanden werden. Es handelt sich um eine zusätzliche Bezeichnung, die die Tätigkeit und Funktion der Person im Unternehmen beschreibt. Die angelsächsische Titulierung geht nicht mit einer handels- oder gesellschaftlichen Relevanz einher, wie es in den USA der Fall ist.

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Was sind die Aufgaben und Funktionen eines CEO?

In Deutschland kommt ein CEO den typischen Aufgaben eines Geschäftsführers nach. Er hat die strategische Ausrichtung des Unternehmens im Blick und erarbeitet seine Positionierung am Markt gegenüber der Konkurrenz. Als höchste Entscheidungsinstanz auf der Management-Ebene obliegt ihm zeitgleich auch die Verantwortung das für das Erreichen der Unternehmensziele. Sein Kopf rollt, sollten Umsatz und Gewinn nicht stimmen. Handelt es sich um eine Aktiengesellschaft, hat der CEO an den Vorstand zu berichten.

Bei einem CEO handelt es sich meist um eine sehr verantwortungsbewusste Persönlichkeit, der es leicht fällt, selbst schwierige Entscheidungen zu treffen. Ein Geschäftsführer ist ebenso davon gekennzeichnet, dass er selbstbewusst zu seinen Entscheidungen steht und mit den Konsequenzen leben kann. Wer CEO werden möchte, der sollte also Führungsqualität beweisen. Auf die richtigen Soft Skills kommt es an: Ein CEO kann sein Team mitreißen, Gegenwind aushalten, Risiken sicher einschätzen und selbst unter Druck einen kühlen Kopf bewahren.

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Wie wird der Begriff CEO verwendet?

Wie bereits angemerkt wird der Begriff Chief Executive Officer international unterschiedlich interpretiert und verwendet. Das hat zur Folge, dass der CEO in manchen Ländern die oberste Führungsriege einnimmt, in anderen Ländern nur zur mittleren Hierarchie-Ebene zählt. In solchen Fällen gibt es neben dem CEO dann auch noch einen Chief Financial Officer (CFO), einen Chief Content Officer (CCO) oder aber einen Chief Operating Officer (COO). Beim CFO handelt es sich beispielsweise um den kaufmännischen Geschäftsführer beziehungsweise den Finanzvorstand, der CCO übernimmt die Verantwortung für die Inhalte aller Marketingmaßnahmen. Der COO übernimmt oberste Management- und Leitungsfunktionen. So haben langsam aber sicher immer weitere englische Berufsbezeichnungen Eingang in deutsche Unternehmen erhalten.

Wie wird man CEO?

Wer hoch hinaus möchte, der benötigt Zeit und eine Menge Geduld: Im Schnitt dauert es rund 24 Jahre, bis man als CEO auf dem Chefsessel Platz nehmen kann. Die meisten CEOs haben mit Mitte 40 zum Sprung auf den CEO-Sessel angesetzt.

Viele der Topdogs haben einfach mal etwas gewagt: Das trifft auf diejenigen zu, die den Mut hatten, ein großes Risiko einzugehen und eine Chance zu nutzen. Manche haben einen Schritt zurück in Kauf genommen und bei einem kleineren Betrieb eine wichtigere Rolle einnehmen können. Andere haben vielleicht die Branche gewechselt und den Sprung ins kalte Wasser gewagt: Sie haben eine Position eingenommen, für die sie nicht wirklich vorbereitet oder ausgebildet waren.

Ein Studienabschluss ist der erste Schritt Richtung CEO-Posten!

Überall gilt ein Studienabschluss als Basisvoraussetzung, um Chief Executive Officer zu werden. Drei Studienrichtungen dominieren hier: Wirtschaft, Technik und Jura. Das Studium der Betriebswirtschaftslehre ist hier sehr beliebt. Mittlerweile haben allerdings auch Maschinenbauer an Bedeutung gewonnen, da die Märkte immer spezialisierter geworden sind und so Marktnischen direkt strategisch besetzt werden können. Statt Doktortitel ist inzwischen eine renommierte Postgraduate-Ausbildung wichtiger geworden: Wer einen Elite-MBA – Master of Business Administration – vorweisen kann, dem steht der nächste Karriereschritt bevor.

CEOs sind keine Quereinsteiger, hier zählt Firmentreue!

Als CEO sollten Sie vielfältige Erfahrungen mitbringen, denn andere Blickwinkel werden oft sehr geschätzt. Allerdings sollte man nicht als Jobhopper verschrien sein. Firmentreue und ein Maßhalten bei der Zahl an Karrierestationen werden hier vielmehr geschätzt. Wer frisch im Berufsleben eingestiegen ist und Großes plant, für den gilt: Man muss nicht dort beruflich durchstarten, wo man später auch CEO werden möchte!

Gerade bei den börsennotierten Unternehmen handelt es sich um Fachmänner mit einem soliden Track Record. Die Top-Manager sind in der Regel keine Quereinsteiger, sondern sie bringen eine mehrjährige Erfahrung in der Vorstandsetage mit. Handelt es sich um einen Konzern, war der CEO vorher meist als Chef einer Tochtergesellschaft oder als Vorstandsmitglied tätig.

Auf die Kontinuität im Unternehmen kommt es an!

CEOs haben in der Regel um die zehn Jahre in einem Unternehmen gearbeitet. Wer auf die Shortlist kommen möchte, der weist einen soliden Track Record mit fachlichen Kernkompetenzen auf. Hilfreich ist es, wenn man Erfahrung im Controlling machen konnte, da der CEO ein Gespür für Zahlen benötigt. Ebenso sollte ein zukünftiger CEO eine gewisse Ergebnisverantwortung vorweisen können. Gern gesehen wird es, wenn man über längere Zeit dem Unternehmen treu geblieben ist. Das stellt sicher, dass man sich mit dem Unternehmen identifiziert und hinter diesem steht.

Allerdings wird eine operative Auslandserfahrung in der globalisierten Welt immer wichtiger. Wer sich also zukünftig mit der Bezeichnung Chief Executive Officer schmücken möchte, der kann dies nur noch mit internationaler Erfahrung erreichen.

Wie viel verdient ein CEO?

Das durchschnittliche Gehalt eines CEO liegt zwischen 75.500 und 157.500 Euro pro Jahr. Der hohe Verdienst für die Firmenbosse schwankt je nach Region und Branche: So führen die Pharmaindustrie, Automotive und die Chemie die Liste der höchsten Geschäftsführergehälter an. Regional gesehen ist der Verdienst in Hessen mit über 10.000 Euro pro Monat am höchsten, gefolgt von Baden-Württemberg mit rund 9.700 Euro und Bayern mit an die 9.400 Euro. Wer CEO werden möchte, der weist meist mehrere Jahre in Spitzenpositionen auf, so dass das Gehalt allein schon bei einer zunehmenden Berufserfahrung steigt. Auch interessant: Wer CEO eines börsennotierten Unternehmens ist, kann mit einem höheren Gehalt rechnen.

Gibt es CEOs beim Franchising?

Auch im Franchising gibt es CEOs. Diese nehmen hier meist die Gestalt des Franchisegebers an. Es handelt sich hierbei um den Begründer des unternehmerischen Konzeptes, der meist die Systemzentrale im Franchising lenkt und anführt.

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Autor: Redaktionsteam ©