Mitarbeiterschulung im Franchise-Glossar

Was ist eine Mitarbeiterschulung?

Wir lernen nie aus, das gilt für alle Phasen unseres Lebens, selbst wenn wir nicht mehr die Schulbank drücken müssen. Auch in der Arbeitswelt ist es wichtig, sich stets weiterzubilden und neues Wissen aufzunehmen. Lebenslanges Lernen – wenn man so will. Finden in der Unternehmenswelt Weiterbildungen, Seminar und Workshops für die Mitarbeiter statt, dann ist von einer Mitarbeiterschulung die Rede.


Warum brauchen Unternehmen Mitarbeiterschulungen?

Gerade heutzutage, wo sich unsere Gesellschaft und die gesamte Arbeitswelt in einem ständigen Wandel befindet, spielen Schulungen eine noch größere Rolle: Die Technologisierung und die digitale Transformation sorgen dafür, dass sich die Neuerungen geradezu überschlagen. Jobs, die früher essentiell waren, fallen weg, Maschinen und smarte Softwares übernehmen zahlreiche Aufgaben, während die Mitarbeiter sich neuen Anforderungen zu stellen haben. Mithilfe von Mitarbeiterschulungen können die Mitarbeiter von heute fit für morgen gemacht werden. Als Unternehmen sollte man aus diesem Grund stets Schulungen und Seminare anbieten, um die Fähigkeiten des vorhandenen Personals auszubauen und zu erweitern.


Mitarbeiterschulung – investieren Sie in die wichtigste Ressource Ihres Unternehmens: Das Personal!

Ein erfolgreiches Unternehmen zeichnet sich dadurch aus, dass es in seine wichtigste Ressource – und zwar in seine Mitarbeiter – investiert. Denn schließlich profitieren nicht nur die Mitarbeiter selbst von der Teilnahme an Fortbildung und der Akquise von neuem Wissen, sondern darüber hinaus kommt dies auch dem Unternehmen zugute: Nur wenn das Team bestens ausgebildet und auf dem neusten Stand ist, dann kann auch effizienter, strukturierter und produktiver gearbeitet werden, was in Folge die Leistungsfähigkeit des Unternehmens erhöht.

Darüber hinaus macht man so das Personal fit für neue Ausgaben im Unternehmen, damit sie die Karriereleiter emporsteigen und eine Führungsposition einnehmen können. Und das wiederum motiviert die Mitarbeiter: Fortbildungen und neue Aufgaben bezeugen, dass man das Personal und seine Arbeit wertschätzt und fördert. So ergibt sich eine Win-Win-Situation: Die Mitarbeiter fühlen sich positiv bestärkt und zeitgleich verfügen sie über neue Skills, die sie gewinnbringend im Unternehmen einsetzen können.


Darum lohnt sich eine Mitarbeiterschulung!

Oft sehen Unternehmen Mitarbeiterschulungen als reine Kostenstelle an – dabei ist dies eine sehr beschränkte Perspektive mit kurzsichtiger Blickweise! Stattdessen sollte eine Mitarbeiterschulung als wertvolle Investition gesehen werden, von dem auch das Unternehmen profitiert:

  • Mehr Wissen und Know-How für das Unternehmen!
  • Die Konkurrenzfähigkeit gegenüber Mitbewerbern wird erhöht!
  • Die persönliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter wird forciert!
  • Die Effizienz und Produktivität des Unternehmens werden erhöht!
  • Die Mitarbeitermotivation und Mitarbeiterbindung werden verbessert, während die Attraktivität als Arbeitgebermarke erhöht wird, was eine Reputationssteigerung zur Folge hat!
  • Ein wichtiges Signal der Wertschätzung, was die Leitungsbereitschaft der Mitarbeiter erhöht!
  • Mehr Effizienz und Produktivität im Unternehmen führen zum Erreichen von Unternehmenszielen!

Welche Arten von Mitarbeiterschulung gibt es?

Eine Mitarbeiterschulung kann unterschiedliche Form annehmen. Als die wohl bekanntesten Formate wären Seminare, Kongresse, Tagungen, das Coaching aber auch verstärkt das E-Learning zu nennen. Im Bereich der betrieblichen Weiterbildung hat sich in den letzten Jahren sehr viel getan, so dass mittlerweile ein sehr umfangreiches Weiterbildungsangebot zur Verfügung steht.

Seminare sind die wohl bekannteste Art und Weise, um eine Schulung durchzuführen. In einem Schulungsraum kommt eine Gruppe von Mitarbeitern zusammen und wird von einem Experten über ein bestimmtes Thema informiert, indem er die Inhalte in einem Vortrag oder in Form einer praktischen Anleitung aufbereitet präsentiert. Seminare können entweder betriebsintern in den unternehmenseigenen Räumen oder extern in einem Schulungszentrum angeboten werden. Kongresse und Tagungen gelten als externe Weiterbildungsveranstaltungen: Hier gibt es meist hochkarätige Speaker, die über aktuelle Trends informieren, während man sich in den Pausen mit den Peers austauschen und aktives Networking betreiben kann.

Das Coaching findet in der Regel 1:1 statt, es kann allerdings auch ein gesamtes Team gecoacht werden – in diesem Fall würde betriebsintern ein Inhouse-Seminar stattfinden. Beim Coaching kommen der Coach und sein Klient, der auch als Coachee bezeichnet wird, zusammen. Es handelt es sich um eine sehr interaktive und personenzentrierte Beratungsmethode. Beim Coaching finden strukturierte und intensive Gespräche statt. Der Coach begleitet dabei seinen Klienten, damit er selbst die für sich passenden Lösungen aus eigenen Kräften erörtern kann. Coachings finden in folgenden Bereichen statt: Management- und Business-Coaching, Karrierecoachings, aber auch in Form von Rhetorik- und Kommunikationstrainings.

Das E-Learning stellt eine neuere Form der Mitarbeiterschulung dar. Es basiert auf den digitalen Medien. Die Mitarbeiter können so Online-Kurse oder Webinare besuchen und sich weiterbilden, ohne dafür große Kosten für die Anreise oder eine Hotelübernachtung zahlen zu müssen. Der Vorteil an Online-Kursen ist, dass diese zeitlich und räumlich flexibel absolviert werden können.


Welche Rolle spielt die Mitarbeiterschulung im Franchising?

Gerade in Franchise-Unternehmen spielen Mitarbeiterschulungen eine sehr wichtige Rolle: Da es sich beim Franchising um hochgradig standardisierte Prozesse und Arbeitsschritte handelt, gibt es für die Tätigkeiten in der Regel keine spezifischen Ausbildungen oder Abschlüsse von Berufsverbänden oder Organisationen. Darüber hinaus kann es der Fall sein, dass eine Franchisemarke in einer sehr speziellen Marktnische vertreten ist oder aber hochspezialisierte Services anbietet, so dass eine systeminterne Einarbeitung und Schulung obligatorisch sind. Dabei kann diese je nach Marke und Komplexität der Tätigkeit wenige Tage, mehrere Wochen bis hin zu einigen Monaten in Anspruch nehmen. Allerdings ist dies auch der Grund, weshalb sogar auch fachliche Quereinsteiger eine Gründung mit System realisieren können: Denn die Franchisegeber wissen, dass die persönlichen Eigenschaften wie ein ausgeprägtes Verkaufstalent, soziale Fähigkeiten oder aber Management-Erfahrungen die entscheidenderen Qualifikationen im praktischen Arbeitsalltag darstellen als eine Berufs-Expertise.

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Daher obliegt es dem Franchisegeber, seine neuen Franchisepartner umfassend anzulernen und einzuarbeiten, damit diese das systemrelevante Know-How entsprechend in ihrem eigenen Betrieb umsetzen können.


Welche Rolle nimmt die Systemzentrale bei der Mitarbeiterschulung ein?

Meist übernimmt die Franchisesystemzentrale die Einarbeitung der neuen Franchisepartner sowie auch deren Mitarbeiter. Die Zentrale stellt hierbei sicher, dass die Qualitätsstandards der Marke über das gesamte System hinweg eingehalten werden. Allerdings kann diese Aufgabe auch der Master-Franchisenehmer übernehmen, sollte es sich um eine ausländische Franchisemarke handeln. In diesem Fall führt der nationale oder aber regionale Master-Franchisenehmer in seinem Pilotbetrieb die Mitarbeiterschulung seiner Sub-Franchisenehmer durch.

Ein wichtiges Tool im Franchising für den Know-How-Transfer stellt das Systemhandbuch dar, wo das gesamte Wissen rund um das Franchisesystem dokumentiert ist und ständig aktualisiert wird. Dieses Handbuch erklärt und visualisiert sämtliche Arbeitsschritte und ist die erste Anlaufstelle, sollten die frischen Franchise-Unternehmer Fragen haben. Während die Marken ihren Geschäftspartnern früher meist Printversionen zur Verfügung gestellt haben, findet sich das gesamte Know-How heute in elektronischen Systemen wie beispielsweise dem Intranet wieder.


Mitarbeiterschulung im Franchising: Von der Gründungsphase bis hin zur Weiterbildung

Die Systemzentrale kümmert sich zum einen um eine gründliche Einarbeitung der neuen Geschäftspartner und steht zum anderen aber auch für die ständige Fortbildung im laufenden Geschäftsbetrieb zur Seite. In der Gründungsphase finden die Grund- und Aufbauschulungen statt, die meist durch eine Hospitation im Betrieb ergänzt wird. Darüber hinaus werden auch zahlreiche Fortbildungen, Aufbaukurse und Workshops angeboten, damit das gesamte System stets up-to-date bleibt und auf dem Laufenden ist, welche Trends, Entwicklungen und Neuerungen in der Branche vor sich gehen.
 

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