Innovation im Franchise-Glossar

Was ist Innovation?

Der Begriff Innovation stammt von dem Lateinischen innovatio ab und bedeutet Neuerung oder aber Veränderung. Oft ist von einer Innovation im wirtschaftlichen Sinne die Rede, wenn Ideen und Erfindungen in neue Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren resultieren. Und zwar haben wir es mit einer Innovation zu tun, wenn durch die Anwendung neuer Verfahren, die Einführung neuer Techniken oder aber die Etablierung von neuen Ideen neuartige Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren geschaffen werden – oder aber diese auf den neusten Stand gebracht werden.

Die drei Arten der Innovation:

Heutzutage wird der Begriff Innovation fast schon inflationär verwendet, er ist zu einer Art Modewort geworden. Natürlich spielen aktuell die Digitalisierung und die digitale Transformation eine wichtige Rolle, die für viel Veränderungen in sämtlichen Lebensbereichen sorgen – wohl in der Geschäftswelt als auch im Privatleben. Allerdings ist Innovation nicht gleich Innovation, vielmehr gibt es drei unterschiedliche Arten von Innovation:

1. Die Basisinnovation: Hier werden neue Produkte und Verfahren entwickelt. Wir haben es außerdem mit neuen Wirkprinzipien zu tun, also die grundlegende Veränderung von technischen Verfahren durch das Zusammenspiel von physikalischen Effekten und stofflichen Merkmalen.

2. Die Verbesserungsinnovation: Dies ist der Fall, wenn durch eine Innovation die Qualitätsmerkmale eines Produktes, einer Dienstleistung oder eines Verfahren verbessert wird.

3. Die Anpassungsinnovation: Hierbei werden Produkte oder Waren sowie ganze Geschäftsmodelle an kundenspezifische Wünsche oder aber sich veränderte Marktbedingungen angepasst.

Was ist der Unterschied zwischen Innovation und Disruption?

Zum einen können Unternehmen lediglich Details an Produkten verändern. Sprich: Die Farbe, die Größe, die Funktionalitäten, etc. – ohne dass es zu einer großen Innovation kommt. Anders sieht es bei Vorgängen aus, die einen disruptiven Charakter vorweisen. Hierbei handelt es sich um einen Prozess, bei dem ein Geschäftsmodell oder gar der gesamte Markt durch eine Neuerung verändert oder sogar zerschlagen wird. Mit solch disruptiven Veränderungen haben wir es vor allem heutzutage bei dem Umbruch in der Digitalwirtschaft zu tun.

Der Unterschied zwischen einer Innovation und einer Disruption liegt darin, dass es sich bei einer Innovation um eine Erneuerung handelt, die allerdings nicht bewirkt, dass sich der Markt grundlegend verändern muss. Wir haben es lediglich mit einer Weiterentwicklung zu tun. Bei einer Disruption ist die Schlagkraft beziehungsweise die Reichweite der Veränderung so intensiv, dass die disruptive Innovation für eine komplette Umstrukturierung des Marktes sorgt oder aber bestehende Geschäftsmodell vollständig zerschlägt.

Warum ist Innovation wichtig?

Gerade in der Wirtschaft ist Innovation sehr wichtig, da Unternehmen durch die Einführung von neuen Produkten oder verbesserten Verfahren ihre Performance verbessern können, indem sie so ihre Effizienz, Produktivität und Qualität boosten und dadurch weiter wachsen können. Innovation in Unternehmen muss nicht zwangsläufig mit dramatischen Veränderungen zu tun haben, sie kann bereits beginnen, dadurch dass alte Verfahren optimiert werden. Und das wiederum hat zur Folge, dass die Mitarbeiter motivierter zur Tat schreiten, wodurch das Unternehmen höher Profite einfährt und somit erfolgreicher wachsen kann. Aus diesem Grund haben zahlreiche Unternehmen ein Innovationsmanagement entwickelt, um so strukturierter bei der Ideenfindung und -generierung vorgehen zu können.

Welche Bedeutung hat Innovation für Unternehmen?

Innovationen sind deshalb so wichtig für Unternehmen, da sie zu den wichtigsten Treibern gehören, um den langfristigen Erfolg eines Unternehmens sicherzustellen. Während vor allem die Faktoren wie Kosten und die Qualität die entscheidenden Wettbewerbsvorteile eines Unternehmens ausmachen, so spielen Innovation, Kreativität und Entwicklung eine wichtige Rolle, wenn es um die Zukunft und Überlebensfähigkeit eines Unternehmens geht. Gerade heutzutage befinden sich aufgrund der Digitalisierung und Technologisierung die Wettbewerbsfaktoren im Umbruch – außerdem haben wir es mit einer erhöhten Veränderungsgeschwindigkeit zu tun, so dass es höchste Zeit wird, dass Unternehmen, die auch zukünftig erfolgreich sein möchten, ins Handeln kommen.

Wie fördert man Innovation in seinem Unternehmen?

Wer als Unternehmen auch in fünf oder zehn Jahren noch Bestand haben möchte, der sollte die Innovationskraft und Kreativität seiner Mitarbeiter fördern! Denn auch wenn man die Innovation nicht herbeizaubern kann, so kann man dafür sorgen, dass es um die Innovationsfreude in der Belegschaft positiv bestellt ist. Denn meist sind es die Mitarbeiter, die die überraschendsten, praktischsten wie auch kundenorientiertesten Ideen haben, um das Geschäftsmodell anzupassen oder in neue Geschäftsfelder vorzudringen. Um diesen Innovationsgeist nutzen zu können, ist es vor allem wichtig, Raum für diese Ideen zu schaffen, um Innovation zu begünstigen und kreatives Denken zu fördern. Schließlich entsteht Innovation durch Reflexion, neue Kombinationen und einen tiefgehenden Austausch. Um den Innovationsgeist zu fördern, sollten Unternehmen solche Kollegen zusammenbringen, die offen für Neues und Veränderung sind. Denn das ist zuträglich für mehr Inspiration, neues radikales Denken und mehr Innovationsgeist.

Wie fördert man eine Innovationskultur?

Wenn ein Unternehmen aktiv und nachhaltig Innovationen vorantreibt, dann ist von einer Innovationskultur die Rede. In diesem Fall schafft es ein Unternehmen durch die Schaffung sozialer Umgebungen, die individuelle Kreativität der Mitarbeiter zu fördern, damit diese in der Lage sind, neue Ideen zu entwickeln.

Es gibt unterschiedliche Ausprägungen unternehmerischer Kreativität, wobei jede dieser Ausprägungen eine andere Form von Innovation fördert. Schafft ein Unternehmen die richtigen Rahmenbedingungen, dann resultiert das in einem florierenden Innovationsklima, in dem neue Ideen entstehen und zu Prototypen weiterentwickelt werden, neue Dinge ausprobiert und unternehmerische Risiken eingegangen werden und wo sowohl Erfolge als auch Misserfolge wichtig für den Lernprozess sind.

Unsere Tipps: So können Sie eine Innovationskultur im Unternehmen verankern!

Eine erfolgreiche Innovationskultur wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst: Das Wertesystem des Unternehmens, die Führungsstruktur, die Zusammensetzung der Teams und interne Abläufe spielen hier eine wichtige Rolle. Aber auch die Kommunikation und das Leben einer Risikokultur sind weitere wichtige Faktoren.

  • Ein konstruktiver Umgang mit Fehlern und Kritik: Mitarbeiter wagen nur Neues, wenn sie die Gewissheit haben, dass der Versuch auch schief gehen darf. Signalisieren Sie die Akzeptanz von Fehlern und Fehlversuchen, um Ihre Mitarbeiter zu ermutigen.
  • Schaffen Sie flexible Systeme, wo Veränderungen systemimmanent sind. Wenn Veränderung zum Alltag wird, dann brauchen Sie kein separates Change Management.
  • Sagen Sie Ja zu flexiblen Hierarchien: Wenn die Hierarchien beweglich sind, dann ist Führung kein Status, sondern eine Aufgabe und Sie fördern Beweglichkeit, Offenheit und Innovation in Ihrem System!
  • Schaffen Sie kreative Freiräume: Räumen Sie Ihren Mitarbeitern Zeit ein, um an kreativen Projekten zu arbeiten, Workshops zu besuchen, etc. Die Ressource Zeit spielt eine wichtige Rolle, wenn es um Neuerungen geht. Kreative Freiheit und Design Thinking erhöhen die Innovationskultur!
  • Implementieren Sie eine Risikokultur: Heißen Sie das sichere Risiko willkommen und sehen Sie Innovationen als Chance für die Zukunft – selbst wenn das im worst case bedeutet, dass Sie ein wenig Geld verlieren!
  • Stellen Sie Mitarbeiter ein, die offen für Neues und Veränderung sind – ansonsten stellt sich eine Kulturänderung als schwierig dar. Belohnen Sie außerdem Andersdenken: Nur so lässt sich Neuland erkunden! Konformität bringt Sie hier nicht weiter!

Welche Rolle spielt Innovation im Franchising?

Auch im Franchising spielt Innovation eine essentielle Rolle, denn nur so kann ein Franchise-Unternehmen sicherstellen, dass es sich auch in Zukunft am Markt behaupten kann. Schließlich ist es das Vorhandensein einer Innovationskultur, die das Überleben einer Franchisemarke sichert! Kundenbedürfnisse ändern sich, aber auch die Marktbedingungen sind ständigen Veränderungen ausgesetzt, weshalb auch Franchise-Unternehmen offen für Veränderungen sein müssen! Aus diesem Grund obliegt dem Franchisegeber sozusagen eine Innovationspflicht gegenüber seinem Netzwerk an Geschäftspartnern. Die zwei großen Vorteile am Franchising sind die Arbeitsteilung zwischen Franchisezentrale und Franchisenehmern sowie die Standardisierung der Arbeitsprozesse, was eine hohe Effizienz zur Folge hat. Finden Innovationen statt, kann der Franchisegeber dieser relativ einfach im gesamten System ausrollen und anpassen.

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